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Scholary Paper (Seminar), 2008, 35 Pages
Authors: Andreas Eismann, Thomas Fischer
Subject: Economics / Business: Operations Research
Details
Institution/College: Technical University of Darmstadt (Fachgebiet Operations Research)
Tags: Quadratische, Zuordnungsprobleme, Layoutplanung, Seminar, Operations, Research, BWL, TSP, Optimierung, Prozesse, Mathematisches Modell
Year: 2008
Pages: 35
Grade: 2,3
Bibliography: ~ 29 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-19954-9
ISBN (Book): 978-3-640-20545-5
File size: 734 KB
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Abstract
Ein Teilgebiet der innerbetrieblichen Standortplanung oder Layoutplanung sind Quadratische Zuordnungsprobleme (QZOP). Diese Formulierung geht auf Koopmans und Beckmann 1957 [16] zurück. Grundproblem ist es einzelne Organisationseinheiten auf einer rechteckigen Grundfläche so anzuordnen, dass die Summe der Transportkosten minimiert wird. In diesem Zusammenhang wird zwischen Problemen mit gleichem sowie ungleichem Flächenbedarf der Organisationseinheiten unterschieden. Zunächst werden die grundlegenden Begriffe geklärt. Außerdem werden die wichtigsten Modellierungsverfahren für Probleme mit gleichem und ungleichem Flächenbedarf sowie wichtige Lösungsalgorithmen und Heuristiken vorgestellt. Diese Arbeit gibt einen allgemeinen Überblick über die Literatur der Jahre 2001 bis 2008. Sechs Arbeiten aus diesem Zeitraum werden in Abschnitt 3 kurz vorgestellt. Im darauffolgenden Abschnitt wird auf drei ausgewählte Arbeiten detaillierter eingegangen. Der Fokus liegt hier auf Lösungsmöglichkeiten für Probleme mit ungleichem Flächenbedarf, die auch in der Praxis eine wichtigere Rolle spielen. Zum Verständnis des Themenkomplexes sowie der Einordnung von Quadratischen Zuordnungsproblemen in den Gesamtkontext der innerbetrieblichen Standortplanung werden im Folgenden die grundlegenden Fakten und Merkmale dieser Probleme betrachtet. In dieser Sektion werden die Basisbegriffe der quadratischen Zuordnungsprobleme erläutert, sowie deren Verwendung innerhalb der Problemlösungsstrategien aufgezeigt. Das quadratische Zuordnungsproblem wird im Deutschen auch als QZOP und im Englischen als QAP abgekürzt. Bei Problemen mit ungleichem Flächenbedarf spricht man auch von Generalized Quadratic Assignment Problems (GQAP). In dieser Arbeit werden im Weiteren die Begriffe QZOP und GQZOP (für das generalisierte quadratische Zuordnungsproblem) verwendet. Bei dem QZOP handelt es sich um ein Optimierungsverfahren zur Anordnung von Organisationseinheiten auf einer zur Verfügung stehenden Fläche.
Excerpt (computer-generated)
Technische Universität Darmstadt
Quadratische Zuordnungsprobleme in
der Layoutplanung
Vorgelegt am
Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften
Fachgebiet Operations Research
Bearbeitet von
Andreas Eismann - Wirtschaftsinformatik
Thomas Fischer - Wirtschaftsingenieurwesen
Darmstadt, Juli 2008
Seite I
1
Einleitung 1
2
Überblick über die Problemstellung 1
2.1
Begriffe 1
2.1.1
Quadratisches Zuordnungsproblem 1
2.1.2
Organisationseinheiten 2
2.1.3
Standortträger 2
2.2
Komplexität 2
2.3
Modellierung bei gleichem Flächenbedarf der OE 2
2.4
Modellierung bei ungleichem Flächenbedarf der OE 4
2.5
Lösungsverfahren 5
2.5.1
Exakte Lösungsverfahren 6
2.5.2
Heuristische Lösungsverfahren 6
3
Aktuelle wissenschaftliche Arbeiten 7
3.1
A survey for the quadratic assignment problem 7
3.2
A Solution Method for the Quadratic Assignment Problem 8
3.3
Cunning Ant System for QAP with Local Search and Parallelization 8
3.4
A shape-based layout approach to facility layout problems using hybrid
