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Presentation (Pre-University), 2008, 9 Pages
Author: Larissa Hentze
Subject: Biology - Diseases, Health, Nutrition
Details
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Fulltext (computer-generated)
Energy Drinks Verleihen sie wirklich Flügel?!
Inhalt
: - was ist das?
- Meinung der Hersteller
- Inhaltsstoffe
- Mit
Alkohol
- Auswirkungen auf Sportler
- Werbung/Marketing
- Umfrage
- Fazit
- Quellenangaben
-
Was ist das?
Energy Drinks wie ,,Red Bull", "Flying Horse" und "Grizzly Energie" kennt wohl jeder.
Sie sind seit 1994 in Deutschland erhältlich und werden vor allem wegen ihrer
angeblich belebenden Wirkung getrunken. Da es sich um alkoholfreie Getränke
handelt, sind sie besonders beliebt unter Jugendlichen und dienen als Ersatz für
Alkohol. Laut Hersteller sollen den Verbraucher diese Drinks fit machen und das
perfekte Erfrischungsgetränk für lange Nächte sein. Außerdem soll es sich positiv auf
die Leistung der Sportler auswirken.
-Meinung der Hersteller:
Laut Hersteller sind in den Energy Drinks nur ausgewählte Stoffe zusammengestellt
wurden, welche genau auf die Bedürfnisse des Körpers abgestimmt sind. So seien
aus Jahre langer Forschung über den Stoffwechsel und einzelne Substanzen
derartige Kenntnisse gewonnen wurden, um diese Stoffe zu benutzen, damit sie sich
positiv auf das Wohlbefinden und die Ausdauer auswirken. Sie sollen die
Leistungsfähigkeit erhöhen, indem man durch die Einnahme die Stoffe zu sich nimmt,
welche man sonst in einzelnen Schritten zu sich nehmen würde und man deswegen
auf eine Dose dieser Getränke zurück greifen sollte, wenn man dadurch sicher sein
kann, dass man genau die Stoffe dem Körper zugeführt hat, die er benötigt.
-Inhaltsstoffe:
Die angeblichen Muntermacher enthalten in der Regel Wasser, Zucker bzw. bei
zuckerfreien Varianten Süßstoff, Koffein, Taurin, Inosit, Glucuronolacton, Vitamine,
Mineralstoffe, synthetische Aromastoffe und Farbstoffe.
Gerade die beiden Stoffe Zucker und Koffein verhelfen den Energy Drinks zu ihrer
Wirkung. So beträgt der Zuckergehalt etwa 11 Prozent, also ca. 468 kJ / 110 kcal pro
250 ml. Somit unterscheiden sie sich allerdings nicht von anderen Getränken, denn
der Energiewert von beispielsweise Apfelsaft liegt bei mehr als 510kJ / 120 kcal und
ist somit höher.
Doch gerade Koffein verhilft den Verbraucher sich belebter zu fühlen, denn in einer
Dose ist weit aus mehr Koffein enthalten als in Cola und in etwa soviel wie in 1-2
Tassen starkem Kaffee. Somit sind die Energie Drinks gerade beliebt bei Kindern
und Jugendlichen, da sie in etwa die selbe Wirkung einer Tasse Kaffee haben, sie
allerdings nicht so bitter, sondern süß und gummibärchenähnlich schmecken.
In Deutschland sind pro Softdrink maximal 250 Milligramm Koffein pro Liter erlaubt.
Manche Energy Drinks enthalten allerdings mehr als diesen festgelegten Grenzwert.
So enthält ,,Flying Horse" beispielsweise 60-80 Gramm pro Dose, also
hochgerechnet mehr als die vorgeschriebenen 250 Milligramm Koffein pro Liter.
Sie dürfen deshalb zwar nicht in Deutschland hergestellt, doch trotzdem hier verkauft
werden. Bei zu hoher Aufnahme von Koffein muss man mit Nebenwirkungen
rechnen, wie z.b. mit erhöhtem Blutdruck, harntreibender Wirkung, leicht zittrigen
Händen, mehr produzierter Magensäure, Unruhe und Schlafstörungen. Im
schlimmsten Fall kann es sogar zur Sucht führen, deswegen ist ab einer bestimmten
Menge Koffein ein Warnhinweis auf den Dosen vorgeschrieben.
