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Antonovskys Modell der Salutogenese

Untertitel: Mögliche Relevanz bei präventiven Maßnahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements

Hausarbeit, 2008, 26 Seiten
Autor: Angela Schwarz
Fach: Gesundheitswissenschaften

Details

Institution/Hochschule: Hamburger Fern-Hochschule
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2008
Seiten: 26
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 22  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V120929
ISBN (E-Book): 978-3-640-24375-4
ISBN (Buch): 978-3-640-24681-6
Anmerkungen :
Inhaltliche Kriterien: Informative und homogen aufbereitete Arbeit. Im Titel aufgeworfene "mögliche Relevanz" wird aufgelöst. Qualität und Quantität der Quellenrecherche und der Quellennutzung: In allen Kategorien vorbildlich. Die Autorin bietet eine inhaltlich wie formal ausgesprochen "saubere Arbeit" Sie versteht vorbildlich, das gewählte Thema einerseits "informationsdicht" und praxisgerecht, andererseits wissenschaftlichen Kriterien entsprechend (excellente Quellenarbeit)aufzubereiten. Gesamteindruck: SEHR GUT


Zusammenfassung / Abstract

1 Ziele der Arbeit Die Einführung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) bei meinem Arbeitgeber, einem Krankenhaus der Versorgungsstufe II mit 1200 Mitarbeitern, gibt Anlass zum Thema dieser Hausarbeit. Da grundsätzlich kostensenkende Ziele als Auslöser für die Einführung eines BGM überwiegen, ist meine Motivation die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens durch Investitionen in seine Humanressourcen, die „weichen Faktoren“ unternehmerischen Erfolgs, zu betonen und damit relevante Auswirkungen auf den Kohärenzsinn der Beschäftigten aufzuzeigen (vgl. BADURA, HEHLMANN 2003: 3). Überlegungen zum Thema Gesundheit wurden lange Zeit von der Medizin dominiert und von der Pathogenese abgeleitet. Antonovskys Modell der Salutogenese ordnet Menschen einem Kontinuum „gesund – krank“ zu. Auch soziale Systeme und Organisationen lassen sich diesem Kontinuum zuordnen, wenn deren Mitglieder zahlreiche Symptome (Fehlzeiten, Burnout, innere Kündigung etc.) aufweisen. Als Ursachen sind schlecht konzipierte soziale Systeme und inkompetente Führung auslotbar (vgl. BADURA, HEHLMANN 2003: 9). Zentraler Bestandteil von Antonovskys Modell der Salutogenese ist das Konzept des „Kohärenzsinns“, welches mit seinen drei Komponenten Verstehbarkeit (comprehensibility), Handhabbarkeit (managebility) und Sinnhaftigkeit (meaning-fulness) eine Grundorientierung ausdrückt (vgl. WALLER 2000: 22). Bei seiner Auslegung von Gesundheitsförderung werden kontext- und verhältnisbezogene Faktoren berücksichtigt, selbstverantwortliche Beteiligung sowie Dialog und Interaktion zwischen Laien und Professionellen hervorgehoben. Antonovsky unterstreicht damit den ganzheitlichen Ansatz der WHO. Vor diesem Hintergrund wird bestimmten Zusammenhängen und Wechselwirkungen mehr Bedeutung beigemessen. (vgl. BENGEL et al. 2001: 19 ff). Im Fokus von Alter und Alterungsprozess beim Erwerbspersonenpotential und in der Belegschaftsstruktur wird BGM ein wesentlicher Erfolgsfaktor für Konkurrenzfähigkeit bei der Produktion von Gesundheitsleistungen (vgl. VOLKHOLZ et al. 2002: 262 ff).


