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Wandel des Generationenverhältnisses - Die postmoderne These vom Ende der Erziehung

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2001, 22 Pages
Author: Dipl. Päd. (Univ.) Thomas Ziegler
Subject: Pedagogy - Science, Theory, Anthropology

Details

Event: Die postmoderne These vom Ende der Erziehung
Institution/College: University of Augsburg (Philosophische Fakultät)
Tags: Postmoderne, Generationenverhältnis, Ende der Erziehung
Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2001
Pages: 22
Grade: 1
Language: German
Archive No.: V12735
ISBN (E-book): 978-3-638-18546-2

File size: 192 KB


Excerpt (computer-generated)

 

Der Wandel des Generationenverhältnisses bei Eckart Liebau
 und die postmoderne These vom Ende der Erziehung

 

 

 

Verfasser: Thomas A. Ziegler


Gliederung


1. Einleitung 3

2. Klärung des Generationenbegriffs 4


2.1 Der genealogische Generationenbegriff 4

2.2 Der historisch-soziologische Generationenbegriff 4

2.3 Der pädagogische Generationenbegriff 6 

3. Eckart Liebaus These vom Wandel des Generationenverhältnisses 8


3.1 Eine systematische Analyse des gegenwärtigen Generationen- und Erziehungsverhältnisses 8

3.2 Die Lösung der Erziehungskrise 10

4. kritische Auseinandersetzung mit weiteren Argumenten zum Ende der Erziehung 12


4.1 Das Verschwinden der Kindheit 12

4.2 Das Verschwinden der Erwachsenen 14

4.3 Der Verlust der Überlegenheit der älteren Generation 15

4.3.1 Der Verlust des Instrumentellen Erfahrungsvorsprungs 15
4.3.2 Der steigende Einfluss der peer-group 17

5. Resümee 18

Literaturverzeichnis 20

 



1. Einleitung

"Die jüngere Generation ist der Pfeil, die ältere der Bogen". Mit diesen Worten charakterisierte der englische Schriftsteller John Steinbeck am Anfang des 20. Jahrhunderts das Verhältnis zwischen Alt und Jung. Für ihn war es selbstverständlich, dass es die Aufgabe der Alten ist, ihr Wissen an die Nachkommen weiter zu geben, sie auf das Leben vorzubereiten und sie mit Durchsetzungskraft ins Leben zu entlassen.
Seit damals hat sich vieles geändert. Das Wissen der gesamten Menschheit wächst so schnell, dass es schon wieder veraltet ist, bis Eltern es an ihre Kinder weitergeben können. Im Bereich der neuen Medien sind Kinder ihren Eltern sogar überlegen. Das klassische Generationenverhältnis, in dem die Jungen von den Alten lernen, hat sich umgekehrt. Damit ist auch Erziehung obsolet geworden! Dies ist die zentrale These Eckart Liebaus.
Ob diese Schlussfolgerung zurecht gezogen werden kann und ob der Wandel im Generationenverhältnis wirklich so dramatisch ist, werde ich im Folgenden erörtern. Dabei wird zuerst der zentrale Begriff der "Generation" in seiner Bedeutung festgelegt (2. Teil). Diese Klärung ist notwendig, da in der Wissenschaft und im Alltag unterschiedliche Auffassungen über "Generation" existieren. Um jedoch über ein Thema diskutieren zu können, ist es notwendig, sich auf eine konkrete Definition zu einigen. Im Hauptteil (3. Teil) werde ich die Argumentation Eckart Liebaus darlegen. In seinem Aufsatz "Überlegungen zu einer praxeologischen Bildungstheorie" (Liebau, 1995) schildert er die aktuelle Situation der Erziehung und gibt Ratschläge zur Bewältigung der Krise. Anschließend werden weitere Thesen zum Ende der Erziehung dargestellt und kritisch durchleuchtet. Im letzten Punkt (4. Teil) werde ich die Ergebnisse zusammenfassen.


2. Klärung des Generationenbegriffs

Generation spielt in unserer Gesellschaft unwiderlegbar eine tragende Rolle, sei es in der Erziehung, der Schule oder dem Ruhestand. All dies findet in Generationenverhältnissen statt. Menschliches Leben, und damit auch Erziehung ist ohne Generation nicht denkbar.
In Anlehnung an Eckart Liebau (Liebau, 1997, S. 20 ff) lassen sich in der Pädagogik mindestens drei wissenschaftliche Generationenbegriffe unterscheiden. Hierbei handelt es sich um den genealogischen, den historisch-soziologischen und den pädagogischen Generationenbegriff.

2.1. Der genealogische Generationenbegriff

[...]


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