algorithms 9
3.5
An Algorithm for the generalized QAP 10
3.6
A hybrid optimization approach for layout design of unequal-area facilities 11
4
Ausführliche Beschreibung einzelner Arbeiten 11
4.1
Zwei Heuristische Lösungsansätze bei ungleichem Flächenbedarf 12
4.1.1
Verfahren von Mir & Imam 2001 12
4.1.2
Verfahren von Lee & Lee 2002 16
4.2
Exakte Lösung bei ungleichem Flächenbedarf 19
4.2.1
Überblick 19
4.2.2
Ansatzpunkte zur Verbesserung des B&B-Algorithmus 20
4.2.3
Formelle Problembeschreibung 20
4.2.4
Mathematische Vorgehensweise 21
4.2.5
Kalkulation des lower bound 22
4.2.6
Überlegungen zum Linear Programming 23
4.2.7
Vorteile von RLT1 Dual Ascent 24
4.2.8
Branch & Bound 24
4.2.9
Zusammenfassung 25
5
Fazit und Ausblick 26
6
Anhang 28
Seite II
6.1
Literaturverzeichnis 28
6.2
Abbildungsverzeichnis 30
Seite III
Abkürzungsverzeichnis
AC
Adaptive Crossover Rate
ACO
Ant Colony Optimization
AOT
Analytische Optimierungstechnik
B&B
Branch & Bound
cAS
cunning Ant System
DAP
Dual Ascent Procedure
GA
Genetischer Algorithmus
GLB
Gilmore Lawler Bound
GQAP
Generalized Quadratic Assignment Problem
GQZOP
Generalisiertes quadratisches Zuordnungsproblem
HGA
Hybrider Genetischer Algorithmus
HOT
Hybride Optimierungstechnik
LIP
Linearized mixed Integer Problem
LP
Linear Programming
MMAS
Max Min Ant System
OE
Organisationseinheit(en)
RLT
Reformulation Linearization Technique
SA
Simulated Annealing
SBL
Shape Based Layout
TS
Tabu Search
TSP
Travelling Salesman Problem
QAP
Quadratic Assignment Problem
QZOP
Quadratisches Zuordnungsproblem
Seite IV
1 Einleitung
Ein Teilgebiet der innerbetrieblichen Standortplanung oder Layoutplanung sind
Quadratische Zuordnungsprobleme (QZOP). Diese Formulierung geht auf
Koopmans
und Beckmann 1957
[16] zurück. Grundproblem ist es einzelne Organisationseinhei-
ten auf einer rechteckigen Grundfläche so anzuordnen, dass die Summe der Trans-
portkosten minimiert wird. In diesem Zusammenhang wird zwischen Problemen mit
gleichem sowie ungleichem Flächenbedarf der Organisationseinheiten unterschie-
den. Zunächst werden die grundlegenden Begriffe geklärt. Außerdem werden die
wichtigsten Modellierungsverfahren für Probleme mit gleichem und ungleichem Flä-
chenbedarf sowie wichtige Lösungsalgorithmen und Heuristiken vorgestellt. Diese
Arbeit gibt einen allgemeinen Überblick über die Literatur der Jahre 2001 bis 2008.
Sechs Arbeiten aus diesem Zeitraum werden in Abschnitt 3 kurz vorgestellt. Im dar-
auffolgenden Abschnitt wird auf drei ausgewählte Arbeiten detaillierter eingegangen.
Der Fokus liegt hier auf Lösungsmöglichkeiten für Probleme mit ungleichem Flä-
chenbedarf, die auch in der Praxis eine wichtigere Rolle spielen.
2
Überblick über die Problemstellung
Zum Verständnis des Themenkomplexes sowie der Einordnung von Quadratischen
Zuordnungsproblemen in den Gesamtkontext der innerbetrieblichen Standortplanung
werden im Folgenden die grundlegenden Fakten und Merkmale dieser Probleme
betrachtet.
2.1 Begriffe
In dieser Sektion werden die Basisbegriffe der quadratischen Zuordnungsprobleme
erläutert, sowie deren Verwendung innerhalb der Problemlösungsstrategien aufge-
zeigt.
2.1.1 Quadratisches Zuordnungsproblem
Das quadratische Zuordnungsproblem wird im Deutschen auch als QZOP und im
Englischen als QAP abgekürzt. Bei Problemen mit ungleichem Flächenbedarf spricht
man auch von Generalized Quadratic Assignment Problems (GQAP). In dieser Ar-
beit werden im Weiteren die Begriffe QZOP und GQZOP (für das generalisierte quad-
ratische Zuordnungsproblem) verwendet. Bei dem QZOP handelt es sich um ein Op-
timierungsverfahren zur Anordnung von Organisationseinheiten auf einer zur Verfü-
gung stehenden Fläche.
