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Mario Wandruszka

Untertitel: Sprachen - vergleichbar und unvergleichlich

Seminararbeit, 2008, 25 Seiten
Autor: Nadja Kruselburger
Fach: Dolmetschen / Übersetzen

Details

Veranstaltung: Formen und Funktionen des Übersetzungsvergleichs
Institution/Hochschule: Leopold-Franzens-Universität Innsbruck (Institut für Translationswissenschaft)
Tags: Mario, Wandruszka, Formen, Funktionen
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2008
Seiten: 25
Note: Gut
Literaturverzeichnis: ~ 8  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V121568
ISBN (E-Book): 978-3-640-26130-7
ISBN (Buch): 978-3-640-26147-5
Anmerkungen :
Diese Arbeit besteht aus 2 Abstracts (Englisch, Russisch), einem Vorwort, dem Hauptteil, einem Glossar mit den wichtigsten Begriffen, einem Namensindex und den Quellenangaben.


Zusammenfassung / Abstract

Die vorliegende Arbeit basiert auf Mario Wandruszkas Werk "Sprachen - vergleichbar und unvergleichlich" (R. Piper & Co. Verlag, München, 1969). Das Ziel ist es, die grammatischen Unterschiede zwischen den wichtigsten romanischen und germanischen Sprachen aufzuzeigen. Diese Arbeit beinhaltet allgemeine Informationen über Wandruszkas Leben und seine Arbeit und konzentriert sich im Folgenden auf das grammatische und das natürliche Geschlecht, den unbestimmten / bestimmten Artikel und die Substantivierung. Jedes Kapitel bedient sich mehrerer Beispiele, um die Verwendung der verschiedendsten Konstruktionen in den Sprachen zu demonstieren und die Unterschiedlichkeiten in den Sprachen festzustellen. Am Ende der Arbeit sind die wichtigsten Fakten zusammengefasst. The following paper is based on Mario Wandruszka’s work Sprachen – vergleichbar und unvergleichlich (R. Piper & Co. Verlag, München, 1969). Its aim is to point out grammatical differences between a few important Romance and Germanic languages. It contains general information about Wandruszka’s life and work and then focuses on the grammatical and natural gender, the indefinite article, the definite article, and the nominalization. Every chapter comprises several examples to demonstrate which constructions are used in the different languages and where the languages correspond or differ from each other. At the end the most important facts are summarized.


Textauszug (computergeneriert)

LEOPOLD-FRANZENS-UNIVERSITÄT INNSBRUCK

INSTITUT FÜR TRANSLATIONSWISSENSCHAFT





Mario Wandruszka

Seminararbeit

im Rahmen des Seminars

,,Formen und Funktionen des Übersetzungsvergleichs"

Wintersemester 2007/2008

eingereicht von

Nadja Kruselburger

Innsbruck, im November 2008


INHALTSVERZEICHNIS

I. Abstracts (Englisch, Russisch)

3

II. Vorwort

4

1. Biografie von Mario Wandruszka

5

2. Wandruszkas Werk:

6

Sprachen ­ vergleichbar und unvergleichlich

2.1. Das natürliche und das grammatische Geschlecht

6

2.2. Der bestimmte Artikel

10

2.3. Der unbestimmte Artikel

14

2.4. Die Substantivierung

17

3. Zusammenfassung

21

III. Glossar

23

IV. Namensindex

24

V. Bibliografie

24

2


I.

Abstracts

The following paper is based on Mario Wandruszka′s work

Sprachen ­

vergleichbar und unvergleichlich

(R. Piper & Co. Verlag, München, 1969). Its

aim is to point out grammatical differences between a few important Romance

and Germanic languages. It contains general information about Wandruszka′s life

and work and then focuses on the grammatical and natural gender, the indefinite

article, the definite article, and the nominalization. Every chapter comprises

several examples to demonstrate which constructions are used in the different

languages and where the languages correspond or differ from each other. At the

end the most important facts are summarized.

Sprachen ­ vergleichbar und

unvergleichlich

(

R. Piper & Co. Verlag,

, 1969 .).

-

.

.

,

,

,

.

,

.

.

3


II.

Vorwort

Mario Wandruszka (1911 ­ 2004) war einer der bekanntesten österreichischen

Sprachwissenschaftler, der sehr viele bemerkenswerte Werke im Bereich der

Sprachforschung veröffentlicht hat.

Ich habe mich im Rahmen des Seminars ,,Formen und Funktionen des

Übersetzungsvergleichs" intensiver mit seinem Werk ,,Sprachen ­

vergleichbar und unvergleichlich" (R. Piper & Co. Verlag, München, 1969)

beschäftigt und mich auf einige grammatische Aspekte seiner Forschung

konzentriert. Im ersten Teil dieser Arbeit werde ich näher auf das

grammatikalische und das natürliche Geschlecht eingehen. Wandruszka führt

hier einige Beispiele dafür an, wie sich die verschiedenen romanischen bzw.

germanischen Sprachen in Bezug auf dieses Thema unterscheiden bzw.

gleichen.

Das folgende Kapitel behandelt den bestimmten Artikel, des Weiteren

wird auch die Artikellosigkeit angesprochen.

Im dritten Kapitel geht es um den unbestimmten Artikel, wobei hier vor

allem die Unterschiede zwischen dem Englischen und dem Deutschen

angesprochen werden.

