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Subtitle: Rituelle, Performative und theatrale Elemente
Bachelor Thesis, 2008, 59 Pages
Author: Anja Menge
Subject: Theater Studies
Details
Tags: Ritualität, Performativität, Theatralität, Luk Perceval, Traum im Herbst, Platonow
Year: 2008
Pages: 59
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 26 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-28504-4
ISBN (Book): 978-3-640-28579-2
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Abstract
In der modernen Theaterlandschaft gibt es Künstler, die sich nicht mit dem weit umgreifenden Trend, Theater als Unterhaltung der Massen zu erschaffen und dem breiten Publikum Produkte von Kunst vorzulegen, zufrieden geben. Es gibt im Theater von heute Regisseure, die sich von der fehlenden Authentizität auf Deutschlands Bühnen entschieden abwenden. Es gibt aktuelle Inszenierungen, die mutig und provokant sind, aber nicht, weil sie auf plakative Weise Ansichten veräußern, sondern weil sie bewegen, mitreißen, schockieren, amüsieren und vor allem Fragen aufwerfen und Nachdenklichkeit hinterlassen. Der belgische Schauspieler und Regisseur Luk Perceval ist einer dieser zeitgenössischen Künstler und zeigt dem deutschen Theaterpublikum seit etwa zehn Jahren anders gedachtes Theater. Seine Herangehensweise ist spirituell und philosophisch und rückt das Theater in einen „neuen alten“ Kontext mit seinem rituellen Ursprung. Wie sich die Ritualisierung des Theaters bei Percevals Inszenierungen zeigt, soll im Rahmen dieser Bachelorarbeit untersucht werden. Zuvor werden Percevals Weg zu seinem Theater, seine charakteristische Arbeitsweise sowie sein langjähriges Mantra – Theater sei Schreiben im Sand – skizziert. Im Anschluss daran und als Grundlage für die Inszenierungsanalyse, soll eine theoretische Einführung in den aktuellen Stand der Theater- und Ritualforschung gegeben werden, nachdem wichtige Grundbegriffe wie Aufführung und Performativität geklärt wurden. Im darauf folgenden vierten Teil der Arbeit werden zwei Inszenierungen des Regisseurs analysiert und auf ihre rituellen Aspekte hin untersucht und verglichen. Besonderes Augenmerk gilt dabei den spezifischen Details der Inszenierungen, in denen rituelle Verweise ersichtlich sind. Welcher kulturelle Nutzen sich aus der Rückbesinnung auf den Ursprung des Theaters ergeben könnte, wird anschließend erläutert. Am Ende soll ein Fazit mit einer Aussage zu den Kernfragen dieser Arbeit stehen: Was kennzeichnet das Theater des Regisseurs Luk Perceval? Wo finden sich rituelle Aspekte? Und welche kulturellen Folgen hat Percevals Theaterritualisierung?
Excerpt (computer-generated)
DAS THEATER VON LUK PERCEVAL
RITUELLE, PERFORMATIVE UND THEATRALE ELEMENTE
Bachelorabschlussarbeit im Studiengang
Theater und Medien
Vorgelegt von: Anja Menge
Am: 29.09.2008
An der
Universität Bayreuth
Sommersemester 2008
Anja Menge
6. Fachsemester Theater und Medien
Wir brauchen für die grausame Wirklichkeit dieses Lebens einen
Gegenentwurf. Auch wenn es keinen Glauben an eine Ganzheitlichkeit mehr
gibt, besteht trotzdem eine Sehnsucht. Und für diese Sehnsucht ist das
Theater ein ritueller Ort.
Luk Perceval
2
Gliederung
1. Einleitung 4
2. Luk Perceval 6
2.1
Der Weg zu seinem Theater 6
2.2
Die Entwicklung einer spezifischen Arbeitsweise 8
2.3.
