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Subtitle: Beitrag zur Konzeption einer »Nachhaltigen Hochschule Fulda«
Diploma Thesis, 2009, 121 Pages
Author: Dipl. Oec. Troph. (FH) Michael Schulze
Subject: Nutritional Science
Details
Year: 2009
Pages: 121
Grade: 1,7
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-32402-6
ISBN (Book): 978-3-640-32193-3
»Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser wird, wenn es anders wird, aber soviel kann ich sagen, es muß anders werden, wenn es gut werden soll.« Zitat von Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799)
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Abstract
»Umweltmanagement an Hochschulen« – ein Thema, dem sich bislang nur wenige Hochschulen aktiv gestellt haben, und dies, obwohl steigende Energiemarktpreise immer mehr Finanzmittel aufbrauchen, die anderweitig Verwendung finden könnten. Erschwerend kommt hinzu, dass in Anbetracht immer knapper werdender Energieressourcen wie Erdöl und Erdgas auf der Angebotsseite und dem weltweit stetigen Anstieg des Energiebedarfs auf Nachfrageseite mit einer weiteren Zunahme der Weltmarktpreise zu rechnen ist. Viel gravierender als dieser rein wirtschaftliche Aspekt sind die klimaschädlichen Auswirkungen auf die globale Umwelt durch den Einsatz fossiler Energieträger. Auch bzw. gerade Hochschulen sind davon nicht ausgenommen und müssen sich ihrer Verantwortung im Bezug auf Umweltschutz bewusst sein. Dabei sind die Umweltauswirkungen der Hochschulen nicht nur auf den Energiebereich beschränkt, sondern umfassen alle für den Betrieb notwendigen Arbeitsgebiete. Welche diese im Einzelnen sind, muss individuell für jede Institution, am besten durch ein Umweltmanagement (UM), herausgefunden und bewertet werden. Ein besonderes Augenmerk, im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung, liegt dabei beim UM und hat sich in der Privatwirtschaft bereits als ein verlässliches Instrument erwiesen. Diese Ausarbeitung stellt eine Beschreibung dar, wie sich die Hochschule Fulda dem Bereich des Umweltschutzes nähern kann, und ist als ein Beitrag zur Konzeption einer »Nachhaltigen Hochschule Fulda« zu verstehen. Der eigentliche Schwerpunkt liegt dabei in der Ausgestaltung eines Umweltmanagementsystems. So benennt das erste Kapitel den Zusammenhang eines solchen Managementsystems im Hinblick auf die bereits angesprochene Nachhaltige Entwicklung, erläutert kurz einzelne Instrumente bzw. Begriffe und beschreibt die geschichtliche Entwicklung eines Solchen. Im Anschluss daran zeigt das zweite Kapitel den wirtschaftlichen Nutzen sowie die organisatorische Gestaltung eines betrieblichen Umweltmanagements. Das dritte Kapitel beinhaltet die Thematik »Umweltmanagement an Hochschulen« und benennt einige Beispiele in diesem Themengebiet. Unter viertens wird die Idee eines integrierten Managementsystems an der Hochschule Fulda entwickelt und ein möglicher Entwurf vorgestellt. Eine erste Erfassung der Ressourcensituation der Hochschule Fulda erfolgt im fünften Kapitel. Im sechsten Teil dieser Arbeit wird eine kurze Zusammenfassung aller vorangegangenen Abschnitte angeführt.
Excerpt (computer-generated)
Hochschule Fulda University of Applied Sciences
Umweltmanagement an Hochschulen
~~~
Beitrag zur Konzeption einer
»Nachhaltigen Hochschule Fulda«
D i p l o m a r b e i t
Zur Erlangung des akademischen Grades
Diplom-Oecotrophologe (FH) (Dipl. oec. troph. (FH))
angefertigt im Fachbereich Oecotrophologie
der Hochschule Fulda
Vorgelegt von:
Michael Schulze
Fulda, März 2009
Vorwort
»Nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development) ist eine Entwicklung, die die
Bedürfnisse heutiger Generationen befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige
Generationen ihre Bedürfnisse nicht befriedigen können.«
Die Definition der genannten Begrifflichkeit stammt aus dem 1987 veröffentlichten
Brundtland-Bericht. Um den Grundgedanken der »Nachhaltigen Entwicklung« besser
verstehen zu können, wurde einige Jahre später das »Nachhaltigkeitsdreieck« entwickelt,
welches Soziologie, Ökologie und Ökonomie als gleichrangige Elemente charakterisiert.
