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Subtitle: Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche
Termpaper, 2008, 19 Pages
Author: Julia Bernarding
Subject: Social Pedagogy / Social Work
Details
Institution/College: University of Applied Sciences Saarbrücken
Tags: Massenmedium, Fernsehen, Seminar
Year: 2008
Pages: 19
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 10 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-20095-5
ISBN (Book): 978-3-640-20637-7
File size: 84 KB
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Abstract
Das Fernsehen ist neben dem Internet das beliebteste Massenmedium unserer Zeit. Noch vor ca. 20 Jahren gab es in Deutschland zwei bis drei Fernsehprogramme und die Auswahl war somit rar. Im Jahre 1970 betrug der Fernsehkonsum noch weniger als 2 Stunden am Tag, wobei dieser in den letzten Jahrzehnten rasant auf teilweise über 3 Stunden täglich mit einer hiesigen Auswahl an Sendern angestiegen ist. Heute besitzen zudem 98% der Deutschen mindestens einen Fernseher, im Jahr 2000 hatten sogar fast die Hälfte aller Haushalte zwei oder mehr Fernsehgeräte (vgl. Spitzer 2008, S. 1). Die Kernfrage der vorliegenden Arbeit beschäftigt sich mit den Auswirkungen des Fernsehens auf das Individuum, vor allem aber auf Kinder und Jugendliche. Es wird auch die Frage aufgeworfen, ob das Fernsehen Bildung vermitteln kann, oder welche Risiken unmittelbar mit diesem Bildschirmmedium verknüpft sind. Es wurden nicht nur Zusammenhänge zwischen verschiedenen „Zivilisationskrankheiten“ wie Fettleibigkeit, Herzinfarkt, Diabetes, Schlaganfall sowie weiteren Störungen und dem Fernsehkonsum gefunden. Es ist erschreckend feststellen zu müssen, wenn schon Kinder an Diabetes Typ II, auch „Alterszucker“ genannt, erkranken (vgl. Spitzer 2008, S. 40f). Es konnten auch Unterschiede beim Bildungsniveau festgestellt werden. Dazu jedoch später mehr. Eltern denken oft, sie würden ihren Kindern etwas Gutes tun, wenn sie diese vor den Fernseher setzen. Es kommen schließlich auch Sendungen, extra für Kinder, die „Wissen“ vermitteln. So liegt es aber im Auge des Betrachters, ob man die „Entstehung“ von Kaugummi als „echtes“ Wissen oder gar Bildung ansieht (Bsp. Löwenzahn, ZDF). Diese oben genannten Fragen sollen im weiteren Verlauf dieser Arbeit beantwortet werden. Ich werden zunächst auf den Bildungsbegriff eingehen, um eventuelle Kritik am Fernsehen begründen oder besser darstellen zu können. Es werden einige Studien zum Konsum sowie weitere Daten und Fakten das Fernsehen betreffend, aufgezeigt. Dazu gehören beispielsweise auch Auswirkungen auf Körper und Geist, die empirisch belegt wurden, und sich somit nicht mehr nur auf Vermutungen stützen.
Excerpt (computer-generated)
HTW des Saarlandes
Bachelor Studiengang Soziale Arbeit und Pädagogik der Kindheit
Hausarbeit
zum Thema
Das Massenmedium Fernsehen
Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche
Vorgelegt von
Julia Bernarding
Seminar:
Grundlagen von Bildung und Erziehung, Hilfe und Betreuung
SoSe 2008
Abgabetermin:
15.09.2008
Inhalt
Einleitung
S. 1
1. Der Bildungsbegriff
S. 2
2. Fernsehkonsum
S. 3
2.1 Fernsehkonsum und Bildungsniveau
S. 5
2.2 Fernsehkonsum und Schul eistung
S. 5
3. Auswirkungen des Fernsehkonsums
S. 7
3.1 Auswirkungen auf die Entwicklung
S. 7
3.2 Fernsehen und Übergewicht
S. 9
3.3 Fernsehen und Gewalt
S. 12
4. Fazit
S. 13
5. Literaturverzeichnis
S. 15
Einleitung
Das Fernsehen ist neben dem Internet das beliebteste Massenmedium unserer Zeit.
Noch vor ca. 20 Jahren gab es in Deutschland zwei bis drei Fernsehprogramme und
die Auswahl war somit rar. Im Jahre 1970 betrug der Fernsehkonsum noch weniger
als 2 Stunden am Tag, wobei dieser in den letzten Jahrzehnten rasant auf teilweise
über 3 Stunden täglich mit einer hiesigen Auswahl an Sendern angestiegen ist.