Seite 1
2.1.2 Organisationseinheiten
Im Kontext der betrachteten Zuordnungsprobleme sind Organisationseinheiten (OE)
quadratische Felder, die auf einem Koordinatensystem bzw. Raster positioniert wer-
den. Bei Zuordnungsproblemen mit gleichem Flächenbedarf sind alle OE gleich groß
und nehmen im Regelfall ein Quadrat der Fläche 1x1 auf dem Standortträger ein.
Werden Zuordnungsprobleme mit ungleichem Flächenbedarf betrachtet, so kann die
Form der OE von der des Quadrates abweichen. Dabei besteht eine OE aus mehre-
ren, aneinander gereihten Quadraten, welche untrennbar miteinander verbunden
sind.
2.1.3 Standortträger
Der Standortträger ist derjenige Raum, auf welchem die OE angeordnet werden sol-
len. Wird das Problem quadratisch gelöst, so wird über den Standortträger ein Koor-
dinatensystem mit quadratischem Raster gelegt. Die Granularität des Rasters richtet
sich dabei an der Größe der OE aus.
2.2 Komplexität
Quadratische Zuordnungsprobleme befinden sich in der Komplexitätsklasse der NP-
vollständigen Probleme (
Cook 1971
[5],
Sahni und Gonzalez 1976
[23]). Für keines
der Probleme in dieser Komplexitätsklasse wurde bisher ein Algorithmus gefunden,
der eine exakte Lösung in polynomieller Zeit liefert. Daher sind QZOP nur für kleine
Probleme in der Größenordnung von etwa 20 - 30 OE exakt lösbar. Eine exakte Lö-
sung von Problemen mit wesentlich größerer Anzahl an OE ist aufgrund der be-
schränkten Rechenleistung nicht möglich. Sind dennoch größere Mengen an OE zu
bewältigen oder genauer gesagt anzuordnen, so wählt man in diesem Fall stattdes-
sen heuristische Verfahren, welche allerdings lediglich eine Annäherung an die exak-
te Lösung errechnen können.
2.3 Modellierung bei gleichem Flächenbedarf der OE
In dem folgenden Abschnitt werden herkömmliche Modellierungsansätze für Quadra-
tische Zuordnungsprobleme für Modelle mit gleichem Flächenbedarf vorgestellt.
Hierbei sind alle OE - wie in Abbildung 1 zu sehen - identisch groß. Die blauen Käst-
chen stellen hierbei die freien Flächen auf dem Standortträger dar.
Minimiert werden soll die Summe der Transportkosten, die abhängig sind von dem
Produkt der Distanz djk und der Transportintensität thi zwischen den Organisations-
einheiten h und i, wenn diese an den Positionen j und k des kontinuierlichen geras-
terten Standortträger angeordnet sind. Insgesamt sollen n OE auf einem Standortträ-
Seite 2
ger mit n Plätzen angeordnet werden. Die Kosten seien proportional zur zurückgeleg-
ten Entfernung und der Distanz. Der Proportionalitätsfaktor ist der Einfachheit halber
auf 1 gesetzt. Die allgemeine Formulierung wird auch QZOP1 genannt
(Domschke
und Drexl 1996,
S.195, [6]).
(1)
Unter den Nebenbedingungen:
(2)
ò
(3)
ò
(4)
ò
xhj sind Binärvariablen, wobei der Wert eins bedeutet, dass die OE h an der Stelle j
angeordnet werden soll. Nebenbedingung (3) sagt aus, dass jede OE genau einem
Platz zugeordnet ist. Nebenbedingung (4) bedeutet, dass jeder Platz mit genau einer
OE besetzt ist.
Möchte man den Fall modellieren, dass es mehr freie Plätze m auf dem Standortträ-
ger als Organisationseinheiten n gibt (n m), muss man das Gleichheitszeichen in (4)
durch ein ersetzen. Außerdem erfolgt die Summation in der Zielfunktion bei k und j
sowie in der Nebenbedingung (3) nur bis m.
Abbildung 1: QZOP unter gleichem Flächenbedarf
Des Weiteren unterscheidet man den Fall asymmetrischer und symmetrischer QZO-
Pen. Im zweiten Fall gilt für alle i und j: dij=dji. Bei der Modellierung dieses Falles kann
die Indexbildung auf den Teil unterhalb der Hauptdiagonale beschränkt werden. Die
Zielfunktion sieht wie dann wie folgt aus:
(5)
Seite 3
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