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Subtitle: Materielle Mitarbeiterbeteiligung als erfolgreiches Instrument im "War for Talents"?
Scholarly Research Paper, 2008, 37 Pages
Author: Manuela Engelke
Subject: Organisation and Administration
Details
Tags: Fachkräftemangel, Unternehmen
Year: 2008
Pages: 37
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 58 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-24056-2
ISBN (Book): 978-3-640-24465-2
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Abstract
Fachkräftemangel trotz lang anhaltender Massenarbeitslosigkeit erscheint zunächst paradox, aber immer mehr Unternehmen suchen ohne Erfolg nach Fach- und Führungskräften und können Vakanzen nicht oder viel zu spät besetzen. Laut einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) ist davon ein Drittel der Unternehmen betroffen (vgl. Deutscher Industrie- und Handelskammertag e. V. 2007, S. 2) und insbesondere der Mittelstand hat mit diesem Missstand zu kämpfen. Nach einer im Dezember 2007 durchgeführten Studie des Haufe-Verlages gaben 70 Prozent der befragten Unternehmen aus dem Mittelstand an, „den Mangel an geeignetem Personal spürbar wahrzunehmen“ (vgl. Hug, M. 2008, S. 2).
Excerpt (computer-generated)
Fachkräftemangel
in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)
Materiel e Mitarbeiterbeteiligung als erfolgreiches Instrument zur Mit-
arbeiterbindung im ,,War for Talents"?
Projektarbeit im Rahmen der Prüfung zur
geprüften Personalreferentin bsb
eingereicht von
Manuela Engelke
Fernwald, 04.09.2008
I
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
_________________________________________________ 2
Abkürzungsverzeichnis
_____________________________________________ 3
Abbildungsverzeichnis
_____________________________________________ 4
Tabellenverzeichnis
________________________________________________ 5
1. Einführung
_____________________________________________________ 1
2. ,,War for Talents" - Fachkräftemangel in KMU
_________________________ 2
2.1. Definitionen ______________________________________________________________ 2
2.2
Die Situation in den KMU _______________________________________________ 4
2.2.1
Die Ursachen und betrieblichen Auswirkungen des ,,War for
_________________ 6
Talents"
___________________________________________________________________________ 6
3. Die Mitarbeiterbeteiligung
_________________________________________ 8
3.1
Die Kapitalbeteiligung __________________________________________________ 9
3.1.1 Die Eigenkapitalbeteiligung
___________________________________________________ 10
3.1.2 Mischformen
________________________________________________________________ 11
3.1.3 Die Fremdkapitalbeteiligung
__________________________________________________ 12
3.2 Die Erfolgsbeteiligung ____________________________________________________ 12
3.3 Mitarbeiterbeteiligung und Betriebsrat _____________________________________ 13
3.4 Mittelaufbringungen für die Mitarbeiter-Kapitalbeteiligung___________________ 13
4. Bindung von Fachkräften durch Mitarbeiterbeteiligung?
_______________ 15
4.1 Motivation als Grundlage für Bindung______________________________________ 15
4.2 Die Situation in Deutschland ______________________________________________ 19
5. Fazit
__________________________________________________________ 20
Anhang __________________________________________________________ 22
Schlagwortverzeichnis
_____________________________________________ 25
II
Abkürzungsverzeichnis
AGP
Arbeitsgemeinschaft Partnerschaft in der Wirtschaft
BetrVG
Betriebsverfassungsgesetz
EStG
Einkommenssteuergesetz
IAB
Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung
IfM
Institut für Mittelstandsforschung
KMU
Kleine und mittlere Unternehmen
MFB
Manage Future Business
OECD
Organisation for Economic Co-Operation and Development / Organisa-
tion für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
RKW
Rationalisierungs- und Innovationszentrum der Deutschen Wirtschaft
VermBG
Vermögensbildungsgesetz
III
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1 Betriebliche Ursachen des Fachkräftemangels ________ 7
Abbildung 2 Die verschiedenen Formen der Mitarbeiterbeteiligung _ 10
Abbildung 3 Die verschiedenen Kapitalbeteiligungsformen ________ 10
Abbildung 4 Hauptformen der Erfolgsbeteiligung ________________ 14
Abbildung 5 Dimensionen der Erfolgsbeteiligung ________________ VI
Abbildung 6 Förderung von Kapitalbeteiligung__________________ VI
Abbildung 7 Engagement-Index Deutschland __________________ VII
IV
Tabellenverzeichnis
Tabel e 1
Die Ziele der Unternehmen bei der Einführung von
Beteiligungsmodel en ____________________________ 15
Tabel e 2
Betriebe mit Gewinn- und Kapitalbeteiligung in Deutschland (Stand
2005) _________________________________________ VII
Tabel e 3
Verbreitete Beteiligungsformen in Deutschland ________ VII
1
1. Einführung
Der deutschen Volkswirtschaft geht es gut, die Konjunktur ist robust wie seit Jahren
nicht mehr und kann sich im internationalen Wettbewerb gut behaupten (vgl. KfW
u.a. 2008, S. 20 21, hier 40 - 41). Dies lässt sich auch an den Arbeitsmarktzahlen
ablesen, die deutlich machen, dass Unternehmen wieder vermehrt Personal nach-
fragen. So ist zum Beispiel die Arbeitslosenzahl im Januar 2008 im Vorjahresver-
gleich um 625.000 gesunken (vgl. Bundesagentur für Arbeit 2008). Ein derart starkes
Wirtschaftswachstum wie 2007 gab es zuletzt in den Jahren 1999/2000 (vgl. Bach,
H.-U., u.a. 2007/2008, S.1) und die positive Entwicklung wird sich im Jahr 2008 fort-
setzen. Doch unter dem Schlagwort ,,Fachkräftemangel" häufen sich zunehmend
Klagen der Unternehmen über eine unzureichende Zahl qualifizierter Bewerber.
