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Ergebnisse der Medienwirkungsforschung und ihre sozialpädagogischen Aspekte

Scholary Paper (Seminar), 2003, 16 Pages
Author: Dipl. Soz.Päd. Dipl. Soz. Arbeiter Boris Heinsch
Subject: Social Pedagogy / Social Work

Details

Event: Einführung in die Medienpädagogik
Institution/College: University of Duisburg-Essen
Tags: Ergebnisse, Medienwirkungsforschung, Aspekte, Einführung, Medienpädagogik
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2003
Pages: 16
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 10  Entries
Language: German
Archive No.: V117425
ISBN (E-book): 978-3-640-19588-6

File size: 118 KB

Abstract

In meiner hier verfassten Hausarbeit möchte ich die Ergebnisse der Medienwirkungs-forschung und ihre sozialpädagogischen Aspekte näher darstellen. Da es in der Medienwirkungsforschung noch kein Konzept gibt, dass eine allgemeingültige Antwort auf die Wirkungsfrage gibt (vgl. Michael Schenk 1987 S. 697), und viele Befunde auch widersprüchlich sind, werde ich wie im folgenden kurz erläutert vorgehen. Als erstes möchte ich kurz auf die Theorien und Konzepte der „älteren“ Medienwirkungsforschung von den Anfängen im 19.Jahrhundert bis hin zur Mitte des 20. Jahrhundert eingehen. Nach diesen folgt dann die ausführliche Darstellung der „neueren“ Medienwirkungsforschung mit ausgewählten Konzepten und Theorien, die mir als die wichtigsten zur Erklärung der Massenmedienwirkung erscheinen. Sowohl sollen hier die Auswirkungen der Massenmedieninhalte auf das Individuum und die Gesellschaft berücksichtigt werden, aber auch die Folgen der heutzutage immer größer werdende Präsens der Medien. Dies alles soll stets vor dem Hintergrund sozialpädagogischer Aspekte beachtet werden.


Excerpt (computer-generated)

Universität Gesamthochschule Boris Heinsch

Duisburg-Essen

Fachbereich 1b

Einführung in die Medienpädagogik WS 03/04

Hausarbeit zum Thema:

Ergebnisse der

Medienwirkungsforschung und ihre

sozialpädagogischen Aspekte


2

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis 2

Einleitung 3

1. Ältere Wirkungsmodelle 3

1.1. S-R Modelle 3

1.2. S-O-R Modelle 4

1.3. Lasswell-Formel 4

1.4. Kampagnenforschung 5

1.5. Two-step-flow of communication 5

2. ,,neuere" Medienwirkungsforschung 6

2.1. Zu den Problemen der empirischen Forschung 6

2.2. ,,Uses-and-gratifications approach" 7

2.3. Die Agenda-setting-Hypothese 9

2.4. Mediensozialisatorische Ansätze 11

Literaturverzeichnis 15


3

Einleitung

In meiner hier verfassten Hausarbeit möchte ich die Ergebnisse der Medienwirkungs-

forschung und ihre sozialpädagogischen Aspekte näher darstellen.

Da es in der Medienwirkungsforschung noch kein Konzept gibt, dass eine allgemeingültige

Antwort auf die Wirkungsfrage gibt (vgl. Michael Schenk 1987 S. 697), und viele Befunde

auch widersprüchlich sind, werde ich wie im folgenden kurz erläutert vorgehen.

Als erstes möchte ich kurz auf die Theorien und Konzepte der ,,älteren"

Medienwirkungsforschung von den Anfängen im 19.Jahrhundert bis hin zur Mitte des 20.

Jahrhundert eingehen. Nach diesen folgt dann die ausführliche Darstellung der ,,neueren"

Medienwirkungsforschung mit ausgewählten Konzepten und Theorien, die mir als die

wichtigsten zur Erklärung der Massenmedienwirkung erscheinen. Sowohl sollen hier die

Auswirkungen der Massenmedieninhalte auf das Individuum und die Gesellschaft

berücksichtigt werden, aber auch die Folgen der heutzutage immer größer werdende Präsens

der Medien. Dies alles soll stets vor dem Hintergrund sozialpädagogischer Aspekte beachtet

werden.