Nachhaltige Entwicklung bezieht sich demnach auf mehrere große Themenkomplexe, die
es gleichrangig zu betrachten gilt. Sie lässt sich nicht auf bestimmte Personen, Unter-
nehmen oder Institutionen fixieren, sondern ist vielmehr Teil des gesamten menschlichen
Tuns.
Sustainable Development veranlasst uns, über die genannten Aspekte nachzudenken und
unsere momentane Situation kritisch zu betrachten. Denn ob auf gesellschaftlicher,
politischer, wirtschaftlicher oder wissenschaftlicher Ebene, stets geht es um die
Verwendung knapper Ressourcen. Ein Großteil davon stellt uns die Natur zur Verfügung.
Dabei liegt es an uns, diese auch für zukünftige Generationen zu bewahren.
»Der Kern des Konzepts der dauerhaft umweltgerechten Entwicklung liegt in der
Forderung, ökonomische, soziale und ökologische Entwicklung miteinander in Einklang zu
bringen.«
Mit diesem Zitat von Prof. Dr. Hans-Jürgen Ewers werden die Umweltleitlinien
der Technischen Universität Berlin eingeleitet und bilden die Handlungsgrundlage des
dort eingerichteten Umweltmanagements. Im Grunde ist es eine Aufforderung an alle
Mitglieder der Institution, sich und sein eigenes Wirken auf die Umwelt zu hinterfragen.
Leider sind sich noch nicht alle Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen im Klaren
darüber, dass auch sie nicht von der Thematik der Nachhaltigen Entwicklung ausge-
nommen sind.
Auch diese Arbeit soll für die Hochschule Fulda ein weiterer Anstoß sein, den Gedanken
der Nachhaltigkeitsdiskussion voranzutreiben und in die Tat umzusetzen.
Welchen Weg die Hochschule geht, stets sollte von ihr bedacht werden, dass auch sie
sich ihrer ökologischen Verantwortung stellen muss. Denn, um es mit den Worten von
Michael Gorbatschow zu nennen,
»wir alle sind Passagiere an Bord des Schiffes Erde,
und wir dürfen nicht zulassen, dass es zerstört wird. Eine zweite Arche Noah wird es nicht
geben.«
Michael Schulze, März 2009
I
Beitrag zur Konzeption einer »Nachhaltigen Hochschule Fulda«
Danksagung
Diese Diplomarbeit entstand im Fachbereich Oecotrophologie der Hochschule Fulda unter
der Leitung von Prof. Dr. habil. Christoph Klotter.
Ich möchte mich besonders bei Herrn Prof. Dr. Ulrich Kurfürst bedanken, der mich für
dieses interessante Thema sensibilisieren konnte. Seine stets kompetente und
freundliche Betreuung hat wesentlich dazu beigetragen, dass mir diese Arbeit bis zuletzt
viel Freude bereitete.
Herrn Prof. Dr. Johann Janssen danke ich für die Übernahme des Korreferats und die
konstruktiven Gespräche während der Bearbeitung dieses Themas.
Ebenfalls danken möchte ich Herrn Dr. Frank Puin für die vielen inspirierenden
Unterhaltungen, welche unmittelbar in diese Arbeit mit eingeflossen sind.
Einen herzlichen Dank meiner Familie, besonders meinen lieben Eltern, Margit und Bernd
Schulze, ohne die dieses Studium nie möglich gewesen wäre. Durch ihre finanzielle
Unterstützung ermöglichten sie mir vier schöne Jahre in Fulda.
Über allem steht meine Lebensgefährtin Jana Szczygiol, die mich mit ihrer moralischen
Unterstützung, tatkräftiger Hilfe, unglaublicher Motivationsfähigkeit und stets offenem Ohr
in besonderem Maße unterstützt hat. Danke auch dafür, dass sie mich stets ermutigt hat,
weiterzumachen und an meinen Zielen festzuhalten.
