Reflektion der "Meditationen über die Grundlagen der Philosophie" von René Descartes

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Details

Titel: Reflektion der "Meditationen über die Grundlagen der Philosophie" von René Descartes
Autor: Julian Behnen
Fach: Philosophie - Philosophie der Neuzeit (ca. 1350 - 1600)
Veranstaltung: Geschichte der Philisophie: Rationalismus
Institution/Hochschule: Universität Osnabrück
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2008
Seiten: 13
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ -  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 170 KB
Archivnummer: V116354
ISBN (E-Book): 978-3-640-18313-5
ISBN (Buch): 978-3-640-18335-7

Zusammenfassung / Abstract

In dieser Arbeit sollen nun nur die dritte, vierte und fünfte Meditation behandelt werden. In der dritten Meditation „Über das Dasein Gottes“ wird er zunächst einen Gottesbeweis anführen, der darin resultiert, dass der vorerst angenommene betrügende Gott nicht existent sein kann, da es einen Makel seiner Vollkommenheit wäre seine Schöpfung zu täuschen. (Descartes 1993: 30ff) Darauf soll in der Meditation „Über das Wahre und Falsche“ gezeigt werden, dass Fehlannahmen in den Wissenschaften der Menschheit nicht auf einen unvollkommenen Gott, sondern auf die endliche Fähigkeit der Menschen, Wahres zu beurteilen zurückzuführen sind. (Descartes 1993: 48ff) Um in der folgenden fünften Meditation „Vom Wesen der materiellen Dinge, und nochmals von der Existenz Gottes“ auch noch seine Zweifel an der sinnlichen Wahrnehmung auszuräumen, führt er einen weiteren Gottesbeweis an. (Descartes 1993: 57ff) Hierzu wird auch in der letzten Meditation „Vom Dasein der materiellen Dinge und von der realen Verschiedenheit des Geistes vom Körper“ wieder die Vollkommenheit Gottes als Argument für die Existenz von Körpern und körperlichen Empfindungen herangezogen. (Descartes 1993: 64ff) Nach diesem Überblick werden die dritte, vierte und fünfte Meditation eingehender besprochen und abschließend reflektiert.

Textauszug (computergeneriert)

Julian Behnen

Veranstaltung:Rationalismus I - Descartes

Geschichte der Philosophie

Semester: WS 2005/06

Reflektion der

"Meditationen über die Grundlagen

der Philosophie"

René Descartes

1 Einleitung

2

2 Dritte Meditation. Über das Dasein Gottes

3

3 Vierte Meditation. Über Wahrheit und Falschheit

6

4 Fünfte Meditation. Über das Wesen der materiellen Dinge und

nochmals über das Dasein Gottes

8

5 Reflexion

9

6 Literatur

12

1


1 Einleitung

In den 1641 vorerst anonym erschienenen ,,Meditationen über die Grundlagen der

Philosophie" versucht René Descartes die Tauglichkeit der von ihm gefundenen Methoden

als Grundlage gewisser Erkenntnisse zu erweisen.

Er wendet in seiner ersten Meditation ,,Woran man zweifeln kann" den methodischen

Zweifel an und klammert alle Erkenntnisse aus, die er aus den Prinzipien der

Sinneswahrnehmung oder der Wissenschaften wie Arithmetik oder Geometrie gewonnen

hat, um sich von einem ,betrügenden Gott auf diesen Wegen nicht täuschen zu lassen.

(Descartes 1993: 15ff)

Anschließend findet er in seiner zweiten Meditation ,,Über die Natur des menschlichen

Geistes; dass seine Erkenntnis ursprünglicher ist als die des Körpers" einen Fixpunkt, von

dem aus er weiterführend argumentieren kann. Er stellt fest, dass der Satz ,,Ich bin, ich

existiere" (Descartes 1993: 22) notwendig wahr sei und auch ein ihn betrügender Gott ihm

diesen Beweis seiner eigenen Existenz nicht streitig machen könnte. (Descartes 1993:

20ff)

In dieser Arbeit sollen nun nur die dritte, vierte und fünfte Meditation behandelt werden. In

der dritten Meditation ,,Über das Dasein Gottes" wird er zunächst einen Gottesbeweis

anführen, der darin resultiert, dass der vorerst angenommene betrügende Gott nicht

existent sein kann, da es einen Makel seiner Vollkommenheit wäre seine Schöpfung zu

täuschen. (Descartes 1993: 30ff)