1. Ältere Wirkungsmodelle

In diesem ersten Teil meiner Arbeit sollen verschiedene ältere Wirkungsmodelle, zeitlich

etwa bis 1960, kurz erläutert werden. Da sich einige aber nicht auf umfassende

Forschungsergebnisse stützen, sondern eher auf Einzellfallstudien bezogen waren, scheint es

mir als wenig sinnvoll bei allen auf empirische Befunde näher einzugehen, da diese nur

minimale Aussagekraft hätten. Trotzdem möchte ich auch von jenen die theoretischen

Annahmen, die für die Entwicklung der Medienwirkungsforschung bis heute grundlegend

waren, darstellen.

1.1. S-R Modelle

Die vorherrschende Annahme zu dieser Zeit war im allgemeinen, dass den Massenmedien

eine sehr starke Wirkung zugesprochen wurde. Man ging davon aus, dass die Massenmedien

direkte Wirkung auf das Publikum hatten. Dieser Grundannahme lag das Reiz-

Reaktionsschema des damals modernen Behaviorismus zugrunde. Dieses Modell ging

vereinfacht gesagt davon aus, dass jedem Reiz (Stimulus) eine bestimmte Reaktion folgte.

Man schenkte weder der Individualität der Rezipienten, noch den Sozialisations- oder


4

sozialen Bedingungen Beachtung. Auch situative Bedingungen fanden keinen Platz in diesem

Modell. Katz und Foulkes beschrieben 1962 die zentrale Frage nach der Medienwirkung:

,,What do the media do to the people?" (Katz/Foulkes 1962, S.378).

Man sprach dem Rezipienten keine Wahlmöglichkeit in der Reaktion zu und sah ihn den

Massenmedien hoffnungslos ausgeliefert. Die Massenmedien könnten demnach in ihrem

passiven Opfer alle möglichen Reaktionen hervorrufen, wenn sie den richtigen Stimulus

einsetzten. Und wie oben erwähnt würden bei allen Menschen dieselben Reaktionen auf den

gleichen Stimulus folgen. Drei sehr populäre Ansätze dieser Zeit waren das

,,Kanalmodell" , das ,,Containermodell" und die ,,Kanonentheorie der Kommunikation".

Beim ,,Kanalmodell" stellte man sich vor, dass die Zeichen der Massenmedien wie elektrische

Impulse zum Rezipienten gelangen würden. Das Containermodell sagte aus, dass bestimmtes

Wissen, welches ausgesendet wurde, genauso beim Empfänger ankommen und verinnerlicht

werden würde. Ähnliches galt auch für das ironisch ,,Kanonentheorie der Kommunikation"

genannte Modell.

1.2. S-O-R Modelle

Diese Ansätze wurden im Laufe der Zeit noch weiter entwickelt und man berücksichtigte

später solche individuelle Unterschiede zwischen den Rezipienten, als auch situative

Unterschiede. Diese Modelle nannte man S-O-R Modelle, wobei das O für den individuellen

Organismus zwischen dem Stimulus (S) und der Reaktion (R) stand. Die Einseitigkeit dieser

Modelle bestand aber weiterhin darin, dass sie keine Rückkopplungsprozesse vom

Rezipienten zum Medium betrachteten (vgl. R. Vollbrecht 2001 S.105).

1.3. Lasswell-Formel

Noch weiter entwickelt wurde jenes Wirkungsmodell von Lasswell, Ende der 40er Jahre, und

erfreute sich von 1946-1959 großer Beliebtheit. Lasswell gestand dem Rezipienten zum

erstenmal eine Wahlfreiheit zu. Nun konnte der Empfänger wählen, welche Medien er

betrachtete und auch welche Meinung er sich daraus bilden würde. Auch wurde zum ersten

Mal die Wirkung an sich unterschieden. Lasswell unterschied zwischen

(1) der Aufmerksamkeit des Rezipienten

(2) dem Verstehen des Rezipienten

(3) dem Affekt

(4) der Bewertung und

(5) der letztendlichen Handlung des Adressaten.



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