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Diplomarbeit, 2008, 110 Seiten
Autor: Dipl.-Ing. Marc Gilson
Fach: Bauingenieurwesen
Details
Tags: Vergleichende, Betrachtung, Berechnungsmethoden, Nachtragsansprüche, VOB/B
Jahr: 2008
Seiten: 110
Note: 1,8
Literaturverzeichnis: ~ 12 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-640-24962-6
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Zusammenfassung / Abstract
Die Berechnung von Nachträgen wird in der Praxis alltäglich durchgeführt. Hierbei ist jedoch aufgrund der Vielseitigkeit von Nachtragssachverhalten nicht immer geklärt, nach welcher Methode vorgegangen werden soll, und nach welchem Absatz der VOB-Paragraphen der vorliegende Fall bearbeitet werden soll. In dieser Arbeit soll ein Überblick über die verschiedenen Berechnungsmethoden für Nachtragsansprüche ausgearbeitet werden. Hierbei wird sowohl auf die Unterschiede zwischen den verschiedenen Anspruchsgrundlagen auf Basis der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) eingegangen, sowie die Unterschiede in der Interpretationsweise zwischen den etablierten Fachliteraturen aufgezeigt. Zum besseren Verständnis werden die einzelnen Berechnungsfälle jeweils mit Beispielen für den Leser illustriert.
Textauszug (computergeneriert)
Cand.-Ing. Marc Gilson
Vergleichende Betrachtung der unterschiedlichen Berechnungsmethoden für
Nachtragsansprüche nach VOB/B § 2
Fachgebiet Baubetrieb und Bauproduktion
DIPLOMARBEIT
Vergleichende Betrachtung der unterschiedlichen
Berechnungsmethoden für Nachtragsansprüche nach VOB/B § 2
eingereicht am 30. April 2008
Von: Cand.-Ing. Marc Gilson
Vorwort
Vorwort
Die Berechnung von Nachträgen wird in der Praxis alltäglich durchgeführt. Hierbei
ist jedoch aufgrund der Vielseitigkeit von Nachtragssachverhalten nicht immer
geklärt, nach welcher Methode vorgegangen werden soll, und nach welchem Absatz
der VOB-Paragraphen der vorliegende Fall bearbeitet werden soll.
In dieser Arbeit soll ein Überblick über die verschiedenen Berechnungsmethoden für
Nachtragsansprüche ausgearbeitet werden. Hierbei wird sowohl auf die
Unterschiede zwischen den verschiedenen Anspruchsgrundlagen auf Basis der
Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) eingegangen, sowie die
Unterschiede in der Interpretationsweise zwischen den etablierten Fachliteraturen
aufgezeigt.
Zum besseren Verständnis werden die einzelnen Berechnungsfälle jeweils mit
Beispielen für den Leser illustriert.
Schliesslich möchte ich noch einen besonderen Dank an Herrn Prof. Dr. Dipl.-Ing.
Rolf Fillibeck sowie Herrn Dipl.-Ing. Christian Ochs richten, die meine Diplomarbeit
betreut haben, und mir bei der Arbeit jederzeit mit Rat und Tat zur Seite standen.
Marc Gilson
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 5
Abbildungsverzeichnis 8
1. Einleitung 9
2. Grundlagen 11
2.1. Begriffserklärung 11
2.1.1. Bausoll 11
2.1.2. Bauist 13
2.1.3. Nachtrag 13
2.1.4. Leistungsverzeichnis 15
2.2. Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) 16
2.3. Vertragstypen gemäß VOB 17
2.3.1. Einheitspreisvertrag 18
2.3.2. Pauschalvertrag 19
2.4. Gesetzliche Grundlage und Ziel der VOB/B 20
2.5. VOB/B Paragraphen zur Regelung von Nachtragssachverhalten 22
2.6. Resümee 25
3. Kalkulation von Baupreisen 26
3.1. Kalkulationsphasen 26
3.1.1. Vorkalkulation 27
3.1.2. Nachkalkulation 28
3.2. Divisionskalkulation 28
3.3. Zuschlagskalkulation 29
