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Facharbeit (Schule), 2007, 12 Seiten
Autor: David Mente
Fach: Wirtschaft - BWL - Allgemeines
Details
Jahr: 2007
Seiten: 12
Note: 1,0
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-640-19209-0
Dateigröße: 170 KB
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Volltext (computergeneriert)
Kritischer Vergleich zwischen
Direktbanken und Filialbanken
David Mente
2007
Inhaltsverzeichnis
Seite
1
Begriffsklärung der Bankentypen
3
1.1
Direktbanken
3
1.2 Filialbanken
3
2
Analyse und Vergleich der Geschäftsmodelle
4
2.1 Direktbanken
4
2.1.1
Aktuelle Wettbewerbssituation der Direktbanken
4
2.1.2
Vorteile und Nachteile des Geschäftsmodells
4
2.1.3
Strategien zur Marktanpassung
6
2.2 Filialbanken
7
2.2.1
Aktuelle Wettbewerbssituation der Filialbanken
7
2.2.2
Vorteile und Nachteile des Geschäftsmodells
7
2.2.3
Strategien zur Marktanpassung
8
3 Zusammenfassung
10
Literaturverzeichnis 11
2
1 Begriffsklärung der Bankentypen
1.1 Direktbanken
Direktbanken sind filiallose Kreditinstitute, die standardisierte Bankleistungen mittels direkter
Vertriebskanäle anbieten. Zu diesen Vertriebskanälen zählen vorwiegend Brief, Telefon,
Telefax und Internet. Hauptsächlich werden allerdings moderne Kommunikationstechniken
wie das Internet genutzt.
Reine Direktbanken verzichten gänzlich auf Filialen, dennoch gibt es Mischformen, die auch
Filialen besitzen.
Die meisten Direktbanken sind Tochterunternehmen von Großkonzernen bzw. -banken, wie
zum Beispiel die ING-DiBa als Tochter der niederländischen ING-Bank.
Zu den wichtigsten Direktbanken zählen die ING-DiBa, die Deutsche Kreditbank, die
1822direkt, die Netbank, die Volkswagen Bank direkt und die Comdirekt. Sie unterliegen den
grundlegenden Bestimmungen für Kreditinstitute. Dazu zählt zum einen eine zweiprozentige
Mindestreserve, die als Absicherung für die Kunden eingeführt worden ist. Zum anderen
wurden eigene Sicherheitseinrichtungen geschaffen, die bei Illiquidität des Kreditinstitutes
einspringen.
1.2 Filialbanken
Die Filialbanken verfügen über ein kostspieliges Geschäftsstellennetz (Filialnetz). Einer der
wichtigsten Faktoren für die Wahl dieses Bankentyps als Hausbank ist die ,,Nähe zu Wohnort
und Arbeitsplatz."1 Ihre Stärken sind die Beratung und Betreuung der Kunden vor Ort und die
Bargeldversorgung durch das dicht ausgebaute Netz an Geldautomaten.
Zu den wichtigsten Filialbanken zählen die Postbank, die Sparkassengruppe, die Dresdner
Bank, die Deutsche Bank, die Commerzbank und die Volks- und Raiffeisenbanken. Sie sind
nicht nur durch die Rechtsvorschrift, sondern auch zur Absicherung ihrer Kunden Mitglied in
Sicherungsfonds und dem Mindestreservesystem.
1 WIKIPEDIA (2007).
3
2 Analyse und Vergleich der Geschäftsmodelle
2.1 Direktbanken
2.1.1 Aktuelle Wettbewerbssituation der Direktbanken
Seit Anfang der 1990er Jahre wurde der Wettbewerb zwischen Direkt- und Filialbanken durch
die technische Entwicklung des Internets entfacht. Seitdem schreitet er unaufhaltsam voran.
Durch günstige Angebote, immense Marketingbudgets und schlanke Strukturen laufen die
Direktbanken den Filialbanken den Rang ab.
