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Am Monatsende mehr Geld in der (Hand)Tasche

Untertitel: Tipps für Verhandlungen um Honorare und Gehaltserhöhung

Essay, 2008, 15 Seiten
Autor: Katalin Valeš
Fach: Medien / Kommunikation - Interpersonale Kommunikation

Details

Veranstaltung: Berufspraxis und Multimedia
Institution/Hochschule: Universität Dortmund (Institut für Journalistik)
Tags: Monatsende, Geld, Berufspraxis, Multimedia
Kategorie: Essay
Jahr: 2008
Seiten: 15
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 8  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V121036
ISBN (E-Book): 978-3-640-25398-2


Zusammenfassung / Abstract

Frauen verdienen im Durchschnitt 24 Prozent weniger Geld als Männer. Das ergab zumindest eine Erhebung des Statistischen Bundesamtes vom November 2008. Nun soll im Folgenden keine feministischer Klageschrift gegen die Unterdrückung der Frau in der patriarchalischen Gesellschaft unserer ungerechten Zeit folgen, sondern ein Versuch, praktische Tipps aufzuzeigen wie frau am Monatsende mehr Geld in ihrer Handtasche haben kann.


Textauszug (computergeneriert)

Institut für Journalistik an der Universität Dortmund
Lehrveranstaltung ,,Berufswelt Multimedia"

Am Monatsende mehr Geld in der (Hand)Tasche

Tipps für Verhandlungen um Honorare und Gehaltserhöhung


Essay

Verfasst von Katalin Vales.

5. Semester,

Hauptfach: Dipl. Journalistik,

Zweitfach: Dipl. Politikwissenschaften

(Universität Duisburg/Essen)


Gliederung

Einleitung 3

Warum Frauen schlechter bezahlt werden ­ Klischees und Realität 5

Basisregeln für Gehaltsverhandlungen 6

Vorher informieren 6

Mit der eigenen Leistung argumentieren 9

Mit der eigenen Leistung argumentieren 10

Mit Gegenargumenten rechnen 10

Alternativen bei einem ,,Nein" 11

Vorsicht Selbstausbeutung 12

Fazit 13

Quellen 14

2


Einleitung

Frauen verdienen im Durchschnitt 24 Prozent weniger Geld als Männer. Das ergab

zumindest eine Erhebung des Statistischen Bundesamtes vom November 2008. Nun

soll im Folgenden keine feministischer Klageschrift gegen die Unterdrückung der Frau

in der patriarchalischen Gesellschaft unserer ungerechten Zeit folgen, sondern ein

Versuch, praktische Tipps aufzuzeigen wie frau am Monatsende mehr Geld in ihrer

Handtasche haben kann.1

Der Einschätzung von Gehaltscoachs zufolge sind Frauen in Gehaltsverhandlungen

oft zu bescheiden, zu zurückhaltend und stecken lieber selbst zurück, anstatt mehr

Geld von ihren Arbeitgebern zu fordern. Nach eingehender Recherche bin ich zu dem

Schluss gekommen, dass eine angemessene Bezahlung nicht nur eine Frage der

Leistung zu sein scheint, sondern auch davon abhängig ist, wie gut man sich und

seine Leistung verkauft, wie oft Verhandlungen um höhere Gehälter oder Honorare

stattfinden und welche Annehmlichkeiten neben dem Gehalt oder Honorar

ausgehandelt werden. Wird Fahrtengeld erstattet oder ein Redaktionsauto zur

Verfügung gestellt? Wird Kranken- und Urlaubsgeld gewährt? Und gibt es

Verpflegungszuschüsse? Mitunter können sich solche Nebenvereinbarungen mehr

auszahlen, als eine Gehaltserhöhung.

