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Optimierung der Supply Chain durch die Errichtung eines Logistikzentrums

Termpaper, 2002, 29 Pages
Author: Richard Litzlfelder
Subject: Economics / Business: Supply, Production, Logistics

Details

Category: Termpaper
Year: 2002
Pages: 29
Grade: 2,0
Language: German
Archive No.: V12671
ISBN (E-book): 978-3-638-18488-5

File size: 253 KB


Excerpt (computer-generated)

Fern-Fachhochschule Hamburg
Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen
Studienzentrum München

Studienschwerpunkt
Industrial Management and Engineering
WI-IME-P12

Hausarbeit zum Thema

Optimierung der Supply Chain durch 
die Errichtung eines Logistikzentrums

Frühjahrssemester 2002

von Richard Litzlfelder

Abgabedatum: 27.07.2002

 

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 3

2. Grundlagen 3
2.1. Supply Chain, was ist das? 3
2.2. Was ist ein Logistikzentrum? 5

3. Ausgangssituation 8
3.1. Anforderungen der Kunden 8
3.2. Struktur der Material- und Informationsflüsse 10

4. Optimierungsmöglichkeiten durch den Einsatz eines Logistikzentrums 12
4.1. Kriterien für die Standortwahl 12
4.2. Verbesserung des externen Materialflusses 14
4.3. Nutzen eines leistungsfähigen Lagersystems 15
4.4. Vorteile durch moderne Software- und EDV-Systeme 16

5. Grundsätzliche Möglichkeiten für den Betrieb eines Logistikzentrums 18
5.1. Bauen und Betreiben eines eigenen Logistikzentrums 19
5.2. Logistikzentrum als Profit Center 20
5.3. Zusammenarbeit mit einem Logistik Dienstleister/Outsourcing 21

6. Zusammenfassung 22

7. Literaturverzeichnis 24

 

Anlagenverzeichnis

Anlage 1: Bestandsprobleme: Ihre Ursachen und Folgen 
Anlage 2: Entwicklung der Anforderungen an die Logistik

 

1. Einleitung

Seit Anfang der neunziger Jahre ist das Thema Supply Chain Management (SCM) in der wissenschaftlichen Theorie wie in der Unternehmenspraxis zu einem Synonym für die Realisierung umfangreicher Erfolgspotentiale in der Lieferkette geworden. Immer mehr Unternehmungen fokussieren auf die ganzheitliche Optimierung sämtlicher Wertschöpfungsstufen von der Rohstoffgewinnung zur Herstellung eines Produktes bis zu den Serviceleistungen beim Endverbraucher. Im Rahmen einer integrierten Planung, Steuerung und Kontrolle von Güter-, Informations- und Geldflüssen über die gesamte Lieferkette vom Lieferanten des Lieferanten zum Kunden des Kunden sollen Potentiale zur Rationalisierung ausgeschöpft werden. Insbesondere streben Unternehmen mit der Umsetzung von SCM-Prinzipien an, die Transparenz und Zusammenarbeit in der Lieferkette nachhaltig zu verbessern sowie die Reaktionsgeschwindigkeit in der unternehmensinternen wie -übergreifenden Kooperation zu erhöhen. Vor diesem Hintergrund soll nun erörtert werden, welchen Beitrag der Einsatz eines Logistikzentrums zur Optimierung der Wertschöpfungskette leisten kann und wie dadurch Unternehmen eine Möglichkeit erhalten, auch in Zukunft den Kundenanforderungen gerecht zu werden.

2. Grundlagen

Zu Beginn der Bearbeitung erscheint es sinnvoll, die zentralen Begriffe aus der Themenstellung näher zu erläutern. Nachfolgen wird deshalb erklärt, was eine Supply Chain ist und welche Aufgaben einem Logistikzentrum zugeordnet werden können.

2.1. Supply Chain, was ist das?

Wenn in der Literatur "Supply Chain" übersetzt oder erklärt wird, dann werden Begriffe wie Pipeline, Lieferkette, Versorgungskette, Leistungskette (value chain) und Wertschöpfungskette verwendet (vgl. BLOECH u.a. 2000, Schlagwort: Supply Chain; KLAUS 2000, 449; WITTE 2001, 21). Im weiteren verlauf der Hausarbeit werden die Begriffe "Supply Chain" und "Wertschöpfungskette" verwendet.
Die Wertschöpfungskette ergibt sich aus dem Wertschöpfungsprozess, in dessen Verlauf die sich in Form einer Kette aneinander gereihten wertschöpfenden Tätigkeiten bzw. Leistungen in einem Unternehmen, in einem Wertschöpfungsverbund mit verschiedenen Partnern und/oder einer Volkswirtschaft stattfinden. Die Partner können aus der Sicht eines herstellenden Unternehmens zum Beispiel Lieferanten, Unterlieferanten, Speditionen, Distributionslager, Verteilzentren, Einzelhändler, Entsorgungsunternehmen, Logistikdienstleister und Point of Sale bzw. Endkunden sein.
Unter Wertschöpfung (Bruttowertschöpfung) versteht man die wertmäßige Differenz zwischen Bruttoproduktionswert und Vorleistungen. Die Supply Chain (pro Produkt) umfasst somit sämtliche Fertigungs- und Absatzstufen (mit dem jeweiligen Güter-, Werte- und Informationsfluss) von der Rohstoffgewinnung über die Produktion bis zum Kundenservice und schließt die Funktionsbereiche Forschung und Entwicklung, Beschaffung, Fertigung und Absatz mit ein (vgl. BLOECH u.a. 2000, Schlagwort: Wertschöpfungskette; WITTE 2001, 21; STOCKER /RADTKE 2000, 8-9).
Um eine maximale Optimierung der gesamten Supply Chain zu erreichen, bedarf es daher einer unternehmensübergreifenden Gestaltung und Steuerung der gesamten Prozesskette (vgl. BLOECH u.a. 2000, Schlagwort: Supply Chain Management). Die Art und Weise, wie man eine Supply Chain optimal gestaltet ist unter anderem auch vom zugehörigen Produkt abhängig. Produkte werden dabei in funktionale, mit einer vorhersehbaren, eher konstanten Nachfrage und innovative, mit schwer prognostizierbarer Nachfrage unterschieden. Für die dazugehörigen Supply Chains wird zwischen physisch effizienten und schnell an Marktbedingungen anpassbaren Ketten unterschieden. Die für die Abgrenzung benutzten Kriterien sind in der Tabelle 1 zusammengestellt. Für die Gestaltung der Supply Chain gilt, dass zu funktionalen Produkten nur effiziente Ketten sowie zu innovativen Produkten responsive Wertschöpfungsketten passen. Werden andere Kombinationen gewählt, kommt es automatisch zu Problemen, da effiziente Ketten so stark optimiert sind, dass Anpassungen nicht kurzfristig möglich sind. Eine wichtige Rolle dafür spielt zum Beispiel die optimale Platzierung von Lagern in der Kette (SEURING 2000, 51-53).

[Tabelle nur in Downloadversion enthalten]

Tabelle 1: Abgrenzung effizienter und responsiver Wertschöpfungsketten
Quelle: Fisher 1997, 108. (SEURING 2000, 52).

[...]


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