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Der Mittelstand im Prozess der Globalisierung

Subtitle: Eine Bestandsaufnahme im Sommer 2008

Scholary Paper (Seminar), 2008, 30 Pages
Author: Dipl.-Ing. (FH) Matthias Georg Götz
Subject: Industrial Engineering and Management

Details

Event: Unternehmensführung
Institution/College: University of Applied Sciences Hamburg
Tags: Mittelstand, Prozess, Globalisierung, Unternehmensführung
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2008
Pages: 30
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 59  Entries
Language: German
Archive No.: V118998
ISBN (E-book): 978-3-640-22554-5
ISBN (Book): 978-3-640-23821-7
File size: 161 KB

Abstract

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Analyse der spezifischen Herausforderungen des deutschen Mittelstands im Wirkungsgefüge aktueller nationaler und globaler Märkte. Das Ergebnis der Arbeit ist eine Bestandsaufnahme des Mittelstands im Prozess der Globalisierung im Sommer 2008. Zunächst werden in Kapitel zwei die Unterschiede der kleinen und mittleren Unternehmen zur Gruppe der Familienunternehmen genannt. Die definitorische Abgrenzung wird sodann einer arbeitsfähigen Operationalisierung unterzogen. Das Kapitel drei befasst sich mit der Analyse der externen Herausforderungen und deren Auswirkungen auf das Makroumfeld des Mittelstands. Im Blickpunkt steht das wirtschaftspolitische Umfeld, mit der Frage nach der Notwendigkeit einer Mittelstandspolitik und die Bedeutung gegenwärtiger politischer Entwicklungen. Die konjunkturelle Situation wird im Kontext gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen betrachtet. Daneben werden die Wirtschaftsaussichten auf das kommende Jahr dargestellt. Aus ökologischer Sicht werden mit der Rohstoffverknappung sowie dem Klimawandel die zurzeit wichtigsten externen Einflussfaktoren auf die Gewinnlage des Mittelstands diskutiert. Das Kapitel vier stellt dagegen die internen Herausforderungen und deren Auswirkungen auf die Unternehmensführung in den Mittelpunkt der Betrachtung. Die Personalpolitik steht dabei im Rahmen des demografischen Wandels. Nach der Darstellung der Folgen für den Mittelstand erfolgt die Betrachtung personalpolitischer Maßnahmen, mit denen dem drohenden Fach- und Führungskräftemangel sowie des notwendigen Wissenstransfers zwischen den Generationen entgegengewirkt werden kann. Ferner wird gezeigt mit welcher globalen Wachstumsstrategie auch mittelständische Unternehmen in internationalen Märkten wachsen können. Kapitel fünf schließlich fasst die Erkenntnisse der einzelnen Einflussfaktoren zu einem Gesamtergebnis zusammen.


Excerpt (computer-generated)

