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Diploma Thesis, 2008, 104 Pages
Author: Leif Mellerowicz
Subject: Economics / Business: Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
Details
Tags: German, Real, Estate, Investment, Trusts, Strategische, Perspektiven, Kapitalmarkt
Year: 2008
Pages: 104
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 73 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-19666-1
File size: 5855 KB
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Abstract
Die Einführung des Real Estate Investment Trusts (REIT)verknüpfte sich mit einer hohen Erwartungshaltung. Die Prognosen für den German-REIT (G-REIT) weckten großes Interesse der nationalen und internationalen Investoren und Emittenten. Im Vorfeld der Einführung wurde der G-REIT sogar als „Rettung des Finanzplatzes Deutschland“ beschrieben.1 Die steuerlich begünstigten Immobilien-Aktiengesellschaften sollten den deutschen Immobilien- und Kapitalmarkt international wieder konkurrenzfähig und attraktiv machen. Das bisher ungenutzte Multi-Milliarden-Immobilienvermögen deutscher Unternehmen sollte an der Börse handelbar gemacht werden und einen Liquiditätsschub im Markt bewirken. Die Aussicht auf eine neue Anlageform, welche die Vorteile von offenen Immobilienfonds und Immobilien-Aktiengesellschaften (Immobilien-AGs) kombiniert, eine hohe Liquidität und steuerliche Transparenz gewährleistet, sowie Anreize zur Mobilisierung des Immobilienvermögens zu bieten, versprach eine hohe Akzeptanz der Branche. Nicht zuletzt für den Anleger bedeutete die neue Investmentmöglichkeit aufgrund von Steuerbegünstigungen, hoher Ausschüttungspflicht und einer durch das Immobilienvermögen gestützter Stabilität eine krisensichere und renditeträchtige Anlage mit aussichtsreichen Diversifizierungsmöglichkeiten. Im Vorfeld der Einführung sagten Marktstudien und Analysten ein Minimum von zehn Börsengänge für das Jahr 2007 bei einer Marktkapitalisierung von € 127 Milliarden (Mrd.) bis zum Jahr 2010 voraus. Die gegenwärtige Lage erscheint ernüchternd. Lediglich zwei deutsche REITs haben den Gang an die Börse gewagt und müssen nun sinkende Kurse und hohe Abschläge auf ihren Immobilienwert hinnehmen. Die prognostizierte hohe Akzeptanz für das fungible Immobilien-Investment-Vehikel durch die Marktteilnehmer konnte der G-REIT bisher nicht leisten. Die Antwort auf die Frage, weshalb diese im Vorfeld hoch gelobte neue Anlageklasse in der Praxistauglichkeit in Deutschland versagt, ist komplex. Im Laufe dieser Arbeit sollen aufgrund von Analysen der internen und externen Rahmenbedingungen des G-REIT die Gründe für den Misserfolg erarbeitet werden, um schließlich die strategischen Perspektiven der neuen Anlageklasse in Bezug auf dessen zukünftige Entwicklung analysieren zu können.
