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Textbook, 2008, 112 Pages
Author: Dr. phil. Hans E. Gerr
Subject: Pedagogy - School Pedagogics
Details
Year: 2008
Pages: 112
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-19491-9
ISBN (Book): 978-3-640-19506-0
File size: 1392 KB
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Abstract
In den grundlegenden Ausführungen zum Phänomen „Kreativität“ geht der Verfasser auf begriffliche Gesichtspunkte und die unterschiedlichen Definitionen ein und setzt sich kritisch mit verschiedenen Kreativitätstheorien auseinander. Im zweiten Teil werden Gesichtspunkte wie „Motivation“, „Unterrichtsstil“ oder „Gruppenarbeit“ bezüglich der Auswirkungen auf eine Kreativitätsförderung im Unterricht thematisiert. Im letzten Teil zeigt der Autor beispielhaft an zwei Unterrichtskonzeptionen („Themenbezogene Freie Unterrichtsarbeit“ und „Projektunterricht“) auf, wie bei einer vorwiegend offenen Unterrichtsgestaltung das „didaktische Prinzip Kreativitätsförderung“ verwirklicht werden kann.
Excerpt (computer-generated)
Hans E. Gerr
Aspekte zur Förderung der
im Unterricht
Inhalt
Inhalt 2
Vorwort 4
1. Allgemeine Einführung zum Thema ,,Kreativität" 7
1.1 Terminologische Gesichtspunkte zur Kreativität 7
1.1.1 Definitionsversuche 8
1.1.2 Kreativität als pädagogischer Arbeitsbegriff 12
1.2 Aspekte der Kreativität 18
1.2.1 Die kreative Persönlichkeit 18
1.2.2 Der kreative Prozess 29
1.2.3 Das kreative Produkt 36
2. Aspekte zur Kreativitätsförderung im Unterricht 40
2.1 Motivation und Kreativität 40
2.1.2 Zum Begriff ,,Motivation" 40
2.1.2 Motivationale Gesichtspunkte und Kreativität 42
2.2 Kreativität und Erziehungsstile 45
2.2.1 Kennzeichnung der Erziehungsstile 46
2.2.2 Auswirkungen des Unterrichts auf kreatives Verhalten 51
2.3. Kreativitätsförderung in Gruppen 59
2.3.1 Zum Begriff ,,Gruppe" 59
2.3.2 Zur Förderung der Kreativität in Gruppen 63
2.4 Kreativitätsförderung und spielerisches Lernen 67
2.5 Gesellschaftlich-kulturelle Einflüsse 69
2
3. Kreativitätsförderung und Offener Unterricht 72
3.1 Kennzeichnung und Formen offenen Unterrichts 74
3.1.1. Geschlossene und offene Lernformen 74
3.1.2 Dimenionen der Offenheit 79
3.2 Förderung der Kreativität in einer ,,Themenbezogenen Freien
Unterrichtsarbeit" 82
3.3 Kreativitätsförderung im Projektunterricht 86
3.3.1 Das Projekt Begriff und Merkmale 86
3.3.2 Zur Kreativitätsförderung in den Projektphasen 92
Literatur 98
Sachregister 105
Glossar 106
Der Autor 110
3
Vorwort
Bereits in der Vorkriegszeit erschienen in Deutschland Abhandlungen
zum ,,produktiven Denken" (Wertheimer 1925, Duncker 1935).
In größerem Umfang wurden psychologische Forschungen zur Kreativität
nach dem 2. Weltkrieg in den Vereinigten Staaten von Amerika durchge-
führt. Der im Jahre 1950 von Guilford vor der ,,Amerikanischen Psycholo-
gischen Gesellschaft" gehaltene Vortrag mit dem Titel ,,Creativity" hat die
experimentelle Forschung dieses Gebiets besonders angeregt. Die in
Deutschland entwickelten denktheoretischen Ansätze (Wertheimer u. a.)
fanden bei den amerikanischen Forschern relativ wenig Beachtung.
