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Monetäre Makroökonomik

Script, 2003, 30 Pages
Author: Niko Mahle
Subject: Economics / Business: Political Economics

Details

Category: Script
Year: 2003
Pages: 30
Grade: kein
Language: German
Archive No.: V12525
ISBN (E-book): 978-3-638-18383-3

File size: 472 KB
Notes :
Dichter Text - einzeiliger Zeilenabstand.



Excerpt (computer-generated)

Monetäre Makroökonomik

Niko Mahle

Teil 1: Theorie und Politik des Geldes 3

1 Grundlagen 3
1.1 Geldbegriff und Geldfunktionen 3
1.2.Erscheinungsformen des Geldes 3
1.3 Das Konzept der Geldmenge 4

2 Geldangebot 5
2.1 Zentralbankgeldschöpfung 5
2.2 Geldschöpfung der Geschäftsbanken 6
2.2.1 Passive Geldschöpfung 6
2.2.2 Aktive Geldschöpfung 6
2.3 Grenzen der Geldschöpfung 6
2.3.1 Geldschöpfungspotential der ZBs 6
2.3.2 Geldschöpfungspotential der Geschäftsbanken 6

3 Geldnachfrage 9
3.1 Transaktionskasse 9
3.2 Vorsichtskasse 9
3.3 Spekulationskasse 9
3.4 ältere Quantitätstheorie und Monetarismus 10
3.4.1 ältere Quantitätstheorie 10
3.4.2 Monetarismus 10

4 Monetäre Märkte und Zinsbildung 11
4.1 Monetäre Märkte 11
4.1.1 Geldmarkt 12
4.1.2 Kapitalmarkt 12
4.1.3 internationale, monetäre Märkte 13
4.2 Zinsen und Zinsstruktur 13
4.2.1 Zinsbildung 13
4.2.2 Zinsstruktur 15

5 Transmission (Übertragung) monetärer Impulse 16
5.1 Grundlagen 16
5.2 Vermögenstheoretischer Transmissionsansatz 17
5.2.1 monetaristischer Transmissionsansatz 17
5.2.2 portfoliotheoretischer Transmissionsansatz (nach Tobin) 18
5.3 Kredittheoretischer Transmissionsansatz 18
5.3.1 Kreditkostenansatz 19
5.3.2 Kreditrationierungsansatz 20

6 Geldpolitik in der europäischen Währungsunion 20
6.1 Grundlagen: Institutionelles und Geschichtliches 20
6.2 Geldpolitische Strategien 21
6.3 Instrumente der Geldpolitik 22

Teil 2: Monetäre Außenwirtschaft 23

1 Grundlagen 23
1.1 Globalisierung 23
1.2 Die Zahlungsbilanz 23
1.3 Wechselkurssysteme 24
1.3.1 System fester Wechselkurse 25
1.3.2 System flexibler Wechselkurse 26

2 Theoretische Aspekte 26
2.1 Wechselkurstheorien 26
2.1.1 Kaufkraftparitätentheorie 26
2.1.2 Zinsparitätentheorie 27
2.2 Das Fleming-Mundell-Modell: Geldpolitik einer offenen Volkswirtschaft 27

 

Teil 1: Theorie und Politik des Geldes
1 Grundlagen
1.1 Geldbegriff und Geldfunktionen
a.) Geldbegriff

  • Alles, was die Geldfunktionen erfüllt
  • Als Geld wird all das bezeichnet, was im Rahmen des nationalen zahlungsverkehrs einer Volkswirtschaft zur Bezahlung von Gütern und Dienstleistung, sowie zur Begleichung anderer wirtschaftlicher Verbindlichkeiten akzeptiert wird.
  • Im internationalen Zahlungsverkehr spricht man von nicht von Geld, sondern von Devisen.
  • Geld gehört zu den Charakteristikas eines Staates. Dies soll heißen, daß sich ein Staat u.a. durch das (bzw. sein) Geld definiert. [EURO hat so in erster Linie eine politische Dimension!!]

b.) Geldfunktionen

  • Tauschmittelfunktion (Geld als Tauschmittel ,um Tauschgeschäfte zu erleichtern)
  • Rechenmittelfunktion (Geld kann rechnerisch zueinander in Bzhg. gesetzt werden à Vergleiche werden ermöglicht)
  • Wertaufbewahrungsfunktion (Geld muß nicht sofort ausgegeben werden, sondern kann aufbewahrt werden à zeitliche Trennung von Kauf und Verkauf)
  • Ordnungspolitische Funktion (Geld liefert einen ordnungspolit. Rahmen, so daß man mit Geld wirtschaftlich aktiv werden kann. So kann die Wirtschaft nicht funktionieren, wenn das Geld die Geldfunktionen nicht erfüllt.)

