Subtitle: Analyse der Transaktionskosten
Scholary Paper (Seminar), 2008, 40 Pages
Authors: Dipl. Wirtschaftsinformatiker (BA) Stefan Bauert, Christian Kopp
Subject: Economics / Business: Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
Details
Institution/College: Hochschule Lichtenstein (Wirtschaftswissenschaften)
Tags: Algorithmic, Trading, Modul, Seminar, Informationssysteme
Year: 2008
Pages: 40
Grade: 6.0 (Schweizer Notensystem)
Bibliography: ~ 19 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-29028-4
ISBN (Book): 978-3-640-29034-5
Note basiert auf dem Schweizer Notensystem, eine 6.0 entspricht dem maximal Erreichbaren, also in Deutschland einer 1.0.
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Abstract
Der rasante technische Fortschritt in den letzten Jahrzehnten, sowie die sich verändernden Märkte und deren Bedingungen, haben seit geraumer Zeit einen starken Einfluss auf die Finanzmärkte und tragen zu einer an-haltenden Wandlung vom klassischen Parketthandel zu den sogenannten Computerbörsen bei. Die dadurch entstehende Zunahme der Transaktionsanzahl bei gleichzeitig sinkenden Transaktionsvolumen pro Transaktion führen zu allgemein geringeren Margen und einem stetig steigenden Kostendruck. Dies, sowie strengere Regulierungen zur Erhöhung der Transparenz der Finanzgeschäfte, sind Gründe für das wachsende Interesse an den entstehenden Transaktionskosten. Welche Kosten entstehen bei der Ausführung einer Transaktion, und wo entstehen diese? Ziel der vorliegenden Arbeit ist es somit, neben einem kurzen Einblick in das elektronische Handelsgeschäft, die auftretenden Transaktionskosten sowie deren Komponenten bei der Durchführung eines elektronischen Handelgeschäfts zu identifizieren und deren Wichtigkeit zu verstehen. Darüber hinaus werden die verschiedenen Kostenkomponenten kategori-siert und mit Hilfe des Implementation Shortfalls aufgezeigt, wo und zu welchem Zeitpunkt diese Kosten entstehen, um letztendlich die Effizienz des aufgeführten Handels auch hinsichtlich der entstehenden Transaktionskosten bewerten zu können. Dabei dient die Arbeit „Understanding Transaction Cost Components“ von Robert Kissell (JPMorgan Chase), welche 2006 im Journal of Trading er-schienen ist, als Grundlage für die vorliegende Arbeit.
Excerpt (computer-generated)
Algorithmic Trading -
Analyse der Transaktionskosten
Seminararbeit
Modul: Seminar Informationssysteme
am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
der Hochschule Liechtenstein, Vaduz
Bearbeitungszeitraum: 27.03.2008 bis 03.07.2008
Eingereicht von:
Christian
Kopp
Stefan Bauert
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis II
Abkürzungsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis V
1
Zielsetzung und Motivation 1
2
Algorithmic Trading; elektronischer Handel 2
3
Implementation Shortfall 6
3.1
Allgemein 6
3.2
Implementation Shortfall Complete Execution 7
3.3
Implementation Shortfall Incomplete Execution 11
3.4
Expanded Implementation Shortfall 15
4
Transaktionskosten 19
4.1
Definition der Kostenbestandteile 19
4.2
Investitionskosten 22
4.2.1
Steuern 22
4.2.2
Verzögerungskosten 22
4.3
Tradingkosten 24
4.3.1
Kommission 24
4.3.2
Gebühren 24
4.3.3
Kursdifferenzen 25
4.3.4
Kursschwankungen 25
4.3.5
Market Impact 26
4.3.6
Timingkosten 27
4.4
Opportunitätskosten 28
4.5
Eisberg-Modell der Transaktionskosten 30
5
Fazit und Bewertung 31
Literaturverzeichnis 33
II
Abkürzungsverzeichnis
ECN
Electronic Communication Network
FIX
Financial Information Exchange Protocol
IS Implementation
Shortfall
NYSE
New York Stock Exchange
NASDAQ
National Association of Securities Dealers Automated
Quotations
VWAP
Volume-Weighted Average Price
TWAP
Time-Weighted Average Price
III
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Ablauf eines Tradingprozess 4
Abbildung 2: Vereinfachte Darstellung des Implementation Shortfalls 7
Abbildung 3: Zeithorizonte beim Trading 16