Ein weiterer Stoff, welcher sehr umstritten ist, ist Taurin. Laut Hersteller ist dieser
Stoff mit verantwortlich für die belebende Wirkung, dies ist allerdings nicht
wissenschaftlich bewiesen. Generell sind sich Wissenschaftler noch nicht im Klaren
über die Wirkung dieser Substanz. Taurin ist eine körperliche Substanz und wird
beim Abbau von Aminosäuren produziert, sie ist besonders konzentriert zu finden
in Leber, Gehirn und dem Zentralnervensystem. Taurin wurde in vielen Geweben
nachgewiesen, auch in Organen bestimmter Wiederkäuer, dies hat es auch zum
Namen verholfen, denn Taurin heißt übersetzt ,,Stiergalle".
Sie ist im erwachsenen menschlichen Körper zu ca. 50-70 Gramm und auch in
großen Mengen in der Muttermilch vorhanden. Der Körper enthält genug Reserven
und deswegen ist eine zusätzliche Einnahme auch nicht notwendig. Taurin wird vor
allem verwendet um die Wirkung von anderen Inhaltsstoffen wie zum Beispiel Koffein
zu verstärken und man schreibt ihm zum Teil auch gute Eigenschaften zu, so soll es
Leberschäden, welche durch Alkoholgebrauch hervorgerufen wurden, gelindert
werden. Da die Folgen der zusätzlichen Einnahme allerdings wie schon erwähnt,
noch nicht ausreichend erforscht wurden, raten Wissenschaftler zu einer maximalen
Tagesdosis von 3 Gramm. Eine Dose dieser Getränke enthält allerdings ca. 1
Gramm Taurin und somit ein Drittel der empfohlenen Tagesdosis. Rechnet man dies
auf einen Liter hoch, so enthalten sie 4 Gramm Taurin und so überschreitet man die
empfohlene Tagesdosis von zusätzlichem Taurin. Ähnlich verhält es sich auch bei
den Inhaltsstoffen Inosit und Glucuronolacton. Sie werden ebenfalls im Körper
hergestellt und es bedarf keiner zusätzlichen Einnahme dieser Stoffe, so sind auch
bei ihnen die Wirkung auf den Körper noch nicht vollständig erforscht.
Auch die Zusatzstoffe in einigen Getränken sind nicht sonderlich gesund für den
menschlichen Körper. So wurden fünf Getränke mit Chinolingelb (E 104) oder
Azorubin (E 122) gefärbt, diese beiden Stoffe sind allerdings noch nicht ausreichend
untersucht wurden und gelten deshalb als gesundheitlich riskant. Besonders
erstaunlich ist dies, da es harmlosere Alternativen gibt, auf die einige allerdings nicht
zurück greifen.
Bedenklicher sind die Ergebnisse von Stiftung Warentest, über Stoffe die bereits
untersucht wurden. So fielen zwei Drinks mit der Note 6 durch, da sie beide den
überflüssigen Konservierungsstoff Natriumbenzoat enthalten, welcher die Bildung
von Benzol fördert, dies ist ein Krebserregender Stoff. Weitere 4 Drinks, unter
welchen sich auch wohl der bekannteste Energy Drink ,,Red Bull" befindet, bekamen
die Note 5 auf Grund verschiedener Inhaltsstoffe. 14 Drinks bekamen die Note 4 und
nur ein einziger Drink bekam ein gutes Testurteil.
In Ungarn ist es sogar so weit gekommen, dass ,,Red Bull" verboten wurde. Es ist
nicht mehr in Supermärkten oder an Tankstellen zu finden, in denen sie vorher so
zahlreich vertreten waren. So wurde die vom staatlichen ungarischen Institut für
Verbrauchs- und Lebensmittelkontrolle, welche vor drei Jahren provisorisch
eine Verkaufsbewilligung ausstellte, nicht verlängert. So darf es auf Grund des hohen
Koffeingehaltes, in Ungarn sind höchstens 150 Milligramm pro Liter erlaubt, nicht
verkauft werden.
Auch in Deutschland melden sich erste Stimmen. So will die Parlamentarische
Staatsekretärin im Verbraucherschutzministerium, Ulla Heinen, die Produzenten
Zusammen mit dem Bundesinstitut für Risikobewertung zu einem Gespräch einladen:
"Ich erwarte, dass die Getränkehersteller ihre Produkte prüfen und auf mögliche
Gefahren hinweisen."