Fast alle Produkte der Direktbanken werden per Internet, Telefon oder E-Mail-Kontakt
vertrieben. Sie verfügen selten über eine vielseitige Produktpalette. Meist spezialisieren sich
Direktbanken auf Produktgruppen oder -segmente. Das Einstiegsprodukt eines potentiellen
Direktbankkunden ist häufig das Tagesgeldkonto, da es neben guten Konditionen leicht zu
handhaben ist. Sollten dennoch Probleme auftreten, stehen die freien Makler für Hausbesuche
zur Verfügung. Diesen kostenlosen Service bietet unter anderem die größte europäische
Direktbank, die ING-DiBa. Nach der Bilanz der ersten sechs Jahre stellte man eine
Vervierfachung der Kundenzahl fest. Im Jahr 1997 verfügte die ING-DiBa über 1,7 Millionen
Kunden. Sechs Jahre später waren es schon 6,5 Millionen!2 Auch im Jahr 2005 hatte die ING-
DiBa mit 777000 Neukunden das stärkste Wachstum.
2.1.2 Vorteile und Nachteile des Geschäftsmodells
Die wichtigsten Vorteile einer Direktbank gegenüber einer Filialbank sind die günstigen
Konditionen und Transaktionskosten. Das Anbieten von solch günstigen Konditionen ist nur
durch die Einsparung von Gebäude-, Filial- und Personalkosten möglich. Durch das Fehlen
von teuren zwischengeschalteten Stellen, wie zum Beispiel Filialen und deren Mitarbeiter, ist
es möglich, günstige Transaktionskosten an die Kunden weiterzugeben. Ein ebenfalls großes
Plus für Direktbanken ist, dass keine Bindung an Öffnungszeiten besteht und die permanent
verfügbar sind, 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche. Dieser Fakt erhöht ihre
Attraktivität, da sie schnell und direkt erreichbar sind, was Zeit und Geld spart. Außerdem
erhöht sich die Bequemlichkeit und die lästige Parkplatzsuche vor Ort entfällt.
2 DIBA VERGLEICHSSTUDIE DIREKTBANKPOTENTIAL (2003).
4
Dadurch, dass das Internet weltweit verfügbar ist die einzige Voraussetzung ist ein
internetfähiger Personal Computer kann man ständig auf seine persönlichen Daten
zugreifen, was ebenfalls enorm viel Zeit spart.
Neben den oben genannten Vorteilen müssen auch die Nachteile betrachtet werden.
Direktbanken besitzen wenige bis gar keine Geschäftsstellen. Zum einen ist dies ein Nachteil
für die Kunden, da sie keinen persönlichen Kontakt zum Berater aufbauen können. Zum
anderen aber auch für die Banken selbst, da sie bei technischen Problemen handlungsunfähig
sind und ihre Kunden kaum betreuen können. Das Fehlen dieses persönlichen Kontaktes
äußert sich darin, dass sich der Kunde selbst über die Produkte informieren und bei
Problemen das Call Center benachrichtigen muss. Die Direktbanken vertreiben ihre Produkte
neben Internetbanking auch über Telefonbanking, sodass das Anrufen des Call Centers nicht
nur bei Problemen, sondern auch bei Vertragsabschlüssen eine entscheidende Rolle spielt.
Sowohl beim Telefonbanking als auch beim Internetbanking treten Sicherheitsprobleme
auf, was einige Kunden davon abhält, ihre Bankgeschäfte über diese Kommunikationsmedien
abzuwickeln. Zum einen können die kundenbezogenen Daten in unbefugte Hände geraten und
zum anderen treten trotz moderner Sicherheits- und Verschlüsselungssysteme immer mehr
Fälle von Online-Betrug auf. Außerdem kommen zu den üblichen Kosten eines Girokontos
oder Fonds zusätzlich die Internet- und Telefonkosten, die sich bei einigen Kunden monatlich
aufsummieren.
ein weiterer großer Nachteil für einen Direktbankkunden ist, dass durch das Fehlen des
persönlichen Kontaktes zum Berater nur standardisierte Produkte angeboten werden können,
wie zum Beispiel Girokonten oder Fonds. Obwohl ein Großteil des Angebotes ohne Beratung
abgeschlossen werden kann, benötigt man bei einigen Produkten die Fachkompetenz des
Beraters, zum Beispiel bei Bausparverträgen, Darlehen und Aktien.
Direktbanken bieten vorwiegend Girokonten an. Trotzdem kann der Kunde nicht, wie bei
Filialbanken, unter mehreren Modellen entscheiden. Der Nachteil eines Girokontos einer
Direktbank ist, dass fast keine Geldautomaten zur Verfügung stehen. Die ING-DiBa hat
deutschlandweit circa 2200 Geldautomaten im Einsatz (2006), wogegen die
Sparkassengruppe mehr als 10000 zur Verfügung stellt (2006), an denen die Kunden mit ihrer
EC-Karte Geld abheben können. Durch die geringen Anzahl an Geldautomaten werden die
Kunden dazu genötigt, ihr Geld bei anderen Kreditinstituten abzuheben, wofür jedes Mal eine
Gebühr fällig ist.
