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Termpaper, 2007, 33 Pages
Author: Jens Fischbock
Subject: Environmental Sciences
Details
Institution/College: Berlin School of Economics
Tags: Auswirkungen, Emissionshandels, Struktur, Energieversorgung, Wirtschaft, Umwelt
Year: 2007
Pages: 33
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 20 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-14264-4
File size: 357 KB
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Abstract
Die meisten Treibhausgase in Deutschland entstehen im Energiesektor, besonders dort wegen den zahlreichen veralteten Kohlekraftwerken. Deshalb wird hier für Deutschland das größte Potenzial zur Minderung der Treibhausgasemissionen gesehen. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Emissionshandelssystem, seiner Umsetzung in Deutschland und den Auswirkungen auf die Struktur der Energieversorgung. Im Kapitel zwei dieser Arbeit wird zunächst auf die Europäische Emissionshandelsrichtlinie 2003/87/EG, ihre Ziele und Funktionsweise eingegangen. Anschließend wird die Umsetzung der Richtlinie in nationales Recht durch das TEHG und ZuG-2007 erläutert sowie auf die einzelnen Regelungen des nationalen Allokationsplanes zur Verteilung der Emissionsrechte eingegangen. Das dritte Kapitel befasst sich mit der Zusammensetzung der deutschen Energieversorgungsstruktur und ihren zukünftigen Herausforderungen. Das vierte Kapitel setzt sich mit den Auswirkungen des Emissionshandels auf die Energieversorgungsstruktur auseinander. Es wird der Frage nachgegangen, welche Möglichkeiten zur Emissionsreduzierung es für die Energiewirtschaft gibt und inwieweit die Funktionsweise des Emissionshandels zu strukturellen Veränderungen innerhalb der Energieversorgung beiträgt. Dazu werden die im nationalen Allokationsplan getroffenen Regelungen untersucht. Welche Anreizwirkungen von ihnen ausgehen, um die Energiewirtschaft zu Investitionen in Neuanlagen oder zur Modernisierung des Kraftwerksparks, mit dem Ziel des Aufbaus einer emissionsarmen Energieversorgungsstruktur, zu motivieren. Mit einem kurzen Blick auf die Zwischenstandsergebnisse aus der ersten Handelsperiode wird die Soll-Wirkungsweise des Systems kurz überprüft. Nach einer Zusammenfassung schließt die Arbeit mit einem kurzen Resümee ab.
Excerpt (computer-generated)
Auswirkungen des Emissionshandels
auf die Struktur der deutschen Energieversorgung
erweiterte Hausarbeit
von
Jens Fischbock
Studienfach:
Wirtschaft und Umwelt
Ort:
Fachhochschule für Wirtschaft Berlin
Themenausgabe:
27.06.2007
Themenabgabe:
22.08.2007
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 3
Abbildungsverzeichnis 4
Abkürzungsverzeichnis 5
1 Einleitung 6
2 Grundlagen des Emissionshandels 7
2.1 Klimaschutz durch Emissionshandel (Kyoto-Protokoll) 7
2.2 Die EU-Emissionshandelsrichtlinie 2003/87/EG 8
2.2.1 Grundlagen/Ziele der EU-Emissionshandelsrichtlinie 8
2.2.2 Funktionsweise der EU-Emissionshandelsrichtlinie 9
2.3 Ausgestaltung des Emissionshandels in Deutschland 11
2.3.1 Treibhausgasemissionshandelsgesetz/Zuteilungsgesetz 2007 11
2.3.2 Allokationsregelungen des Zuteilungsgesetzes 2007 12
3 Eckdaten der deutschen Energieversorgung 15
4 Auswirkungen des Emissionshandels auf die Energieversorgungsstruktur 17
4.1 Auswirkungen auf den Kraftwerkseinsatz 17
4.2 Auswirkungen auf Investitionsentscheidungen 21
4.3 Zwischenstand 2006 Auswirkungen der ersten Handelsperiode 25
5 Schlusskapitel 27
5.1 Zusammenfassung 27
5.2 Fazit 30
Literaturverzeichnis 32
3
Abbildungsverzeichnis
Abbildung a: Anteile der Sektoren am CO2-Ausstoß 2003 in % 15
Abbildung b: Deutsche Nettostromerzeugung 2004 in % 16
Abbildung c: Energieträgerbezogene CO2-Intensität 18
Abbildung d: Merit Order vor Einführung des Emissionshandels 19
Abbildung e: Veränderung der Merit Order bei Emissionspreisen von 10 /Tonne bzw. 40
/Tonne 19
Abbildung f: Grenzkosten der Kraftwerke bei unterschiedlichen CO2-Emissionspreisen 20
Abbildung g: Grenzkostenvermeidungskurve 22
Abbildung h: Preis für EU-Emissionsberechtigungen 26
4
Abkürzungsverzeichnis
BImSchG - Bundes-Immissionsschutzgesetz
CDM - Clean Development Mechanism
CO2
- Kohlendioxid
EU - Europäische Union
JI - Joint Implementation
Kwh
- Kilowattstunde
KWK - Kraft-Wärme-Kopplung
Mio - Millionen
MW - Megawatt
NAP
- Nationaler Allokationsplan
TEHG - Treibhausgas-Emissionshandelsgesetz
ZuG
- Zuteilungsgesetz
5
1 Einleitung
Die Veränderung des Weltklimas durch die zunehmende Emission von Treibhausgasen, löst große Bemühungen der internationalen Staatengemeinschaft zur Verminderung des weltweiten Treibhausgasausstoßes aus. Als eine Maßnahme zur Reduzierung wurde 1998 im Kyoto-Protokoll der Handel mit Emissionsberechtigungen ab 2008 für alle Unterzeichnerstaaten beschlossen. In der Europäischen Union ist aber bereits 2005 ein Zertifikatmarkt für den Handel mit Treibhausgasen zum Klimaschutz eingeführt worden.