Das Mantra: Schreiben im Sand 11
3. Theater und Ritual: ihre Vernetzung und Wirkung 14
3.1
Grenzbeziehungen von Theater und Ritual 14
3.1.1
Aufführung und Performativität 14
3.1.2
Die Rückkehr zur Tradition 16
3.1.3
Vom Theater zum Ritual 18
3.2
Rauschzustände und Krisenbewältigung 21
3.3
Die externe theatrale Kommunikation: der aktive Zuschauer 24
4. Rituelle Aspekte in der Theaterarbeit Luk Percevals 27
4.1
Handlungszusammenfassungen 27
4.1.1
Traum im Herbst
von Jon Fosse 27
4.1.2
Platonow
von Anton Pawlowitsch Tschechow 27
4.2
Aspekte von Ritualität in den Inszenierungen 28
4.2.1
Der äußere Rahmen: Bühnenraum und Licht 28
4.2.2
Die Spielweise der Schauspieler 32
4.2.3
Der Rhythmus der Inszenierungen 34
4.2.4
Die Integration des Zuschauers 37
4.3
Gegenüberstellung beider Inszenierungen 39
5. Zusammenfassung: Luk Perceval zwischen Theater und Ritual 44
5.1
Die rituelle Dimension seines Theaters 44
5.2
Der daraus resultierende kulturelle Nutzen 45
6. Fazit 48
7. Literaturverzeichnis 50
8. Anhang 53
8.1
Abbildungsverzeichnis 53
8.2
Mitwirkende der Inszenierungen 57
3
1.
Einleitung
,,Zuerst geht es darum, eine Gesellschaft zu schaffen,
danach werden wir vielleicht gutes Theater machen."1
(Jean Vilar)
In der modernen Theaterlandschaft gibt es Künstler, die sich nicht mit dem weit
umgreifenden Trend, Theater als Unterhaltung der Massen zu erschaffen und dem
breiten Publikum
Produkte
von Kunst vorzulegen, zufrieden geben. Es gibt im
Theater von heute Regisseure, die sich von der fehlenden Authentizität auf
Deutschlands Bühnen entschieden abwenden. Es gibt aktuelle Inszenierungen, die
mutig und provokant sind, aber nicht, weil sie auf plakative Weise Ansichten
veräußern, sondern weil sie bewegen, mitreißen, schockieren, amüsieren und vor
allem Fragen aufwerfen und Nachdenklichkeit hinterlassen.
Der belgische Schauspieler und Regisseur Luk Perceval ist einer dieser
zeitgenössischen Künstler und zeigt dem deutschen Theaterpublikum seit etwa zehn
Jahren anders gedachtes Theater. Seine Herangehensweise ist spirituell und
philosophisch und rückt das Theater in einen ,,neuen alten" Kontext mit seinem
rituellen Ursprung.
Wie sich die Ritualisierung des Theaters bei Percevals Inszenierungen zeigt, soll im
Rahmen dieser Bachelorarbeit untersucht werden. Zuvor werden Percevals Weg zu
seinem Theater, seine charakteristische Arbeitsweise sowie sein langjähriges Mantra
Theater sei Schreiben im Sand skizziert. Im Anschluss daran und als Grundlage
für die Inszenierungsanalyse, soll eine theoretische Einführung in den aktuellen
Stand der Theater- und Ritualforschung gegeben werden, nachdem wichtige
Grundbegriffe wie
Aufführung
und
Performativität
geklärt wurden. Im darauf
folgenden vierten Teil der Arbeit werden zwei Inszenierungen des Regisseurs
analysiert und auf ihre rituellen Aspekte hin untersucht und verglichen. Besonderes
Augenmerk gilt dabei den spezifischen Details der Inszenierungen, in denen rituelle
Verweise ersichtlich sind. Welcher kulturelle Nutzen sich aus der Rückbesinnung auf
den Ursprung des Theaters ergeben könnte, wird anschließend erläutert. Am Ende
soll ein Fazit mit einer Aussage zu den Kernfragen dieser Arbeit stehen: Was
1 Vilar, Jean (1946): Le metteur en scène et l′ oeuvre dramatique. Paris. (Il s′agit donc de faire une
société, après quoi nous ferons peut-être du bon théâtre) Zit. bei: Irmer, Thomas; Hrsg. (2005):
Theater und Ritual: Mit einem Nachwort von Thomas Irmer. Berlin (Alexander Verlag Berlin), S. 109.
