Der Umgang zwischen Erwachsenen und Kindern im Zeitalter der Aufklärung oder die schwarze Pädagogik versus Erziehung

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Details
Autor: Alexandra Hauser
Fach: Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Veranstaltung: Erziehungsziele und Erziehungsmethoden in sozialarbeiterischen Feldern
Institut: Saarbrücken (Hochschule für Soziale Arbeit)
Jahr: 2002
Seiten: 19
Note: 3,0
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 208 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-17457-2
Textauszug (computergeneriert)
Der Umgang zwischen Erwachsenen und Kindern im Zeitalter
der Aufklärung oder die schwarze Pädagogik versus Erziehung
von Alexandra Hauser
Inhalt
1. Einführung
1.1 Das Zeitalter der Aufklärung 3
1.2 Die Schwarze Pädagogik
oder die Verstümmelung der Kindheit 4
2. Pädagogische Grundsachverhalte
2.1 Was ist Erziehung 5
2.2. Die Rolle der Erziehung
im kindlichen Entwicklungsprozess 6
3. Jean-Jaques Rousseau und die Erziehung
3.1 Allgemeines 7
3.2 Arten der Erziehung 8
3.2.1 Die natürliche Ordnung
3.2.2 Die praktische Erziehung 9.
3.3 Der Erzieher und seine Eigenschaften
3.4 Der Zögling und seine Eigenschaften 10
4. Katharina Rutschkys Sammlungen 10
4.1 "Affenliebe" und die Entwicklung der Mütterlichkeit .
4.1.1 Aus dem Hanbuch: "Verwöhnen, verzärteln, verziehen:
ein bedenkliches Kleeblatt
5. Grundprinzipien der Schwarzen Pädagogik 12
5.1 Merkmale einer Schwarzen Pädagogik
5.2 Meinungen, die wie Krankheiten
durch Jahrhunderte vererbt werden 13
5.3 Die Auswirkungen der Schwarzen Pädagogik
6. Die Auswirkungen der schwarzen Pädagogik
am Beispiel eines Falles aus der psychoanalytischen Praxis
Der Fall Jürgen Bartsch 14
7. Schlussgedanken 16
8. Literaturliste 18
1. Einführung
1.1 Das Zeitalter der Aufklärung
"Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit"
Immanuel Kant
Die Zeit der Aufklärung geht mit einer philosophischen, pädagogischen, politischen, gesellschaftlichen Umstrukturierung einher, in der alles in Frage gestellt wird. Die Aufklärung war eine Revolution, eine Zeit in der die selbst verschuldete Unmündigkeit ein Ende haben sollte.
Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen, lautet das Postulat der Aufklärung. Förderung der Autonomie wird propagiert im Lichte der Vernunft. Galilei sowie Descartes fordern eine Teilhabe an der Macht. Das Subjekt sollte seine Autonomie fördern. Machtverhältnisse werden in Frage gestellt.
Ideen der Freiheit, Gleichheit und Selbständigkeit verbreiteten sich und mündeten schließlich in politischen Forderungen, die erstmals in der Französischen Revolution 1789 verwirklicht wurden. Dieser Widerstand gegen die staatliche Gewalt und die Umsetzung von Forderungen begann in Deutschland allerdings erst 60 Jahre später. Bürgerliche Revolutionäre ergriffen die Initiative und eröffneten in der Paulskirche in Frankfurt die erste Deutsche Nationalversammlung, vier Jahre nach den Weberaufständen in Schlesien. Karl Marx (1818-1883) und Friedrich Engels (1820-1895), die bedeutendsten Verfechter dieser Bewegung, begründeten schließlich im "Kommunistischen Manifest" die Auflehnung der lohnabhängig Beschäftigten gegen die Machtinhaber des Kapitalismus.
Die gesellschaftlichen Umwälzungen ab Mitte des 18. Jahrhunderts in Deutschland, beeinflussten natürlich auch die bisherigen Lebensformen. Soziale Orientierungen für die Menschen, für die Familie, für das Kind mussten gefunden werden. Dieses Mittel zur Bildung des mündigen, selbsttätigen Subjekts, sollte die Pädagogik bereitstellen.
In dieser Zeit des Umbruchs gewinnt die Pädagogik eine neue interessante Richtung.
Unter dem Deckmantel der Vernunft, der Ratio, die Kant streng von der Empirie trennt, gewinnen Kants Aussagen über die Pädagogik an Bedeutung. Kants Abhandlungen über Pädagogik beeinflussen die gesamte geistige Epoche. Aus dieser Strömung entwickeln sich Klassiker der Pädagogik. Über die Zeiten hinaus wirkende Leitideen der Erziehung entstehen; Ideen von Erziehung "die nicht totzukriegen" sind. Für deren inhaltlichen Kern stehen große Pädagogen wie Pestalozzi, Rousseau, Schleiermacher, Herbart und von Humboldt, um nur einige zu nennen, die als Wahrzeichen und kulturelles Erbe dieser Epoche hervorgehen. Die Zeit der Aufklärung war eine Zeit, in der das erziehungswissenschaftliche Denken und das Bildungssystem einen Auftrieb erfuhren. Der Humanitätsgedanke gewann an Einfluss und prägte die Idee der Erziehung des Menschen.
Das pädagogische Zeitalter war jedoch nicht nur von den Ideen der klassischen Pädagogen geprägt, die Auffassungen der großen Pädagogen stellten auch soziale Probleme, wie Armut und soziale Integration als Diskussionsthema in den Raum. Somit war es die Erziehung, die als eine Möglichkeit der Problembewältigung zunehmend Beachtung fand. Von dieser Zeitepoche ausgehend beginnt das neupädagogisches Denken, in dem die Frage aufgeworfen wird: Wie soll denn Erziehung sein?
Interessant und mitunter bestürzend ist es, die verschiedenen Interpretationsansätze des pädagogischen Wirkens betreffend zu begutachten.
1.2 Die Schwarze Pädagogik oder die Verstümmelung der Kindheit
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