Darauf soll in der Meditation ,,Über das Wahre und Falsche" gezeigt werden, dass

Fehlannahmen in den Wissenschaften der Menschheit nicht auf einen unvollkommenen

Gott, sondern auf die endliche Fähigkeit der Menschen, Wahres zu beurteilen

zurückzuführen sind. (Descartes 1993: 48ff)

Um in der folgenden fünften Meditation ,,Vom Wesen der materiellen Dinge, und nochmals

von der Existenz Gottes" auch noch seine Zweifel an der sinnlichen Wahrnehmung

auszuräumen, führt er einen weiteren Gottesbeweis an. (Descartes 1993: 57ff)

Hierzu wird auch in der letzten Meditation ,,Vom Dasein der materiellen Dinge und von der

realen Verschiedenheit des Geistes vom Körper" wieder die Vollkommenheit Gottes als

Argument für die Existenz von Körpern und körperlichen Empfindungen herangezogen.

(Descartes 1993: 64ff)

Nach diesem Überblick werden die dritte, vierte und fünfte Meditation eingehender

besprochen und abschließend reflektiert.

2


2 Dritte Meditation. Über das Dasein Gottes

Descartes beginnt seine Meditation damit, seine Augen zu verschließen, die Ohren zu

verstopfen, alle seine Sinne abzulenken und die übrigen in seinem Bewusstsein

befindlichen Bilder zu tilgen oder wenigstens als falsch zu erachten. Nach dieser

Abschottung gegen die Außenwelt konstatiert er, dass er ein denkendes Wesen mit

Einbildungen und Empfindungen ist und dies alles sei, was er wahrhaftig wisse (Descartes

1993: 30).

Es soll nun als eine erste Regel aufgestellt werden, dass ,,alles wahr ist, was ich ganz klar

und deutlich einsehe" (Descartes 1993: 30). Hierbei geht es nicht um Dinge wie Sterne,

den Himmel oder die Erde, da von solcherlei Entitäten in seinem Verstande nur eine

Vorstellung existiert und weniger die Dinge an sich. Es soll vielmehr um einfache

Gesetzmäßigkeiten gehen wie die Tatsache, dass 2+3=5 ergibt oder das Wissen, dass ich

existiere, wenn ich denke zu wissen, dass ich es tue (Descartes 1993: 31). Es wäre doch

nicht anzunehmen, es gäbe einen Gott, der das ,Ich in diesem Punkt betrügt, solange

Descartes sich ja noch nicht ein mal sicher sei, ob es denn überhaupt einen Gott gibt. Hier

steckt sich Descartes das Ziel, auf das diese dritte Meditation herauslaufen soll: Er will, um

allen Zweifel auszuräumen, klären, ob es einen Gott gibt und Beweise anführen, dass ein

betrügerischer Gott nicht existent sein kann, er also vollkommen sein muss (Descartes

1993: 32). Zunächst sollen alle Gedanken in Klassen eingeteilt werden um zu prüfen, ,,in

welchen von ihnen [...] Wahrheit und Falschheit auftritt" (Descartes 1993: 32). Die erste

Klasse sollen die Bilder im Geist sein, also die Vorstellungen. Die anderen beiden seien

die Willensakte oder Gemütsbewegungen und die Urteile. Die ersteren beiden Klassen

können laut Descartes keine Falschheit in sich tragen, denn wenn ich mir auch etwas noch

so abwegiges vorstelle, so bleibt es doch wahr, dass ich es mir vorstelle. Ein ähnliches

Prinzip wird auf die Willensakte angewandt, denn ich könne etwas wollen, dass real nie

existieren mag, es bliebe aber wahr, dass ich es will. Es blieben also die Urteile, die für

Irrtümer anfällig seien. Besonders, so Descartes, habe man sich vor dem Fehler zu hüten,

dass man urteilt, eine Vorstellung sei einem außerhalb des eigenen Selbst befindlichen

Körper gleich oder ähnlich. Solche Vorstellungen seien nun in dreierlei Varianten gegeben;

die angeborenen (Verständnis von Wahrheit, Bewusstsein), die erworbenen

(Sinneseindrücke) und die selbst gemachten (Fabelwesen, Fantasien) Vorstellungen

(Descartes 1993: 33). Da es gegeben sei, dass man erworbene Vorstellungen auch gegen

den eigenen Willen empfängt, zum Beispiel das Gefühl von Wärme an einem Feuer, läge

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