Als auslösende Momente für die Intensivierung der amerikanischen
Kreativitätsforschung in den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts können
vor allem politische Gründe wie das Wettrüsten zwischen den USA und der
Sowjetunion, aber auch ökonomische Interessen (beispielsweise die Suche
nach neuen Wegen zur Verbesserung der Produkte, der Weiterentwicklung
von Technologien zu deren Herstellung oder der Bedarf an qualifizierten
,,kreativen" Führungskräften) angenommen werden.
Eine ,,Erziehung zur Kreativität" ist heute immanenter Bestandteil des
Bildungsauftrages der Institution ,,Schule". In einer Welt ständiger tech-
nischer Weiterentwicklungen kommt der Förderung von kreativen Verhal-
tensweisen eine besondere Bedeutung zu. Es besteht eine Dependenz zwi-
schen der fortschreitenden Automation und der damit verbundenen Ab-
nahme reproduktiver Tätigkeiten des Menschen und einer erhöhten Nach-
frage nach schöpferischen Qualitäten. Die zukünftige Entwicklung der be-
ruflichen Situation wird durch eine Reduktion standardisierter Arbeits-
vollzüge auf der einen und durch einen vermehrten Bedarf an kreativen
Fähigkeiten auf der anderen Seite gekennzeichnet sein.
Auch im privaten Bereich, beispielsweise im Hinblick auf eine sinnvolle
Freizeitgestaltung oder bezüglich der Bewältigung von Alltagsproblemen,
ist eine Förderung kreativer Potenziale im Menschen sinnvoll. Wenn bei
Schülern kreativitätsrelevante Fähigkeiten wie ,,Flexibilität", ,,Originalität",
,,Spontaneität" oder ,,Sensitivität" gefördert werden, so kann das gerade im
Hinblick auf eine Lösung von künftigen gesellschaftlichen Problemen
hilfreich sein.
4
In der pädagogischen Literatur finden vor allem die im amerikanischen
Raum entwickelten Kreativitätstheorien Beachtung. Auch in der Unter-
richtspraxis der Schulen kommen nicht selten die ursprünglich für den wirt-
schaftlichen Bereich konzipierten ,,Techniken" zur Stimulation und Förde-
rung kreativer Verhaltensweisen zur Anwendung, so beispielsweise die
Methode des ,,Brainstorming" von A. F. Osborn.
Nach einer allgemeinen Einführung in das Gebiet der ,,Kreativität" und
der Darstellung der wesentlichsten Aspekte einer Förderung der Kreativität
im Unterricht wird kritisch reflektiert, ob es möglich ist, den Unterricht so
zu organisieren, dass empirische Ergebnisse der psychologischen
Kreativitätsforschung durch Anwendung bestimmter Techniken in die
schulpädagogische Praxis Eingang finden können.
Im abschließenden Teil werden exemplarisch Möglichkeiten aufgezeigt,
wie in einer offenen Unterrichtsgestaltung kreatives Potenzial bei Schülern
evoziert werden kann.
Die vorliegende Schrift stellt eine überarbeitete und erweiterte Fassung
der im Jahre 1977 bei der Julius-Maximilians-Universität Würzburg einge-
reichten Diplom-Arbeit mit dem Thema ,,Aspekte eines kreativitäts-
orientierten Unterrichts" dar. Dabei wurden die in der Diplom-Arbeit aus-
führlich erörterten wissenschaftstheoretischen Gesichtspunkte zur Thema-
tik stark gekürzt bzw. verschiedene Passagen ganz weggelassen. Da es ein
Ziel dieser Arbeit ist, praktische Umsetzungsmöglichkeiten zur Förderung
kreativen Verhaltens aufzuzeigen, wurde das Kapitel ,,Kreativitätsför-
derung und offener Unterricht" hinzugefügt. Einige Textabschnitte fol-
gender Veröffentlichungen des Verfassers zum Themenbereich ,,Kreati-
vitätsförderung in offenen Lernsituationen" wurden wörtlich oder sinn-
gemäß übernommen:
· Aspekte der Kreativitätsförderung in Grund- und Hauptschulen. In:
,,unterrichten/erziehen" (,,u/e") Nr. 2/1986. S. 7-14.