- mit Alkohol:
Besonders beliebt sind Energy Drinks in Verbindung mit Alkohol, wie z.b. Wodka-Red
Bull. Davon ist allerdings nur abzuraten, da diese Substanzen in Verbindung ihre
Auswirkungen auf das menschliche Organsystem zu stark verstärken. Außerdem
führt es zu Fehleinschätzungen des Konsumenten, da er sich durch das zu sich
genommene Koffein für leistungsfähiger einschätzt, als er tatsächlich ist und somit
den schon zu sich genommenen Alkohol unterschätzt und vor allem falsch
einschätzt. Außerdem entziehen die Stoffe in Kombination dem Körper noch
schneller Flüssigkeit, als sie es sowieso schon einzeln tun. Desweiteren kann es
durch die gemeinsame Einnahme von Alkohol und Energy Drinks zu
Herzrhythmusstörungen, Krampanfällen und Nierenversagen führen.
- Auswirkungen auf Sportler
Viele Sportler sind der Meinung, dass ihnen Energy Drinks zu besseren Erfolgen
verhelfen können, gerade durch die belebende Wirkung und durch die Energiezufuhr
von Zucker. Allerdings ist genau das Gegenteil der Fall. Denn gerade durch das
Koffein wird eine harntreibende Wirkung hervorgerufen. Außerdem gilt Koffein,
welches gerade in den Drinks in hohem Anteil vorhanden ist, ab einer gewissen
Menge als Doping. Als Grenzwert hat das Internationale Olympische Komitee (IOC)
12mg Koffein pro Liter Urin festgelegt. Eine solche Menge an Koffein kann man
durch die Aufnahme von 500-600 mg, also ca. 6 Tassen Kaffe v116oder 4-5 Dosen
eines Energy Drinks erreichen. Desweiteren führen die Drinks, wie schon erwähnt zu
Flüssigkeitsverlust.
Eine beispielhafte Geschichte eines Sportlers ist zum Beispiel die, eines 3000m
Läufers. Er wurde nach einem Wettkampf wegen Nierenversagen in die Klinik
eingeliefert, allerdings konnte die Ursache dafür nie gefunden werden. Allerdings
stellte sich heraus, dass er vor dem Wettkampf einige Dosen dieser Drinks zu sich
nahm. Es ist natürlich nicht bestätigt, so das Bundesamt für Risikobewertung, dass
die Energy Drinks daran schuld sind, jedoch kam es in der Vergangenheit öfter zu
solchen Fällen, in denen die Betroffenen jedes mal in Kontakt mit Energy Drinks
kamen und so ist es nicht ausgeschlossen, dass sie damit etwas zu tun haben
könnten.
-Werbung/ Marketing:
Es lässt sich natürlich die Frage stellen, warum wir nicht einfach auf Energy Drinks
verzichten, wenn ihre tatsächlichen Auswirkungen auf den Körper noch nicht
vollständig untersucht wurden und sie dieselben belebenden Auswirkungen haben
wie Cola, Kaffee, oder Tee. Zum einen ist es ganz klar die Aufmachung dieser
Drinks, sie sind in bunten Dosen verpackt und gelten als Trendgetränk. Die
Phantasienamen, die die Hersteller den Drinks geben und der süßliche Geschmack,
lässt einen an die Kindheit zurück gedenken und der Reiz ist vorhanden, diese
Drinks mit den außergewöhnlichen Namen auszuprobieren. Doch der wichtigste
Punkt liegt klar auf der Hand, es ist die Werbung und lustige Werbesprüche wie ,,Red
Bull verleiht Flüüügel",welche den Verbraucher nicht nur auf das Getränk
aufmerksam machen, sondern auch zum kaufen verleiten. Allerdings gibt es auch
Negativbeispiele für Namen von Herstellern, die vielleicht etwas zu viel
Aufmerksamkeit erregen wollen, wie zum Beispiel: ,,HIV" oder ,,cocaine".
In der folgenden Tabelle werden die Absatzmengen des Energy Drinks Redbull und
die prozentuale Steigerung zum Vorjahr dargestellt:
Absatzmengen
1996 1997 1998 1999
In 10.000
38.000 54.000 75.000 105.000
Einheiten
Steigerung vom - 42%
44%
40%
Vorjahr
Gerade ,,Redbull" gibt viel Geld für Marketing aus und somit haben es andere Drinks
schwerer, obwohl sie teilweise billiger sind und vor allem besser auf den
menschlichen Körper wirken. So hat es Redbull geschafft bei 92,6 % der
gewünschten Zielgruppe bekannt zu sein. In der folgenden Tabelle wird nun
dargestellt wie sich das auf den Kauf der Produkte auswirkt:
1996 1997 1998 1999 %
96-99
Total
Value 32.750 32.419 30.773 34384 +4,9
%
Red
Bull 35,0% 39,5% 46,7% 50,4% +44,0%
Flying Horse
11,1%
9,9%
9,8%
8,9%
-19,8%
All other Energy 9,6%
10,3% 8,6% 7,8% -18,7%
Isostar 5,4% 4,7% 3,6% 3,3% -38,9
%
Gatorade 14,9% 12,9% 10,8% 10,9% -26,8%
Aquarius 7,0% 5,4% 4,3% 3,9% -44,3%
Die Kampagne von "Red Bull" ist mittlerweile in vielen europäischen Ländern
verbreitet und läuft neuerdings auch in Ländern wie den USA, Südafrika, Australien
und Brasilien und hat genauso viel Erfolg wie hier zu Lande.