Die angesprochenen Punkte treffen natürlich ebenso auch auf Männer zu. Doch

besonders Frauen sollten sich diese zu Herzen nehmen. Denn sie sind den

Gehaltscoachs zufolge oft emphatischer als Männer. Frauen denken oft schon daran,

wie sich der oder die Chef/in fühlen könnte und haben schnell ein schlechtes

Gewissen, wenn sie mehr Geld fordern. Frauen wollen - und man möge mir

verzeihen, dass ich hier zum Zwecke der Überschaubarkeit und Vereinfachung alle

Damen komplett undifferenziert über einen Kamm schere und dass ich auch nicht auf

Ausnahmen, Sonderfälle usw. eingehe ­ Frauen wollen, dass die Chefetage von sich

aus ihre Leistung erkennt und entsprechend honoriert. Sie wollen nicht darum

1 Diese kleine Hausarbeit soll lediglich Denkanstöße geben und erhebt keinen Anspruch auf

Vollständigkeit. Die Gründe für die Gehaltsschere sind natürlich viel tiefgreifender und vielfältiger, als

in dieser Arbeit beschrieben. Dennoch soll hier bewusst der Focus auf das Thema Gehalts- und

Honorarverhandlungen gelegt werden. Auch wenn sich die Tipps hauptsächlich auf Frauen beziehen,

sind sie allgemein gehalten und gelten selbstredend auch für männliche Kollegen. Leider konnte ich es

nicht vermeiden, einige gängige Klischees zu bedienen.

3


betteln müssen. Das klingt zwar vielleicht auf dem ersten Blick stark nach Klischee,

ist aber immer wieder in Foren, Interviews mit Gehaltscoachs und Ratgebern

nachzulesen. Frauen neigen oft dazu den Konjunktiv verwenden: ,,Wenn ich mehr

Gehalt bekäme, wäre es schön, aber ohne ginge es auch...". Männer tragen ihre

Forderungen klarer vor. Das hat im Übrigen nichts mit Unhöflichkeit zu tun.

Natürlich sind nicht nur eventuell vorhandene Schwächen bei Gehalts- und

Honorarverhandlungen für die statistisch nachgewiesenen Werte verantwortlich zu

machen. Das Ausmaß des Gehaltsunterschieds hängt in großem Maße von dem

jeweils ausgeübten Beruf, vom Alter der Betroffenen und der Region ab, deren

Gehaltsstruktur zugrunde gelegt wird. Weitere Gründe für einen geringeren

Durchschnittsverdienst sind zum einen die Tatsache, dass viele Frauen nach der

Geburt ihrer Kinder nicht wieder vollständig in den Beruf zurückkehren, also

entweder gar nicht arbeiten oder für weniger Geld eine niedriger bezahlte Arbeit

annehmen. Zum anderen ist auch der Statistik zu entnehmen, dass ein Großteil der

weiblichen Arbeitnehmerinnen eher einen Beruf wählt, der schlechter bezahlt ist, mit

dem sie aber selbst angeben, glücklicher zu sein. Zudem sind signifikant weniger

Frauen im oberen Management anzutreffen, als Männer.

Dennoch, und das ist der Grund für diesen Abstract, zeigen zahlreichen Studien und

Medienberichte, dass Frauen auch dann weniger Gehalt bekommen, wenn sie genau

die gleiche Arbeit verrichten wie ein männlicher Kollege und dies bei gleicher Qualität

und gleichem Umfang. Und zumindest dieses Defizit sollte abgeschafft werden.

Die in diesem Abstract zusammengetragenen Verhandlungstipps stammen

größtenteils von sogenannten Verhandlungscoachs. Sie gelten natürlich

gleichermaßen für Männer, sind daher also allgemein gehalten. Als roter Faden

dieser Arbeit gilt ein Zitat Berthold Brechts: ,,Wer kämpft kann verlieren, wer nicht

kämpft hat schon verloren." Soll heißen: Eine Garantie für ein höheres Gehalt durch

die Anwendung der im Folgenden genannten Tipps möchte und kann ich nicht

geben, aber ein Versuch dieselben anzuwenden ist es allemal wert.2

2 Hierbei ist anzumerken, dass ich die zusammengetragenen Tipps selbst noch nicht alle angewendet

habe. Ich stellte allerdings schon oft fest, dass es sich lohnt, auch als Geringverdiener oder freier

Mitarbeiter umzuhören, was die Kollegen verdienen und welche Zusatzvergütungen, sie erhalten. Da

man so an Informationen kommt, die einen sonst eventuell verwährt bleiben würden. Hier möchte ich

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