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Subtitle: Eine sinnvolle Methode zur Planung und Steuerung?
Termpaper, 2006, 15 Pages
Author: Lena Bringenberg
Subject: Economics / Business: Supply, Production, Logistics
Details
Institution/College: University of Constance
Tags: Balanced, Scorecard, Krankenhaus, Seminar, Aktuelle, Themen, Managements
Year: 2006
Pages: 15
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 10 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-25576-4
ISBN (Book): 978-3-640-25652-5
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Abstract
Das von Kaplan und Norton entwickelte Planungs- und Steuerungsinstrument der BSC, das die Leistung einer Organisation als „Gleichgewicht (Balance) zwischen unterschiedlichen Perspektiven auf einer Anzeigetafel (Scorecard)“ anzeigt (Conrad, 2001:14), war von ihren Erfindern ursprünglich für den Einsatz in Wirtschaftsunternehmen gedacht, deren Erfolg sich am Profit messen lässt. Unter anderem wurde die finanzielle Perspektive, trotz ihrer Ergänzung durch drei weitere Dimensionen, deshalb an die Spitze des Konzeptes gestellt. Doch ist der Ansatz wirklich nur im Profit-Bereich anwendbar? Kann er nicht so entwickelt und angepasst werden, dass er auch in Nonprofit-Organisationen, zum Beispiel im Gesundheitsbereich, anwendbar wird? Gerade in Krankenhäusern sehnt man sich schon seit geraumer Zeit nach einem wirkungsvollen Management-Instrument, das in der Lage ist, die finanziellen Probleme, die in den letzten Jahren vermehrt aufgetreten sind, zu lösen, ohne das die Qualität der medizinischen Versorgung darunter zu leiden hat. Ausgangsfragestellung dieser Hausarbeit ist somit die Frage: Kann die Balanced Scorecard auch im Gesundheitsbereich erfolgreich eingesetzt werden? Anhand der Betrachtung mehrerer nordamerikanischer Krankenhäuser, die das Konzept bereits implementiert haben, wird versucht, dies zu ermitteln. Das Ziel der Analyse ist die Beantwortung der Ausgangsfrage: Kann die BSC dazu beitragen die „Leistung“ des Unternehmens „Krankenhaus“ zu messen und zu verbessern? Um allerdings näher auf die Besonderheiten der Anwendung im sozialen Bereich eingehen zu können, wird zu Beginn das ursprüngliche Konzept kurz erläutert. Dabei werden einige grundlegende Fragen geklärt, wie z.B.: Wozu genau dient die BSC? Was macht das Konzept so einzigartig und erfolgreich? Da Krankenhäuser nicht zu den „normalen“ Anwendungsbereichen des Ansatzes gehören, wird anschließend versucht zu ermitteln, ob man ihn dort überhaupt sinnvoll einsetzen kann. Dazu werden zunächst die Gründe einer Einführung im Gesundheitsbereich anhand des Fallbeispiels des Duke Children’s Hospitals in North Carolina erläutert.
Excerpt (computer-generated)
Die Balanced Scorecard im Krankenhaus eine
sinnvolle Methode zur Planung und Steuerung?
von
Lena Bringenberg
Kurs: Aktuel e Themen des Managements
Inhaltsverzeichnis
1
Einleitung in die Fragestel ung: Anwendung der BSC im Gesundheitsbereich
unmöglich? 3
2
Das Konzept der BSC, seine Entstehung und die grundlegenden Unterschiede
zu anderen Leistungsmessungssystemen 4
3
Anwendung der BSC im Krankenhaus 5
3.1
Gründe für die Anwendung der BSC im Krankenhaus 5
3.1.1
Fal beispiel: Duke Children′s Hospital 6
3.2
Notwendige Anpassungen der BSC an die Besonderheiten im
Gesundheitsbereich 6
3.3
Veränderungen im Krankenhaus durch die Einführung der BSC am
Fal beispiel Duke Children′s Hospital 8
4
Erörterung der Vor- und Nachteile der Anwendung der BSC im Krankenhaus ... 9
4.1
Nachteile 9
4.2
Vorteile 10
5
Fazit: Ist eine Anwendung der BSC im Krankenhaus sinnvol ? 12
Literaturverzeichnis 14
Zeitschriftenartikel: 14
Bücher: 14
2
1 Einleitung in die Fragestellung: Anwendung der BSC im
Gesundheitsbereich unmöglich?
Das von Kaplan und Norton entwickelte Planungs- und Steuerungsinstrument der
BSC, das die Leistung einer Organisation als ,,Gleichgewicht (Balance) zwischen
unterschiedlichen Perspektiven auf einer Anzeigetafel (Scorecard)" anzeigt (Conrad,
2001:14), war von ihren Erfindern ursprünglich für den Einsatz in
Wirtschaftsunternehmen gedacht, deren Erfolg sich am Profit messen lässt. Unter
anderem wurde die finanziel e Perspektive, trotz ihrer Ergänzung durch drei weitere
Dimensionen, deshalb an die Spitze des Konzeptes gestel t.