II
Beitrag zur Konzeption einer »Nachhaltigen Hochschule Fulda«
Inhaltsverzeichnis
Vorwort I
Danksagung II
Inhaltsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis VI
Tabellenverzeichnis VII
Abkürzungsverzeichnis VIII
Einleitung 1
1.
Entwicklung und Bedeutung eines umweltorientierten
Managementsystems 3
1.1
Umweltmanagement in Zusammenhang mit Nachhaltigkeit 3
1.2
Begriffe und Instrumente 4
1.2.1
Umweltmanagement 4
1.2.2
Umweltmanagementsystem 4
1.2.3
Umweltinformationssysteme 5
1.2.4
Umweltcontrolling 8
1.2.5
Umweltaudit 10
1.3
Entstehung des Umweltmanagementgedankens 11
2.
Betriebliches Umweltmanagement 17
2.1
Kosten und Nutzen von Umweltmanagementsystemen 17
2.2
Regelwerke für Umweltmanagementsysteme 18
2.2.1
DIN EN ISO 14000ff 19
2.2.2
EMAS 20
2.2.3
Gegensätze und Gemeinsamkeiten 22
2.3
Aufbau und Einführung eines Umweltmanagementsystems nach
DIN EN ISO 14001 22
III
Beitrag zur Konzeption einer »Nachhaltigen Hochschule Fulda«
Inhaltsverzeichnis
2.3.1
Rahmenbedingungen und Ablauf der Systemeinführung 23
2.3.2
Umsetzung der Umweltpolitik 27
2.4
Organisation des betrieblichen Umweltmanagements 31
2.4.1
Gesetzlich geforderte Umweltschutzbeauftragte 34
2.4.2
Aufbauorganisation 35
2.4.3
Integrative Ansätze 40
2.4.4
Ablauforganisation 41
2.4.5
Prozessualer Ansatz 42
3.
Implementierung eines Umweltmanagementsystems an
Hochschulen 45
3.1
Hochschule und Umweltmanagement 45
3.2
Good Practice 47
3.2.1
Hochschule Zittau/Görlitz 48
3.2.2
Universität Bremen 51
3.2.3
Universität Bielefeld 53
3.2.4
Zusammenfassung der Good Practice-Beispiele 56
4.
Vision eines integrierten Managementsystems an der Hochschule
Fulda 58
4.1
Qualitätsmanagement der HS-Fulda 59
4.2
Ziele der Integration 62
4.3
Das Integrationskonzept 63
4.3.1
Erarbeitung der Umweltpolitik 64
4.3.2
Durchführung der Umweltprüfung 64
4.3.3
Das Umweltprogramm 65
4.3.4
Gestaltung der Organisation 65
4.3.5
Aufbau der Dokumentation 68
4.4
Tätigkeitsfelder des Umweltmanagements 68
5.
Ressourcensituation an Hochschulen 70
IV
Beitrag zur Konzeption einer »Nachhaltigen Hochschule Fulda«
Inhaltsverzeichnis
5.1
Ressourcenverbrauch von Hochschulen 70
5.1.1
Elektrische Energie 71
5.1.2
Wärmeenergie 76
5.1.3
Materialien und Geräte für Forschung, Lehre und Verwaltung 80
5.1.4
Wasser 82
5.1.5
Verkehr und Mobilität 84
5.2
Effizienz und Suffizienz 84
6.
Resümee 86
7.
Zusammenfassung 88
8.
Summary 90
Literaturverzeichnis XI
I. Monographien,
Studien & Zeitschriften XI
II. Internetquellen XIII
III. graue
Literatur XVI
IV. Gesetze,
Normen
& Richtlinien XVI
V. Weiterführende
Literatur XVII
Nachwort XX
Anhang XXI
I.
ICC Charta 16 Grundsätze des Umweltmanagements XXI
II.