Excerpt (computer-generated)
German Real Estate Investment Trusts (G-REITs) -
Strategische Perspektiven am deutschen Kapitalmarkt
Leif Mellerowicz
International Business School Berlin
10. September 2008
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis V
Abkürzungsverzeichnis VI
1.Einleitung 1
1.1.Fragestellung 1
1.2.Methodik 2
2.DerRealEstateInvestmentTrust 3
2.1.AllgemeineGrundlagenvonREITs 3
2.1.1.Definition 3
2.1.2.EinführungderREITs 4
2.2.GesetzlicheundsteuerlicheGrundlagen 4
2.2.1.GesetzlicheRahmenbedingungen 5
2.2.1.1Organisationsstruktur 5
2.2.1.2.Unternehmensgegenstand 8
2.2.1.3.Vermögens,ErtragsundAusschüttungsanforderungen 9
2.2.1.4.VerstoßgegenAnforderungenundBeendigungdesREITStatus 11
2.2.2.SteuerrechtlicheRahmenbedingungen 13
2.2.2.1. BesteuerungderGesellschaftsebene 13
2.2.2.2.BesteuerungderTochtergesellschaften 13
2.2.2.3.BesteuerungaufAnlegerebene 14
2.2.3.BefristeteSteuerbegünstigungen 14
2.2.3.1.ExitTax 15
2.2.3.2.DerVorREIT 15
2.3.Zusammenfassungdergesetzlichenundsteuerrechtlichen
Rahmenbedingungen 16
3.DerdeutscheImmobilienundKapitalmarkt 18
3.1.WeltweiteVerknüpfungderKapitalundImmobilienmärkte 18
3.2.DieSubprimeKrise 20
3.2.1.EntstehungundVerlaufderSubprimeKrise 20
3.2.2.AuswirkungenaufdieAnleger 22
3.2.3.AuswirkungenaufdieFinanzmärkte 23
I
3.2.4.AuswirkungenaufdieImmobilienmärkte 24
3.3.KennzahlendesdeutschenImmobilienmarktes 26
3.3.1.DerdeutscheGewerbeimmobilienmarkt 29
3.3.2.DerdeutscheWohnimmobilienmarkt 30
3.4.DieverschiedenenAnlageklassen 32
3.4.1.EinordnunginsAnlageuniversum 33
3.4.2.OffeneImmobilienfonds 34
3.4.3.GeschlosseneImmobilienfonds 37
3.4.4.RealEstatePrivateEquity 38
3.4.5.Immobilienaktiengesellschaften 41
3.5.Portfoliotheorie/Anlegerstrukturen 45
3.5.1.Marktteilnehmer 45
3.5.1.1.InstutionelleInvestoren 46
3.5.1.2.PrivateInvestoren 47
3.5.2.Anlagestrategie 47
3.5.2.1.AnlagecharakteristikavonREITs 48
3.5.2.2.REITsinderPortfoliotheorie 49
3.5.2.3.REITsausAnlegersicht 50
4.KritischeBetrachtungderRahmenbedingungen 53
4.1.AktuelleEntwicklungen 53
4.2.ProblemedesREITGesetzes 55
4.2.1.KritikpunkteamREITGesetz 55
4.2.1.1.StreubesitzundHöchstbesitzklauseln 55
4.2.1.2.AusschlussderBestandswohnimmobilien 56
4.2.1.3.AusschlussvonPrivateREITs 58
4.2.1.4.DoppelbesteuerungfürREITsAktionäre 59
4.2.1.5.WeitereKritikpunkte 59
4.2.2.BewertungdesREITGesetzes 60
4.2.3.AussichtaufÄnderungenderGesetzgebung 61
4.3.MarktgegebenheitenundAuswirkungenfürdieEntwicklungdesGREIT 62
4.3.1.AktuelleMarktgegebenheiten 63
4.3.1.1.Abgeltungsteuer 64
4.3.1.2.Investorenaktivitäten 65
4.3.2.EntwicklungdesREITSegments 66
4.3.2.1REITPipeline 67
II
4.3.2.2. Konkurrenzanalyse 68
4.4.ErfolgsfaktorenvonREITs 69
4.5.Bewertung 70
5StrategischePerspektivendesGREIT 71
5.1.PositivesExtremszenario 71
5.2.NegativesExtremszenario 73
5.3.TrendSzenario 74
6.ZusammenfassungundFazit 75
Glossar 77
Anhang 82
Literaturverzeichnis 85
III
Abbildungsverzeichnis
Abbildung1:MöglicheBeteiligungsverhältnisseaneinerREITAG 6
Abbildung2:ZugelasseneVermögensgegenständeundBeteiligungeneinerREITAG 9
Abbildung3:PhasenmodellderSubprimeKrise:EntwicklungenundFolgen 21
Abbildung4:PrognostizierteMarktkapitalisierungbisEnde2010(kumuliert) 28