Hamburger Fern-Hochschule

Postgradualer Studiengang Wirtschaft

Studienzentrum Nürnberg

Studienschwerpunkt Unternehmensführung

Hausarbeit zum Thema

Der Mittelstand im Prozess der Globalisierung

Eine Bestandsaufnahme im Sommer 2008

vorgelegt im

Herbstsemester 2008

von

Dipl.-Ing. (FH) Matthias Götz

24. Oktober 2008


Matthias Götz, 1085675

2/30

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis 3

1

Einleitung 4

2

Definition des industriellen Mittelstands 5

2.1

Quantitative Definition 5

2.2

Qualitative Definition 6

2.3

Zusammenspiel quantitativer und qualitativer Mittelstandskriterien 6

2.4

Kritische Betrachtung 7

3

Externe Herausforderungen der Globalisierung 8

3.1

Wirtschaftspolitisches Umfeld 8

3.1.1 Deutsche Mittelstandspolitik 8

3.1.2 Politische Entwicklungen 9

3.2

Konjunkturelle Situation im Kontext gesamtwirtschaftlicher

Rahmenbedingungen 11

3.2.1 Konjunktur zur Jahresmitte 11

3.2.3 Konjunkturelle Erwartungen 12

3.3

Ökologisches Umfeld 14

3.3.1 Rohstoffverknappung 14

3.3.2 Klimawandel 16

4

Interne Herausforderungen an die Unternehmensführung 18

4.1

Personalpolitik im demografischen Wandel 18

4.1.1 Folgen für den Mittelstand 18

4.1.2 Personalpolitische Maßnahmen 19

4.2

Globale Wachstumsstrategien in internationalen Märkten 21

5

Fazit 23

Literaturverzeichnis 25


Matthias Götz, 1085675

3/30

Abkürzungsverzeichnis

BDI

Bundesverband der deutschen Industrie

BIP

Bruttoinlandsprodukt

BMU

Bundesumweltministerium für Umwelt, Naturschutz und

Reaktorsicherheit

BMWi

Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie

CEO

Chief Executive Officer

DIHK

Deutsche Industrie- und Handelskammer

DZ Bank

Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank

EU

Europäische Union

FMW

Forschungsstelle Mittelständische Wirtschaft

GmbH

Gesellschaft mit beschränkter Haftung

GuV

Gewinn und Verlust

IfM

Institut für Mittelstandsforschung

Ifo

Institut für Wirtschaftsforschung

IfW

Institut für Weltwirtschaft

IG

Industriegewerkschaft

IMK

Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung

IW

Institut der deutschen Wirtschaft

IWH

Institut für Wirtschaftsforschung Halle

KfW

Kreditanstalt für Wiederaufbau

KMU

kleine und mittlere Unternehmen

RWI

Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung

UPS

United Parcel Service

ZDH

Zentralverband des Deutschen Handwerks

ZEW

Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung


Matthias Götz, 1085675

4/30

1

Einleitung

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Analyse der spezifischen

Herausforderungen des deutschen Mittelstands im Wirkungsgefüge aktueller

nationaler und globaler Märkte. Das Ergebnis der Arbeit ist eine Bestands-

aufnahme des Mittelstands im Prozess der Globalisierung im Sommer 2008.

Zunächst werden in Kapitel zwei die Unterschiede der kleinen und mittleren

Unternehmen zur Gruppe der Familienunternehmen genannt. Die definitorische

Abgrenzung wird sodann einer arbeitsfähigen Operationalisierung unterzogen.

Das Kapitel drei befasst sich mit der Analyse der externen Herausforderungen und

deren Auswirkungen auf das Makroumfeld des Mittelstands. Im Blickpunkt steht

das wirtschaftspolitische Umfeld, mit der Frage nach der Notwendigkeit einer

Mittelstandspolitik und die Bedeutung gegenwärtiger politischer Entwicklungen.

Die konjunkturelle Situation wird im Kontext gesamtwirtschaftlicher

Rahmenbedingungen betrachtet. Daneben werden die Wirtschaftsaussichten auf

das kommende Jahr dargestellt. Aus ökologischer Sicht werden mit der

Rohstoffverknappung sowie dem Klimawandel die zurzeit wichtigsten externen

Einflussfaktoren auf die Gewinnlage des Mittelstands diskutiert.

Das Kapitel vier stellt dagegen die internen Herausforderungen und deren

Auswirkungen auf die Unternehmensführung in den Mittelpunkt der Betrachtung.

Die Personalpolitik steht dabei im Rahmen des demografischen Wandels. Nach

der Darstellung der Folgen für den Mittelstand erfolgt die Betrachtung

personalpolitischer Maßnahmen, mit denen dem drohenden Fach- und

Führungskräftemangel sowie des notwendigen Wissenstransfers zwischen den

Generationen entgegengewirkt werden kann. Ferner wird gezeigt mit welcher

globalen

Wachstumsstrategie

auch

mittelständische

Unternehmen

in

internationalen Märkten wachsen können.

Kapitel fünf schließlich fasst die Erkenntnisse der einzelnen Einflussfaktoren zu

einem Gesamtergebnis zusammen.


Matthias Götz, 1085675

5/30

2

Definition des industriellen Mittelstands

Der industrielle Mittelstand als solcher ist eine abstrakte und je nach Art und

Spannbreite der Definition eine sehr heterogene und vielfältige Größe. Obwohl

die Begriffe kleine und mittlere Unternehmen (KMU), mittelständische

Unternehmen und Familienunternehmen in der Praxis häufig synonym verwendet

werden, besteht für den Wirtschaftsbereich des Mittelstands keine einheitliche

Definition (vgl. IFM MANNHEIM 2008). Der Mittelstand hat aber eine sowohl

quantitative als auch qualitative Ausprägung, welche zu zwei verschiedenen

Definitionsansätzen in der Literatur führt (vgl. WOLTER/HAUSER 2001).