4
kennzeichnet das Theater des Regisseurs Luk Perceval? Wo finden sich rituelle
Aspekte? Und welche kulturellen Folgen hat Percevals Theaterritualisierung?
Dass Luk Perceval einen anderen künstlerischen Weg gegangen ist, als viele seiner
Zeitgenossen, resultierte aus einer tiefen Ernüchterung gegenüber der damaligen
erstickenden Theateratmosphäre in Belgien2. Diese langwierige, wenig kreative
Periode an den flämischen Theatern, rührte zum einen aus der mangelnden
Modernität im Theaterbetrieb und zum anderen aus der allmählich umgreifenden
Meinung, dass Theater vor allem Gewinne erzielen sollte.3 Schon früh sah Luk
Perceval darin einen Trugschluss und vor allem die Notwendigkeit, das Theater zu
verändern, um es den Schauspielern angenehmer und dem Publikum innovativer zu
gestalten.
In dem einführenden Zitat Jean Vilars wird deutlich, wie eng die gesellschaftlichen
Verhältnisse mit den theatralen Werken einer Epoche verknüpft sind. Vielleicht hat
Vilar Recht, wenn er behauptet, dass sich erst die Gesellschaft ändern müsste, um
gutes Theater auf die Bühne zu bringen. Doch Perceval setzt an einem etwas
anderen Punkt an. Denn vielleicht kann man gesellschaftliche Veränderungen auch
mit
dem Theater
bewirken, in dem man als Regisseur das Publikum ernst nimmt,
keine Lügen erzählt und stattdessen eine Geschichte präsentiert, die glaubwürdiger
ist, als all das, was die Zuschauer selbst schon einmal erlebt haben. Diesem Ansatz,
der Luk Percevals Arbeit charakterisiert, und den daraus resultierenden Fragen soll
in dieser Arbeit auf den Grund gegangen werden.
2 Perceval, Luk: Accidenten 1 gesammelte Katastrophen. In: Irmer, Thomas; Hrsg. (2005): Theater
und Ritual: Mit einem Nachwort von Thomas Irmer. Berlin (Alexander Verlag Berlin), S. 18.
3 Ebd., S. 18
5
2.
Luk Perceval
2.1 Der Weg zu seinem Theater
Der Belgier Luk Perceval, Jahrgang 1957, wuchs in Antwerpen auf. Er galt als
großes Fußballtalent, aber einer Karriere als Berufsfußballer zog er eine
professionelle Schauspielausbildung am renommierten Antwerpener Konservatorium
vor. Später sagte er, dass ihn seine sportliche Leidenschaft für Fußball in vielen
seiner Ideen am Theater maßgeblich beeinflusst hat.4 In seinem Festengagement an
der
Stadsschouburg Antwerpen
wurden Perceval zahlreiche Hauptrollen zugeteilt.
Dennoch zog er nach vier Jahren, depressiv und desillusioniert vom Theater der
damaligen Zeit, den Schlussstrich und gründete im Jahr 1984 seine eigene
Theaterkompanie: die
Blauwe Maandag Companie5
.
,,Während ich zunächst als Schauspieler und später als Theatermacher älter wurde,
verschwanden die Illusionen und die pathetischen Träume über das Theater. Ich sah ein, daß
nicht nur das Theater, sondern auch meine gesamte Existenz, meine sogenannte Identität
sinnlos waren (...)."6
In der neu gegründeten Kompanie konnte er sich künstlerisch verwirklichen, und
eigenen Ideen mit Gleichgesinnten nachgehen. In den Inszenierungen wurden
interagierend sämtliche Mitarbeiter beteiligt. Die Neuartigkeit und den Mut, den
dieses Theater ausstrahlte, ließ es zu einem der wichtigsten Vertreter der
,,Flämischen Welle"7 werden, als dessen Auslöser Luk Perceval gilt.