5
2.1.3 Strategien zur Marktanpassung
Zu den Kunden zählen vorwiegend junge Leute zwischen 14 und 49 Jahren. Diese
Altersgruppe macht nach einer Studie der ING-DiBa3 zur Nutzung der Bankfilialen mehr
Online-Banking als die Generation 50plus. Jeder zweite Direktbankskeptiker ist älter als 50
Jahre, da die älteren Generationen nicht mit der modernen Technik aufgewachsen und mit
dem Besuch der Bankfiliale und dem Kontakt zum Berater zufrieden sind, denn nach der
Auswertung der Studie zur Nutzung der Bankfilialen, an der 1003 Personen teilnahmen, stellt
sich heraus, das 57% der Befragten der Altersgruppe 60plus angaben, ihre Bankgeschäfte mit
einem Berater abzuwickeln.
60% der Direktbankkunden sind Männer und 40% von ihnen Frauen. Außerdem sind sie
besser gebildet, innovativ, informiert und neuen Medien zugewandt. Allerdings sind die
Kunden sehr preissensibel, was darauf hindeutet, dass es meist Personen der gehobenen
Mittelschicht und der Oberschicht sind.
Die Qualität der Direktbank ist von den Produkten, dem Service und dem Preis abhängig,
wobei der Preis die Schlüsselrolle darstellt. Der Vorsitzende der ING-DiBa, Ben Tellings,
sagte, dass für 80% der Bankprodukte ohnehin keine Beratung nötig ist.4
Obwohl sie klar als ,,günstigere" Alternative zur Filialbank gesehen werden, erfolgt ein
Wechsel nur, wenn der Service in den Filialen mangelhaft ist. Direktbanken überzeugen
unzufriedene Filialbankkunden mit ihren günstigen Konditionen und attraktiven Zinssätzen.
Außerdem wirken bei einem Wechsel von einer Filialbank zur Direktbank die Schnelligkeit,
der einfache Zugang, die gute Erreichbarkeit und die ansprechende Gestaltung der Homepage
mit.5
Die Angebote zeigen, dass der Kampf um neue Kunden nicht an Schärfe verlieren wird. Der
Vorstand der Netbank, Peer Michael Teske, sagte:,, Ich schätze, die Marketingausgaben pro
Neukunden liegen zwischen 200 und 400 Euro."6
3 INGDIBA STUDIE (2004).
4 INGDIBA MEDIENSPIEGEL (2006).
5 STUTTGARTER MARKETINGGESPRÄCHE (1999).
6 INGDIBA MEDIENSPIEGEL (2006).
6
2.2 Filialbanken
2.2.1 Aktuelle Wettbewerbssituation der Filialbanken
Vorläufer der heutigen Filialbank waren Waisenkassen und Leihhäuser. Nicht nur die
Sparkassen, sondern auch die Volks- und Raiffeisenbanken waren ursprünglich für ärmere
Bevölkerungsschichten geschaffen worden. Sie sollten Rücklagen für ihr Alter und eventuell
auftretende Krankheiten schaffen. Seit den 1920er Jahren wurde auch für die ärmere
Bevölkerung der bargeldlose Zahlungsverkehr aufgenommen. Ab 1929 bot man den Kunden
sogar schon Bausparverträge bzw. Baufinanzierungen und Versicherungen an.7 Diese
Produkte werden heute fast nur von Filialbanken vertrieben.
Sie stehen für eine komplexere Produktpalette und mehr Vertrauen. Außerdem unterhalten
Filialbanken eine Vielzahl von Geschäftsstellen, um die Kunden persönlich zu betreuen und
zu beraten. Die Sparkassengruppe verfügt deutschlandweit über circa 4500 Zweigstellen.
Durchschnittlich werden ungefähr 1800 Einwohner je Filiale betreut. Jedoch sinkt die
Filialdichte immer schneller und somit werden zukünftig wieder mehr Kunden pro Filiale
betreut werden müssen.
