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Entwicklung und Einsatz von Rich Internet Applikationen in kommerziellen Bereichen

Diplomarbeit, 2008, 94 Seiten
Autor: Marcus Steller
Fach: Informatik - Angewandte Informatik

Details

Kategorie: Diplomarbeit
Jahr: 2008
Seiten: 94
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 33  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V118730
ISBN (E-Book): 978-3-640-22102-8
ISBN (Buch): 978-3-640-22310-7
Dateigröße: 7821 KB
Anmerkungen :
Diese Diplomarbeit befasst sich dem Thema der Rich Internet Applikationen, kurz RIA, und spezialisiert sich auf kommerzielle Bereiche. Neben der Erläuterung von Rich Internet Applikationen, werden Beispielanwendungen aufgezeigt. Eine vom Autor entwickelte, internetbasierte Finanzbuchhaltungssoftware wird in Beispielen und Quellcodeauszügen beschrieben. Wissenschaftliche Prognosen anhand diverser Studien sind ebenfalls enthalten.


Zusammenfassung / Abstract

Bereits Mitte der neunziger Jahre erkannte Harvey Golub, der ehemalige Chef der American Express Company, die Möglichkeiten des Internet. In den Anfangsphasen des Internet waren die Möglichkeiten für die Darstellung umfangreicher und strukturierter Informationen noch stark beschränkt. Doch durch die technischen Entwicklungen in den letzten Jahren und die Etablierung vieler Browser- Programmerweiterungen1 ist es heute möglich, solche Informationen darzustellen. Sogar komplexe Programme, welche in der Vergangenheit auf dem Client-Rechner ausgeführt wurden, können heute als Webanwendung konzipiert werden. Als Containerprogramm wird in den meisten Fällen der Internetbrowser verwendet, in welchem diese Webanwendungen ausgeführt werden. Die Rich Internet Applikationen sind geboren. Doch wie werden Rich Internet Applikationen entwickelt und taugen diese für den kommerziellen Einsatz? Diese Arbeit zeigt die heutigen Technologien der Webentwicklung über die Entstehung des Internet auf. Sie erklärt die Grundlagen der Entwicklung für Rich Internet Applikationen und es werden wichtige Frameworks zur Realisierung solcher Applikationen vorgestellt. Da bereits große Unternehmen erfolgreich seit einigen Jahren Rich Internet Applikationen nutzen, analysiert diese Arbeit den kommerziellen Einsatz dieser Art von Programmen. Hierbei wird nicht nur auf die Wirtschaftlichkeit, den Datenschutz, die Datensicherheit und die urheberrechtlichen Fragen in Bezug auf den Programmcode eingegangen, sondern es werden ebenfalls Beispiele bereits vorhandener, komplexer Rich Internet Applikationen aufgezeigt. Abschließend werden die wichtigsten Elemente einer, für den Bereich der Finanzbuchhaltung des Autors entwickelten, Rich Internet Applikation dargestellt, welche voraussichtlich im dritten Quartal dieses Jahres in den produktiven Einsatz übernommen wird.


Textauszug (computergeneriert)

Fachhochschule Gießen-Friedberg
Fachbereich Mathematik, Naturwissenschaften und Informatik

Diplomarbeit
zur Erlangung des akademischen Grades
Diplominformatiker (FH)

Entwicklung und Einsatz von Rich Internet Applikationen in kommerziellen Bereichen

Marcus Steller

 

Inhaltsverzeichnis


1. Vorwort ... 7

2. Die Entwicklung des Internet ... 9

2.1 Geschichte ... 9
2.2 Entwicklung ... 10
2.3 Umschwung seit 1990 ... 14
2.4 Heutige Technologien ... 18

3. Rich Internet Applikationen ... 25

3.1 Einführung ... 25
    3.1.1 Definition von Rich Internet Applikationen ... 25
    3.1.2 Vor- und Nachteile von RIAs ... 26
3.2 Entwicklung ... 30
    3.2.1 Techniken der Rich Internet Applikationen ... 30
    3.2.2 Ext JS Framework ... 37
    3.2.3 Cake-PHP Framework ... 45
    3.2.4 Google Gears ... 46
    3.2.5 Performance ... 47
3.3 Kommerzieller Einsatz ... 48
    3.3.1 Wirtschaftlichkeit ... 48
    3.3.2 Kommerzielle Rich Internet Applikationen ... 49
    3.3.3 Visualisierung vs. Bedienung ... 53
    3.3.4 Datenschutz und Datensicherheit ... 54
    3.3.5 Mobilität und Aktualität der Anwendung ... 56
    3.3.6 Handhabungsprobleme gegenüber konventionellen Internetseiten ... 57
    3.3.7 Schutz des clientseitigen Programmcodes ... 58
3.4 Zusammenfassung und Trends ... 60