,,Wir stellten uns keine Fragen über Relevanz und Notwendigkeit, wir suchten einzig und allein
Befreiung. Befreiung aus der erstickenden, egozentrischen Arbeitsatmosphäre, wie ich sie bis
dahin tagtäglich am eigenen Leib erfuhr."8
Aus dieser Suche nach Befreiung wandelte sich das Theaterschaffen der Kompanie
zwar zu einem sehr inspirierenden und experimentierenden Prozess, führte aber
4 Houtman, Joost: A short view on Luk Perceval′s career.
http://www.lukperceval.info/html/index.php/archive/othr/biography_eng/?year=2008&lang=en,
15.08.2008.
5 Anm. der Verfasserin: die Abkürzung für Blauwe Maandag Companie ist ,,BMCie"
6 Perceval, Luk: Theater ist Schreiben im Sand. In: Irmer, Thomas; Hrsg.: Theater und Ritual, a.a.O.,
S. 11.
7 Anm. der Verfasserin: Die
Flämische Welle
bezeichnet eine Bewegung von Theatermachern und
Schauspielern seit den achtziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts, die sich vom
psychologischen Vortasten in Rollen und Stücke loslösen wollen und die Figuren ganz aus der
Persönlichkeit des individuellen Schauspielers heraus gestalten wollen.
8 Perceval, Luk: Accidenten 1 gesammelte Katastrophen. In: Irmer, Thomas; Hrsg.: Theater und
Ritual, a.a.O., S. 18.
6
auch zu einem zwischenzeitlichen Scheitern, das sich in Reibungen und Konflikten
zwischen allen Mitarbeitern äußerte. Die Arbeit war geprägt von Anstrengungen und
Fehlern, die es jedoch rückblickend zu machen galt, um den für Luk Perceval
richtigen Zugang zum Theater zu finden. Er durchlebte Phasen einer persönlichen
existentiellen Krise, die von der fehlenden Authentizität und der bürgerlichen
Verlogenheit im Theater und seiner eigenen privaten Unvollkommenheit herrührten9.
Die Stationen der Arbeit in der Kompanie, die sich bis 1998 erstreckte, führten mittels
zahlreicher Inszenierungen zu neuen Erkenntnissen über seine ewig währende
Frage nach dem Sinn des Theaters und dem Streben nach der ,,absoluten Freiheit"10.
Im Jahr 1997 fusionierte die
BMCie
mit der
Schouwburg
in Antwerpen unter dem
Namen
Het Toneelhuis
, dessen künstlerischer Leiter Luk Perceval wurde. Im Laufe
seiner Karriere, die sich ab den neunziger Jahren auch in Deutschland fortsetzte,
arbeitete Perceval unter anderem mit Texten von Shakespeare, Tschechow,
Wedekind, O′Neill, Strindberg und vielen anderen. Luk Perceval kann seit einigen
Jahren auf bedeutende internationale Preise und Referenzen, darunter Einladungen
zum Berliner Theatertreffen und den Salzburger Festspielen, zurückblicken.
Künstlerisch ist er seiner ursprünglichen Linie, theatral experimentell und mutig zu
arbeiten, treu geblieben. Er hat aus den Erfahrungen mit der
BMCie
entscheidende
Schlüsse gezogen und ist seiner Suche nach Sinnfindung und Befreiung im Theater
näher gekommen11. Luk Perceval befindet sich auf dem derzeitigen Höhepunkt
seiner Karriere, und wird noch in diesem Jahr an der Akademie für Darstellende
Kunst Baden-Württemberg als Lehrer für Regie und Schauspiel tätig sein, nachdem
er diesjährig schon Theaterpremieren in Amsterdam, Kopenhagen, München und
Berlin feiern durfte.