1.2.Erscheinungsformen des Geldes

Die Erscheinungsformen des Geldes lassen sich aus den folgenden technischen und ökonomischen Anforderungen an ein Gut ableiten. Diese wiederum ergeben sich aus den Geldfunktionen:

1) Technische Anforderungen an das Geld:

  • Homogenität (Austauschbarkeit: die verschiedenen Geldeinheiten (z.B. Pf-DM) müssen voll substitutionsfähig sein)
  • Teilbarkeit (Geld muss seinen Wert behalten, auch wenn es in kleinere Einheiten unterteilt auftritt)
  • Haltbarkeit (Es darf kein Substanzverlust im Zeitablauf haben)
  • Schwere Fälschbarkeit 
  • Seltenheit (=Knappheit; auch geringe Mengen sollten zur Zahlung genügen)

2) Ökonomische Anforderungen:

  • Wertbeständigkeit

Geld kann jedes beliebige Gut sein, welches die Geldfunktionen und die Anforderungen aus a)+b) erfüllt. So lassen sich 2 Gruppen von (Geld-)Erscheinungsformen unterscheiden:

1) stoffwertiges Geld

Es wird auch als "Warengeld" bezeichnet. Dies ist also Geld, daß auch im normalen Wirtschaftsverkehr gebraucht wird (wie Felle, Zigaretten...). Der Wert des "Warengeldes" ergibt sich aus dessem Tauschwert. Dieses Warengeldwertsystem der Vergangenheit hatte seinen Höhepunkt bei Einführung vollwertiger Goldmünzen erreicht. Der Nennwert der Münze hatte genau dem Warenwert der Münze entsprochen.

2) stoffwertloses Geld

...wird auch als "Kreditgeld" oder "Buchgeld" oder "Giralgeld" bezeichnet. Grund: Geld ist hierbei immer eine Forderung gegenüber Dritten, meist gegenüber der (Zentral-)Bank.
Bei stoffwertlosen Geld ist der Nennwert höher als der Warenwert.
Noten und Münzen sind also Kreditgeld und heutzutage gesetzliches Zahlungsmittel à Dies bedeutet, daß jeder Gläubiger einer Verpflichtung das Geld als Zahlungsmittel und so als erfüllung einer Verbindllichkeit anerkennen.
Die Einführung von stoffwertlosen Geld erfolgte durch das Prinzip der Unterdeckung: Banken gaben damals mehr Wert an Schuldscheine/ Papiere aus, als Sie tatsächlich Goldwert im Tresor hatten (Selbstfinanzierung der Banken). Auch heute hat eine Bank weniger Banknoten im Tresor, als von den Kunden gefordert werden kann (Unterdeckungsprinzip fordert Giralgeld; s.u.). Das Geld auf den Konten der Bankkunden wird Giralgeld genannt.

Def. Giralgeld:
Eine nur in den Büchern der Banken bestehende Forderung eines Wirtschaftssubjekts gegen die Bank, die jederzeit auf Verlangen des Forderungsinhabers in Banknoten umgewandelt werden kann. Giralgeld ist also Sichtguthaben, welches sofort verfügfbar ist. Langfristige Anlagen, die eine längere Kündigungszeit haben, werden nicht als Giralgeld bezeichnet. Mit Giralgeld kann auch gezahlt werden (Kreditkarte etc.). Das Giralgeld ist in unserer Form der Volkswirtschaft am weitesten verbreitet (weiter als Banknoten und Münzen).

Problem:
Wenn nun alle ihr Giralgeld einfordern würden, also Banknoten verlangen würden, so würde es einen sog. "Bankrun" geben: Dies führt zum Zusammenbruch der Wirtschaft (Kündigung gegenseitiger Kredite bei den Banken, um an Geld ranzukommen, ebenso Kredite an Wirtschaft usw.). Eine Vermeidung eines solchen Szenarios kann dadurch erfolgen, daß die Zentralbank bei ersten Anzeichen mehr Geld druckt à Zentralbank als "Leader of last resort" (= "Ausleiher der letzten Zuflucht").

1.3 Das Konzept der Geldmenge

[...]


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