4. Finanzbuchhaltung-Online ... 63

4.1 Einführung ... 63
4.2 Frontend ... 64
    4.2.1 HTML-Markup ... 65
    4.2.2 Storages ... 67
    4.2.3 Erzeugung eines Fensters ... 68
    4.2.4 Workflow ... 69
    4.2.5 Buchungsmaske ... 73
    4.2.6 Zusätzliche Features ... 74
    4.2.7 Auswertungen ... 76
4.3 Backend ... 77
    4.3.1 Controller ... 77
    4.3.2 Sprachwahl ... 78
4.4 Dynamik ... 80
4.5 Ergebnis ... 86
4.6 Ausblick und künftige Module ... 86

5. Zusammenfassung und Ausblick ... 89


Abbildungsverzeichnis ... 91

Literaturverzeichnis ... 92

 

 

1. Vorwort


"Wir dürfen und werden das Internet nicht
als vorübergehende Spinnerei abtun."

Harvey Golub, CEO der American Express Company,1996

Bereits Mitte der neunziger Jahre erkannte Harvey Golub, der ehemalige Chef der American Express Company, die Möglichkeiten des Internet. In den Anfangsphasen des Internet waren die Möglichkeiten für die Darstellung umfangreicher und strukturierter Informationen noch stark beschränkt. Doch durch die technischen Entwicklungen in den letzten Jahren und die Etablierung vieler Browser- Programmerweiterungen1 ist es heute möglich, solche Informationen darzustellen. Sogar komplexe Programme, welche in der Vergangenheit auf dem Client-Rechner ausgeführt wurden, können heute als Webanwendung konzipiert werden. Als Containerprogramm wird in den meisten Fällen der Internetbrowser verwendet, in welchem diese Webanwendungen ausgeführt werden. Die Rich Internet Applikationen sind geboren. Doch wie werden Rich Internet Applikationen entwickelt und taugen diese für den kommerziellen Einsatz?

Diese Arbeit zeigt die heutigen Technologien der Webentwicklung über die Entstehung des Internet auf. Sie erklärt die Grundlagen der Entwicklung für Rich Internet Applikationen und es werden wichtige Frameworks zur Realisierung solcher Applikationen vorgestellt.

Da bereits große Unternehmen erfolgreich seit einigen Jahren Rich Internet Applikationen nutzen, analysiert diese Arbeit den kommerziellen Einsatz dieser Art von Programmen. Hierbei wird nicht nur auf die Wirtschaftlichkeit, den Datenschutz, die Datensicherheit und die urheberrechtlichen Fragen in Bezug auf den Programmcode eingegangen, sondern es werden ebenfalls Beispiele bereits vorhandener, komplexer Rich Internet Applikationen aufgezeigt.

Abschließend werden die wichtigsten Elemente einer, für den Bereich der Finanzbuchhaltung des Autors entwickelten, Rich Internet Applikation dargestellt, welche voraussichtlich im dritten Quartal dieses Jahres in den produktiven Einsatz übernommen wird.


2. Die Entwicklung des Internet


2.1 Geschichte

Ein genaues Datum über die Entstehung des Internet kann nicht eindeutig bestimmt werden. Als Anekdote für ein extremes Beispiel, wie weit die Meinungen diesbezüglich auseinandergehen, könnte etwa die Auffassung Henry Edward Hardys gelten, der die Kommunikationswege der Chinesen und Perser als antikes Vorbild für das Internet nennt. [1]

1836 konnten die Menschen mit Hilfe des Telegrafen Nachrichten über weite Strecken übermitteln. Die Übermittlung erfolgte damals wie heute durch zwei unterschiedliche Zeichen. Im Gegensatz zur heutigen Übermittlung von Nullen und Einsen wurden zur damaligen Zeit für die Übermittlung kurze und lange Signale verwendet.

