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Scholary Paper (Seminar), 2006, 15 Pages
Author: Christine Langer
Subject: Social Studies/ Civics
Details
Institution/College: Dresden Technical University (Institut für Politikwissenschaften)
Tags: Einsteigsphase, Heranführung, Problemstellungen, Gemeinschaftskundeunterricht, Unterrichtsplanung, Unterrichtsanalyse
Year: 2006
Pages: 15
Grade: 2,3
Bibliography: ~ 12 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-15163-9
File size: 469 KB
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Abstract
Aufgabe und Ziel dieser Arbeit soll die Beantwortung der Frage sein, welche Bedeutung die Einstiegsphase im Gemeinschaftskundeunterricht der heutigen Zeit hat. Darüber hinaus wird aufgeschlüsselt werden, welche verschiedenen Möglichkeiten dem Unterrichtenden für einen Einstieg in ein neues Thema oder in eine Stunde zur Verfügung stehen. Zur Beantwortung der gestellten Frage wird hauptsächlich Bezug auf Fachliteratur genommen. Es werden aber auch eigene Erfahrungen, bedingt durch Beobachtungen, in die Arbeit einfließen. Die hier vorliegende Arbeit setzt sich aus zwei Kapiteln zusammen. Im ersten wird der Begriff der Einstiegsphase geklärt werden. Des Weiteren wird im ersten Kapitel ausführlich dargelegt werden, was die genauen Aufgaben und Ziele der Anfangsphase des Unterrichts sind und welche verschiedenen Methoden für den Unterrichtseinstieg Anwendung finden können. Das zweite Kapitel wird sich mit der, in der wissenschaftlichen Literatur vorherrschenden, Spannung und Kritik zwischen dem motivierenden und dem informierenden Unterrichtseinstieg beschäftigen. Zum Schluss werden in der Zusammenfassung noch einmal die wichtigsten Punkte dieser Arbeit zusammengefasst.
Excerpt (computer-generated)
TU Dresden
Philosophische Fakultät
Institut für Politikwissenschaften
Lehrstuhl für Didaktik der politischen Bildung
Proseminar Unterrichtsplanung und Unterrichtsanalyse WS 05/06
Seminararbeit
Titel
Die Einstiegsphase als Heranführung an politischen Problemstellungen
im Gemeinschaftskundeunterricht
Verfasser: Christine Langer
4. Semester
Lehramt für Mittelschule Geographie / Gemeinschaftskunde
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
2 Die Einstiegsphase 4
2.1 Aufgaben und Ziele der Einstiegsphase 4
2.2 Verschiedene Einstiegsmöglichkeiten in den Unterricht 7
3 Motivierender vs. informierender Unterrichtseinstieg 10
4 Zusammenfassung 11
5 Literaturverzeichnis 12
6 Anhang 13
Checkliste für Unterrichtseinstiege 14
2
1 Einleitung
Jedem, der schon einmal eine Stunde (egal in welchem Fach) gehalten hat, ist bekannt, dass
für die Vorbereitung der Unterrichtsstunde eine Planung der einzelnen Ziele, Abschnitte und
Handlungsschritte notwendig ist. Oft wird dabei dem Inhalt und den einzelnen Methoden zur
Erarbeitung dessen sehr viel Beachtung geschenkt. Sicherlich spielen diese Punkte bei der
Vorbereitung auf die zu haltende Stunde eine große Rolle. Doch wird der Einstieg in jene
Stunde oft außer Acht gelassen, wenn nicht sogar ,,stiefmütterlich" behandelt, indem das
Thema einfach nur genannt oder an die Tafel geschrieben wird. Dabei ist doch gerade eine
Einführung oder Vorschau auf das nun Folgende für die Motivation und Interessensweckung
der Schüler, gerade bei neuen Sachverhalten, sehr wichtig. Der Verlauf wird vom Anfang an
bis zum Ende durch den Lehrer geplant. Das bedeutet, dass alle Unterrichtsabschnitte
miteinander zusammenhängen und vor allem aufeinander aufbauen. Daher ist es
unverständlich, dass einige Lehrer der Einstiegsphase so wenig Beachtung schenken und
einfach mit der Erarbeitung des Stoffes beginnen. Es stellt sich die Frage, wie es die Lehrer
schaffen ihre Schüler für den Stoff zu motivieren?
Gerade im Fach Gemeinschaftskunde ist es von großer Bedeutung, die Schüler für den
Unterricht zu motivieren. Nicht zuletzt wegen der relativ schlechten Eigenmotivation, bis hin
zu völligem Desinteresse vieler Schüler an gesellschaftlichen und politischen Sachverhalten.
Diese negative Haltung gegenüber dem Fach Gemeinschaftskunde entwickeln die Schüler
nicht von sich aus. Vielmehr ist sie durch den Freundeskreis und das Elternhaus geprägt.
