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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2006, 22 Pages
Author: Ina Göllnitz
Subject: Sport - Kinematics and Training Theory
Details
Institution/College: Otto-von-Guericke-University Magdeburg (Institut für Sportwissenschaft)
Tags: Spezielle, Leistungssteuerung, Beispiel, Techniktrainings, Schulsport, Leistungssteuerung, Training, Wettkampf
Year: 2006
Pages: 22
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 10 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-19086-7
File size: 112 KB
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Abstract
Die Bewegung ist ein wichtiges Grundbedürfnis eines jeden Kindes. Wer sie in dieser Hinsicht fördert, wird immer eine Bereitschaft und Teilnahme von den Kindern zurückbekommen. In Deutschland waren die Philanthropen die Wegbereiter für die Entstehung des Sportunterrichts. Sie sahen Leibesübungen als fundamentalen Bestandteil einer ganzheitlichen Erziehung (Bildung, körperliche Vervollkommnung, Glück). Adolf Spieß und Ludwig Jahn gelten als Urväter der Turnbewegung im deutschsprachigen Raum. Sportliche Aktivitäten sahen sie als Grundlage physischer und moralischer Stärke. Auch heute verfolgt der Sportunterricht noch Ziele wie die Ausbildung der sportlichen Handlungsfähigkeit, welche die Schüler dazu befähigen soll, Bewegungen räumlich und zeitlich zu gestalten und ihre Körperkräfte angemessen einzusetzen. Ein weiteres Ziel ist, dass die Schüler lernen, sportliche Fertigkeiten, taktisches Wissen, taktische Fähigkeiten und Fertigkeiten leistungsbezogen, sinnvoll und variabel anzuwenden und vor allem sportartbezogenes und trainingsmethodisches Wissen in der Praxis umzusetzen. Auch die sozialen Kompetenzen sollen im Klassenverband gefördert werden und die Schüler sollen selbständig durch bestimmte Übungen ihre individuelle Leistungsfähigkeit erhalten, verbessern oder eventuell wiederherstellen (vgl. Rahmenrichtlinien, 2003). Zu der speziellen Leistungssteuerung gehört u.a. die Ausbildung von Schnelligkeit, Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und die Ausbildung der Technik. Die erstgenannten Leistungsvoraussetzungen treten im Sportunterricht meist in den Hintergrund. Für den Sportlehrer steht die Ausbildung der Technik oft im Mittelpunkt und zählt mit zu seiner wichtigsten Hauptaufgabe. Deshalb soll es sich in der folgenden Arbeit hauptsächlich um die spezielle Leistungssteuerung am Beispiel des Techniktrainings im Schulsport drehen. Dabei werde ich zunächst die sportliche Technik nochmals definieren, bevor ich auf Ziele, Arten, Formen und Phasen des Techniktrainings eingehen werde. Die Arbeit soll aufzeigen, welchen Sinn und Zweck das Techniktraining hat, wie es zu planen ist und wie die 3 Phasen der Technikbeherrschung aussehen.
Excerpt (computer-generated)
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Fakultät für Geistes-, Sozial- und Erziehungswissenschaften
Institut für Sportwissenschaft
Theoriefeld: Trainingswissenschaft
Seminar: Leistungssteuerung in Training und Wettkampf
Datum: 15.08.2006
Spezielle Leistungssteuerung
am Beispiel des Techniktrainings im Schulsport
Verfasserin: Ina- Maria Göl nitz
Inhaltsverzeichnis
:
Seite
1 Einleitung
03
2 Definition von Technik
04
3 Definition von Techniktraining
05
4 Ziele des Techniktrainings
06
5 Komponenten des Techniktrainings
06
6 Phasen des Techniktrainings
08
7 Arten und Formen
12
8 Methoden des Techniktrainings
14
9 Zusammenfassung
19
10 Literaturnachweis
21
2
1
Einleitung
Die Bewegung ist ein wichtiges Grundbedürfnis eines jeden Kindes. Wer sie
in dieser Hinsicht fördert, wird immer eine Bereitschaft und Teilnahme von
den Kindern zurückbekommen. In Deutschland waren die Philanthropen die
Wegbereiter für die Entstehung des Sportunterrichts. Sie sahen
Leibesübungen als fundamentalen Bestandteil einer ganzheitlichen
Erziehung (Bildung, körperliche Vervol kommnung, Glück). Adolf Spieß und
Ludwig Jahn gelten als Urväter der Turnbewegung im deutschsprachigen
Raum. Sportliche Aktivitäten sahen sie als Grundlage physischer und
moralischer Stärke.
Auch heute verfolgt der Sportunterricht noch Ziele wie die Ausbildung der
sportlichen Handlungsfähigkeit, welche die Schüler dazu befähigen sol ,
Bewegungen räumlich und zeitlich zu gestalten und ihre Körperkräfte
angemessen einzusetzen. Ein weiteres Ziel ist, dass die Schüler lernen,
sportliche Fertigkeiten, taktisches Wissen, taktische Fähigkeiten und
Fertigkeiten leistungsbezogen, sinnvol und variabel anzuwenden und vor
al em sportartbezogenes und trainingsmethodisches Wissen in der Praxis
umzusetzen. Auch die sozialen Kompetenzen sol en im Klassenverband
gefördert werden und die Schüler sol en selbständig durch bestimmte
Übungen ihre individuel e Leistungsfähigkeit erhalten, verbessern oder
eventuel wiederherstel en (vgl. Rahmenrichtlinien, 2003).
