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Hausarbeit, 2008, 54 Seiten
Autor: Michael Schulze
Fach: Ernährungswissenschaft / Ökotrophologie
Details
Institution/Hochschule: Hochschule Fulda
Tags: Nutzen, Aussagekraft, Gütesiegel, Ressourcenmanagement, Wohnökologie
Jahr: 2008
Seiten: 54
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 32 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-640-22182-0
ISBN (Buch): 978-3-640-22364-0
Dateigröße: 917 KB
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Zusammenfassung / Abstract
Elektrischer Strom als Solches ist ein physikalisches Phänomen. Er treibt Maschinen an, bringt Licht, Wärme aber auch Informationen in Wohnungen und Häuser, mitunter rettet er sogar Leben. Viele Verbraucher wissen relativ wenig darüber wie und wo ihr Strom produziert wird bzw. welchen Aufwand es Bedarf ihn sicher in die Wohnungen fließen zu lassen. Begriffe wie Spannung, Stromstärke und Frequenz hat man mit Sicherheit schon gehört, wohingegen Begriffe wie Kurzschlussfestigkeit, Spitzenlast oder Dreiphasenwechselstrom eher unbekannt sind. Strom ist heutzutage nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken und ist in vielen westlichen Ländern jederzeit verfügbar. Wie abhängig wir vom Strom geworden sind, bekommen wir erst mit, wenn dieser nicht mehr fließt. So wie am 04. November 2006 als ein Stromausfall etwa 10 Millionen Menschen in weiten Teilen Westeuropas überraschte. In vielen Medien wird in des über den Zusammenhang zwischen der Stromerzeugung und dem Klimawandel berichtet und spekuliert. Fast täglich werden dem Verbraucher – also uns – Maßnahmen zum „Stromsparen“ empfohlen. Dennoch hat (fast) jeder Bürger einen gewissen Grundbedarf an Strom, welchen er fürs Leben benötigt. Denn wer möchte heute schon freiwillig auf Kühlschrank, Waschmaschine und TV verzichten. Seit dem der Strommarkt liberalisiert wurde, kann der Verbraucher seinen Stromanbieter selbst wählen. Neben „günstigerem“ Strom kann er, dank der Stromkennzeichnung, auch die Art der Stromerzeugung frei wählen. Abgesehen von den konventionellen Stromanbietern, welche auf Kernkraft und fossile Energieträger setzen, kann der Verbraucher nun verstärkt seine Nachfrage auf erneuerbare Energien (EE) ausrichten. Um sich von anderen Anbietern zu unterscheiden und/oder hervorzuheben schmücken sich viele Erzeuger deshalb mit verschiedenen „Ökostromgütesiegeln“. Doch was sagen diese Gütesiegel aus, welchen Nutzen haben sie für den Verbraucher und vor allem wie kann der die verschiedenen Label unterscheiden? Diese Fragen sollen mit der hier vorliegenden Arbeit erörtert werden. Neben zahlreichen Informationen über die Stromerzeugung und Stromkennzeichnung werden die verschiedenen Gütesiegel verglichen und deren Aussagen und Funktionen dargestellt. Ziel dieser Arbeit ist es, dem unentschlossenen Verbraucher bei der Wahl seines zukünftigen Stromerzeugers, insbesondere bei der Wahl eines für ihn richtigen Ökostromanbieters, zu unterstützen. [...]
Textauszug (computergeneriert)
Hochschule Fulda
Fachbereichs Oecotrophologie
Wahlmodul:
Ressourcenmanagement und Wohnökologie
Ökostromkennzeichnung - Nutzen und Aussagekraft der verschiedenen Gütesiegel
Michael Schulze
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis ... IV
Abkürzungsverzeichnis ... VI
Einleitung ... 1
1. Ökostrom ... 2
1.1 Der deutsche Strommarkt ... 2
1.1.1 Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz ... 7
1.1.1.1 Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen ... 8
1.1.2 Erneuerbare-Energien-Gesetz ... 8
1.1.2.1 Funktionsweise des EEG ... 9
1.2 Klimaschutz und Umweltbelastung ... 10
1.2.1 CO2 und das Klima ... 12
1.3 Erneuerbare Energien zur Stromgewinnung ... 15
1.3.1 Solarenergie ... 15
1.3.2 Windkraft ... 17
1.3.3 Bioenergie ... 19
1.3.4 Wasserkraft ... 19
1.3.5 Geothermie ... 21
2. Instrumente der Stromkennzeichnung ... 22
2.1 Potentiale und Zielsetzung der Stromkennzeichnung ... 23
2.2 Gesetzliche Rahmenbedingungen zur Stromkennzeichnung in Deutschland ... 25
2.3 Unterschiede zwischen Stromkennzeichnung und Gütesiegeln ... 25
3. Ökostromgütesiegel ... 26
3.1 RECS-Deutschland e. V. ... 27
3.2 TÜV ... 29
3.3 Landesgewerbeanstalt Bayern ... 31
3.4 Grüner Strom Label e. V. ... 32
3.5 EnergieVision e. V. ... 36
4. Resümee ... 39
5. Literaturverzeichnis ... 40
6. Anhang ... 44
6.1 Labelvergleich ... 44
6.2 Glossar ... 45
Einleitung
Elektronischer Strom als Solches ist ein physikalisches Phänomen. Er treibt Maschinen an, bringt Licht, Wärme aber auch Informationen in Wohnungen und Häuser, mitunter rettet er sogar Leben. Viele Verbraucher wissen relativ wenig darüber wie und wo ihr Strom produziert wird bzw. welchen Aufwand es Bedarf ihn sicher in die Wohnungen fließen zu lassen. Begriffe wie Spannung, Stromstärke und Frequenz hat man mit Sicherheit schon gehört, wohingegen Begriffe wie Kurzschlussfestigkeit, Spitzenlast oder Dreiphasenwechselstrom eher unbekannt sind. Strom ist heutzutage nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken und ist in vielen westlichen Ländern jederzeit verfügbar. Wie abhängig wir vom Strom geworden sind, bekommen wir erst mit, wenn dieser nicht mehr fließt. So wie am 04. November 2006 als ein Stromausfall etwa 10 Millionen Menschen in weiten Teilen Westeuropas überraschte.