Heute besitzen zudem 98% der Deutschen mindestens einen Fernseher, im Jahr
2000 hatten sogar fast die Hälfte al er Haushalte zwei oder mehr Fernsehgeräte (vgl.
Spitzer 2008, S. 1).
Die Kernfrage der vorliegenden Arbeit beschäftigt sich mit den Auswirkungen des
Fernsehens auf das Individuum, vor al em aber auf Kinder und Jugendliche. Es wird
auch die Frage aufgeworfen, ob das Fernsehen Bildung vermitteln kann, oder welche
Risiken unmittelbar mit diesem Bildschirmmedium verknüpft sind.
Es
wurden
nicht
nur
Zusammenhänge
zwischen
verschiedenen
,,Zivilisationskrankheiten" wie Fettleibigkeit, Herzinfarkt, Diabetes, Schlaganfal sowie
weiteren Störungen und dem Fernsehkonsum gefunden.
Es ist erschreckend feststel en zu müssen, wenn schon Kinder an Diabetes Typ II,
auch ,,Alterszucker" genannt, erkranken (vgl. Spitzer 2008, S. 40f).
Es konnten auch Unterschiede beim Bildungsniveau festgestel t werden. Dazu
jedoch später mehr.
Eltern denken oft, sie würden ihren Kindern etwas Gutes tun, wenn sie diese vor den
Fernseher setzen. Es kommen schließlich auch Sendungen, extra für Kinder, die
,,Wissen" vermitteln. So liegt es aber im Auge des Betrachters, ob man die
,,Entstehung" von Kaugummi als ,,echtes" Wissen oder gar Bildung ansieht (Bsp.
Löwenzahn, ZDF).
Diese oben genannten Fragen sol en im weiteren Verlauf dieser Arbeit beantwortet
werden.
Ich werden zunächst auf den Bildungsbegriff eingehen, um eventuel e Kritik am
Fernsehen begründen oder besser darstel en zu können.
Es werden einige Studien zum Konsum sowie weitere Daten und Fakten das
Fernsehen betreffend, aufgezeigt. Dazu gehören beispielsweise auch Auswirkungen
auf Körper und Geist, die empirisch belegt wurden, und sich somit nicht mehr nur auf
Vermutungen stützen.
1. Der Bildungsbegriff
Für Wilhelm von Humboldt (1767-1835), Vertreter des klassischen Bildungsbegriffes,
bedeutete Bildung ,,Tätigkeit und Auseinandersetzung mit der Welt" sowie den
,,höchsten Daseinszweck" des Menschen (vgl. Reinhold et al. 1999, S. 80). Der
Mensch müsse frei und mündig sein, d.h. er sol vor al em seine geistigen Kräfte
optimal entwickeln und diese vernünftig gebrauchen. Gemeint ist damit die Freiheit
von Zwängen und das Selbsttätigsein, welches Mündigkeit hervorbringt. Bildung
sol te der Unmündigkeit, Unterdrückung und Unwissenheit entgegenwirken (vgl.
Kraimer et al. 1999, S. 74).
Einen ,,modernen" Bildungsbegriff als solchen gibt es nicht, jedoch ein von der
klassischen Begriffsbestimmung inspiriertes Al gemeinbildungskonzept welches
Klafki vorlegte. Leitideen sind Bildung für al e, Al gemeinheit und Vielseitigkeit der
Bildung. Unter der Al gemeinheit der Bildung versteht Klafki, dass Bildungsinhalte
sich auf die Probleme und Fragen beziehen (Schlüsselprobleme), die al e Menschen
etwas angehen sowie ,,Bildung in al en Grunddimensionen menschlicher Interessen
und Fähigkeiten" (Klafki 1991, zitiert nach Kiel et al. 2005, S. 316).
Dazu gehören kognitive Fähigkeiten, ,,der lustvol e Umgang mit dem eigenen Leib,
handwerklich-technische und hauswirtschaftliche Produktivität, die Ausbildung
zwischenmenschlicher Beziehungsmöglichkeiten, ästhetische Wahrnehmungs- und
Urteilsfähigkeit und die ethisch politische Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit"
(Klafki 1991, zitiert nach Kiel et al. 2005, S. 316).
In einigen Punkten würde Klafkis Al gemeinbildungskonzept in das Konzept mancher
Fernsehprogramme passen. Beispielsweise kann man jeden Tag im Fernsehen
beobachten wie Köche ihre hauswirtschaftliche Produktivität einigen Mil ionen
Zuschauern
beweisen.
Auch
bietet
das
Fernsehen
möglicherweise
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