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Currency Boards

Seminararbeit, 2002, 19 Seiten
Autor: Karl Flubacher
Fach: Wirtschaft - Wirtschaftspolitik

Details

Veranstaltung: Internationale Politische Ökonomie
Institution/Hochschule: Universität Basel (Wirtschaftswissenschaftliches Zentrum (WWZ))
Tags: Currency, Boards, Internationale, Politische
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2002
Seiten: 19
Note: 1,4
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V12409
ISBN (E-Book): 978-3-638-18298-0

Dateigröße: 222 KB


Textauszug (computergeneriert)

Seminararbeit
Internationale Politische Ökonomie
Universität Basel
 WS 01/02

Currency Boards

Karl Flubacher

 

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 1

2. Currency Board – Was ist dies genau ? 1
2.1. Definition – What is a Currency Board ? 1
2.1.1. Konstitutive Bestandteile 2
2.1.2. Institutionelle Rahmenbedingungen 3
2.1.3. Ziele und Gründe für ein Currency Board 3
2.2. Wo finden wir heute Currency Boards ? 4
2.3. Geschichtlicher Rückblick – Wie entstanden die Currency Boards ? 4

3. Currency Board vs. Zentralbank – What is the difference ? 7
3.1. Nur Angebot von Noten und Münzen 8
3.2. Fixer Wechselkurs mit Währungsreserve 8
3.3. Währungsreserven von mindestens 100% 8
3.4. Volle Konvertibilität 9
3.5. Geldpolitik an Regeln gebunden 9
3.6. Kein „lender-of-last-resort“ 9
3.7. Reguliert nicht das Bankensystem 10
3.8. Transparent 10
3.9. Vor politischem Druck geschützt 10
3.10 Hohe Glaubwürdigkeit 10
3.11. Seignoragegewinne nur mit Zinsen möglich 11
3.12. Kann keine Inflation generieren 11
3.13. Kann Ausgaben der Regierung nicht finanzieren 11
3.14. Bedarf keiner Voraussetzungen für eine Reform der Geldpolitik 12
3.15. Reform schnell durchführbar 12
3.16. Kleiner Mitarbeiterstab 12

4. Was können wir zusammenfassend nun sagen ? 12
4.1. Nachteile eines Currency Boards 13
4.2. Vorteile eines Currency Boards 14

5. Was geschah in Argentinien ? 14

 

1. Einleitung

In der vorliegenden Arbeit möchte ich näher auf die sogenannten Currency Boards, als spezielle Form der fixen Bindung einer Währung an eine Ankerwährung, eingehen. Zuerst werde ich die Charakteristika dieses Währungssystems beleuchten und anschliessend die historische Entwicklung der Currency Boards erläutern. In einem weiteren Schritt werde ich die Unterschiede zwischen dem idealtypischen Currency Board und einer Zentralbank aufzeigen, danach die generellen Vor- und Nachteile dieser monetären Institution beschreiben. Abrunden möchte ich die Arbeit mit dem aktuellen Beispiel Argentiniens.

Die einzelnen Titel habe ich als Frage formuliert, um so in einer Art Dialog den Sachverhalt eingehend analysieren zu können.

2. Currency Board – Was ist dies genau?

2.1.Definition – what is a Currency Board?


„Ein Currency Board (engl. für Währungsamt) ist ein Arrangement, das die Währung eines Landes durch einen festen Wechselkurs an eine stabile Auslandswährung (Ankerwährung; anchor currency) bindet. Die umlaufende inländische Geldmenge sowie die Bankguthaben sind zu 100% mit Währungsreserven gedeckt. Die Gewährung von Krediten durch die Zentralbank ist verboten. Das Land mit einem Currency Board verliert somit die Eigenständigkeit in der Geldpolitik, partizipiert aber an der Stabilität der Ankerwährung oder kann durch Einführung eines Currency Boards den Verfall (Abwertung) seiner Währung stoppen.“1

Es handelt sich um eine monetäre Institution, die vorsieht, dass die Zentralbank Basisgeld nur im Austausch gegen ausländische Devisen schaffen kann2. Speziell ist beim Currency Board im Gegensatz zu einem Währungssystem, wo lediglich die heimische an eine ausländische Währung gekoppelt wird, dass die inländische Geldmenge zu mindestens 100% durch die Ankerwährung gedeckt sein muss. Bei einer Deckung von mindestens 100% spricht man von einem orthodoxen, bei geringerer Deckung von einem unorthodoxen Currency Board-System3.


„...A Currency Board system requires that domestic notes and coins, as well as deposits liabilities, be fully covered (usually 100% to 155%) by foreign reserves denominated in foreign anchor currency. An orthodox Currency Board cannot create credit. Therefore, it cannot extend credit to the fiscal authorities or act as a lender-of-last-resort to the banking system.“4

Deskriptiv kann man zwischen konstitutiven Bestandteilen, institutionellen Rahmenbedingungen und Zielen und Gründen eines Currency Board-Systems unterscheiden.5

2.1.1. Konstitutive Bestandteile

Die konstitutiven Merkmale eines Currency Boards ihrerseits lassen sich wiederum in drei Gruppen unterteilen6.

a) Deckungsregel

Die Reserven eines Currency Boards sollen sicherstellen, dass alle, welche inländische Noten oder Münzen halten, diese auch in die Ankerwährung zum fixierten Wechselkurs und umgekehrt tauschen können. Currency Boards halten oft Reserven in einem Umfang von 105 bis 115% der inländischen Geldmenge, um so über ein Sicherheitspolster zu verfügen, falls bspw. Anleihen, welche sich in ihrem Besitz befinden, an Wert verlieren. Diese Deckung ermöglicht es, die Währung gegen spekulative Attacken zu „verteidigen“ und hält die Kaufkraft parallel zur Ankerwährung.

b) Ankerwährung

Die Ankerwährung, an welche die heimische Währung zu einem fixen Wechselkurs gebunden wird, zeichnet sich durch Stabilität und internationale Akzeptanz aus.

[....]


1  Woll, Wirtschaftslexikon, R. Oldenbourg Verlag, München, 2000, 9. Auflage
2  FuW: G. Aschinger, Feste Anbindung an Hartwährung ist kein Allerheilmittel, Ausgabe vom 8.12.2001, S. 42
3 Gabler, Wirtschafts-Lexikon, Gabler Verlag, Wiesbaden, 2000, 15.Auflage
4  St. H. Hanke: http://www.house.gov./financialservices/13098sh.htm
5  Aufgliederung nach: Gabler, Wirtschafts-Lexikon, Gabler Verlag, Wiesbaden, 2000, 15.Auflage
6  http://users.erol.com/kurrency/intro.htm


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