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Systemische Beratung im Kontext Schule

Termpaper, 2008, 16 Pages
Author: Bilel Hamoussi
Subject: Social Pedagogy / Social Work

Details

Category: Termpaper
Year: 2008
Pages: 16
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 7  Entries
Language: German
Archive No.: V117225
ISBN (E-book): 978-3-640-19726-2
ISBN (Book): 978-3-640-19739-2
File size: 68 KB

Abstract

Gemessen an der Fülle von Problemen, mit denen Lehrkräfte an Schulen heute konfrontiert werden, ist die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen recht erfolgreich. Immer wieder treten jedoch Probleme auf, die einen Lehrer, der ja in der Regel über keine wirklich fundierte psychologische Ausbildung verfügt, seine Grenzen bewusst werden lässt. Dann braucht es besonderer Methoden zur Lösung schwerwiegender Probleme. Aber auch kleinere Probleme, die auf den ersten Blick keine große Herausforderung für Pädagogen darstellen sollten, können einen Lehrenden zermürben und die Effektivität schulischer Arbeit untergraben.1 Ist es möglich, dass Sozialpädagogen, Beratungslehrer und Fachlehrer ohne Psychologiestudium eine schulische Einzelfallberatung durchführen können – und das vielleicht sogar effektiver als die ausgebildeten Spezialisten? Der Systemansatz scheint diese Frage mit einem Ja beantworten zu können.2 Mit Hilfe der systemischen Methode soll es Pädagogen leichter fallen, Probleme innerhalb eines interpersonellen Kontextes zu sehen und ihre Reaktionen in chronisch problematischen Situationen zu verändern.3 Ich möchte in der vorliegenden Arbeit den systemischen Beratungsansatz vorstellen und dabei insbesondere auf systemische Beratung im schulischen Kontext eingehen. Ich werde zu diesem Zweck wie folgt vorgehen: Nach einer knappen Einführung in den Komplex "pädagogische Beratung in der Schule" in Kapitel 2 werden wir in Kapitel 3 zunächst allgemein in den Komplex "systemische Beratung" einführen (Kapitel 3.1.), um sodann zum eigentlichen Kernpunkt der Arbeit vorzustoßen, nämlich der Bedeutung systemischer Beratung für die schulische Beratungsarbeit (Kapitel 3.2.). Da eine umfassende Darstellung der Möglichkeiten systemischer Beratung in Schulen im Rahmen meiner Arbeit kaum möglich ist, werde ich mich auf die Beziehung zwischen Pädagogen (Sozialpädagogen und Lehrer) und Schülern beschränken. [...]


Excerpt (computer-generated)

P R Ü F U N G S L E I S T U N G

Systemische Beratung

im

Kontext Schule

Sommersemester:

2008

Seminar:

Systemische Beratung - Trainingskurs B

Arbeitsform:

Prüfungsleistung

/

Hausarbeit

Angefertigt am:

20.08.08

Name:

Bilell

Hamoussi


2

Inhaltsverzeichnis

1.

Einleitung

S.

3

2.

Pädagogische Beratung in der Schule

S.4

3.

Systemische Beratung in

der

Schule

S.5

3.1. Systemische Beratung ­ Eine Einführung

S.5

3.2. Systemische Beratung in der Schule

S.8

4.

Zusammenfassung

S.13

Literaturverzeichnis


3

1. Einleitung

Gemessen an der Fülle von Problemen, mit denen Lehrkräfte an Schulen heute

konfrontiert werden, ist die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen recht