-Umfrage:
Bei einer selbst durchgeführten Umfrage unter Bürgern zwischen 14-30 Jahren,
ließen sich sehr interessante Ergebnisse feststellen. So kannten 100 % aller
Befragten Energy Drinks, entweder aus eigener Erfahrung oder aus der Werbung.
Bei der Frage wie oft sie solche Drinks zu sich nehmen, kam es allerdings zu
überraschenden Ergebnissen, so wie das folgende Diagramm zeigt:
täglich 6%
mehrmals in der
Woche 11%
mehrmals im
Monat 17%
seltener 24%
nie 42%
Es nehmen gerade einmal 6% der Befragten täglich Energy Drinks zu sich. 52%
nehmen es seltener bis mehrmals im Monat zu sich und 42 % sogar nie. Auf die
Frage, warum sie keine Energy Drinks zu sich nehmen gab es zwei Antworten. Zum
einen würden sich keine belebenden Wirkungen zeigen und dafür seien sie zu teuer
und zum anderen schmeckt es einigen nicht, da sie, für ihren Geschmack, zu süß
sind. Erstaunlich ist auch, dass gerade einmal 26 % der Konsumenten dieser Drinks,
ohne zusätzliche Stoffe zu sich nehmen. Denn 74% mischen diese angeblichen
Muntermacher mit Alkohol, damit es zum einen besser schmeckt und damit sie
länger feiern können. Da sich nun auch einige Politiker und vor allem Wissenschaftler
mit den Energy Drinks beschäftigen und feststellen wollen, ob sie negative
Auswirkungen auf den menschlichen Körper haben können, könnte es in nächster
Zeit zu Gesetzen führen, welche diese angeblichen Muntermacher verbieten, so wie
es bereits in Ungarn geschehen ist. Doch bekennenden Energy Drink Verbrauchern
ist dies egal, denn sie lassen sich nicht so einfach ihr Partygetränk und
Muntermacher wegnehmen, auch wenn sie wissen, dass sie keine Wunder bewirken
können, nehmen sie sie trotzdem zu sich, da sie ihrer Meinung nach einfach gut
schmecken. Es ist vor allem wunderlich, wie wenig die Bevölkerung über die Inhalte
von Energy Drinks weiß und nicht über die Gefahren, die in ihnen stecken aufgeklärt
werden.
-Fazit:
Zum Schluss kann man nur sagen, dass sich selbst Wissenschaftler nicht einig sind,
welche Auswirkungen die Energy Drinks wirklich auf den Körper haben, jedoch dass
sie keine Wunder bewirken und schon gar keine Flügel verleihen, ist klar geworden
und auch, dass man ihnen einige positive Dinge zuspricht, die entweder falsch oder
noch nicht untersucht oder bestätigt wurden. So bleibt es letztendlich jedem selbst
überlassen, ob er Energy Drinks zu sich nimmt oder nicht. Außer Frage steht
allerdings, dass es gesünder ist zu den üblichen Wachmachern wie Kaffee oder Cola
zu greifen, am besten wäre allerdings natürlich ausreichend Schlaf. Den Durst stillt
man mit diesen Getränken sicher auch nicht, so sollte man einfach auf andere
Getränke wie Wasser zurück greifen.
-Quellenangaben:
- http://www.bbges.de/content/fileadmin/res_bbges/edrinks-2005.pdf
- http://vollekanne.zdf.de/ZDFde/inhalt/24/0,1872,5583832,00.html?dr=1
- http://www.gg.fr.bw.schule.de/faecher/biologie/10a/energydrinks.htm
- http://www.gwa.de/images/effie_db/1999/92677_302_Red_Bull.pdf
- http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,552472,00.html
- http://www.oekotest.de/cgi/ot/otgs.cgi?doc=65626
- www.biz4you.at/energydrinks/content.php?lg=de&site=7&bericht=1
- http://www.energy.pulse.de/life_energy/typisch.html
- Arbeitsblatt Ernährung, Verdauung und Resorption: ,,Beflügelnde Energy-
Drinks?"
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