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ADHS - Eine Rezension über das „Praxishandbuch ADHS- Diagnostik und Therapie für alle Altersstufen“ von Kahl, Puls und Schmid

Subtitle: Inklusive einer Reflexion über die eigenen Lernfortschritte im Seminar "Analyse von Lern- und Leistungsstörungen"

Literature Review, 2008, 23 Pages
Author: Mandy Mittelbach
Subject: Pedagogy - Pedagogic Psychology

Details

Category: Literature Review
Year: 2008
Pages: 23
Grade: 1,5
Bibliography: ~ 12  Entries
Language: German
Archive No.: V115030
ISBN (E-book): 978-3-640-16313-7
ISBN (Book): 978-3-640-16456-1
File size: 110 KB
Notes :
Kommentar der Dozentin: "überzeugende Arbeit, detaillierte Besprechung Ihrer Kapitel"


Abstract

Da man als Lehrkraft in der heutigen Zeit mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit auf ADHS-gestörte Kinder treffen wird, ist es unumgänglich, sich schon während des Studiums mit der in Deutschland am häufigsten auftretenden Kinder- und Jugendkrankheit auseinander zu setzen. Anlässlich des Seminars „Analyse von Lern- und Leistungsstörungen“ habe ich ein Referat zum Thema ADHS gehalten und mich vorher in verschiedenen Fachbüchern über diese Störung informiert. Dabei setzen die Autoren jeweils unterschiedliche Schwerpunkte: Die Einen gehen vorrangig auf Grundlagen ein, Andere stellen nur Praxistipps dar und wiederum Andere verknüpfen in ihren Arbeiten die Theorie mit der Praxis. Im Jahre 2007 wurde ein neuartiges Buch mit dem Titel „Praxishandbuch ADHS – Diagnostik und Therapie für alle Altersstufen“ von Dr. med. Kai G. Kahl, Dr. med. Jan Hendrik Puls und Gabriele Schmid veröffentlicht. Durch den Anstoß der Dozentin des Seminars, Frau Jacob, habe ich dieses neu erschienene Buch, insbesondere die Kapitel Kindheit sowie Jugend und Adoleszenz, genauer analysiert. Aus diesem Grund wird diese Seminararbeit zum Einen eine Reflexion über meine eigenen Lernfortschritte im Seminar und zum Anderen eine Rezension über das oben genannte Fachbuch beinhalten. Am Ende möchte ich schließlich ein Fazit über ADHSbezogene Informationsquellen ziehen. [...] _________________________________ Beurteilung der Dozentin: Sehr informative Rezension, kurze Beschreibung inhaltlicher Aspekte, dann sehr detaillierte Besprechung unter Einbeziehung der eigenen Meinung, eigener Vergleichsmöglichkeiten, kritisch, übersichtlich. Sehr gut gelungen,fachliches Wissen überzeugt! Seminarreflexion stringent nach Inhalten gegliedert, keine ausschließliche Kritik am Ende, sondern brauchbare Vorschläge zur Verbesserung.


Excerpt (computer-generated)

LMU München

Department Psychologie

Institut für Pädagogische Psychologie

Sommersemester 2008

Seminar: Analyse von Lern- und Leistungsstörungen

Thema der Seminararbeit:

ADHS -
Eine Rezension über das ,,Praxishandbuch
ADHS- Diagnostik und Therapie für alle
Altersstufen" von Kahl, Puls und Schmid

- inkl. Reflexion über die eigenen
Lernfortschritte im Seminar-

25. August 2008

Mandy Mittelbach
Semester: 4.
Fächer: Deutsch, Französisch, BL
Studiengang: Lehramt an Realschulen

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 3
2. Reflexion über die eigenen Lernfortschritte im Seminar 5
3. Rezension über das ,,Praxishandbuch ADHS- Diagnostik und Therapie für alle
Altersstufen" von Kahl, Puls und Schmid 13
3.1. Ein inhaltlicher Überblick 13
3.2. Kontextualisierung 15
3.3. Eigene Stellungnahme 16
4. Zusammenfassung 20
5. Literaturverzeichnis 21

2

 


1. Einleitung

,,Unruhige Kinder, die ihre Eltern, Altersgefährten, Lehrer und ihre Umgebung besonders strapazieren, sind ein altbekanntes Phänomen. Im 19. Jahrhundert sprachen Kinderärzte vom moralisch kranken Kind, Sklave seiner Leidenschaften, Schrecken der Schule, Qual der Familie, Plage der Umgebung und definierten das impulsive Irresein als kindliche Seelenstörung. Berühmte Persönlichkeiten wie Mozart, Edison und Einstein wären nach heutigen Maßstäben verhaltensauffällig - damit auch therapiebedürftig?"1