Zu der speziel en Leistungssteuerung gehört u.a. die Ausbildung von
Schnel igkeit, Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und die Ausbildung der
Technik. Die erstgenannten Leistungsvoraussetzungen treten im
Sportunterricht meist in den Hintergrund. Für den Sportlehrer steht die
Ausbildung der Technik oft im Mittelpunkt und zählt mit zu seiner
wichtigsten Hauptaufgabe.
Deshalb sol es sich in der folgenden Arbeit hauptsächlich um die speziel e
Leistungssteuerung am Beispiel des Techniktrainings im Schulsport drehen.
Dabei werde ich zunächst die sportliche Technik nochmals definieren, bevor
ich auf Ziele, Arten, Formen und Phasen des Techniktrainings eingehen
3
werde. Die Arbeit sol aufzeigen, welchen Sinn und Zweck das
Techniktraining hat, wie es zu planen ist und wie die 3 Phasen der
Technikbeherrschung aussehen.
2
Definition von Technik
Die sportliche Technik ist eine ,,in der Praxis entstandenes und erprobtes
Verfahren zur bestmöglichen Lösung einer bestimmten sportlichen Aufgabe"
(Meinel, 1961, S.242). Des weiteren kann man die sportliche Technik als
eine Art Idealmodel oder Leitbild einer Bewegung bezogene auf eine
Sportdisziplin betrachten. Es geht vor al em bei der sportlichen Technik um
die Realisierung einer angestrebten Idealbewegung, beziehungsweise um
das Lösungsverfahren zur Ausführung der optimalen Bewegungshandlung
(vgl. Grosser & Neumaier, 1982, S.8).
Die sportliche Technik ist eine Fertigkeit, welche als die überdauernde
Erfolgswahrscheinlichkeit beim Versuch, ein Vorhaben effektiv und
ökonomisch zu verwirklichen, definiert. Sie kann durch die Kategorie der
Schnel igkeit, der Genauigkeit, der Effizienz und der Anpassungsfähigkeit
oder eine beliebig gebildet Kombination beschrieben werden.
Zwischen den koordinativen Fähigkeiten und den sporttechnischen
Fertigkeiten besteht ein enger Zusammenhang. Des weiteren ist die
Realisierung einer sportlichen Technik abhängig von vier weiteren
Leistungsvoraussetzungen.
Die konstitionel en Leistungsvoraussetzungen, wie die Größe oder die
konstitutionel e Komponente der Beweglichkeit, muss bei der Auswahl der
Technik berücksichtigt werden.
Die konditionel en Leistungsvoraussetzungen entscheiden auch darüber, ob
eine Technik überhaupt erlernt beziehungsweise ausgeführt werden kann.
Manche Techniken nehmen die Kraft- oder Schnel igkeitsfähigkeit sehr stark
in Anspruch. Wenn diese nicht ausreichend ausgeprägt sind, kann die zu
einem Nichtgelingen der Technik führen.
4
Von der Motivation ist zum einem der Aneignungsprozess und grad
sporttechnischer Fertigkeiten wie auch die koordinativen Fähigkeiten
abhängig, zum anderen spielt auch die Motivation für korrekte
Technikrealisierung im Sportunterricht eine wesentliche Rol e.
Da mit der Technikrealisierung auch kognitive Prozesse verbunden sind,
erfordert die sportliche Technik auch kognitive Leistungsvoraussetzungen
(vgl. Schnabel, Harre, Krug & Borde , 2003, S. 118).
3
Definition von Techniktraining
Ein wichtiger Hauptbestandteil des sportlichen Trainings und wesentlicher
Bestandteil bei der Ausbildung von Bewegungsfertigkeiten ist das
Techniktraining. Es ist die ,, Gesamtheit al er Maßnahmen zu verstehen, die,
zielgerichtet
organisiert,
den
Sportler
befähigen
sol en,
Bewegungshandlungen mit einer zweckmäßigen und koordinativ
beherrschten Technik auszuführen"(Meinel, 1961, S.242). Des weiteren
dient das Techniktraining dazu, Techniken mit sportmotorischen
Fertigkeiten, dessen Anwendung sowie den technischen Einsatz zu erlernen
und in sportartenspezifischen Handlungssituationen Erfahrungen zu
sammeln (vgl. Martin, 1991, S. 45). Deshalb kann das Techniktraining auch
als motorisches Lerntraining betrachtet werden, welches sich an die
Theorien des motorischen Lernens anlehnt.
Die Handlungen des Lehrers oder Trainers und deren gewählte Methode
sol en Schüler und Sportler dazu befähigen, sportmotorische Handlungen zu
erlernen, zu vervol kommnen und am Ende zu stabilisieren, aber auch zu
verändern und sie zu erhalten.
Als Voraussetzung zur Umsetzung von sportmotorischen Handlungen
benötigen Schüler koordinaive und konditionel e Fähigkeiten und
technikrelevante Kenntnisse.
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