Fachkräftemangel trotz lang anhaltender Massenarbeitslosigkeit erscheint zunächst
paradox, aber immer mehr Unternehmen suchen ohne Erfolg nach Fach- und Füh-
rungskräften und können Vakanzen nicht oder viel zu spät besetzen. Laut einer Um-
frage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) ist davon ein Drittel
der Unternehmen betroffen (vgl. Deutscher Industrie- und Handelskammertag e. V.
2007, S. 2) und insbesondere der Mittelstand hat mit diesem Missstand zu kämpfen.
Nach einer im Dezember 2007 durchgeführten Studie des Haufe-Verlages gaben 70
Prozent der befragten Unternehmen aus dem Mittelstand an, ,,den Mangel an geeig-
netem Personal spürbar wahrzunehmen" (vgl. Hug, M. 2008, S. 2).
Doch wer sind die ,,Fachkräfte" und wer wird gesucht? In unserer hoch technologi-
sierten Gesel schaft wird vor al em den wissensintensiven Tätigkeiten eine immer
bedeutendere Schlüsselrol e zuteil. Arbeitsmarktexperten warnen schon seit Jahren
vor dem ,,War for Talents", dem Wettbewerb der Unternehmen um die besten und
geeignetsten Mitarbeiter (vgl. Hug, M. 2008, S. 2). Auch vor dem Hintergrund des
demographischen Wandels gewinnt der ,,Kampf um die besten Talente" immer mehr
an Bedeutung, da der Führungskräftenachwuchs schon in Kürze sehr rar werden
wird. Wer sich also im Wettkampf um die ,,Besten" nicht rechtzeitig behauptet, ge-
fährdet die Entwicklung seines Unternehmens, denn nichts ist im Wettbewerb wichti-
ger für den Erfolg als die Qualität des eigenen Mitarbeiterpotentials (vgl. MFB-Report
September 2007, S.1).
Vor diesem Hintergrund wird es für die Personalveranwortlichen immer bedeutender,
ihre Leistungsträger zu binden. Nach einer Studie von Mercer bestätigen 85 Prozent
der Unternehmen europaweit, dass die Bindung von Leistungsträgern für 2008 die
2
größte Herausforderung sein wird (vgl
.
Enderle, K. 2008). Insbesondere für kleine
und mittelständische Unternehmen (KMU), die oft keinen hohen Bekanntheitsgrad
haben und in den Augen hoch qualifizierter Bewerber gegenüber einem Großunter-
nehmen als die schlechtere Alternative bei der Arbeitsplatzsuche gelten, spielt die
Bindung eine zunehmend wichtige Rol e (vgl. RKW e.V., S. 1-2).
Eine partnerschaftliche Unternehmenskultur, die die Interessen und Ziele von Arbeit-
nehmern und Arbeitgebern einander näher bringt und das Gefühl vermittelt, ,,gemein-
sam in einem Boot" zu sitzen, trägt zur Erreichung dieses hoch gesteckten Ziels bei.
Grundlage hiefür ist eine aktive Personalpolitik, die Vertrauen schafft und so auf mo-
tivierte und zufriedene Mitarbeiter zurückgreifen kann.
Ein mögliches Instrument aktiver Personalpolitik ist die materiel e Mitarbeiterbeteili-
gung. Auf der Grundlage einer partnerschaftlichen Unternehmensphilosophie werden
die Mitarbeiter, je nach Beteiligungsmodel , am Erfolg oder Kapital ihres Arbeit ge-
benden Unternehmens beteiligt. So sol en Motivationseffekte erreicht werden, die die
Mitarbeiter zu einem engagierten Arbeiten bewegen und die Fachkräfte an das Un-
ternehmen binden. Denn motivierte Mitarbeiter steigern durch ihr Engagement nicht
nur die Kundenzufriedenheit, und somit den Firmenwert, sie bleiben ihrer Firma auch
treu und lassen sich schwerer abwerben.
Der Staat hat die Vorteile einer betrieblichen Teilhabe ebenfal s erkannt und so hat
das Thema in diesen Tagen politische Aktualität: Die von der Koalition geplante stär-
kere Förderung der Mitarbeiterbeteiligung wurde im ,,Gesetz zur steuerlichen Förde-
rung der Mitarbeiterkapitalbeteiligung" am 27.08.2008 auf den Weg gebracht und sol
voraussichtlich im April 2009 in Kraft treten. Ziel ist es, Unternehmen und Arbeitge-
bern steuerliche Erleichterungen bei der Einführung und Umsetzung einer Mitarbei-
terbeteiligung zu bieten (vgl. Bundesministerium für Arbeit und Soziales 2008).
2. ,,War for Talents" - Fachkräftemangel in KMU
2.1. Definitionen
Die Wirtschaft verdankt ihren rasanten Investitionsanstieg unter anderem, neuesten
Technologien. Dies setzt intensive Forschungs- und Entwicklungsarbeit voraus, für
die man Mitarbeiter braucht, die hoch qualifiziert sind, sich einbringen und das Motto
des lebenslangen Lernens
umsetzen. Die Anforderungen an den einzelnen Mitarbei-
ter werden dabei immer höher, in den Unternehmen sind speziel e Fähigkeiten ge-
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