Doch ist der Ansatz wirklich nur im Profit-Bereich anwendbar? Kann er nicht so
entwickelt und angepasst werden, dass er auch in Nonprofit-Organisationen, zum
Beispiel im Gesundheitsbereich, anwendbar wird? Gerade in Krankenhäusern sehnt
man sich schon seit geraumer Zeit nach einem wirkungsvollen Management-
Instrument, das in der Lage ist, die finanziel en Probleme, die in den letzten Jahren
vermehrt aufgetreten sind, zu lösen, ohne das die Qualität der medizinischen
Versorgung darunter zu leiden hat.
Ausgangsfragestel ung dieser Hausarbeit ist somit die Frage: Kann die Balanced
Scorecard auch im Gesundheitsbereich erfolgreich eingesetzt werden?
Anhand der Betrachtung mehrerer nordamerikanischer Krankenhäuser, die das
Konzept bereits implementiert haben, wird versucht, dies zu ermitteln.
Das Ziel der Analyse ist die Beantwortung der Ausgangsfrage: Kann die BSC dazu
beitragen die ,,Leistung" des Unternehmens ,,Krankenhaus" zu messen und zu
verbessern?
Um al erdings näher auf die Besonderheiten der Anwendung im sozialen Bereich
eingehen zu können, wird zu Beginn das ursprüngliche Konzept kurz erläutert. Dabei
werden einige grundlegende Fragen geklärt, wie z.B.: Wozu genau dient die BSC?
Was macht das Konzept so einzigartig und erfolgreich?
Da Krankenhäuser nicht zu den ,,normalen" Anwendungsbereichen des Ansatzes
gehören, wird anschließend versucht zu ermitteln, ob man ihn dort überhaupt sinnvol
einsetzen kann.
Dazu werden zunächst die Gründe einer Einführung im Gesundheitsbereich anhand
des Fal beispiels des Duke Children′s Hospitals in North Carolina erläutert.
Außerdem werden die Modifikationen, die an der Methodik der BSC vorgenommen
werden können oder viel eicht sogar müssen, um eine Anwendung im sozialen
Bereich zu ermöglichen, erklärt. Sind diese unumgänglich, wenn der Ansatz zum
3
Erfolg führen sol ? Hierbei werden mehrere Krankenhäuser aus dem
nordamerikanischen Raum als Beispiele herangezogen.
Weiterhin werden typische Neuerungen im Krankenhausbetrieb, die mit Hilfe der
BSC entwickelt und implementiert werden können, um die Zielvorgaben der
Perspektiven zu erfül en, am Beispiel des Duke Children′s Hospitals aufgezeigt.
Anschließend werden die Vor- und Nachteile des Konzeptes gegenübergestel t. Im
Fazit wird eine Zusammenfassung der Ergebnisse der Analyse geliefert und
schließlich die Ausgangsfrage geklärt: Ist eine Anwendung der BSC in
Krankenhäusern sinnvol oder nicht?
2 Das Konzept der BSC, seine Entstehung und die grundlegenden
Unterschiede zu anderen Leistungsmessungssystemen
Im Jahre 1990 entwickelten David P. Norton und Robert S. Kaplan bei einer Studie
im Rahmen des Performance Measurement Systems die Balanced Scorecard (vgl.
Conrad, 2001:14), ein inzwischen international bekanntes Management-Instrument,
das Wirtschaftsunternehmen mittels der Messung von Kennzahlen in vier, in ihrer
Gewichtung
ausgewogenen
(balancierten)
Perspektiven,
hilft,
ihre
Leistungsfortschritte systematisch zu verfolgen und zu beeinflussen.
Das Neuartige an diesem Konzept ist vor al em die Konzentration auf mehrere
Dimensionen, welche die ausschließliche Betrachtung finanziel er Gesichtspunkte,
auf die sich frühere Steuerungssysteme beschränkten, ablöst.
Die vier Perspektiven, die den Unternehmenserfolg vorantreiben, sind: die
finanzwirtschaftliche, die Kunden-, die interne Prozess- und die Lern- und
Entwicklungsperspektive (vgl. Kaplan/Norton, 1997: 8).
Somit betont die BSC zwar die finanziel en Ziele, in dem sie diese an die Spitze des
Ansatzes stel t, beinhaltet jedoch auch die Leistungstreiber derselben, so dass eine
gezielte Steuerung des Unternehmenserfolges möglich wird (vgl. Kaplan/Norton,
1997: 8).
Eine weitere, grundlegende Neuerung des Ansatzes gegenüber anderen
Leistungsmessungssystemen ist die Möglichkeit, Mission und Strategie des
Unternehmens in konkrete Kennzahlen zu übersetzen (vgl. Kaplan/Norton, 1997: 23).
Die Formulierung einer Vision, die al en Mitarbeitern die Grundwerte der
Organisation mit auf den Weg geben sol , bietet große Vorteile: sie wirkt inspirierend
auf das Personal und hilft, die verschiedenen Vorstel ungen und Ziele Einzelner zu
einem Unternehmensleitbild zu vereinen (vgl. Kaplan/Norton, 1997: 23).
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