Register or log in at GRIN

Your e-mail-address or password is wrong
Register now
For new authors: free, easy and fast
This will be used as your user name, please specify a valid e-mail address

Lost password

Your e-mail-address or password is wrong

Request a new password
Politische Kultur und politische Sozialisation: Konzepte und Erscheinungsformen ... close

Please wait

Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.

Politische Kultur und politische Sozialisation: Konzepte und Erscheinungsformen (Deutschland, USA)

Subtitle: Von welchen Faktoren hängt ab, ob eher eine Bürgerkultur oder eher eine Untertanenkultur entsteht?

Scholary Paper (Seminar), 2007, 17 Pages
Author: Sebastian Ganßauge
Subject: Social Studies/ Civics

Details

Event: Einführung in das Studium der politischen Systeme
Institution/College: Dresden Technical University (Institut für Politikwissenschaft)
Tags: Politische, Kultur, Sozialisation, Konzepte, Erscheinungsformen, USA), Einführung, Studium, Systeme
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2007
Pages: 17
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 8  Entries
Language: German
Archive No.: V116672
ISBN (E-book): 978-3-640-18700-3
ISBN (Book): 978-3-640-18854-3
File size: 108 KB

Abstract

In der heutigen Politik und im Politikgeschehen ist der Begriff der politischen Kultur wohl durchaus fast jedem schon einmal begegnet. Gern genutzt und meist auf ein weites Feld verallgemeinert muss dieser des Öfteren in Debatten herhalten, wenn es beispielsweise um die sinkende Wahlbeteiligung geht. Hand in Hand damit geht zumeist der Begriff der Bürgerkultur, die es zu erstreben gilt, wobei hier der Begriff der Untertanenkultur als „Jetztzustand“ meist gar nicht in den Mund genommen wird und wenn dann in zahlreichen abgeschwächten Formen. In diesem Zusammenhang drängt sich doch förmlich die Frage auf, von welchen Faktoren denn nun abhängt, ob eine Bürgerkultur oder eher eine Untertanenkultur entsteht. Zur Beantwortung dieser Frage wurden folgende analytische Kategorien gewählt: - der gesellschaftliche Grundkonsens und die historischen Wurzeln - der Einfluss der Staatsgewalt und die Staatsvorstellung - das Engagement im vorpolitischen Bereich - das Engagement im politischen Bereich (am Beispiel der Wahlbeteiligung) und die politische Sozialisation. Zu erwähnen ist hierbei, dass selbst in diesen ausgewählten Kategorien bei weitem nicht alle Aspekte, die in direktem oder indirektem Zusammenhang mit der Fragestellung stehen, bearbeitet wurden. Vielmehr habe ich mich bemüht, entweder einen kurzen Abriss zu geben, oder den Sachverhalt an einem repräsentativen Beispiel zu verdeutlichen.


Excerpt (computer-generated)

Technische Universität Dresden

Institut für Politikwissenschaft

Lehrstuhl für Politische Systeme und Systemvergleich

WS 2007/2008

Einführung in das Studium der politischen Systeme




Politische Kultur und politische Sozialisation:

Konzepte und Erscheinungsformen (Deutschland, USA)

Von welchen Faktoren hängt ab, ob eher eine

Bürgerkultur oder eher eine Untertanenkultur

entsteht?

____

Sebastian Ganßauge

Lehramt BA: Deutsch/ Gemeinschaftskunde



Gliederung:

1. Einleitung S. 1

2. Historische Wurzeln und gesellschaftlicher Grundkonsens S. 2

2.1. Historische Wurzeln und gesellschaftlicher Grundkonsens in der USA S. 2

2.2. Historische Wurzeln und gesellschaftlicher Grundkonsens in Deutschland S. 3

2.3. Zwischenfazit S. 4

3. Einfluss des Staates und Staatsvorstellung S. 5

3.1. Einfluss des Staates und Staatsvorstellung in den USA S. 5

3.2. Einfluss des Staates und Staatsvorstellung in Deutschland S. 6

3.3. Fazit S. 6

4. Engagement im vorpolitischen Bereich S. 6

4.1. Engagement im vorpolitischen Bereich in den USA S. 6

4.2. Engagement im vorpolitischen Bereich in Deutschland S. 7

4.3. Zwischenfazit S. 8

5. Engagement im politischen Bereich S. 8

5.1. Engagement im politischen Bereich in den USA S. 9

5.2. Engagement im politischen Bereich in Deutschland S. 10

5.3.Zwischenfazit S. 11

6. Politische Sozialisation S. 11

6.1. Politische Sozialisation in den USA S. 11

6.2. Politische Sozialisation in Deutschland S. 12

6.3. Zwischenfazit S. 12

7. Gesamtfazit und weiterführende Fragestellung S. 12

Literaturverzeichnis

II


1. Einleitung

In der heutigen Politik und im Politikgeschehen ist der Begriff der politischen Kultur wohl

durchaus fast jedem schon einmal begegnet. Gern genutzt und meist auf ein weites Feld

verallgemeinert muss dieser des Öfteren in Debatten herhalten, wenn es beispielsweise um die

sinkende Wahlbeteiligung geht. Hand in Hand damit geht zumeist der Begriff der

Bürgerkultur, die es zu erstreben gilt, wobei hier der Begriff der Untertanenkultur als

,,Jetztzustand" meist gar nicht in den Mund genommen wird und wenn dann in zahlreichen

abgeschwächten Formen. In diesem Zusammenhang drängt sich doch förmlich die Frage auf,

von welchen Faktoren denn nun abhängt, ob eine Bürgerkultur oder eher eine

Untertanenkultur entsteht.

