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Alte Kriege - Neue Kriege

Subtitle: Voraussetzungen aktueller Probleme der Weltpolitik

Essay, 2007, 14 Pages
Author: Lisa Canitz
Subject: Politics - Political Systems - General

Details

Event: Voraussetzungen aktueller Probleme der Weltpolitik
Institution/College: University of Applied Sciences Bremen
Tags: Alte, Kriege, Neue, Kriege, Voraussetzungen, Probleme, Weltpolitik
Category: Essay
Year: 2007
Pages: 14
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 9  Entries
Language: German
Archive No.: V113813
ISBN (E-book): 978-3-640-15079-3
ISBN (Book): 978-3-640-15085-4
File size: 152 KB
Notes :
Das vorliegende Paper geht auf folgende Fragestellung ein: Seit Ende der 1990er Jahre führt die politikwissenschaftliche Teildisziplin der Internationalen Beziehungen eine Diskussion um so genannte „neue Kriege“. Skizzieren Sie kurz den empirischen Wandel des Krieges seit dem Kalten Krieg. Zeigen Sie kurz anhand einer von Ihnen gewählten Theorie, wie während des Kalten Krieges der Ausbruch von Kriegen erklärt wurde. Kann diese Theorie auch etwas zur Erklärung der neuen Kriege beitragen? Erläutern Sie kurz Ihre Meinung.


Abstract

Die erste Aufgabenstellung beinhaltet den empirischen Wandel des Krieges seit dem Kalten Krieg. Da die gesamte Frage jedoch auf die alten und neuen Kriege bezogen wird, soll die vorliegende Arbeit etwas weiter in der Geschichte zurückgehen. Die alten Kriege sollen durch die ausschließliche Betrachtung des Kalten Krieges nicht aus ihrem gemeinsamen Kontext gerissen werden. Deshalb wird bereits beim Dreißigjährigen Krieg im 17. Jahrhundert angesetzt und eine kurze Zusammenfassung zu den klassischen Kriegen und deren Führung insgesamt gegeben. Anhand der neorealistische Theorie nach Kenneth N. Waltz soll im Anschluss der Ausbruch von Kriegen während des Kalten Krieges analysiert werden. Diesbezüglich wird der Neorealismus nach Waltz erläutert und aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Im Rahmen der Theorie wird ebenfalls der Ost-West-Konflikt diskutiert und Beispiele für Stellvertreterkriege während dieser Zeit mit aufgenommen. Eine abschließende Untersuchung der Theorie soll aufzeigen, ob der Neorealismus zur Erklärung neuer Kriege beitragen kann.


Excerpt (computer-generated)

Alte Kriege ­ Neue Kriege

Take-Home Exam im Rahmen der Lehrveranstaltung
Voraussetzungen aktueller Probleme der Weltpolitik
Abgabetermin 31. Dezember 2007

Hochschule Bremen
Lisa Canitz
Fachbereich 1
Internationaler Studiengang Politikmanagement
Semester VII

 


Gliederung:

I. Fragestellung 3
II. Empirischer Wandel des Krieges 3
III. Neorealistische Theorie nach Kenneth N. Waltz und der Ausbruch von Kriegen während des Kalten Krieges 7
Der Ost-West-Konflikt im Kontext der neorealistischen Theorie 8
- Beispiele für Stellvertreterkriege während des Ost-West-Konflikts 9
IV. Neorealismus nach Waltz und die neuen Kriege 10
V. Literaturverzeichnis 13

2

 


I. Fragestellung

Seit Ende der 1990er Jahre führt die politikwissenschaftliche Teildisziplin der Internationalen Beziehungen eine Diskussion um so genannte ,,neue Kriege". Skizzieren Sie kurz den empirischen Wandel des Krieges seit dem Kalten Krieg. Zeigen Sie kurz anhand einer von Ihnen gewählten Theorie, wie während des Kalten Krieges der Ausbruch von Kriegen erklärt wurde. Kann diese Theorie auch etwas zur Erklärung der neuen Kriege beitragen? Erläutern Sie kurz Ihre Meinung.

II. Empirischer Wandel des Krieges

Die erste Aufgabenstellung beinhaltet den empirischen Wandel des Krieges seit dem Kalten Krieg. Da die gesamte Frage jedoch auf die alten und neuen Kriege bezogen wird, soll die vorliegende Arbeit etwas weiter in der Geschichte zurückgehen. Die alten Kriege (Erste Linie) sollen durch die ausschließliche Betrachtung des Kalten Krieges nicht aus ihrem gemeinsamen Kontext gerissen werden. Deshalb wird der folgende Teil bereits beim Dreißigjährigen Krieg im 17. Jahrhundert ansetzen und eine kurze Zusammenfassung zu den klassischen Kriegen und deren Führung insgesamt geben.

Mit dem Beginn des Dreißigjährigen Kriegs 1618 setzte auch die Zeit der Territorialkriege ein. Jahrhundertlang standen sich während des Krieges vorrangig Staaten mit dem Ziel gegenüber, ihr Einflussgebiet zu vergrößern und ihre Macht auszubauen. Mit dem Abschluss des Westfälischen Friedens 1648 ging Frankreich als einer der großen Gewinner aus dem Dreißigjährigen Krieg hervor. Durch die Herrschaft Ludwig XIV. setzte sich die Zentralisierung der Macht und der Verwaltung innerhalb Frankreichs durch. Er beanspruchte die absolute, unteilbare Souveränität und prägte den Leitsatz des Absolutismus L′état, c′est moi!". Parallel zu diesen Entwicklungen bildeten sich Kriegsallianzen und stehende Heere. Berufssoldaten zogen nun in den Krieg und waren ausschließlich dem Regenten des Landes bzw. dem Oberbefehlshaber verpflichtet. Zwar war diese Variante der Kriegsführung weitaus kostenintensiver, doch die Mobilisierung der Streitkräfte konnte innerhalb kürzester Zeit geschehen und ihre regelmäßige und intensive Ausbildung versprach vermehrte Kriegserfolge. Infolgedessen nahm die Anwerbung von Söldnertruppen ab und damit verbunden auch die Plünderungen, Raubzüge und Massenhinrichtungen in der Zivilbevölkerung. Besonders im späteren 18. Jahrhundert, unter der Herrschaft Friedrich des Großen, entstand eine Vielzahl von stehenden Heeren.

3

 



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