3.3.1. Kalkulation über die Angebotsendsumme 30
3.3.2. Kalkulation mit vorgegebenen Zuschlägen 30
3.4. Aufbau der Kalkulation über die Angebotsendsumme 31
3.4.1. Einzelkosten der Teilleistungen 32
3.4.2. Gemeinkosten der Baustelle 32
3.4.3. Allgemeine Geschäftskosten 33
3.4.4. Wagnis 33
3.4.5. Gewinn 34
3.5. Leistungsfeststellung und Abrechnung eines Bauvertrages 35
5
Inhaltsverzeichnis
4. Grundlagen der Nachtragsansprüche 36
4.1. Grundsätzliches 36
4.1.1. Nachtragsangebot 36
4.1.2. Nachtragsbegründung 37
4.1.3. Nachtragskalkulation 38
4.1.4. Abrechnung und Prüfbarkeit von Nachtragsforderungen 39
4.2. Ursachen und Anspruchsgrundlagen für Nachträge 40
4.3. Übersicht § 2 VOB/B 42
4.4. Bausollabweichungen als Grundlage für Nachträge 43
5. Nachtragsansprüche bei Mengenänderungen gemäß § 2 Nr. 3 VOB/B 45
5.1. Grundlagen 45
Beispiel 5.1.:
Gemeinkostenunterdeckung 48
5.2. Voraussetzungen zur Anwendung des § 2 Nr. 3 VOB/B 49
5.3. Vergütungsanpassung nach § 2 Nr. 3 VOB/B 50
5.3.1. Auswirkung von Mengenänderung auf die EkdT 50
5.3.2. Auswirkung von Mengenänderung auf die GkdB 52
5.3.3. Auswirkung von Mengenänderung auf die AGK 54
5.3.4. Auswirkung von Mengenänderung auf Gewinn und Verlust 55
5.3.5. Auswirkung von Mengenänderung auf das Wagnis 56
5.3.6. Überschreitung des Mengenansatzes um mehr als 10 % 57
Beispiel 5.2.:
EP Berechnung bei Mehrmengen über 110 % 59
5.3.7. Unterschreitung des Mengenansatzes um mehr als 10 % 61
Beispiel 5.3.:
EP Berechnung bei Mindermengen unter 90 % 63
5.3.8. Ausgleichsberechnung 66
5.4. Sonderfälle: Angeordnete Mengenmehrung und Mengenminderung 68
5.5. Resümee 69
6. Nachtragsansprüche bei Selbstübernahme gemäß § 2 Nr. 4 VOB/B 71
6.1. Grundlagen 71
6.2. Voraussetzungen zur Anwendung des § 2 Nr. 4 VOB/B 72
6.3. Vergütungsanpassung nach § 2 Nr. 4 VOB/B 73
Beispiel 6.1.:
Teilkündigung nach § 2 Nr. 4 VOB/B 74
6.4. Resümee 75
7. Geänderte Leistung gemäß § 2 Nr. 5 VOB/B 76
7.1. Grundlagen 76
7.2. Voraussetzungen zur Anwendung des § 2 Nr. 5 VOB/B 78
7.3. Vergütungsanpassung bei geänderten Leistungen 79
7.3.1. Auswirkung auf die EkdT und die GkdB 79
7.3.2. Auswirkung auf die umsatzbezogenen Gemeinkosten 80
7.4. Resümee 81
6
Inhaltsverzeichnis
8. Zusätzliche Leistung gemäß § 2 Nr. 6 VOB/B 83
8.1. Grundlagen 83
8.2. Voraussetzungen zur Anwendung des § 2 Nr. 6 VOB/B 84
8.3. Vergütungsanpassung bei zusätzlichen Leistungen 85
8.3.1. Auswirkung auf die EkdT und die GkdB 86
8.3.2. Auswirkung auf die umsatzbezogenen Gemeinkosten 87
8.4. Resümee 87
9. Abgrenzung § 2 Nr. 5 VOB/B von § 2 Nr. 6 VOB/B 89
9.1. Notwendigkeit der Abgrenzung 89
9.2. Regeln zur Abgrenzung 90
9.3. Vergleichende Beispiele 91
Beispiel 9.1.:
Beispiel zu § 2 Nr. 5 VOB/B 91
Beispiel 9.2.:
Beispiel a) zu § 2 Nr. 6 VOB/B 93
Beispiel 9.3.:
Beispiel b) zu § 2 Nr. 6 VOB/B 94
9.4. Resümee 96
10. Ausführung von Leistungen ohne Auftrag gemäß § 2 Nr. 8 VOB/B 97
10.1. Grundlagen 97
10.2. Voraussetzungen zur Anwendung des § 2 Nr. 8 VOB/B 98
10.3. Vergütungsanpassung 99
11. Planerische Leistungen auf Verlangen gemäß § 2 Nr. 9 VOB/B 100
11.1. Grundlagen 100
11.2. Voraussetzungen zur Anwendung des § 2 Nr. 9 VOB/B 101
11.3. Vergütung 102
12. Literaturvergleich bei Nachtragsansprüchen nach VOB/B 103
13. Schlussfolgerungen und Erkenntnisse 105
Abkürzungsverzeichnis 107
Literaturverzeichnis 108
7
Abbildungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Definition des zu erstellenden Bauwerks durch das Bausoll 12
