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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2006, 18 Pages
Author: Niclas Dominik Weimar
Subject: Orientalism / Sinology - Chinese / China
Details
Institution/College: University of Cologne (Ostasiatisches Seminar)
Tags: Unrecht, Bevorteilten, Duns, Kritik, Schicht, Chinas, Jahre, Kurzgeschichtenautor, Romancier, Republik
Year: 2006
Pages: 18
Grade: 2,7
Bibliography: ~ 8 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-20190-7
ISBN (Book): 978-3-640-20680-3
File size: 165 KB
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Abstract
Die vorliegende Arbeit über die Kurzgeschichte „Unrecht“ (chinesisch: 委屈/ weiqu), welche der Feder des chinesischen Schriftstellers Mao Dun entspringt, behandelt die Auseinandersetzung des Autors mit der vermögenden Schicht Chinas, die sich sowohl desinteressiert als auch ignorant gegenüber der ärmeren Mitbevölkerung gibt. Die Analyse dieser Auseinandersetzung erfolgt daher unter dem Thema „Das Unrecht der zu unrecht Bevorteilten: Mao Duns Kritik an der wohlhabenden Schicht Chinas der 40er Jahre“. Zunächst wird die Biographie des Autors ausführlich dargelegt. Dann erfolgen eine Erläuterung des historischen Rahmens von „Unrecht“ sowie eine Inhaltsangabe der Geschichte. Im Anschluss daran widmet sich der Hauptteil der Arbeit der Analyse von „Unrecht“, bei der zuerst eine ausführliche Charakterisierung aller in der Handlung auftretenden Akteure und darauf eine Beschreibung von Sprache und Erzählstil folgen. Mit der kritischen Herausarbeitung der Einstellung der vermögenden Schicht gegenüber der armen Landbevölkerung soll im Besonderen Aufschluss über die gesellschaftlichen Hintergründe und das Verhältnis zwischen den armen und den reichen Bevölkerungsteilen zu diesem Zeitraum der chinesischen Geschichte gegeben werden. Die Analyse schließt dann mit einer Darstellung weiterer, in der Geschichte auftretender Kritikpunkte an der Regierung und eine kurzen Zusammenfassung der Intention des Autors. Den Abschluss der Arbeit bildet dann ein persönliches Fazit.
Excerpt (computer-generated)
1
Universität zu Köln Ostasiatisches Seminar
Hauptseminar: Mao Dun (04.07.1896 27.03.1981) - Kurzgeschichtenautor und Romancier
der chinesischen Republik
,,Unrecht" (
) (1943)
Das Unrecht der zu unrecht Bevorteilten: Mao Duns Kritik
an der wohlhabenden Schicht Chinas der 40er Jahre
Niclas Dominik Weimar
2
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
2 Biographie
des
Autors 3
3
Hintergrund zur Erzählung und historische Einordnung 5
4 Inhaltsangabe 6
5
Analyse: ,,Das Unrecht der zu unrecht Bevorteilten: Mao Duns Kritik an der
wohlhabenden Schicht Chinas der 40er Jahre 6
5.1
Die einzelnen Charaktere im Überblick 7
5.1.1 Die
Zhangs 7
5.1.1.1 Frau
Zhang 8
5.1.1.2 Herr
Zhang 8
5.1.2 Sekretär
Li 9
5.1.3
Die zweite Schwägerin Li 10
5.1.4 Die
Haushälterin 10
5.2
Sprache und Erzählperspektive 10
5.3
Die Position der wohlhabenden Chinesen gegenüber den ärmeren Schichten und
Mao Duns Kritik an der Guomindang-Regierung 11
5.4
Weitere Kritikpunkte und Intention des Autors 14
6 Fazit 15
7 Literaturverzeichnis 17
3
1 Einleitung
Die vorliegende Arbeit über die Kurzgeschichte ,,Unrecht" (chinesisch: / weiqu), welche
der Feder des chinesischen Schriftstellers Mao Dun entspringt, behandelt die
Auseinandersetzung des Autors mit der vermögenden Schicht Chinas, die sich sowohl
desinteressiert als auch ignorant gegenüber der ärmeren Mitbevölkerung gibt. Die Analyse
dieser Auseinandersetzung erfolgt daher unter dem Thema ,,Das Unrecht der zu unrecht
Bevorteilten: Mao Duns Kritik an der wohlhabenden Schicht Chinas der 40er Jahre".
Zunächst wird die Biographie des Autors ausführlich dargelegt. Dann erfolgen eine
Erläuterung des historischen Rahmens von ,,Unrecht" sowie eine Inhaltsangabe der
Geschichte. Im Anschluss daran widmet sich der Hauptteil der Arbeit der Analyse von
,,Unrecht", bei der zuerst eine ausführliche Charakterisierung aller in der Handlung
auftretenden Akteure und darauf eine Beschreibung von Sprache und Erzählstil folgen. Mit
der kritischen Herausarbeitung der Einstellung der vermögenden Schicht gegenüber der
armen Landbevölkerung soll im Besonderen Aufschluss über die gesellschaftlichen
Hintergründe und das Verhältnis zwischen den armen und den reichen Bevölkerungsteilen zu
diesem Zeitraum der chinesischen Geschichte gegeben werden. Die Analyse schließt dann
mit einer Darstellung weiterer, in der Geschichte auftretender Kritikpunkte an der Regierung
und eine kurzen Zusammenfassung der Intention des Autors. Den Abschluss der Arbeit bildet
dann ein persönliches Fazit.