Das letzte Kapitel behandelt die Substantivierung, wobei es für mich sehr

interessant zu sehen war, welche Konstruktionen im Englischen möglich sind

bzw. wie das Englische mit der Substantivierung umgeht.

Zusammengefasst kann ich sagen, dass ich dieses Thema sehr bereichernd

empfunden habe und mir dank Wandruszkas Beispielen einige

Sprachunterschiede bewusst wurden, die ich vorher nicht bemerkt hatte. Ich

persönlich fand seine Ausführung sehr verständlich, und seine Erklärungen

spannend und humorvoll geschrieben.

4


III. Mario Wandruszka (1911 ­ 2004)
1. Biografie

Der österreichische Romanist und Sprachwissenschaftler Prof. (em.) Dr. Dr.

h.c. mult. Mario Wandruszka wurde am 9. August 1911 in Znaim, dem

heutigen Znojmo in Tschechien, geboren.1 Bereits als Kind verliert er seinen

Vater im ersten Weltkrieg und wächst dann in Wien und Innsbruck auf.

Nach seinem Schulabschluss studiert er romanische und deutsche Philologie

in Frankreich, Österreich und Italien. Im zweiten Weltkrieg wird Wandruszka

von den Briten gefangen genommen und verbringt daraufhin die folgenden

vier Jahre in Kanada. Im Jahr 1956 wird er Professor an der Universität

Tübingen, wo er bis 1971 unterrichtet. Daraufhin lehrt er an der Universität

Salzburg und nimmt auch Gastprofessuren in Straßburg und Montreal an. 2 Er

beschäftigt sich im Laufe seiner Sprachforschung vor allem mit den Sprachen

Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch und Portugiesisch.

Wandruszka erhält mehrere Auszeichnungen für seine Tätigkeiten, wie zum

Beispiel im Jahr 1978 die Ernennung zum

Doctor honoris causa

der

Universität Paris-Sorbonne. 1979 feiert er einen großen Erfolg mit seinem

Werk

Die Mehrsprachigkeit des Menschen

und findet damit bei einem breiten

Leserpublikum Anklang. Weitere bekannte Werke von ihm sind

Sprachen ­

vergleichbar und unvergleichlich, Der Geist der französischen Sprache, Die

europäische Sprachengemeinschaft, Das Leben der Sprachen, Angst und Mut.

Mario Wandruszka stirbt am 17. März 2004 im Alter von 92 Jahren. Er wird

in Salzburg beigesetzt. 3

1 vgl. Richard Schneider:

Mario Wandruszka im Alter von 92 Jahren gestorben

,

http://www.uebersetzerportal.de/nachrichten/n-archiv/2004/2004-08/2004-08-20.htm, (Stand: Oktober

2008 ) (auch Bildquelle)

2 vgl. Wolfgang Pöckl (Herausg.):

Europäische Mehrsprachigkeit, Festschrift zum 70. Geburtstag von
Mario Wandruszka,

Max Niemeyer Verlag, Tübingen, 1981.

3 vgl. Richard Schneider:

Mario Wandruszka im Alter von 92 Jahren gestorben

,

http://www.uebersetzerportal.de/nachrichten/n-archiv/2004/2004-08/2004-08-20.htm, (Stand: Oktober

2008 )

5


2. Wandruszkas Werk:

Sprachen ­ vergleichbar und unvergleichlich

Eines der bekanntesten Werke von Wandruszka ist

Sprachen ­ vergleichbar

und unvergleichlich,

welches im R. Piper & Co. Verlag im Jahr 1969 in

München erschienen ist. Im Folgenden werden einige grammatikalische

Aspekte aus diesem Werk anhand von Beispielen genauer erläutert.

2.1. Das natürliche und das grammatikalische Geschlecht

Wandruszka4 beschreibt in diesem Kapitel, dass bei bestimmten Sprachen

ohne den sprachlichen Kontext das Geschlecht eines Wortes nicht erkennbar

ist. Ein Beispiel dafür ist das englische Wort

cook

­ das uns nicht verrät, ob es

sich um einen Koch oder um eine Köchin handelt. In einigen Fällen bleibt also

dem Übersetzer gar nichts anderes übrig, als nach eigenem Gutdünken aus

dem

cook

entweder einen Koch oder eine Köchin zu machen.

Wandruzka empfindet es als einen Mangel, dass die englische Sprache die alte

germanische Endung zur Kennzeichnung des weiblichen Geschlechts

abgestreift hat und auch hunderte von lateinischen und romanischen

Lehnwörtern ohne Geschlechtsunterscheidung verwendet.

Im Gegensatz zum oben genannten Beispiel gibt es jedoch Situation, wo man

aus dem Kontext heraus erkennt, um welches Geschlecht es sich handelt. So

wird zum Beispiel in

Gone With The Wind

über die Hauptfigur Scarlett

O′Hara geschrieben:

e. Careless of the disapproval of Aunt Pitty′s friends, she behaved as she had

behaved before her marriage. [...]

d. Ohne der Mißbilligung von Tante Pittys Freundinnen zu achten, benahm sie

sich wie vor ihrer Ehe.

4 vgl. M. Wandruszka: Sprachen ­ vergleichbar und unvergleichlich, R. Piper & Co. Verlag,

München 1969, S. 171 ff

6



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