Die meisten Treibhausgase in Deutschland entstehen im Energiesektor, besonders dort wegen den zahlreichen veralteten Kohlekraftwerken. Deshalb wird hier für Deutschland das größte Potenzial zur Minderung der Treibhausgasemissionen gesehen. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Emissionshandelssystem, seiner Umsetzung in Deutschland und den Auswirkungen auf die Struktur der Energieversorgung. Im Kapitel zwei dieser Arbeit wird zunächst auf die Europäische Emissionshandelsrichtlinie 2003/87/EG, ihre Ziele und Funktionsweise eingegangen. Anschließend wird die Umsetzung der Richtlinie in nationales Recht durch das TEHG und ZuG-2007 erläutert sowie auf die einzelnen Regelungen des nationalen Allokationsplanes zur Verteilung der Emissionsrechte eingegangen. Das dritte Kapitel befasst sich mit der Zusammensetzung der deutschen Energieversorgungsstruktur und ihren zukünftigen Herausforderungen. Das vierte Kapitel setzt sich mit den Auswirkungen des Emissionshandels auf die Energieversorgungsstruktur auseinander. Es wird der Frage nachgegangen, welche Möglichkeiten zur Emissionsreduzierung es für die Energiewirtschaft gibt und inwieweit die Funktionsweise des Emissionshandels zu strukturellen Veränderungen innerhalb der Energieversorgung beiträgt. Dazu werden die im nationalen Allokationsplan getroffenen Regelungen untersucht. Welche Anreizwirkungen von ihnen ausgehen, um die Energiewirtschaft zu Investitionen in Neuanlagen oder zur Modernisierung des Kraftwerksparks, mit dem Ziel des Aufbaus einer emissionsarmen Energieversorgungsstruktur, zu motivieren. Mit einem kurzen Blick auf die Zwischenstandsergebnisse aus der ersten Handelsperiode wird die
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Soll-Wirkungsweise des Systems kurz überprüft. Nach einer Zusammenfassung schließt die Arbeit mit einem kurzen Resümee ab.
2 Grundlagen des Emissionshandels
2.1 Klimaschutz durch Emissionshandel (Kyoto-Protokoll)
Der Emissionshandel ist ein neues Instrument zum Schutz der Umwelt, das im Kyoto-Protokoll von 1997 verankert ist. Darin verpflichten sich die im Protokoll genannten Industrieländer, den Ausstoß von Treibhausgasen1 bis zum Jahre 2012 um mindestens 5% gegenüber dem Stand der Treibhausgasemissionswerte von 1990 zu senken. Die Europäische Union verpflichtete sich dazu, die Treibhausgasemissionen in ihrem Bereich um 8% zu reduzieren. Im Rahmen eines europaweiten Lastenverteilungsplans verpflichtete sich die Bundesrepublik sogar zu einem Minderungsziel von 21%. Die Aufteilung war entsprechend der ökonomischen Entwicklung der einzelnen Mitgliedsstaaten unterschiedlich. Der hohe Wert für Deutschland resultiert daraus, das Deutschland in Europa zu den ökonomisch am weitesten fortgeschrittenen Ländern zählt und deshalb durch technische Entwicklungen ein hohes Minderungspotenzial besitzt. Um dieses Ziel kostengünstig erreichen zu können, wurde in Europa im Jahr 2005 mit der Richtlinie 2003/87/EG ein völlig neues marktwirtschaftliches Instrument zur Reduzierung des Treibhausgases CO2 eingeführt.2
Bis auf Formulierungen zur Verbesserung der Energieeffizienz und Förderung von neuen und erneuerbaren Energieformen, wird die Art der Zielerreichung auf nationaler Ebene grundsätzlich in den Bereich der einzelnen Vertragsstaaten gegeben. Zusätzlich zum Emissionshandel sieht das Protokoll flexible Mechanismen vor, die es den beteiligten Staaten ermöglichen sollen, die Ziele leichter erreichen zu können. Zum Beispiel ist es mit Joint Implementation (JI) möglich, dass Anlagenbetreiber durch Förderung von Projekten in einem Land, das auch Reduktionsverpflichtungen nach Kyoto erfüllen muss, Emissionsgutschriften für die dort durchgeführten Emissionsminderungen
1 vgl. Richtlinie 2003/87/EG, Artikel 3, Treibhausgase sind CO2, CH4, N2O, HFKW, FKW, SF6.
2 vgl. Elspas, M., u.a., Emissionshandel Ein Praxishandbuch, 2006, S. 16 f.
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