40 Jahre später wurde das Telefon von Alexander Graham Bell erfunden. Die Telefonleitung dient bis heute als wichtigste Übertragungsleitung für Daten.

Am 12. Mai 1941 wurde die Maschine Z3 von Konrad Zuse funktionsfähig in allen Komponenten in Berlin einer kleinen Gruppe von Wissenschaftlern vorgestellt. Dies war der erste funktionsfähige, frei programmierbare, auf dem binären Zahlensystem und der binären Schaltungstechnik basierende Rechner der Welt. [2]

Der UdSSR gelang es 1957 den ersten geostationären Satelliten2 ins Weltall zu befördern. Hierdurch wurde der Grundstein für die Satellitenübertragung gelegt. Die Vereinigten Staaten von Amerika reagierten auf diesen technologischen Fortschritt mit der Gründung der NASA. Nicht allein aufgrund des technologischen Fortschritts, sondern aus Angst, die UdSSR könne solche Satelliten auch militärisch einsetzen. Es entstand gleichzeitig die Advanced Research Projects Agency (ARPA). Im Jahr 1972 wurde die ARPA in Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) umbenannt. [3] Die Aufgabe der ARPA galt der Entwicklung neuer Technologien. Zur damaligen Zeit war es zwar möglich, Daten zwischen verschiedenen Computern auszutauschen, jedoch konnten diese Daten nur über Lochkarten transferiert werden.

Joseph Carl Robnett Licklider, welcher 1942 wissenschaftlicher Mitarbeiter am psychoakustischen Labor in Harvard war und sich an Experimenten im 2.Weltkrieg in B-24 und B-17 Bombern beteiligte, hatte die Vision, mit einem Computer, wie mit einem Menschen zu kommunizieren.

"The hope is that, in not too many years, human brains and computing machines will be coupled together very tightly, and that the resulting partnership will think as no human brain has ever thought and process data in a way not approached by the information-handling machines we know today... Those years should be intellectually the most creative and exciting in the history of mankind." [4]

Joseph Carl Robnett Licklider arbeitete mit seinen Forschern seit 1957 am Time- Sharing Konzept. Dieses Konzept sollte die Ressourcenverteilung eines Rechners an mehrere Benutzer ermöglichen. 1965 finanziert die ARPA die Studie des kooperativen Netzwerks mit time-sharing Computern. Dies ermöglichte ein Jahr später den ersten Plan für das ARPANET.


2.2 Entwicklung

1969 wurde das ARPANET als Projekt des Department of Defense (DoD) entwickelt. Es verband vier Rechner in den Standpunkten: "University of California at Los Angeles", "Stanford Research Institutes", "UCSB" und "University of Utah". Zu dieser Zeit wurde das Request for Comment3 in der ersten Version, kurz RFC1, veröffentlicht. Es besitzt den Titel „Host Software“ und ist noch heute in Vielzahl im Internet nachzuschlagen [5].

In den nächsten Jahren wurden stetig mehr Rechner an das ARPANET angeschlossen, wodurch das Prinzip des Internet entstand.

1974 wurde durch Vint Cerf und Bob Kahn das Dokument „A protocol for packet network intercommunication“ herausgegeben. Dieses beschreibt das Transmission Control Program (TCP). Fünf Jahre später wurden eMails erstmals im RFC 733 spezifiziert.

Das Management für das ARPANET wurde der Defense Communications Agency (DCA) übergeben, welche seit 1991 den Namen Defense Information Systems Agency (DISA) trägt.

Im Jahre 1975 wurden eine Satelliten-Verbindungen über zwei Ozeane, nach Hawaii und nach England, hergestellt. Es entstanden die ersten TCP-Tests. Im Netz waren das Stanford Research Institutes, Bolt, Beranek & Newman und die University of California at Los Angeles.

 

[...]


1 Browser-Programmerweiterungen, wie beispielsweise das Java Plugin oder der Macromedia Flash Player, werden auch Browser-Plugin genannt.
2 Ein geostationärer Satellit umkreist die Erde stets mit der gleichen Umlaufgeschwindigkeit wie die Erde selbst. Dadurch steht er relativ zur Erde fest.
3 zu deutsch: Forderung nach Kommentaren


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