In vielen Medien wird in des über den Zusammenhang zwischen der Stromerzeugung und dem Klimawandel berichtet und spekuliert. Fast täglich werden dem Verbraucher – also uns – Maßnahmen zum „Stromsparen“ empfohlen. Dennoch hat (fast) jeder Bürger einen gewissen Grundbedarf an Strom, welchen er fürs Leben benötigt. Denn wer möchte heute schon freiwillig auf Kühlschrank, Waschmaschine und TV verzichten.
Seit dem der Strommarkt liberalisiert wurde, kann der Verbraucher seinen Stromanbieter selbst wählen. Neben „günstigerem“ Strom kann er, dank der Stromkennzeichnung, auch die Art der Stromerzeugung frei wählen. Abgesehen von den konventionellen Stromanbietern, welche auf Kernkraft und fossile Energieträger setzen, kann der Verbraucher nun verstärkt seine Nachfrage auf erneuerbare Energien (EE) ausrichten. Um sich von anderen Anbietern zu unterscheiden und/oder hervorzuheben schmücken sich viele Erzeuger deshalb mit verschiedenen „Ökostromgütesiegeln“. Doch was sagen diese Gütesiegel aus, welchen Nutzen haben sie für den Verbraucher und vor allem wie kann der die verschiedenen Label unterscheiden?
Diese Fragen sollen mit der hier vorliegenden Arbeit erörtert werden. Neben zahlreichen Informationen über die Stromerzeugung und Stromkennzeichnung werden die verschiedenen Gütesiegel verglichen und deren Aussagen und Funktionen dargestellt. Ziel dieser Arbeit ist es, dem unentschlossenen Verbraucher bei der Wahl seines zukünftigen Stromerzeugers, insbesondere bei der Wahl eines für ihn richtigen Ökostromanbieters, zu unterstützen.
1. Ökostrom
Eine allgemeingültige Definition für den Begriff „Ökostrom“ gibt es nicht. Unternehmen, die Strom zu 100 % aus regenerativen Energiequellen generieren, deklarieren ihren Strom genauso als Ökostrom wie Unternehmen, die sich lediglich an dem Ausbau dieser Energien beteiligen. Diese Stromprodukte werden dann meist etwas teurer als die konventionellen Produkte angeboten. Die Mehreinnahmen sollen, laut Werbung der Unternehmen, ganz dem Ausbau dieser Energieformen zugutekommen. Gemäß einer VDE-Norm (Verband der Elektrotechnik) ist jedoch jeder ins Netz eingespeiste Strom sogenannter Dreiphasenwechselstrom (Drehstrom). (Öko-Institut e. V. Januar, 2008) Für den Endkunden ist es deshalb nicht ersichtlich welche Art von Strom die heimische Steckdose liefert. Ebenso ist es ihm nicht möglich nachzuvollziehen, welche regenerativen Anlagen durch den höheren Strompreis finanziert bzw. wofür das Geld investiert wurde. Denn schließlich sollte man als Verbraucher nicht jeder Werbeaussage Glauben schenken. Um dem Kunden diesbezüglich zu helfen und den Markt transparenter zu gestallten haben sich verschiedene Ökostromgütesiegel mit jeweils unterschiedlicher Aussagekraft etabliert. Um jedoch den genaueren Sinn und die Vorteile von Ökostrom zu verstehen, bedarf es einer Betrachtung der gesamten Stromerzeugung und aller am Markt beteiligten. Hinzu kommt auch eine kritische Betrachtung der verschiedenen Umwelteinflüsse als Folge der Stromgewinnung. Der folgende Abschnitt gibt einen Überblick über den deutschen Strommarkt.
Ein anderer nicht außer Acht zu lassender Aspekt, im Bezug auf Ökostrom und Strom allgemein, ist das Stromsparen. Jede eingesparte Kilowattstunde (kWh) hat in etwa den gleichen Umwelteffekt wie jede zusätzlich erzeugte kWh Strom aus EE. (Öko- Institut e. V., Januar 2008) Da dies jedoch nicht Inhalt dieser Arbeit ist, verweise ich diesbezüglich auf andere Quellen wie etwa www.stromeffizienz.de oder www.greenpeace-energy.de .
1.1 Der deutsche Strommarkt
Um den Nutzen von Ökostrom für die Umwelt und den Verbraucher zu erläutern bedarf es zu erst einer Betrachtung des deutschen Strommarktes. Dessen Marktstruktur hat sich im letzten Jahrzehnt durch die politische Liberalisierung stark verändert. Ziel der Liberalisierung des Energiemarktes war es, den freien Wettbewerb in den Segmenten Erzeugung, Handel und Vertrieb zu stärken, um diesen den Marktregelarien zu unterwerfen. Durch den dadurch entstehenden Wettbewerb sollte vor allem der Kunde, etwa durch günstige Strompreise, profitieren. Eine Liberalisierung des gesamten Strommarktes ist leider nicht möglich denn die Bereiche Transport und Versorgung unterliegen einer natürlichen Monopolstellung. In Deutschland verteilt sich, zwölf Jahre nach der Liberalisierung, diese Monopolstellung im Wesentlichen auf vier große Netzbetreiber. Hierzu zählen Eon, RWE, Vattenfall Europe und EnBW (siehe Grafik). (DIW, 2004)
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