· Kreativitätsforschung. In: ,,unterrichten/erziehen" (,,u/e") Nr. 2/1986.
S. 59-61.
· Projektorientierter Grundschulunterricht. In: Lehrerjournal-Grund-
schulmagazin Nr. 5/1988. S. 2-5.
· Offener Unterricht. In: Lehrerjournal-Grundschulmagazin Nr.7-
8/1989. S. 2-7.
· Von geschlossenen zu offenen Lernformen. In: Lehrerjournal-Grund-
schulmagazin Nr. 2/1991. S. 4-7.
5
In der Umgangssprache :
6
1. Allgemeine Einführung zum Thema ,,Kreativität"
Kreativität als sehr komplexes Phänomen wird in der erziehungswissen-
schaftlichen Literatur häufig unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen (schöp-
ferisches Gestalten, kognitives Problemlösen etc.) zugeordnet. Auch eine
begriffliche Übereinstimmung ist bei den verschiedenen Autoren nicht
immer vorhanden. Vor der Thematisierung der Grenzen und Möglichkeiten
einer Kreativitätsförderung im Unterricht ist deshalb eine grundlegende
Beschäftigung mit der Kreativität erforderlich.
1.1 Terminologische Gesichtspunkte zur Kreativität
Die etymologische Analyse des Fachbegriffs ,,Kreativität" ergibt eine
Ableitung aus dem lateinischen Wort ,,creare", das im Allgemeinen mit
,,schaffen", ,,erschaffen", ,,erzeugen" und auch mit ,,verursachen" oder
,,gebären" übersetzt werden kann. Eine Wortverwandtschaft besteht auch
zum lateinischen ,,crescere", was ,,wachsen" bedeutet (vgl. Heinelt 1975, S.
20). Umgangssprachlich werden heute Begriffe aus der Wortfamilie
,,Kreativität" verwendet, so beispielsweise ,,Kreatur", ,,kreieren" oder
,,Kreation".
Während in der Schöpfungsgeschichte des Alten Testaments das ,,Er-
schaffen" etymologisch als ein ,,Erschaffen aus dem Nichts" gedeutet wird,
ist im menschlichen Bereich eine ,,creatio ex nihilo" nicht möglich.
Kreativität bezieht sich hier auf etwas immer schon in der Realität
Vorhandenes, das zu etwas Originellem oder Neuem umgestaltet wird.
F. Barron
schreibt zur menschlichen Kreativität: ,,Creativity may be
defined, quite simply, as the ability to bring something new into existence.
The archetype of the creator ist the Divine Being. (...) But in the divine
creative act something is made to exist where nothing existed before. Since
human beings are not able to make something out of nothing, the human
act of creation always involves a reshaping of given materials, wether
physical or mental" (Barron 1969, S. 10).
7
Der 1950 von
Joy Paul Guilford
in seinem Vortrag verwendete und in
der wissenschaftlichen Forschung eingeführte Terminus ,,creativity" wird
heute von den meisten Autoren nicht einfach mit ,,das Schöpferische" bzw.
mit ,,schöpferisches Denken" oder mit ,,schöpferisches Verhalten" über-
setzt, da diesen im deutschen Sprachraum eingeführten Begriffen aufgrund
des philosophischen Hintergrunds häufig ein anderer Bedeutungsinhalt
zuerkannt wird. So wurde beispielsweise in der reformpädagogischen
Bewegung die ,,Entfaltung schöpferischer Kräfte im Menschen" mit
vorwiegend künstlerischen Tätigkeiten in Verbindung gebracht (vgl. Götze
1898, Hartlaub 1922, Jöde 1928).