2.2.2 Vorteile und Nachteile des Geschäftsmodells
Das größte Plus einer Filialbank gegenüber einer Direktbank ist, das sie über ein breites
Filialnetz verfügt. Damit sind natürlich auch die Beratung am Schalter und der persönliche
Kontakt zum Berater an vielen Orten möglich. Die Sparkassengruppe bietet nicht nur ein
breites Filialnetz in Deutschland, sondern auch europaweit. Verbunden mit den vielen
Bankfilialen ist natürlich auch eine sehr hohe Anzahl an Geldautomaten. Davon bietet allein
die Sparkassengruppe mehr als 10000 Stück in Deutschland. Durch diese hohe Anzahl an
Geldautomaten ist auch das kostenlose Geldabheben deutschlandweit möglich.
Die Filialbanken haben die größte Produktpalette. Sie reicht von normalen Girokonten, über
spezielle Darlehen bis hin zu Unfallversicherungen. Die Sparkassengruppe bietet allein bei
Girokonten drei verschiedene Modelle an.
7 WIKIPEDIA (2007).
7
In den Filialen bekommt man von den Beratern eine Vorortbetreuung und kundenspezifische
Angebote. Diese höheren Leistungen schlagen trotzdem mit angemessenen Preisen zu Buche.
Die Bankgeschäfte werden nicht auf bestimmte Kundengruppen beschränkt, sondern gelten
sowohl für Privatkunden als auch für Geschäftskunden.
Den vielen Vorteilen einer Filialbank stehen allerdings auch einige Nachteile gegenüber.
Beispielsweise haben alle Filialen zeitlich geregelte Öffnungszeiten, die nicht flexibel sind,
was bei vielen Kunden für Unzufriedenheit sorgt. Außerdem stoßen bei ihnen die hohen
Fixkosten auf Kritik.
75% der Kunden sind nach einer Umfrage des Fraunhofer Instituts mit den Leistungen ihrer
Hausbank nicht zufrieden, was häufig an der mangelnden Kompetenz der Berater liegt.
Außerdem sorgen lange Wartezeiten bei einer Vorortbedienung für Frust. Auch das
Antworten auf E-Mail-Anfragen lässt zu wünschen übrig, denn 75% der Antworten sind zu
spät oder gar nicht eingetroffen. Von den 25% der beantworteten Anfragen sind 80% von
schlechter Qualität, denn zum Beispiel wurden einige Fragen unzureichend bzw.
themenverfehlend beantwortet.8 Nach Meinung der Befragten werden die Vertriebspotentiale
der Filialbanken nur teilweise ausgeschöpft, zum Beispiel sollte mehr Wert auf die Gestaltung
der Homepage gelegt werden. Außerdem sollten sie dem Internetauftritt, als zukünftigen
Vertriebsweg, mehr Aufmerksamkeit schenken.
2.2.3 Strategien zur Marktanpassung
Trotz des hohen Engagements sind die bisherigen Filialkonzepte für den künftigen
Konkurrenzdruck nicht ausreichend tauglich. Herrmann-Josef Lamberti, der Vorstand der
Deutschen Bank, sagte zur Situation der Filialbanken Folgendes: ,,Es geht nicht um die
Transformation einzelner Produkte, sondern um ganze Unternehmen."9
In Zukunft werden sich demzufolge zwei strategische Grundrichtungen für Filialbanken
herausbilden müssen. Zum einen wird eine Kostenoptimierung des Filialnetzes stattfinden,
das heißt, man wird sich auf die ertragreichen Standorte konzentrieren und kleine Filialen
schließen müssen. Zum anderen sollte auf das eigentliche Kerngeschäft stärker eingegangen
werden, das heißt, man muss den wichtigsten Wettbewerbsvorteil, das Geschäft mit den
8 BULLINGER (2001).
9 BULLINGER (2001).
8
Kunden vor Ort, intensivieren. Dazu zählt zum einen, dass man die Möglichkeit für
Beziehungen zum Kunden aufrechterhält, zum anderen muss aber auf den veränderten
Kundenbedarf eingegangen werden. Sie fordern von den Filialbanken permanente
Erreichbarkeit und dies über verschiedene Zugangsmedien, zum Beispiel eine 24 Stunden
Hotline und die persönliche Betreuung vor Ort. Außerdem legen die Kunden auf hohe
Servicequalität, bezüglich der schnellen und umfassenden Erledigung der Aufträge, wert.
Trotz kleiner Mängel sind 65% der Kunden mit dem Besuch der Filiale zufrieden. Deshalb
bekommen viele Filialen heute neue Software und einen Farbanstrich. Man versucht trotz der
Vorortbetreuung mehr Technik einzubeziehen.
die Filialbanken bieten seit einiger Zeit den Kundenservice über moderne Zugangsmedien an.