2.1

Quantitative Definition

Der quantitative Ansatz setzt sich mit der Gruppe der KMU pragmatisch, d. h. auf

der Grundlage statistischer Kennzahlen, auseinander. Typischerweise wird die

Mitarbeiteranzahl, der Jahresumsatz oder die Bilanzsumme als quantitatives

Merkmal herangezogen.

In Deutschland bekennt man sich zu einer flexiblen Auslegung des

Mittelstandsbegriffs (vgl. BDI 2008a). Gleichzeitig orientiert man sich aber an der

Definition des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn (IfM Bonn), bei der sich

die Gesamtheit des Mittelstands aus allen KMU mit weniger als

500 Beschäftigten respektive 50 Millionen Euro Jahresumsatz zusammen setzt.

Dabei zählen Unternehmen mit bis zu neun Beschäftigten respektive weniger als

1 Million Euro Jahresumsatz zu den kleinen und solche mit zehn bis

499 Beschäftigten bzw. einem Jahresumsatz von 1 Million Euro bis unter

50 Millionen Euro zu den mittleren Unternehmen (vgl. IFM BONN 2008a).

Dagegen benutzt die Europäische Union (EU) weniger den Begriff Mittelstand,

sie spricht vielmehr von KMU und unterteilt diese noch mal in Kleinst-, Klein-

und Mittelunternehmen. Ein Unternehmen wird dann als KMU betrachtet, wenn

es nicht mehr als 250 Beschäftigte hat und entweder nicht mehr als 50 Millionen

Euro Jahresumsatz erwirtschaftet oder eine Bilanzsumme von weniger als

43 Millionen Euro aufweist (vgl. EU-KOMMISSION 2003a).


Matthias Götz, 1085675

6/30

2.2

Qualitative Definition

Den meisten qualitativen Definitionen ist gemeinsam, dass sie auf die enge

Verbindung zwischen dem Unternehmen und dem Eigentümer abstellen, d. h. sie

ziehen als weiteres erklärendes Merkmal die Eigentümerstruktur bzw.

Konzernunabhängigkeit mit hinzu. Demnach zählen auch Unternehmen, bei denen

Eigentums- und Leitungsrechte in der Person des Unternehmers vereint sind, zum

Mittelstand. Die Eigentümerführung wird nach den Operationalisierungskriterien

des IfM Bonn als gegeben angesehen, wenn bis zu zwei natürliche Personen oder

ihre Familienangehörigen mindestens 50 Prozent der Anteile eines Unternehmens

halten und diese natürlichen Personen der Geschäftsführung angehören (vgl. IFM

BONN 2008b). Die in diesem Zusammenhang auch als Familienunternehmen

bezeichneten Unternehmen zählen wie die KMU zum Mittelstand, unterliegen

jedoch keinen Größengrenzen und sind ausschließlich qualitativ definiert

(vgl. ausführlich WALLAU/KAYSER 2001, S. 43 f.).

Dieses Unabhängigkeitskriterium spiegelt sich auch in der Definition der EU

wieder, die neben den o. g. quantitativen Kriterien auch die weitgehende

Unabhängigkeit der Unternehmen verlangt (vgl. EU-KOMMISSION 2003a).

So dürfen sich KMU nicht zu mehr als 25 Prozent im Besitz eines größeren

Unternehmens befinden, welches selbst die Definition der KMU nicht erfüllt.

Auch nach der Definition des IfM Bonn müssen die Unternehmen

konzernunabhängig sein (vgl. IFM BONN 2008a).

2.3

Zusammenspiel quantitativer und qualitativer Mittelstandskriterien

Beim Verständnis des Mittelstands reichen quantitative Kriterien allein nicht aus

(vgl. HAUSER/WOLTER 2007, S. 7 f). Vielmehr wird der Mittelstand durch den

personengeprägten Zuschnitt der Unternehmen charakterisiert (vgl. WALLAU

2006, S. 13). Dies macht die Erweiterung des quantitativen Rasters durch

strukturelle Merkmale erforderlich. Zentrales Merkmal stellt hierbei die Einheit

von Unternehmensleitung und Eigentum dar.



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