Abbildung 4: Klassifizierung der Transaktionskosten 21
Abbildung 5: Darstellung des Market Impact 27
Abbildung 6: Eisberg-Modell der Transaktionskosten 30
IV
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Werte für Beispielrechnung Complete Execution 9
Tabelle 2: Werte für Beispielrechnung Incomplete Execution 14
Tabelle 3: Werte für Beispielrechnung Expanded IS 17
Tabelle 4 : Einteilung der Transaktionskosten 21
V
1 Zielsetzung und Motivation
Der rasante technische Fortschritt in den letzten Jahrzehnten, sowie die
sich verändernden Märkte und deren Bedingungen, haben seit geraumer
Zeit einen starken Einfluss auf die Finanzmärkte und tragen zu einer an-
haltenden Wandlung vom klassischen Parketthandel zu den sogenannten
Computerbörsen bei. Die dadurch entstehende Zunahme der Transakti-
onsanzahl bei gleichzeitig sinkenden Transaktionsvolumen pro Transakti-
on führen zu allgemein geringeren Margen und einem stetig steigenden
Kostendruck. Dies, sowie strengere Regulierungen zur Erhöhung der
Transparenz der Finanzgeschäfte, sind Gründe für das wachsende Inte-
resse an den entstehenden Transaktionskosten.1
Welche Kosten entstehen bei der Ausführung einer Transaktion,
und wo entstehen diese?
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es somit, neben einem kurzen Einblick in
das elektronische Handelsgeschäft, die auftretenden Transaktionskosten
sowie deren Komponenten bei der Durchführung eines elektronischen
Handelgeschäfts zu identifizieren und deren Wichtigkeit zu verstehen.
Darüber hinaus werden die verschiedenen Kostenkomponenten kategori-
siert und mit Hilfe des Implementation Shortfalls2 aufgezeigt, wo und zu
welchem Zeitpunkt diese Kosten entstehen, um letztendlich die Effizienz
des aufgeführten Handels auch hinsichtlich der entstehenden Transakti-
onskosten bewerten zu können.
Dabei dient die Arbeit ,,Understanding Transaction Cost Components" von
Robert Kissell (JPMorgan Chase), welche 2006 im Journal of Trading er-
schienen ist, als Grundlage für die vorliegende Arbeit.
1 Kendall, 2007, S. XIX
2 Implementation Shortfall: siehe Kapitel 3
1
2 Algorithmic Trading; elektronischer Handel
Die Finanzmärkte der Welt befinden sich seit einigen Jahren in einem an-
haltenden Umbruch von dem Präsenzgeschäft, also dem Handel von Fi-
nanzmitteln auf dem Börsenparkett, hin zu deren elektronischer Abwick-
lung. Dies wurde durch den technischen Fortschritt und die damit einher-
gehenden Verbesserungen der Computertechnologie stark unterstützt.
Zunehmende Geschwindigkeit, Speicherkapazitäten, sowie die schnellere
Übertragung der notwendigen Daten tragen zu einer schnelleren Bearbei-
tung der Informationsvielfalt bei. Schnelligkeit ist dabei im Finanzmarkt
ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil. Des Weiteren kann durch die elekt-
ronische Abwicklung und mittels der schnelleren Reaktion auf geringste
Marktveränderungen reagiert und damit trotz immer geringerer werden-
den Margen ein profitables Geschäft erzielt werden. Ausserdem werden
durch die Verkürzung der Ausführungszeit eines Kaufes/Verkaufes explizit
die Kosten der getätigten Transaktion reduziert.3
Bei diesem elektronischen Handel an den Finanzmärkten können wesent-
lich drei Hauptformen unterschieden werden:
1. Electronic Trading
2. Program Trading
3. Algorithmic Trading
Ersteres ist dabei die reine Verbindung der einzelnen Handelspartner
durch ein elektronisches Protokoll zur Ausführung der Handelsaufträge
und damit die Abschaffung des klassischen Parketthandels.
Das Program Trading befasst sich darüber hinaus mit der Ausführung sehr
grosser Aufträge (mind. 15 Aktien mit einem Gesamtauftragsvolumen von
über 1 Million USD4) durch die Festlegung definierter Schritte zur Durch-
führung und damit Beschleunigung des Auftragsprozesses. Die eigentliche
3 Vgl. Kendall, 2007, S.1ff.
4 Vgl. NYSE Group Inc., 2008,o.S.
2
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