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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2008, 12 Pages
Author: Vivien Baldwin
Subject: Sociology - Classics, Basics and Theoretical Directions
Details
Tags: Soziologische, Theorie, Theorievergleich, Parsons, Garfinkel
Year: 2008
Pages: 12
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 3 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-16299-4
ISBN (Book): 978-3-640-16441-7
File size: 153 KB
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Abstract
1 Einleitung Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Systemtheorien von Talcott Parsons und Harold Garfinkel. Beide Soziologen beschäftigen sich mit der Frage, wie das Problem der sozialen Ordnung bzw. der Intersubjektivität gelöst werden kann, und verfolgen dabei unterschiedliche Ansätze. Die unterschiedlichen Betrachtungsweisen dieses Problems sollen in dieser Arbeit aufgezeigt und verglichen werden. Dabei sollen sowohl die Frage nach der Betrachtung des Menschen und der Ego-Alter-Konstellation als auch die verschiedenen Emergenzkonzepte hinsichtlich der sozialen Ordnung beleuchtet werden. Zuerst wird noch einmal auf die Parsonssche Theorie eingegangen, um eine Grundlage für den Vergleich mit Garfinkels Theorie zu bilden, die ebenfalls im Folgenden kurz präsentiert wird. Anschließend werden beide Theorien miteinander verglichen und im Zuge dessen Unterschiede und Gemeinsamkeiten herausgearbeitet. 2 Theorien Im Folgenden werden jeweils die im 20. Jahrhundert begründeten Systemtheorien von Talcott Parsons und Harold Garfinkel vorgestellt. Dabei werden Parsons’ normativistisches Handlungsmodell und Garfinkels Ethnomethodologie in einem Abriss vorgestellt. 2.1 Parsons In Parsons’ Systemtheorie bilden normative Standards eine zentrale Grundannahme für sein voluntaristisches Handlungsmodell. Normative Standards haben die Funktion eines Kriteriums, das schon um seiner selbst Willen erstrebenswert ist. Er führt den Utilitarismus auf einen Widerspruch, da dieser keine Aussage über die Herkunft der Handlungsziele trifft und damit den freien Entscheidungswillen untergräbt. Für Parsons impliziert der Handlungsbegriff gleichzeitig Voluntarismus (vgl. Schneider 2005a: 86). Das Problem der sozialen Ordnung löst Parsons durch eine Erweiterung des Handlungsbegriffs, da Hobbes’ utilitaristische Prämissen für ihn reales Handeln nicht erklären können, sondern ebenfalls auf einen Widerspruch führen (vgl. Schneider 2005a: 90). Diese Erweiterung umfasst die normativen Standards als willensautonome Größe, welche als primäre Funktion die Auswahl von Handlungszielen und als abgeleitete Funktion die Orientierung bei der Mittelwahl haben (vgl. Schneider 2005a: 100). (...)
Excerpt (computer-generated)
Soziologische Theorie
Theorievergleich: Parsons und Garfinkel
i
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG 1
2 THEORIEN 1
2.1 PARSONS 1
2.2 GARFINKEL 2
3 VERGLEICH DER THEORIEN VON PARSONS UND GARFINKEL 4
4 FAZIT 7
LITERATURVERZEICHNIS 9
1
1 Einleitung
Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Systemtheorien von Talcott Parsons und Harold Garfinkel.
Beide Soziologen beschäftigen sich mit der Frage, wie das Problem der sozialen Ordnung bzw. der
Intersubjektivität gelöst werden kann, und verfolgen dabei unterschiedliche Ansätze. Die unterschiedlichen Betrachtungsweisen dieses Problems sollen in dieser Arbeit aufgezeigt und verglichen
werden. Dabei sollen sowohl die Frage nach der Betrachtung des Menschen und der Ego-Alter-Konstellation als auch die verschiedenen Emergenzkonzepte hinsichtlich der sozialen Ordnung beleuchtet werden.
Zuerst wird noch einmal auf die Parsonssche Theorie eingegangen, um eine Grundlage für den
Vergleich mit Garfinkels Theorie zu bilden, die ebenfalls im Folgenden kurz
präsentiert wird. Anschließend werden beide Theorien miteinander verglichen und im Zuge dessen Unterschiede und
Gemeinsamkeiten herausgearbeitet.
2 Theorien
Im Folgenden werden jeweils die im 20. Jahrhundert begründeten Systemtheorien von Talcott
Parsons und Harold Garfinkel vorgestellt. Dabei werden Parsons′ normativistisches Handlungsmodell und Garfinkels Ethnomethodologie in einem Abriss vorgestellt.
2.1 Parsons
In Parsons′ Systemtheorie bilden normative Standards eine zentrale Grundannahme für sein voluntaristisches Handlungsmodell. Normative Standards haben die Funktion eines Kriteriums, das
schon um seiner selbst Willen erstrebenswert ist. Er führt den Utilitarismus auf einen Widerspruch,
da dieser keine Aussage über die Herkunft der Handlungsziele trifft und damit den freien Entscheidungswillen untergräbt. Für Parsons impliziert der Handlungsbegriff gleichzeitig Voluntarismus
(vgl. Schneider 2005a: 86).
Das Problem der sozialen Ordnung löst Parsons durch eine Erweiterung des Handlungsbegriffs,
da Hobbes′ utilitaristische Prämissen für ihn reales Handeln nicht erklären
können, sondern ebenfalls auf einen Widerspruch führen (vgl. Schneider 2005a: 90). Diese Erweiterung umfasst die normativen Standards als willensautonome Größe, welche als primäre Funktion die Auswahl von
Handlungszielen und als abgeleitete Funktion die Orientierung bei der Mittelwahl haben (vgl.
Schneider 2005a: 100).
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