Autor: Kadir Özdemir
Fach: Geschichte - I. Weltkrieg, Weimarer Republik
Details
Institution/Hochschule: Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig (Historisches Seminar)
Tags: Gründen, Deutschland, Sowjetunion, Berliner, Vertrag, Locarno, Weimarer, Republik
Jahr: 2001
Seiten: 14
Note: 2
Literaturverzeichnis: ~ 10 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 130 KB
ISBN (E-Book): 978-3-640-18517-7
ISBN (Buch): 978-3-640-18524-5
Zusammenfassung / Abstract
Am 24. April 1926 unterzeichneten der Reichsminister des Auswärtigen, Dr. Gustav Stresemann und der sowjetische Botschafter Nikolai Krestinski, den Berliner Vertrag. Der Rapallo Vertrag schuf die Grundlage für eine neue Etappe in der Entwicklung deutsch-sowjetischer Beziehungen1. Auf dem Rapallo Vertrag basierend wurde die Unterzeichnung des Berliner Vertrages, sowohl von der deutschen Regierung, als auch von der sowjetischen Regierung, als ein Höhepunkt der Rapallo-Politik verbucht2. In der Forschung wird häufig die deutsche Außenpolitik unter dem Aspekt der West- und Ostorientierung betrachtet und der Berliner Vertrag als das notwendige Gegenstück zu den Locarno Verträgen angesehen3. Diese Arbeit soll sich nun mit den Gründen beschäftigen, die zur Unterzeichnung des Berliner Vertrages geführt haben. Aus welchen Motiven heraus strebten Deutschland und die Sowjetunion diesen Freundschaftsvertrag an? War es nur der Wunsch, alles zu tun, was zur Aufrechterhaltung des allgemeinen Friedens beitragen kann, wie die einleitenden Worte des Vertragstextes behaupten?
Textauszug (computergeneriert)
Technische Universität Braunschweig
Historisches Seminar
Proseminar: Locarno
Wintersemester 2000/01
Aus welchen Gründen unterzeichneten
Deutschland und die Sowjetunion
den Berliner Vertrag?
06.03.2001
Geschichte / Germanistik MA.
1. Fachsemester
INHALT
1. Einleitung
3
2. Die Motive der beiden Staaten für die Unterzeichnung des
Berliner Vertrages
4
2.1 Die deutschen Motive
4
2.2 Die sowjetischen Motive
8
3. Fazit
11
4. Literaturverzeichnis
1. Einleitung
Am 24. April 1926 unterzeichneten der Reichsminister des Auswärtigen,
Dr. Gustav Stresemann und der sowjetische Botschafter Nikolai
Krestinski, den Berliner Vertrag.
Der Rapallo Vertrag schuf die Grundlage für eine neue Etappe in der
Entwicklung deutsch-sowjetischer Beziehungen1. Auf dem Rapallo
Vertrag basierend wurde die Unterzeichnung des Berliner Vertrages,
sowohl von der deutschen Regierung, als auch von der sowjetischen
Regierung, als ein Höhepunkt der Rapallo-Politik verbucht2.
In der Forschung wird häufig die deutsche Außenpolitik unter dem
Aspekt der West- und Ostorientierung betrachtet und der Berliner Vertrag
als das notwendige Gegenstück zu den Locarno Verträgen angesehen3.
Diese Arbeit soll sich nun mit den Gründen beschäftigen, die zur
Unterzeichnung des Berliner Vertrages geführt haben. Aus welchen
Motiven heraus strebten Deutschland und die Sowjetunion diesen
Freundschaftsvertrag an? War es nur der Wunsch, alles zu tun, was zur
Aufrechterhaltung des allgemeinen Friedens beitragen kann, wie die
einleitenden Worte des Vertragstextes behaupten?
Die Literaturlage zu diesem Thema ist gut. Es gibt zahlreiche
Veröffentlichungen und Quellen, die den Berliner Vertrag zum Inhalt
haben. Grundlegend zu diesem Thema sind die Akten zur deutschen
auswärtigen Politik4. In zahlreichen Dokumenten wird darin der Verlauf
der Verhandlungen bis schließlich zur Unterzeichnung des Berliner
Vertrages sehr gut dokumentiert.
1 Doernberg, Stefan (Hrsg.): Deutsch-sowjetischer Beziehungen 1922-1925. Vom Rapallo
Vertrag bis zu den Verträgen vom 12 Oktober 1925. Berlin 1978.
2 Hildermeier, Manfred: Geschichte der Sowjetunion 1917-1991. Entstehung und
Niedergang des ersten sozialistischen Staates. München 1998. S. 361.
3 Köhler, Henning: Geschichte der Weimarer Republik. Beiträge zur Zeitgeschichte Bd. 4.
Berlin 1982. S. 33.
4 Akten zur deutschen auswärtigen Politik 1918-1945. Serie B: 1925-1933 Band. II., 1 und
2: Dezember 1925 bis Juni 1926. Deutschlands Beziehungen zur Sowjetunion und zu den
baltischen Staaten. Göttingen 1967.
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