DIN EN ISO 14001:2005-06 XXIII
III. DIN
ISO
14004:2005-07 XXIV
IV. Prozessliste Beschaffung XXV
V. Beschaffungskriterien XXVI
Glossar XXVII
V
Beitrag zur Konzeption einer »Nachhaltigen Hochschule Fulda«
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Funktionen & Zielgruppen betrieblicher Umweltinformationssysteme 5
Abbildung 2: Ableitung des Umweltcontrollings 9
Abbildung 3: Verfahrensschritte zur Einführung der EMAS VO 21
Abbildung 4: Anspruchsgruppen innerhalb des Zielbildungsprozesses 24
Abbildung 5: Ablaufschema Systemeinführung 26
Abbildung 6: Modell der DIN EN ISO 14001 28
Abbildung 7: PDCA Zyklusphasen der DIN EN ISO 14001 28
Abbildung 8: Einführung und Fortlauf eines UMS 29
Abbildung 9: Ablaufschema EMAS 30
Abbildung 10: Organisationsstrukturen 36
Abbildung 11: Zentralbereich Umweltschutz 38
Abbildung 12: Zentrale- und Dezentrale Elemente 39
Abbildung 13: Integrative Ansätze 40
Abbildung 14: Organigramm Hochschule Zittau/Görlitz 50
Abbildung 15: UM Model der Universität Bremen 52
Abbildung 16: Aufbauorganisation Universität Bielefeld 55
Abbildung 17: Organisationsplan zentrale Universitätsverwaltung 2008 56
Abbildung 18: Organigramm der Hochschule Fulda 61
Abbildung 19: Neues Organigramm der Hochschule Fulda 66
Abbildung 20: Tätigkeitsfelder des Umweltmanagements 69
Abbildung 21: Aufbau einer Energiesparlampe 73
Abbildung 22: Stromversorgung HS-Fulda Stand 2007 75
Abbildung 23: Wärmeversorgung HS-Fulda Stand 2007 79
Abbildung 24: Wasserversorgung HS-Fulda Stand 2007 83
VI
Beitrag zur Konzeption einer »Nachhaltigen Hochschule Fulda«
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Gesetzliche Beauftragte im Umweltschutz 34
Tabelle 2: Vor- und Nachteile der additiven Organisationsstrukturen 39
Tabelle 3: Modell über die mögliche Festlegung der Systemgrenzen für ein UMS an
Hochschulen 46
Tabelle 4: Systemvergleich zw. UM & QM 59
Tabelle 5: Ziele eines integrierten Managementsystems 62
Tabelle 6: Innerbetriebliche Arbeitsteilung von Hochschulen 77
Tabelle 7: Referenzwert Wasser HS-Zittau/Görlitz 83
VII
Beitrag zur Konzeption einer »Nachhaltigen Hochschule Fulda«
Abkürzungsverzeichnis
Abs.
=
Absatz
AUSA
=
Arbeits- und Umweltschutz-Ausschuss
BRD
=
Bundesrepublik
Deutschland
BS
= British
Standard
BUWL
=
Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft
bzw.
=
beziehungsweise
CEQ
=
Council on Environmental Quality
CERCLA
=
Comprehensive Environmental Response, Compensation and Liability Act
CO2
=
Kohlendioxid
DDT
=
Dichlordiphenyltrichlorethan
d. h.
=
das heißt
DIN
=
Deutsche
Industrienorm
EA
=
European Cooperation for Accreditation
EEA
=
Einheitliche Europäische Akte
EG
= Europäische
Gemeinschaft
EM
= Environmental
Management
EMAS-VO
=
Environmental Management and Audit Scheme Verordnung
EPA
=
United States Environmental Protection Agency
ERP
=
Enterprise Resource Planning System
ESL
=
Energiesparlampe
EU
= Europäische
Union
et al.
=
et alii, und andere
etc.
=
et cetera, und so weiter
e.V.
=
Eingetragener
Verein
f = folgende
Seite
ff = folgende
Seiten
GbV
=
Gefahrgutbeauftragtenverordnung
GefStoffV = Gefahrstoffverordnung
GSL
=
Gasentladungslampe
VIII
Beitrag zur Konzeption einer »Nachhaltigen Hochschule Fulda«
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