Umso bedeutungsvoller ist die Aufgabe des Lehrenden, seine Schüler für gesellschaftliche
und politische Sachverhalte zu begeistern. Und gerade in der Einstiegsphase einer
Unterrichtsstunde bietet sich die erste, vielleicht sogar die beste, Möglichkeit dies zu tun.
Aufgabe und Ziel dieser Arbeit soll die Beantwortung der Frage sein, welche Bedeutung die
Einstiegsphase im Gemeinschaftskundeunterricht der heutigen Zeit hat. Darüber hinaus wird
aufgeschlüsselt werden, welche verschiedenen Möglichkeiten dem Unterrichtenden für einen
Einstieg in ein neues Thema oder in eine Stunde zur Verfügung stehen. Zur Beantwortung der
gestellten Frage wird hauptsächlich Bezug auf Fachliteratur genommen. Es werden aber auch
eigene Erfahrungen, bedingt durch Beobachtungen, in die Arbeit einfließen.
Die hier vorliegende Arbeit setzt sich aus zwei Kapiteln zusammen. Im ersten wird der
Begriff der Einstiegsphase geklärt werden. Des Weiteren wird im ersten Kapitel ausführlich
dargelegt werden, was die genauen Aufgaben und Ziele der Anfangsphase des Unterrichts
sind und welche verschiedenen Methoden für den Unterrichtseinstieg Anwendung finden
3
können. Das zweite Kapitel wird sich mit der, in der wissenschaftlichen Literatur
vorherrschenden, Spannung und Kritik zwischen dem motivierenden und dem informierenden
Unterrichtseinstieg beschäftigen. Zum Schluss werden in der Zusammenfassung noch einmal
die wichtigsten Punkte dieser Arbeit zusammengefasst.
2 Die Einstiegsphase
Der ,,Einstieg" als Bezeichnung für den Unterrichtsbeginn setzte sich erst in den 50er Jahren
in Deutschland durch. Der Didaktiker Martin Wagenschein verwendete ihn erstmals in seinen
Schriften. Davor bezeichnete man die Anfangsphase des Unterrichts als Vorbereitung,
Analyse oder Hinführung, als einen ersten Schritt des Unterrichts. Diese Begriffe, welche alle
aus dem 19. Jahrhundert stammen, wurden im Wesentlichen von den ,,Herbartianern"
geprägt.1
Trotz der Einführung des Begriffes ,,Einstieg", blieb diese Phase in den nachfolgenden
didaktischen Modellen der politischen Bildung unbeachtet. Immer noch standen die Auswahl,
die Begründung und die Strukturierung von politischen Inhalten im Vordergrund.2
Der Begriff ,,Unterrichtseinstieg" beschreibt dabei einen Prozess, bei dem in eine bestimmte
Situation eingeführt wird. Auf den Unterricht bezogen, spiegeln sich diese Situationen in den
Einführungen in ein neues Stundenthema oder in eine neue Einheit wieder.
Der Begriff beinhaltet auch die Eigenschaft der Selbstständigkeit und Aktivität des Lehrers,
aber vor allem lebt die Einstiegsphase von der aktiven und ungezwungenen Beteiligung der
Schüler. Denn nur, wenn die Schüler auf die Einführungen des Lehrers eingehen und die
Einstiegsphase mitgestalten, erfüllt diese ihren Zweck. Doch dazu mehr im nächsten Punkt.
2.1 Aufgaben und Ziele der Einstiegsphase
Kein Lehrer kann erwarten, dass sich die Schüler mit dem Stundenklingeln sofort auf den
neuen Sachgegenstand konzentrieren können. Dafür spielen zu viele Faktoren, wie zum
Beispiel die letzte Stunde, die letzte Pause und das letzte Gespräch mit dem Freund oder der
Freundin eine zu große Rolle im Alltag des Schülers. Der Lehrer hat nun die Aufgabe, den
Schüler dahingehend zu lenken, dass er für das nun Folgenden offen und bereit ist.3
Um das zu erreichen, ist die Einstiegsphase einer Unterrichtsstunde das beste Mittel.
1 Paradies, Liane; Meyer, Hilbert, ,,Einstieg in den Unterrichtseinstieg", in: Pädagogik 10/92, S.6
2 Greving, Johannes; Paradies, Liane, ,,Methoden des Beginnens: Unterrichtseinstieg und Anfangssituationen",
in: Sander, Wolfgang (Hrsg.) ,,Handbuch politische Bildung", S.489
3 Klinberg, Lothar, ,,Einführung in die Allgemeine Didaktik", Vorlesungen, Volk und Wissen, Volkseigener
Verlag, Berlin 1976, S. 363 - 364
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