Zur Beantwortung dieser Frage wurden folgende analytische Kategorien gewählt:

- der gesellschaftliche Grundkonsens und die historischen Wurzeln

- der Einfluss der Staatsgewalt und die Staatsvorstellung

- das Engagement im vorpolitischen Bereich

- das Engagement im politischen Bereich (am Beispiel der Wahlbeteiligung)

und die politische Sozialisation. Zu erwähnen ist hierbei, dass selbst in diesen ausgewählten

Kategorien bei weitem nicht alle Aspekte, die in direktem oder indirektem Zusammenhang

mit der Fragestellung stehen, bearbeitet wurden. Vielmehr habe ich mich bemüht, entweder

einen kurzen Abriss zu geben, oder den Sachverhalt an einem repräsentativen Beispiel zu

verdeutlichen.

1


2. Historische Wurzeln und gesellschaftlicher Grundkonsens

2.1. Historische Wurzeln und gesellschaftlicher Grundkonsens in den USA

Im 17. Jahrhundert flohen die ersten europäischen Siedler vor der politischen und religiösen

Unterdrückung ihrer Heimatländer. Sie schufen eine gesellschaftliche Ordnung von der Basis

her, da in dem jungen Amerika noch keine existierte, auf die man aufbauen konnte. In dieser

Zeit liegen wohl auch viele Charakterzüge der heutigen amerikanischen Mentalität begründet.

Die USA ist ein Einwandererstaat, der aus den unterschiedlichsten Nationalitäten

besteht. Genau diese Vielfältigkeit der Nationen bedingt es, dass ein gemeinsamer Konsens

für das Leben in der Neuen Welt gefunden werden musste. Dieser Konsens entspricht der

Ideologie des Amerikanismus, durch den sich die neue, ,,Zusammengewürfelte" Gesellschaft

definierte.

Zunächst einmal versteht man unter dem Amerikanismus das Bewusstsein eine neue

Gesellschaft zu repräsentieren, die sich deutlich von der alten, europäischen unterscheidet.

Die Siedler sahen diese ,,neue" Gesellschaft vor allem manifestiert in ihrer

frontier

-Erfahrung,

d.h. ihrer sich nach Westen hin ausbreitenden Zivilisation. Ein weiterer Aspekt des

Amerikanismus ist die Egalitärität der Gesellschaft. Im Gegensatz zu Europa sollte die Neue

Welt eine ,,Gleichgeborenen" - Gesellschaft sein, in der es keine Aristokratie gibt. Verbunden

mit dem Gedanken der Gleichheit ist gleichzeitig der Gedanke der Demokratie: Zu nennen

wäre hier die Schaffung der Basis der ausgeprägten kommunalen Selbstverwaltung, die zum

Bau der Fundamente ihres eigenen Staates benötigt wurde. Schließlich gaben sie sich 1776

eine demokratische Verfassung, jedoch war es immer noch primär die lokale Ebene, in der

sich das Leben in den jungen Vereinigten Staaten abspielte und bestenfalls die regionale

Ebene. Diese gesellschaftliche Gleichheit macht die amerikanische Exzeptionalität aus. Die

eben genannten Punkte betreffen eher die gesamtgesellschaftliche Situation; die Idee des

Amerikanismus ist jedoch auch mit radikalem Individualismus verbunden. Dieser

Individualismus bezieht sich darauf, dass jeder Amerikaner die Möglichkeit besitzt seine

eigenen Interessen zu verfolgen ­ hauptsächlich bezüglich seiner ökonomischen Tätigkeit und

nicht(!) bezüglich der freien Religionsausübung. Dieser Ansatz des amerikanischen

Individualismus ist gleichzeitig auch die Grundlage des

American Dream

: Jeder kann es

durch harte Arbeit zu etwas bringen; Erfolg hängt also nur noch von der individuellen

Leistung ab und wird nicht mehr durch den Status innerhalb der Gesellschaft (wie in Europa)

reglementiert. Nicht umsonst sind Sprichwörter wie ,,Vom Tellerwäscher zum Millionär."

2



Comments

No comments yet

Add Comment
Your comment is reviewed before being published

Other users also were interested in the following titles:


This text can be quoted and accessed from this url:

http://www.grin.com/e-book/116672/politische-kultur-und-politische-sozialisation-konzepte-und-erscheinungsformen
please wait Please wait