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Walter Gropius: Die Dammerstocksiedlung in Karlsruhe - Denkmalpflege

Untertitel: Am Beispiel des Waschhauses
Autor: Peter Liptau
Fach: Kunst - Architektur, Baugeschichte, Denkmalpflege

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Details

Institution/Hochschule: Universität Karlsruhe (TH)
Kategorie: Essay
Jahr: 2007
Seiten: 13
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 6  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 819 KB
Archivnummer: V113476
ISBN (E-Book): 978-3-640-13890-6

Zusammenfassung / Abstract

Während dem Ersten Weltkrieg kommen in Deutschland sämtliche Bautätigkeiten vollständig zum Erliegen. Die gesamte Bauwirtschaft erholt sich in den Nachkriegsjahren zunächst erst schleppend. So entsteht in Deutschland eine starke Wohnungsnot, die besonders den unteren Stand dazu zwingt, in Klein- und Kleinstwohnungen zu leben. Schlechte Licht-, Raum- und Luftverhältnisse sind hier quasi überall vorhanden. Um diesen Verhältnissen ein Ende zu setzen, werden in zahlreichen größeren Städten in Deutschland Bauvereine gegründet. Deren Ziel war es, den Arbeitern und kleinen Beamten, also dem gesamten Mittelstand, nicht nur erschwingliche Mietwohnungen, sondern ebenso komfortable und praktische Behausungen anzubieten. So beschließt man auch in Karlsruhe im Juni des Jahres 1928, eine neue Siedlung in Bahnhofsnähe, auf freiem Feld zwischen Hauptbahnhof und dem Vorort Rüppurr, zu erschließen. Ziel ist auch hier, wie in anderen Städten, Klein- und Kleinstwohnungen in großer Anzahl zu günstigen Konditionen zu errichten. Dies alles sollte nach dem Prinzip des „Neuen Bauens“ geschehen. Ein Novum stellt hier die Einbeziehung von haushaltsökonomischen Faktoren in die Planung der Wohnungen dar. Vorbild waren hier beispielsweise die Entwürfe und Gebäude der Werkbundausstellung der Weißenhofsiedlung in Stuttgart1. Eine sinnvolle Raumaufteilung war also eine der Hauptaufgaben, um möglichst viel Funktion auf möglichst wenig Bodenfläche zu verteilen. Diese Bestrebung nach effektiver Anordnung betrifft nicht nur das Innere der Gebäude, sondern auch ihre Anordnung in der Siedlung. Man entschloss sich zum Zeilenbau. Dieser bot, im Gegensatz zur bis dato üblichen Blockrandbebauung, jeder Wohnung und jedem Gebäude die gleichen Lichtverhältnisse. Bereits in den Plänen zur Erschließung des Geländes war klar zu sehen, dass man sich für eine von Norden nach Süden verlaufende Zeilenbebauung entschied. So war es möglich, die Wohnräume wegen der Lichtverhältnisse nach Westen sowie die Schlaf- und Nebenräume nach Osten auszurichten. Auch für die Durchlüftung der Gebäude war eine solche Zeilenbauweise sinnvoller, da beispielsweise schlecht belüftete Eckwohnungen wegfielen oder die Luft nicht in entstandenen Innenhöfen stand. Auch wichtig war die Hierarchielosigkeit der Gebäude untereinander.

Textauszug (computergeneriert)

Universität Karlsruhe (TH)

Institut für Kunstgeschichte

Übung: Einführung in die Denkmalpflege

Sommersemester 2007

Dammerstocksiedlung Karlsruhe ­

Denkmalpflege

Peter Liptau

Kunstgeschichte/Baugeschichte

6. Fachsemester


Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis 2

1. Geschichte der Dammerstocksiedlung 3

2. Denkmalpflege im Dammerstock 6

2.1. Beispiel des Waschhauses 7

2.2. Küchenschrank in Haus Bussardweg 37 8

3. Schluss 9

4. Abbildungen 10

Quellen 12

2


1. Geschichte der Dammerstocksiedlung

Während dem Ersten Weltkrieg kommen in Deutschland sämtliche Bautätigkeiten

vollständig zum Erliegen. Die gesamte Bauwirtschaft erholt sich in den Nachkriegsjahren

zunächst erst schleppend. So entsteht in Deutschland eine starke Wohnungsnot, die

besonders den unteren Stand dazu zwingt, in Klein- und Kleinstwohnungen zu leben.

Schlechte Licht-, Raum- und Luftverhältnisse sind hier quasi überall vorhanden.

Um diesen Verhältnissen ein Ende zu setzen, werden in zahlreichen größeren Städten in

Deutschland Bauvereine gegründet. Deren Ziel war es, den Arbeitern und kleinen

Beamten, also dem gesamten Mittelstand, nicht nur erschwingliche Mietwohnungen,

sondern ebenso komfortable und praktische Behausungen anzubieten.

So beschließt man auch in Karlsruhe im Juni des Jahres 1928, eine neue Siedlung in

Bahnhofsnähe, auf freiem Feld zwischen Hauptbahnhof und dem Vorort Rüppurr, zu

erschließen. Ziel ist auch hier, wie in anderen Städten, Klein- und Kleinstwohnungen in

großer Anzahl zu günstigen Konditionen zu errichten. Dies alles sollte nach dem Prinzip

des ,,Neuen Bauens" geschehen. Ein Novum stellt hier die Einbeziehung von

haushaltsökonomischen Faktoren in die Planung der Wohnungen dar. Vorbild waren hier

beispielsweise die Entwürfe und Gebäude der Werkbundausstellung der

Weißenhofsiedlung in Stuttgart1. Eine sinnvolle Raumaufteilung war also eine der

Hauptaufgaben, um möglichst viel Funktion auf möglichst wenig Bodenfläche zu

verteilen. Diese Bestrebung nach effektiver Anordnung betrifft nicht nur das Innere der

Gebäude, sondern auch ihre Anordnung in der Siedlung. Man entschloss sich zum

Zeilenbau. Dieser bot, im Gegensatz zur bis dato üblichen Blockrandbebauung, jeder

Wohnung und jedem Gebäude die gleichen Lichtverhältnisse. Bereits in den Plänen zur

Erschließung des Geländes war klar zu sehen, dass man sich für eine von Norden nach

Süden verlaufende Zeilenbebauung entschied. So war es möglich, die Wohnräume

wegen der Lichtverhältnisse nach Westen sowie die Schlaf- und Nebenräume nach

Osten auszurichten. Auch für die Durchlüftung der Gebäude war eine solche

Zeilenbauweise sinnvoller, da beispielsweise schlecht belüftete Eckwohnungen

wegfielen oder die Luft nicht in entstandenen Innenhöfen stand. Auch wichtig war die

Hierarchielosigkeit der Gebäude untereinander.

1Weißenhofsiedlung Stuttgart: Für die Werkbundausstellung 1927 errichtete Siedlung am Killesberg.

Erste große Bauausstellung des Neuen Bauens. Gebäude u.a. von Le Corbusier, Walter Gropius,

Ludwig Mies van der Rohe, Bruno Taut und Peter Behrens.

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