Textauszug (computergeneriert)

Hamburger Fern-Hochschule

Studiengang Pflegemanagement

München

Studienfach Gesundheitswissenschaft

PM-GEW-P12-080830

Hausarbeit zum Themenkomplex

Antonovskys Modell der Salutogenese ­ mögliche Relevanz

bei präventiven Maßnahmen des betrieblichen Gesund-

heitsmanagements

Frühjahrssemester 2008

von

Angela Schwarz

30.08.2008


Inhaltsverzeichnis

Seite

Inhaltsverzeichnis

---------------------------------------------------------------------- 2

Abkürzungsverzeichnis

----------------------------------------------------------------- 4

Symbolverzeichnis

----------------------------------------------------------------------- 4

Verzeichnis der Gesetze, Rechtsverordnungen und Verwaltungsanweisungen

- 5

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

------------------------------------------------ 5

1 Ziele der Arbeit

------------------------------------------------------------------------- 6

2 Begriffe und Definitionen

------------------------------------------------------------- 8

2.1 Kohärenzgefühl --------------------------------------------------------------------- 8

2.2 Sozialkapital------------------------------------------------------------------------- 8

2.3 Prävention --------------------------------------------------------------------------- 8

2.3.1 Primäre Prävention ------------------------------------------------------------ 9

2.3.2 Sekundäre Prävention --------------------------------------------------------- 9

2.3.3 Tertiäre Prävention ------------------------------------------------------------ 9

2.4 Gesundheit - das Resultat aus Ressourcen und Stressoren -------------------- 9

2.5 ,,Gesundheitsförderndes Setting" ------------------------------------------------10

2.5.1 Gesundheitsförderung durch Organisationsentwicklung ----------------11

2.5.2 Kooperationspartner, Netzwerke und Allianzen--------------------------11

3 Primäre Prävention bei Beschäftigten eines Krankenhauses

-----------------12

3.1 Primäre Prävention auf der personalen Ebene ---------------------------------13

3.2 Primäre Prävention auf der Verhältnisebene -----------------------------------13

3.3 Primäre Prävention auf der Verhaltensebene-----------------------------------14

4 Instrumente betrieblichen Gesundheitsmanagements

-------------------------14

4.1 BGM als Führungsaufgabe -------------------------------------------------------15

4.2 Handlungsspielräume -------------------------------------------------------------16

4.3 Partizipation ------------------------------------------------------------------------17

5 Praxis und Spezifizierung

------------------------------------------------------------18

5.1 Analysen ----------------------------------------------------------------------------18

5.5.1 Mitarbeiterbefragungen------------------------------------------------------18

5.5.2 Gesundheitszirkel-------------------------------------------------------------20

2


5.2 Planung------------------------------------------------------------------------------20

5.3 Umsetzung--------------------------------------------------------------------------20

5.4 Evaluation --------------------------------------------------------------------------20

6 Zusammenfassung und Ausblick

---------------------------------------------------21

7 Quellenverzeichnis

--------------------------------------------------------------------23

3


Abkürzungsverzeichnis

BGM

Betriebliches

Gesundheitsmanagement

BMG

Bundesministerium

für

Gesundheit

BAuA

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

Erw.

erweiterte

ggf.

gegebenenfalls

GKV

Gesetzliche

Krankenversicherung

Hrsg.

Herausgeber

OE

Organisationsentwicklung

o.

J.

ohne

Jahresangabe

PE

Personalentwicklung

SB

Studienbrief

SGB

Sozialgesetzbuch

SVR

Sachverständigenrat

vgl.

vergleiche

WHO

Weltgesundheitsorganisation

fgoe

Fonds

gesundes

Österreich

z.

B.

zum

Beispiel

Symbolverzeichnis

* geboren

§ Paragraph

4


Verzeichnis der Gesetze, Rechtsverordnungen und Verwaltungsanweisungen

SGB V Gesetzliche Krankenversicherung § 20 a (2007): Betriebliche Gesundheitsförderung.

Beck-Texte im dtv, 34. Auflage

SGB V Gesetzliche Krankenversicherung § 65 a (2007): Bonus für gesundheitsbewußtes

Verhalten. Beck-Texte im dtv, 34. Auflage

SGB VII Gesetzliche Unfallversicherung §1 (2007): Prävention, Rehabilitation, Entschädi-

gung. Beck-Texte im dtv, 34. Auflage

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

Abb.

Seite

01 Zielwerte

sozialkapitalorientierten Gesundheitsmanagements.

07

BADURA B./HEHLMANN T. (2003): Betriebliche Gesundheitspolitik.- Der

Weg zur gesunden Organisation. Berlin/Heidelberg: Springer.