,,Kreativität" wird in verschiedenen Publikationen umschrieben mit
Begriffen wie ,,produktives Denken" (Wertheimer), ,,divergierendes
Denken" (Guilford), ,,Flexibilität", ,,Spontaneität", ,,Imagination" (Osborn)
oder ,,Erfindungsgabe"; teilweise werden solche Begriffe auch synonym
verwendet.
,,Kreativität" bezieht sich nicht nur auf kognitive bzw. intellektuelle
Fähigkeiten, sondern schließt alle menschlichen Tätigkeitsbereiche wie
musisch-künstlerische, literarische, oder wissenschaftliche mit ein. So
beinhaltet Kreativität auch die Dimension der Sinnesmodalitäten. Es
können auch kreative Leistungen akustischer, visueller oder kinästhetischer
Art vollbracht werden. Beispielsweise definiert Schoder (1975, S. 194) die
,,motorische Kreativität" als Fähigkeit ,,mit dem vorhandenen Bewegungs-
repertoire neue und originelle Bewegungsformen oder Bewegungskom-
binationen hervorzubringen." Einseitige Interpretationsversuche wie die
weitgehende Gleichsetzung des von Guilford in seiner Theorie des
menschlichen Intellekts entwickelten Begriffs ,,divergentes Denken" mit
,,Kreativität" ist daher zu kritisieren.
1.1.1 Definitionsversuche
Um die Komplexität des Phänomens ,,Kreativität" transparenter zu
machen und seine ,,Vielschichtigkeit" und ,,Vieldeutigkeit" aufzuzeigen,
soll eine Auswahl wesentlicher Aspekte von Kreativität, die in den ver-
schiedenen Definitions- und Interpretationsversuchen enthalten sind,
aufgezeigt werden.
8
Als kennzeichnendes Merkmal von Kreativität wird von vielen Autoren
(Stein 1953, Jackson/Messick 1964, Mednick 1964, Maddi 1964, Barron
1967 u. a.) ,,
Neuheit
" genannt. Auch
John E. Drevdahl
(1956) hebt in der
für seine praktischen Untersuchungen konstruierten Definition die ,,Neuheit
von System- und Kombinationsbildung" aus bekannten Informationen, den
Transfer bekannter Beziehungen auf neue Situationen und die ,,Bildung
neuer Korrelate" hervor; daneben betont er die Intentionalität und
Zielgerichtetheit: ,,Kreativität ist die Fähigkeit des Menschen, Denker-
gebnisse beliebiger Art hervorzubringen, die im Wesentlichen neu sind und
demjenigen, der sie hervorgebracht hat, vorher unbekannt waren. Es kann
sich dabei um Imagination oder um eine Gedankensynthese, die mehr als
eine bloße Zusammenfassung ist, handeln. Kreativität kann die Bildung
neuer Systeme und neuer Kombinationen aus bekannten Informationen
involvieren sowie die Übertragung bekannter Beziehungen auf neue
Situationen und die Bildung neuer Korrelate. Eine kreative Tätigkeit muss
absichtlich und zielgerichtet sein, nicht nutzlos und phantastisch (...)"
(Drevdahl 1956, S. 22).
M. Mead
betont den
subjektiven Charakter der Neuheit
: ,,In dem
Maße, als eine Person etwas für sie selbst Neues macht, erfindet, ausdenkt,
kann man sagen, dass sie einen kreativen Akt vollbracht hat. So gesehen,
vollbringt das Kind, das im zwanzigsten Jahrhundert für sich entdeckt, dass
im rechtwinkligen Dreieck die Summe der Quadrate über den Katheten
gleich dem Quadrat über der Hypotenuse ist, einen ebenso kreativen Akt
wie Pythagoras, obwohl die Folgen dieser Entdeckung für die Kultur-
tradition gleich Null sind, da der Satz bereits Bestandteil der Geometrie ist"
(Mead, zit. nach Heinelt 1975, S. 22 f.).