Nach diesem kurzen biographischen Exkurs soll in den folgenden zwei Kapiteln
dargelegt werden, was die Besonderheiten des theatralen Schaffens und der
Arbeitsweise Luk Percevals ausmacht und warum er mit seiner Arbeit nach einer
Rückkehr zu einem rituellen theatralen Ursprung strebt.
9 Vgl: Irmer, Thomas: Theater und Ritual: Thomas Irmer im Gespräch mit Luk Perceval. In: Irmer,
Thomas; Hrsg.: Theater und Ritual, a.a.O., S. 120.
10 Perceval, Luk: Accidenten 1 gesammelte Katastrophen. In: Irmer, Thomas; Hrsg.: Theater und
Ritual, a.a.O., S. 26.
11 Vgl. Kapitel 2.2 und 2.3
7
2.2
Die Entwicklung einer spezifischen Arbeitsweise
,,Der Schauspieler in mir rebellierte und verlangte von mir, eine andere Arbeitsweise zu
suchen und was ich suchte, war
Zusammen
arbeit."12
Die Arbeitsweise des Luk Perceval zeichnet sich dadurch aus, dass sie keine
bestimmte Theorie verfolgt, sondern ein Konglomerat an Fragmenten und
Einstellungen in sich vereint. Viele seiner Techniken und Methoden haben sich erst
im Laufe der Arbeit in der
BMCie
entwickelt. Hier sollen wichtige Aspekte, sowohl
technischer als auch philosophischer Herkunft, näher untersucht werden.
Mit der Gründung der
BMCie
suchte Perceval nach einer Befreiung aus der
erstickenden Arbeitsatmosphäre der Stadttheater mithilfe eines kollektiven Teams,
welches Theaterkunst als kreative Kraft umsetzen kann. Schnell wurde klar, dass
Homogenität dabei wichtiger war als Kollektivität. Perceval strebte nach einem
homogenen
Ensemble, das gleiche Ideen, Absichten und Überzeugungen in sich
vereint. Nach einem zwischenzeitlichen Scheitern der Gruppe, was aus einem zu
akribischen Streben und der mangelnden gemeinsamen Erfahrung herrührte,
konzentrierte sich Perceval bei der Arbeit darauf, die verschiedenen Teile der
Gruppe zu einem Ganzen verschmelzen zu lassen. Er beobachtete, hörte zu und
reagierte spontan auf das, was die einzelnen Spieler ihm gaben und anboten. Aus
dieser Erfahrung resultierte eine erste entscheidende Erkenntnis für Perceval: die
Verantwortung von Schauspieler und Regisseur muss auf beiden Seiten gleich
verteilt sein. Die zwei Menschen, die gemeinsam etwas tun und schaffen möchten,
müssen uneingeschränkt interagieren. Mithilfe von körperlichem Training in
Zusammenhang mit den Textproben entstand ,,eine Fiktion hinter der Wirklichkeit ..,
die stärker war als das, was sonst meist auf der Bühne gespielt und gezeigt wird"13.
Angst und Leistungsdruck fielen weg und schufen einen neuen Raum für
Spielfreude. Kommunikation und leidenschaftliche Diskussionen wurden zu einem
Teil der gemeinsame Arbeit und fungierten als neue Grundsätze, um Spannungen zu
lösen.
Luk Perceval entwickelte sich zu einem universellen Regisseur, der sich für alle
Phasen der Inszenierung viel Zeit einräumt: Jahre für eine minuziöse Vorbereitung,
12 Perceval, Luk: Accidenten 1 gesammelte Katastrophen. In: Irmer, Thomas; Hrsg.: Theater und
Ritual, a.a.O., S. 19.
13 Ebd., S. 38.
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