Abbildung 2: Voraussetzung für einen Nachtrag 13
Abbildung 3: Ablaufschema für einen Nachtrag 14
Abbildung 4: Vertragstypen gemäß § 5 VOB/A 17
Abbildung 5: Phasen der Kalkulation 26
Abbildung 6: Gliederung der Kalkulation 31
Abbildung 7: Zusammenhang zwischen den verschiedenen Kostenarten 31
Abbildung 8: Bestandteile eines Nachtragsangebotes 36
Abbildung 9: Bausollabweichungen als Grundlage für Nachträge nach VOB/B 43
Abbildung 10: Baubegleitende Planung als Ursache für Nachträge 44
Abbildung 11: Behandlung von Mengenänderungen nach § 2 Nr. 3 VOB/B 45
Abbildung 12: Die 10 %-Risikogrenze nach § 2 Nr. 3 VOB/B 47
Abbildung 13: Vergütungsanspruch des AN nach § 2 Nr. 4 VOB/B 73
Abbildung 14: Unterscheidung von Zusatzleistungen 86
8
1. Einleitung
1. Einleitung
Im Gegensatz zur verschiedenen anderen Gewerben ist es im Baugewerbe nicht
möglich alle Unbekannten (Inhalte und Umstände), die zur Herstellung eines
Bauwerks notwendig sind, im Voraus immer genau zu bestimmen. In der
Baubranche ist jedes Bauwerk ein Unikat.
Selbst bei guter Planung und sorgfältig erstellter Ausführungsunterlagen ist oft nicht
zu vermeiden, dass während der Ausführungsphase Fehler in der Planung entdeckt
werden.
Des Weiteren wird oft der Ablauf durch Wünsche des Bauherrn oder behördliche
Einschränkungen geändert. Diese Änderungen gegenüber der ursprünglichen
Planung können zu Nachtragsforderungen führen.
Ein Grossteil der Nachträge (95 %)1 sind auf die gerade erwähnten Änderungen in
der Ausführungsplanung zurückzuführen.
Die Thematik der Nachträge spielt in der Praxis eine große Rolle, da die
Nichtdurchsetzung dem Arbeitnehmer einen Verlust bis hin zur Insolvenz bescheren
kann. Gerade in wirtschaftlich ungünstigeren Zeiten müssen die Preise knapp
kalkuliert sein, um konkurrenzfähig zu sein. In diesem Falle kann das Durchsetzen
der Nachträge entscheidend für den finanziellen Erfolg einer Baumassnahme sein.
Es liegt daher im Interesse des Auftragnehmers, Nachträge zu dokumentieren und
durchzusetzen.
Der Bauherr kann ebenfalls, in seinem Interesse, ein Nachtrag zur Verringerung der
Vergütung wegen selbst ausgeführter oder modifizierter Leistungen fordern. In
beiden Fällen liegt eine Mengen- oder Ausführungsänderung vor.2
In dieser Arbeit werden die nach § 2 VOB/B möglichen Nachtragsansprüche
dargestellt. Die Unterschiedlichen Berechnungsmethoden werden jeweils mit einem
Beispiel verdeutlicht, wobei dieses Beispiel auf immer der gleichen Position basiert.
Dies dient der besseren Erkennung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden.
1 cf. Reister [3] S.341
2 i.A.a. Würfele/Gralla [4] S. XL
9
1. Einleitung
Des Weiteren werden die Unterschiede in der Interpretationsweise, falls vorhanden,
zwischen den etablierten Fachliteraturen in dieser Arbeit behandelt.
Dabei wurden folgende Literaturen miteinander verglichen, jeweils in ihrer
aktuellsten Auflage:
[1]
Vergütung, Nachträge und Behinderungsfolgen beim Bauvertrag, Band 1:
Einheitspreisvertrag
, Klaus
Kapellmann
/ Karl-Heinz
Schiffers
, 5. Auflage
2006, Werner Verlag
[2]
VOB Kommentar Teile A und B
, Heinz
Ingenstau
/ Hermann
Korbion
,
16. Auflage 2007, Werner Verlag
[3]
Nachträge beim Bauvertrag
, Dirk
Reister
, 2. Auflage 2007, Werner Verlag
[4]
Nachtragsmanagement
, Falk
Würfele
/ Mike
Gralla
, 1. Auflage 2006,
Werner Verlag
10
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