Schon vor 150 Jahren beschrieb der Frankfurter Nervenarzt Dr. Heinrich Hoffmann in seinem Kinderbuch ,,Der Struwwelpeter" den Zappelphilipp als einen verhaltensgestörten Jungen. Das Problem, dass Kinder in ihrer Aufmerksamkeit gestört oder hyperaktiv sind, ist demzufolge schon lange bekannt. Neu ist jedoch, dass das Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom heute die am häufigsten diagnostizierte Kinder- und jugendpsychiatrische Erkrankung in Deutschland ist. ,,Eine deutsche repräsentative Stichprobe gibt an, dass bis zu zehn Prozent der vier- bis zehnjährigen Kinder hyperkinetische Kernsymptome (z.B.: Unruhe, Aufmerksamkeitsstörung, Impulsivität) in einem deutlich ausgeprägten Ausmaß aufzeigen." 2

Da man als Lehrkraft in der heutigen Zeit mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit auf ADHS-gestörte Kinder treffen wird, ist es unumgänglich, sich schon während des Studiums mit der in Deutschland am häufigsten auftretenden Kinder- und Jugendkrankheit auseinander zu setzen.

Anlässlich des Seminars ,,Analyse von Lern- und Leistungsstörungen" habe ich ein Referat zum Thema ADHS gehalten und mich vorher in verschiedenen Fachbüchern über diese Störung informiert. Dabei setzen die Autoren jeweils unterschiedliche Schwerpunkte: Die Einen gehen vorrangig auf Grundlagen ein, Andere stellen nur Praxistipps dar und wiederum Andere verknüpfen in ihren Arbeiten die Theorie mit der Praxis. Im Jahre 2007 wurde ein neuartiges Buch mit dem Titel ,,Praxishandbuch ADHS ­ Diagnostik und Therapie für alle Altersstufen" von Dr. med. Kai G. Kahl, Dr. med. Jan Hendrik Puls und Gabriele Schmid veröffentlicht. Durch den Anstoß der Dozentin des Seminars, Frau Jacob, habe ich dieses neu erschienene Buch, insbesondere die Kapitel Kindheit sowie Jugend und Adoleszenz, genauer analysiert. Aus diesem Grund wird diese Seminararbeit zum Einen eine Reflexion über meine

1 Kreismedienzentrum; Internet.
2 Döpfner, Frölich, Lehmkuhl G.: Hyperkinetische Störungen, S. 4.

3

 


eigenen Lernfortschritte im Seminar und zum Anderen eine Rezension über das oben genannte Fachbuch beinhalten. Am Ende möchte ich schließlich ein Fazit über ADHS-bezogene Informationsquellen ziehen.

4

 


2. Reflexion über die eigenen Lernfortschritte im Seminar

Im Sommersemester 2008 besuchte ich das Seminar ,,Analyse von Lern- und Leistungsstörungen" von Frau Jacob, welches sich primär an zukünftige Schulpsychologen und Beratungslehrer richtete. Jeden Mittwoch im Zeitraum von 8.30Uhr s.t. bis 10.00Uhr trafen sich die Kursteilnehmer in der Leopoldstraße 13 im Raum 1201 zu diesem Seminar, welches insgesamt vierzehn Sitzungen verteilt auf das ganze Semester mit jeweils zwei Semesterwochenstunden in Anspruch nahm. Im Seminar wurden anhand von Fallbeispielen Lern- und Leistungsstörungen besprochen und ihre jeweiligen Auswirkungen auf die Schulpraxis diskutiert, wobei die einzelnen Störungen in Form von Referaten vorgestellt wurden. Diese Vorträge waren jeweils in einen theoretischen und einen praktischen Teil sehr klar unterteilt. Dabei wurden im theoretischen Teil die typischen Merkmale und Unterschiede zwischen den ausgewählten Leistungs-, Lern- und Teilleistungsstörungen herausgestellt und verschiedene Diagnostikverfahren vorgestellt. Außerdem wurden uns verschiedene Testverfahren präsentiert und anschließend praktische Fördermöglichkeiten für den täglichen Unterricht und den familiären Alltag daraus abgeleitet. Ebenso wurde auf die gesetzlichen Bestimmungen für die Bewertung von Schulleistungen eingegangen.3

Meine Erwartungen an das Seminar waren anfangs nicht sehr hoch: Ich versprach mir von dem Seminar, einen Überblick der verschiedenen Störungen und die dafür gebräuchlichen Praxistipps zu bekommen, die ich später selbst anwenden könnte. Meine Erwartungen wurden jedoch weit übertroffen, ich habe rückblickend einen sehr positiven Eindruck vom Seminar und dabei sehr viel Neues gelernt. Die verschiedenen Störungen wurden viel tiefgreifender und ausführlicher behandelt als ich es zunächst vermutet hatte.

Ich möchte meine Reflexion in die von uns behandelten Themen untergliedern und im Anschluss daran zusammenfassend ein Resümee über meine Lernfortschritte ziehen.

3 Vgl. Beschreibung auf Campus LMU

5

 



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