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Wann ist es „wissenschaftlich“? Die Bedeutung der Gütekriterien

Scholary Paper (Seminar), 2006, 19 Pages
Author: Pia Geisler
Subject: Politics - Miscellaneous

Details

Event: Proseminar: Empirische Sozialforschung
Institution/College: Munich University of Policy
Tags: Wann, Bedeutung, Gütekriterien, Proseminar, Empirische, Sozialforschung
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2006
Pages: 19
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 3  Entries
Language: German
Archive No.: V118224
ISBN (E-book): 978-3-640-21455-6
ISBN (Book): 978-3-640-21475-4
File size: 116 KB

Abstract

Die Gütekriterien dienen der Empirischen Sozialforschung dazu Untersuchungen und deren Ergebnisse wissenschaftlich zu legitimieren und Messfehler zu vermeiden. Um die Fehlerquote niedrig zu halten bedienen sich die Sozialforscher der klassischen Testtheorie, die sie aus der Psychologie übernommen haben. Die Testtheorie geht davon aus, dass ein beobachteter Wert die Zusammensetzung eines sogenannten wahren Wertes und eines Messfehlers ist, wobei der Mittelwert dieser Messfehler Null ergeben muss und die Fehler in keiner Beziehung zu den wahren Werten stehen dürfen. Die Messfehler einer Versuchsreihe dürfen auch nicht mit den Messfehlern oder wahren Werten einer anderen Versuchsreihe in einer Wechselbeziehung stehen. Um die Wissenschaftlichkeit der Forschung zu beweisen muss es allgemeine Kriterien geben, die zu einer Bewertung von Untersuchungen herangezogen werden können. Bei diesen Regeln ist allerdings eine Unterscheidung zwischen den Kriterien für die qualitative und denen der quantitativen Sozialforschung nötig, oder zumindest eine inhaltliche Unterscheidung der Begriffe, die für beide Wissenschaften benutzt werden. In der qualitativen Forschung hängt die Eignung von Kriterien stark von dem zu untersuchenden Gegenstand ab, da sich die Untersuchung noch während des Forschungsprozesses entwickelt. Für alle Forschungen gilt aber allgemein, dass die Kriterien angemessen sein müssen. Des weiteren sollen Ergebnisse möglichst zuverlässig, valide und objektiv sein. Diese drei Eigenschaften gelten als wichtigste Gütekriterien. Zu beachten sind aber auch die Generalisierbarkeit, sowie die Repräsentativität der Untersuchungen.


Excerpt (computer-generated)

Hochschule für Politik München

Sommersemester 2006

Proseminar:

Empirische Sozialforschung

Thema der Hausarbeit:

Wann ist es ,,wissenschaftlich"? Die Bedeutung der Gütekriterien

Pia Geisler


Inhaltsverzeichnis

Seite

Teil A: Eine Einführung in die Gütekriterien 4

Teil B: Validität 4

I) Interne und Externe Validität 5

II) Inhalts-, Kriteriums- und Konstruktvalidität 5

1) Inhaltsvalidität 5

a) Face-Validity 5

b) Expert-Validity 5

2) Kriteriumsvalidität 6

a) Predictive-Validity 6

b) Known-Groups-Validity 6

3) Konstruktvalidität 6

a) Convergent Validity 6

b) Discriminant Validity 6

III) Methoden der Validierung bei qualitativen Untersuchungen 7

1) Ökologische Validierung 8

2) Kommunikative Validierung 8

3) Argumentative Validierung 8

4) Kumulative Validierung 8

5) Validierung an der Praxis 8

6) Prozedurale Validierung 9

7) Validierung durch Triangulation 9

a) Datentriangulation 9

b) Forschertriangulation 9

c) Theorientriangulation 9

IV) Unterschiede zwischen der quantitativen und der qualitativen 9

Sozialforschung

Teil C: Reliabilität 10

I) Verfahren der quantitativen Sozialforschung 10

1) Test-Retest-Verfahren 10

2) Split-Half-Method 10

3) Paralleltest 11

II) Reliabilität in der qualitativen Sozialforschung 11

2


Teil D: Objektivität 12

I) Die drei Ebenen der Objektivität 12

1) Durchführungsobjektivität 12

2) Auswertungsobjektivität 12

3) Interpretationsobjektivität 13

II) Die Beurteilung der Objektivität nach Wilson 13

Teil E: Repräsentativität und Generalisierbarkeit 14

I) Repräsentativität 14

II) Generalisierbarkeit 15

1) Fallkontrastierung 15

2) Komparative Kasuistik 15

3) Triangulation 15

Teil F: Resümee 15

Literaturverzeichnis 18

3


Teil A:

Einführung in die Gütekriterien

Die Gütekriterien dienen der Empirischen Sozialforschung dazu Untersuchungen und deren

Ergebnisse wissenschaftlich zu legitimieren und Messfehler zu vermeiden.

Um die Fehlerquote niedrig zu halten bedienen sich die Sozialforscher der klassischen

Testtheorie, die sie aus der Psychologie übernommen haben. Die Testtheorie geht davon aus,

dass ein beobachteter Wert die Zusammensetzung eines sogenannten wahren Wertes und

eines Messfehlers ist. , wobei der Mittelwert dieser Messfehler Null ergeben muss und die

Fehler in keiner Beziehung zu den wahren Werten stehen dürfen. Die Messfehler einer

Versuchsreihe dürfen auch nicht mit den Messfehlern oder wahren Werten einer anderen

Versuchsreihe in einer Wechselbeziehung stehen.

Um die Wissenschaftlichkeit der Forschung zu beweisen muss es allgemeine Kriterien geben,

die zu einer Bewertung von Untersuchungen herangezogen werden können. Bei diesen

Regeln ist allerdings eine Unterscheidung zwischen den Kriterien für die qualitative und

denen der quantitativen Sozialforschung nötig, oder zumindest eine inhaltliche

Unterscheidung der Begriffe, die für beide Wissenschaften benutzt werden. In der qualitativen

Forschung hängt die Eignung von Kriterien stark von dem zu untersuchenden Gegenstand ab,

da sich die Untersuchung noch während des Forschungsprozesses entwickelt.

Für alle Forschungen gilt aber allgemein, dass die Kriterien angemessen sein müssen.

Des weiteren sollen Ergebnisse möglichst

zuverlässig, valide

und

objektiv

sein. Diese drei

Eigenschaften gelten als wichtigste Gütekriterien. Zu beachten sind aber auch die

Generalisierbarkeit

, sowie die

Repräsentativität

der Untersuchungen.

Teil B:

Validität

Gültigkeit zu erreichen heißt, dass ein von den Forschern gefundener Begriff für eine

Erscheinung der Realität eines Phänomens entspricht, dass der Begriff also kongruent zur

Realität ist. In der empirischen Sozialforschung sollen Untersuchungen so durchgeführt

werden, dass die gewonnenen Erkenntnisse und Ergebnisse Gültigkeit besitzen. In der

qualitativen Forschung soll dies durch eine entsprechende Gewinnung der Daten, sowie

gleichwohl durch die Art der Auswertung derer geschehen. Auf quantitativer Seite steht

dagegen vor allem die Erhebungssituation im Vordergrund. Für die Validität ist die

Interpretation der Daten hierbei weniger zu beachten. In der quantitativen Forschung

bezeichnet die Gültigkeit die Genauigkeit, mit der ein Instrument das misst, was es messen

soll.

4



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