L. Schenk-Danziger
berücksichtigt bei ihrem Interpretationsversuch den
Zusammenhang zwischen
Informationsmenge
und Kreativität: ,,Diver-
gente Denkabläufe vollziehen sich nicht in ausgefahrenen Bahnen, sondern
stützen sich nur auf ein Minimum an übernommenen Informationen (...)"
(Schenk-Danziger 1977, S. 122). Zwar kann in bestimmten Unterrichts-
situationen beobachtet werden, dass Schüler unter Umständen originellere
Lösungswege beschreiten, einen stringenten kausalen Zusammenhang
zwischen dargebotener Informationsmenge und dem kreativen Verhalten
abzuleiten, scheint aber problematisch zu sein.
9
Für einige Forscher ist ,,
Offenheit
" ein wesentliches Persönlichkeits-
merkmal kreativer Menschen. Neben ,,inneren Wertmaßstäben" und der
,,Fähigkeit, mit Elementen und Komponenten zu spielen, nennt
C. R.
Rogers
die ,,Offenheit gegenüber der Umwelt" als Voraussetzung für
kreatives Verhalten (vgl. Landau 1971, S. 86). Das Fehlen von Offenheit
bedeutet für
P. M. Kastner
ein ,,Sich-Beschränken auf vorhandene
Informationen und damit ein Denken in gewohnten und ausgefahrenen
Geleisen" (Kastner 1973, S. 30).
Für
Erika Landau
ist Kreativität ein
dynamischer Prozess
. Im Gegen-
satz zur Intelligenz, die eine Adaption des Erlernten an situative Gege-
benheiten ermöglicht, sei Kreativität die Fähigkeit, ,,Beziehungen zwischen
vorher unbezogenen Erfahrungen zu finden, die sich in der Form neuer
Denkschemata als neue Erfahrungen, Ideen oder Produkte ergeben"
(Landau 1971, S. 10).
Die ,,
Suche nach Wahrheit
" wird als weiteres Wesensmerkmal von
Kreativität gesehen. So stellt
E. P. Torrance
in seinem Artikel ,,Die Pflege
schöpferischer Begabung" (in: Mühle/Schell 1973, S. 193) fest: ,,Da das
eigentliche Wesen der Kreativität die ,Suche nach Wahrheit′ ist, ist es
wichtig, dass sich eine Reihe von Seminaren mit der Entwicklung der
Grundbegriffe und Methoden der Wahrheitssuche beschäftigt. Ohne diese
Fähigkeit wird es dem kreativen Denken an Tiefe fehlen."
M. Wertheimer
(1964, S. 221) vertritt eine ähnliche Auffassung; er
präzisiert in seinen Ausführungen über das ,,
produktive Denken
", dass
produktive Denkvorgänge gekennzeichnet sind durch die Suche nach
,,struktureller Wahrheit", an der ,,der ganze Mensch beteiligt sein müsse,
die kognitive Seite ebenso wie die affektive und motivationale. Die
Beziehung zum Gegenstand, der erforscht werden soll, ist zu vergleichen
mit einer Identifikation besonderer Art" (vgl. Heinelt 1975, S. 27).
W. Metzger
, ein deutscher Vertreter der Gestaltpsychologie, bezeichnet
das Phänomen des Kreativen als ,,
schöpferische Freiheit
": ,,Das Wesen
des Schöpferischen besteht in einer besonderen Art von Freiheit. Unter
schöpferischer Freiheit soll sinngemäß nur verstanden werden: das Freisein
von Hindernissen, die das Verfehlen eines Zieles äußerlich unmöglich
machen sollen; dazu das Freisein von äußeren Kräften, die auf ein Ziel
hinstoßen oder zu ihm hinlocken, ohne aus ihm selbst zu stammen (...).
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