02

Einrichtungen und Strukturen der Prävention und Gesundheits-förderung 12

auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene.

Quelle

: modifiziert nach

WALTER, U.; SCHWARTZ, F.W. 1998, S. 201. In: SVR für die konzertierte

Aktion im Gesundheitswesen. Bedarfsgerechtigkeit und Wirtschaftlichkeit

Band I. Gutachten 2000/2001 Kurzfassung.

03

BGM als Beitrag zur Organisations- und Personalentwicklung BUNDESAN- 15

STALT FÜR ARBEITSSCHUTZ UND ARBEITSMEDIZIN. (2007): NAGU - Nach-

haltige Arbeits- und Gesundheitspolitik im

Unternehmen-, S. 29. Bautzen:

Lausitzer Druck- und Verlagshaus

04 Beispiel-Items

für

verwendete Fragebögen. FRITZ, S. (2006): Ökonomi-

19

scher Nutzen ,,weicher" Kennzahlen. (Geld-) Wert von Arbeitszufrieden-

heit und Gesundheit, S. 61. Zürich: vdf Hochschulverlag AG.

5


1 Ziele der Arbeit

Die Einführung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) bei meinem Arbeitge-

ber, einem Krankenhaus der Versorgungsstufe II mit 1200 Mitarbeitern, gibt Anlass zum

Thema dieser Hausarbeit.

Da grundsätzlich kostensenkende Ziele als Auslöser für die Einführung eines BGM überwie-

gen, ist meine Motivation die Zukunftsfähigkeit eines Unterneh-mens durch Investitionen in

seine Humanressourcen, die ,,weichen Faktoren" unternehmerischen Erfolgs, zu betonen und

damit relevante Auswirkungen auf den Kohärenzsinn der Beschäftigten aufzuzeigen (vgl.

BADURA, HEHLMANN 2003: 3).

Überlegungen zum Thema Gesundheit wurden lange Zeit von der Medizin dominiert und von

der Pathogenese abgeleitet. Antonovskys Modell der Salutogenese ordnet Menschen einem

Kontinuum ,,gesund ­ krank" zu. Auch soziale Systeme und Organisationen lassen sich die-

sem Kontinuum zuordnen, wenn deren Mitglieder zahlreiche Symptome (Fehlzeiten, Bur-

nout, innere Kündigung etc.) aufweisen. Als Ursachen sind schlecht konzipierte soziale Sys-

teme und inkompetente Führung auslotbar (vgl. BADURA, HEHLMANN 2003: 9).

Zentraler Bestandteil von Antonovskys Modell der Salutogenese ist das Konzept des ,,Kohä-

renzsinns", welches mit seinen drei Komponenten Verstehbarkeit (comprehensibility), Hand-

habbarkeit (managebility) und Sinnhaftigkeit (meaningfulness) eine Grundorientierung aus-

drückt (vgl. WALLER 2000: 22).

Bei seiner Auslegung von Gesundheitsförderung werden kontext- und verhältnisbezogene

Faktoren berücksichtigt, selbstverantwortliche Beteiligung sowie Dialog und Interaktion zwi-

schen Laien und Professionellen hervorgehoben. Antonovsky unterstreicht damit den ganz-

heitlichen Ansatz der WHO. Vor diesem Hintergrund wird bestimmten Zusammenhängen

und Wechselwirkungen mehr Bedeutung beigemessen. (vgl. BENGEL et al. 2001: 19 ff).

Im Fokus von Alter und Alterungsprozess beim Erwerbspersonenpotential und in der Beleg-

schaftsstruktur wird BGM ein wesentlicher Erfolgsfaktor für Kon-kurrenzfähigkeit bei der

Produktion von Gesundheitsleistungen (vgl. VOLKHOLZ et al. 2002: 262 ff).

Bereits in der ersten Internationalen Konferenz zur Gesundheitsförderung am 21. November

1986 hatte sich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit der Verabschiedung der so ge-

nannten ,,Ottawa-Charta" geäußert, dass die Art und Weise, wie eine Gesellschaft die Arbeit

6



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