Abbildung5:BetrieblicheImmobilienimEigentumderNutzer 29
Abbildung6:EntwicklungdesImmobilieninvestitionsvolumensnachNutzungsarten 30
Abbildung7:WohnimmobilienpreiseinEuropa19962008 31
Abbildung8:BenötigteWohnungeninDtl.19902050 31
Abbildung9:REITsimAnlageuniversum 34
Abbildung10:MarktkapitalisierungenderdeutschengrößtenImmobilienAGsam
AktienindexE&GDIMAX. 43
Abbildung11:VergleichdesImmobilienindex,desAktienindexundvonStaatsfonds2000
2008. 44
Abbildung12:RisikoRenditeerwartungenderverschiedenenImmobilieninvestments. 49
Abbildung13:DiversifikationsvorteiledurchREITsimZeitraum1984bis2004 50
Abbildung14:RXREITIndexJahresPerformance 67
Abbildung15:DiewesentlichenErfolgsfaktoreneinesREITs 69
Abbildung16:SzenarioTrichter 71
IV
Tabellenverzeichnis
Tabelle1.SanktionenbeiVerstößengegendasREITG 12
Tabelle2:GesetzlicheundsteuerrechtlichenRahmenbedingungenvonGREITs 17
Tabelle3:ImmobilienmarktkapitalisierungzurGesamtmarktkapitalisierungderfünf
größtenImmobilienmärkteimVergleich 27
V
Abkürzungsverzeichnis
Abs.
Absatz
ABS
AssetBackedSecurity
AG
Aktiengesellschaft
AktG
Aktiengesetz
Art.
Artikel
BaFin
BundesanstaltfürFinanzen
Bil
Billion
BZSt
BundeszentralamtfürSteuern
bzw.
beziehungsweise
CDO
CollateralizedDebtObligation
DAX
DeutscherAktienindex
DBA
Doppelbesteuerungsabkommen
Dtl.
Deutschland
DIMAX
DeutscherImmobilienaktienindex
E&G
BankhausEllwangerundGeigerKG
ebd.
ebenda
ESt
Einkommenssteuer
EStG
Einkommenssteuergesetz
EU
EuropäischeUnion
Gagfah
GemeinnützigeAktienGesellschaftfürAngestellten
Heimstätten
GDV
Gesamtverbandderdeutschen
Versicherungswirtschafte.V.
GewSt
Gewerbesteuer
GewStG
Gewerbesteuergesetz
GREIT(s)
GermanRealEstateInvestmentTrust(s)
IAS
InternationalAccountingStandart
IFD
InitiativeFinanzstandortDeutschland
IFRS
InternationalFinancialReportingSystem
ImmobilienAG(s)
Immobilienaktiengesellschaft
VI
InvG
Investmentgesetz
IPO
InitialPublicOffering
IRR
InternalRateofReturn
i.S.d.
imSinnedes
i.V.m.
inVerbindungmit
KAG
Kapitalanlagegesellschaft
KSt
Körperschaftssteuer
max.
maximal
MBS
MortageBackedSecurity
min.
minimal
Mio.
Million
Mrd.
Milliarde
NAREIT
NationalAssociationofRealEstateInvestment
Trusts
NAV
NetAssetValue
o.V.
ohneVerfasser
REITG
RealEstateInvestmentTrustGesetz
REITGE
EntwurfeinesGesetzeszurSchaffungdeutscher
ImmobilienAktiengesellschaftenmit
börsennotiertenAnteilen
REIT(s)
RealEstateInvestmentTrust(s)
USA
UnitedStatesofAmerica
USREIT
UnitedStatesRealEstateInvestmentTrust
z.B.
ZumBeispiel
VII
Einleitung
1
1.Einleitung
1.1.Fragestellung
DieEinführungdesRealEstateInvestmentTrusts(REIT)verknüpftesichmit
einer hohen Erwartungshaltung. Die Prognosen für den GermanREIT (G
REIT) weckten großes Interesse der nationalen und internationalen
Investoren und Emittenten. Im Vorfeld der Einführung wurde der GREIT
sogar als ,,Rettung des Finanzplatzes Deutschland" beschrieben.1 Die
steuerlich begünstigten ImmobilienAktiengesellschaften sollten den
deutschen
Immobilien
und
Kapitalmarkt
international
wieder
konkurrenzfähig und attraktiv machen. Das bisher ungenutzte Multi
MilliardenImmobilienvermögendeutscherUnternehmensollteanderBörse
handelbargemachtwerdenundeinenLiquiditätsschubimMarktbewirken.