Dazu zählt zum Beispiel eine 24 Stunden Hotline. Außerdem testen die Sparkassen und
Volks- und Raiffeisenbanken zurzeit Zielgruppenkonzepte für Senioren, Jugendliche und
Familien, da sich immer mehr Trends in der Entwicklung der Gesellschaft abzeichnen.
Deshalb versucht man nach einer Umfrage des Fraunhofer Instituts10, die Bearbeitung von
Anfragen, Aufträgen usw. ins Back-Office11 zu verlagern und die Geschäftsstelle zu
Vertriebs- und Servicestützpunkten werden zu lassen.
Drei weitere Trends für die Entwicklung der Filialbanken sind: Erstens werden Filialen zu
Beratungszentren für Individual- und Firmenkunden, zweitens erfolgt eine zunehmende
Verbreitung von offenen Berater- und SB-Bereichen und drittens muss eine Ansiedlung der
großen Filialen in Gebieten mit hoher Kundenfrequenz, zum Beispiel in Kaufhäusern oder
Supermärkten, stattfinden.
10 Vgl. BULLINGER (2001).
11 Als BackOffice bezeichnet man den Teil des Unternehmens, welcher nicht originärer Teil des Kerngeschäftes
ist, sondern dessen Aufrechterhaltung dient.
9
3 Zusammenfassung
Bei der Bearbeitung fiel mir auf, dass sowohl die Filialbanken als auch die Direktbanken eine
Chance auf eine Fortentwicklung haben, da es verschiedene Gruppen von Bankkunden gibt.
Die ältere Generation wird auch in Zukunft mehr Wert auf den Besuch der Filiale legen, da
sie sich mit der modernen Technik nicht auskennt. Die jüngeren Generationen wachsen mit
dieser unmittelbar auf und werden sie deshalb bevorzugen.
Die Entwicklung der Bankentypen hängt von einer Vielzahl von Parametern ab. Besonders
wichtig sind Kundenorientierung und Kundennutzen. Außerdem sind eine Neuorientierung
des Leistungsangebotes, eine innovative Preispolitik und eine Nutzung sowie Förderung des
Mitarbeiterpotentials von großer Bedeutung.
Sowohl Filialbanken als auch Direktbanken haben gewisse Vorteile und Nachteile.
Die Direktbanken werden weiterhin stark wachsen, wenn es ihnen gelingt, die bestehenden
Nachteile wie zum Beispiel das Sicherheitsproblem und die geringe Anzahl von
Geldautomaten zu beseitigen. Dabei müssen sie ihre Stärken weiterentwickeln. Die günstigen
Konditionen müssen gegenüber den Filialbanken verteidigt werden.
Die Filialbanken müssen ihren größten Vorteil, die Kundennähe, nutzen, einer
Wechseltendenz durch persönliche Betreuung und kompetente Beratung entgegenzuwirken.
Dabei sind die Konditionen so ansprechend wie möglich zu halten.
Aus dem Vergleich ergibt sich keine allgemein gültige Empfehlung für Bankkunden. Jeder
Kunde muss nach seinen Interessen und Bedürfnissen entscheiden, welchem der beiden
Bankentypen er sein Geld anvertraut.
10
Literaturverzeichnis
BULLINGER (2001)
Bullinger, Hans-Jörg: Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation
Filialbanken und eBusiness, @ktuelle Herausforderungen im
Finanzdienstleistungsbereich, 2001.
DIBA VERGLEICHSSTUDIE DIREKTBANKPOTENTIAL (2003)
DiBa Allgemeine Deutsche Direktbank AG Vergleichsstudie zum Direktbankpotential
in Deutschland, 11.12.2003.
ING DIBA MEDIENSPIEGEL (2006)
ING- DIBA Medienspiegel 2006.
ING DIBA STUDIE (2004)
ING DiBa Studie zur Nutzung von Bankfilialen, September 2004.
STUTTGARTER MARKETUNGGESPRÄCHE (1999)
Betriebswirtschaftliche und wettbewerbspolitische Einflüsse auf genossenschaftliche
Banken in den nächsten Jahren und die daraus zu ziehenden Konsequenzen, Stuttgarter
Marketinggespräche, August 1999.
WIKIPEDIA (2007)
Online im Internet: <www.wikipedia.org>.
11
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