erfolgreich. Immer wieder treten jedoch Probleme auf, die einen Lehrer, der ja

in der Regel über keine wirklich fundierte psychologische Ausbildung verfügt,

seine Grenzen bewusst werden lässt. Dann braucht es besonderer Methoden

zur Lösung schwerwiegender Probleme. Aber auch kleinere Probleme, die auf

den ersten Blick keine große Herausforderung für Pädagogen darstellen sollten,

können einen Lehrenden zermürben und die Effektivität schulischer Arbeit

untergraben.1

Ist es möglich, dass Sozialpädagogen, Beratungslehrer und Fachlehrer ohne

Psychologiestudium eine schulische Einzelfallberatung durchführen können ­

und das vielleicht sogar effektiver als die ausgebildeten Spezialisten? Der

Systemansatz scheint diese Frage mit einem Ja beantworten zu können.2 Mit

Hilfe der systemischen Methode soll es Pädagogen leichter fallen, Probleme

innerhalb eines interpersonellen Kontextes zu sehen und ihre Reaktionen in

chronisch problematischen Situationen zu verändern.3

Ich möchte in der vorliegenden Arbeit den systemischen Beratungsansatz

vorstellen und dabei insbesondere auf systemische Beratung im schulischen

Kontext eingehen. Ich werde zu diesem Zweck wie folgt vorgehen: Nach einer

knappen Einführung in den Komplex "pädagogische Beratung in der Schule" in

Kapitel 2 werden wir in Kapitel 3 zunächst allgemein in den Komplex

"systemische Beratung" einführen (Kapitel 3.1.), um sodann zum eigentlichen

Kernpunkt der Arbeit vorzustoßen, nämlich der Bedeutung systemischer

Beratung für die schulische Beratungsarbeit (Kapitel 3.2.). Da eine umfassende

Darstellung der Möglichkeiten systemischer Beratung in Schulen im Rahmen

meiner Studie kaum möglich ist, werde ich mich auf die Beziehung zwischen

Pädagogen (Sozialpädagogen und Lehrer) und Schülern beschränken.

1 Vgl. Molnar/Lindquist 1991, S. 11.

2 Vgl. Huschke-Rhein 1998, S. 153.

3 Vgl. Molnar/Lindquist 1991, S. 14.


4

2. Pädagogische Beratung in der Schule

Pädagogische Beratung im Kontext Schule hat in den letzten Jahren beständig

an Bedeutung gewonnen.4 Jeder Pädagoge muss beraten können, weil es sich

um eine Schlüsselqualifikation für sein Beruf handelt. Die Aufgabe der

Erziehung und Förderung von Kindern und Jugendlichen ist ohne

entsprechende Fähigkeiten zur pädagogischen Beratung überhaupt nicht

adäquat zu erfüllen. Eltern erwarten deshalb auch nicht zu Unrecht, dass die

Pädagogen die Kinder sowohl hinsichtlich der Leistung als auch in Fragen der

persönlichen Entwicklung begleiten und beraten.5 Huschke-Rhein unterscheidet

vier Beratungsaufgaben in der Schule:

- Schullaufbahnberatung

- Pädagogisch-psychologische

Beratung

- Unterrichtsberatung

- Organisationsberatung/Systemberatung,

d.h. Beratung in der Schule als

Organisation.6

Der wachsende Beratungsbedarf an Schulen hat verschiedene Ursachen. Der

zentrale Grund liegt sicherlich in der zunehmenden Delegation von

Entscheidungskompetenzen und Verantwortung von den übergeordneten

Instanzen an die Schulen, wo Lösungen vor Ort erarbeitet werden sollen.7 Nicht

nur im Sonderschulbereich, sondern auch in der Regelschule haben immer

mehr Kinder Probleme im Bereich von Lernen und Leistung und/oder im

sozialen oder affektiven Verhalten. Auch die integrative Beschulung von

Schülern mit Behinderung und/oder problematischen Verhaltensweisen erhöht

den Stellenwert von Beratung in der Regelschule, schließlich ist Beratung ein

zentrales Element in der beruflichen Tätigkeit von Sonderschulpädagogen.8

Auch die Entwicklung weg vom Lehrer als Einzelkämpfer hin zum Unterrichten

4 Vgl. Palmowski 1995, S. 17.

5 Vgl. Freyaldenhoven 2005, S. 13.

6 Vgl. Huschke-Rhein 1998, S. 153.

7 Vgl. Palmowski 1995, S. 19.

8 Vgl. Palmowski 1995, S. 18.



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