2 Biographie des Autors
Mao Dun () wurde als Shen Dehong (), mit Höflichkeitsnamen Shen Yanbing am
04. Juli 1896 in Qingzhen, im Distrikt Tongxiang der Provinz Zhejiang als Sohn eines Arztes,
Shen Yongxi, und einer Lehrerin, Chen Aizhu, geboren, die ihm sowohl eine moderne als
auch traditionelle Schulbildung ermöglichten. Nach dem Abschluss der Mittelschule 1913 in
Hangzhou nahm er ein Studium der Naturwissenschaften an der Beijing Daxue auf, brach es
aber zwei Jahre später aufgrund finanzieller Probleme ab und bewarb sich erfolgreich als
Redakteur und Übersetzer bei dem renommierten Verlag ,,Commercial Press" in Shanghai. Im
Februar 1918 heiratete Shen Dehong Kong Dezhi und zog später mit ihr und seiner Mutter
nach Shanghai. Kurz nach ihrer Gründung in Shanghai im Jahr 1921, trat er in die neu
gegründete Kommunistische Partei Chinas (kurz: KPCh) ein und schuf zusammen mit Ye
Shengtao, Wang Tongzhao, Zheng Zhenduo und Zhou Zuoren die ,,Literarische
4
Studiengesellschaft", die sich dem Studium, der Publikation und Redaktion von Weltliteratur
widmete. Als mediales Organ dieser Gesellschaft fungierte die eigens publizierte
,,Monatszeitschrift für Erzählkunst" (), die Shens erster Beitrag zur chinesischen
Literatur darstellte. In den 20er Jahren entschloss sich Shen Dehong zu dem Pseudonym Mao
Dun (, zu Deutsch Widerspruch), den er aufgrund der widersprüchlichen Verhältnisse in
China zu jener Zeit wählte. Später noch änderte ein Freund die Zeichen seines Pseudonyms zu
, um ihn vor der Gefahr politischer Verfolgung zu schützen. 1925 engagierte sich Mao
Dun bei der Bewegung des 30. Mai und nahm auch an einer öffentlichen Protestkundgebung
teil. Weitere, aktive politische Schritte unternahm Mao Dun dann im Januar 1926 als
Shanghaier Abgeordneter im 2. Nationalen Kongress der Guomindang (kurz: GMD). Nach
dem Kongress blieb er in Kanton als Sekretär von Mao Zedong, dem Direktor der
Propagandaabteilung der GMD, die zu diesem Zeitpunkt bereits eine Einheitsfront mit der
Kommunistischen Partei Chinas gebildet hatte. 1927 veröffentliche er seine erste Erzählung
mit dem Titel ,,Shi" (, zu Deutsch ,,Verdunklung"). Nach dem Bruch der Einheitsfront im
Juli 1928, trat Mao Dun aus der KPCh aus und siedelte nach Japan über. 1930 kehrte er nach
Shanghai zurück und trat der ,,Liga linksgerichteter Schriftsteller Chinas" bei und versuchte
erfolglos, seinen Austritt aus der KPCh rückgängig zu machen. Während dieser Zeit
publizierte er zahlreiche Werke, darunter 1930 ,,hong" ( , ,,Regenbogen") oder
,,Chuncan" (, ,,Seidenraupen im Frühling") im Jahr 1932. Sein bedeutendstes Werk
,,Ziye" ( ), welches hierzulande unter ,,Shanghai im Zwielicht" bekannt ist,
veröffentlichte Mao Dun 1933. Während des zweiten sino-japanischen Krieges von 1937 bis
1945 hielt er sich vorwiegend in den von den Guomindang kontrollierten Gebieten auf, war
aber nach Kriegsende dazu gezwungen nach Hong Kong zu gehen. Mit dem Ende des
chinesischen Bürgerkriegs und der Ausrufung der Volksrepublik China am 01. Oktober 1949
wurde Mao Dun ein Ministerialposten, nämlich der des Kulturministers, zuteil. Darüber
hinaus wurde er zum Vorsitzenden des chinesischen Schriftstellerverbandes gewählt. Das
Amt des Kulturministers übte er bis 1964 aus, dann schied er im Zuge einer Kritikkampagne
gegen die Filmversion von ,,Der Laden der Familie Lin", welchem Bourgeoisiebeschönigung
vorgeworfen wurde, aus. Von direkten Attacken und Verunglimpfungen während der
Kulturrevolution war Mao Dun kaum betroffen. Er starb im Alter von 85 Jahren am 27. März
1981 in Bejing. Erst posthum wurde er am 31. März 1981 wieder in die KPCh
aufgenommen.1
1 Vgl. Ballhaus, Dorothee: Die moderne Frau im Frühwerk des Schriftstellers Mao Dun. In:
Chinathemen Band
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