Die Aussicht auf eine neue Anlageform, welche die Vorteile von offenen
Immobilienfonds und ImmobilienAktiengesellschaften (ImmobilienAGs)
kombiniert,einehoheLiquiditätundsteuerlicheTransparenzgewährleistet,
sowie Anreize zur Mobilisierung des Immobilienvermögens zu bieten,
versprach eine hohe Akzeptanz der Branche. Nicht zuletzt für den Anleger
bedeutete
die
neue
Investmentmöglichkeit
aufgrund
von
Steuerbegünstigungen, hoher Ausschüttungspflicht und einer durch das
Immobilienvermögen gestützter Stabilität eine krisensichere und
renditeträchtige
Anlage
mit
aussichtsreichen
Diversifizierungsmöglichkeiten.
ImVorfeldderEinführungsagtenMarktstudienundAnalysteneinMinimum
vonzehnBörsengängefürdasJahr2007beieinerMarktkapitalisierungvon
127 Milliarden (Mrd.) bis zum Jahr 2010 voraus. Die gegenwärtige Lage
erscheinternüchternd.LediglichzweideutscheREITshabendenGangandie
BörsegewagtundmüssennunsinkendeKurseundhoheAbschlägeaufihren
Immobilienwerthinnehmen.
1Vgl.Oberhuber,2008
LeifMellerowicz
InternationalBusinessSchoolBerlin
Einleitung
2
DieprognostiziertehoheAkzeptanzfürdasfungibleImmobilienInvestment
VehikeldurchdieMarktteilnehmerkonntederGREITbishernichtleisten.
Die Antwort auf die Frage, weshalb diese im Vorfeld hoch gelobte neue
Anlageklasse in der Praxistauglichkeit in Deutschland versagt, ist komplex.
Im Laufe dieser Arbeit sollen aufgrund von Analysen der internen und
externen Rahmenbedingungen des GREIT die Gründe für den Misserfolg
erarbeitetwerden,umschließlichdiestrategischenPerspektivenderneuen
Anlageklasse in Bezug auf dessen zukünftige Entwicklung analysieren zu
können.
1.2.Methodik
ZurbesagtenAnalysesindvorrangigdieexternenundinternenStörgrößen
zu bewerten. Der Aufbau der vorliegenden Arbeit ist folglich in vier Teile
gegliedert: Zunächst erfolgt die Begriffserklärung des REIT und die
Untersuchung
seiner
gesetzlichen
und
steuerrechtlichen
Rahmenbedingungen. Weiterhin wird das Umfeld, in das sich der REIT
integrieren muss betrachtet. Hierbei wird das Marktumfeld des GREIT,
somitderdeutscheImmobilienundKapitalmarkt,sowiedamitverbundene
Einflussgrößen oder Konkurrenzprodukte analysiert. Die Bewertung dieser
Rahmenbedingungen in Bezug auf die aktuelle und zukünftige Entwicklung
desGREITzeigtdieProblematikderaktuellenEntwicklung.ZurDarstellung
derstrategischenPerspektivenwerdenabschließendmehrereSzenarienund
derenUrsacheWirkungsBeziehungerarbeitetundbewertet.
Diese Studie stützt sich auf Fachliteratur der Immobilienökonomie sowie
marktrelevante Statistiken und Untersuchungen. Die Erhebung einer
empirischen Umfrage zu den zukünftigen Entwicklungen des GREIT stellte
sich leider aufgrund fehlender Bereitschaft der Marktteilnehmer als
unzureichenddar.SomitresümiertdasErgebnisderStudieinderBewertung
derAnalysederEinflussgrößendesGREIT.
LeifMellerowicz
InternationalBusinessSchoolBerlin
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