Termpaper, 2001, 20 Pages
Author: Annegret Schwier
Subject: German Studies - Modern German Literature
Details
Institution/College: University of Paderborn (FB Medienwissenschaft)
Tags: Medium, Bild, Malerei, Literatur, Gschichte, Wechselwaisen
Year: 2001
Pages: 20
Grade: 2
Bibliography: ~ 5 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-10803-4
File size: 73 KB
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Excerpt (computer-generated)
Vorlesung/ Übung
Literatur und Malerei: Geschichte zweier ,,Wechselwaisen"
SS 2001
Das Medium Bild
von
Annegret Schwier
Neuere deutsche Literaturwissenschaft
Medienwissenschaft
germanistische Sprachwissenschaft
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 2
Einleitung 3
Das Bildverständnis von Hans Ulrich Reck 4
Das Verständnis der Bilder von Gottfried Boehm 9
Das Bild als Medium 14
Literaturverzeichnis 20
Einleitung
Diese Hausarbeit handelt von Bilder als Medien. Es geht auch um das Bildverständnis im allgemeinen und was ein Bild als Medium ausmacht.
Dies wird anhand der Texte ,,Bildende Künste. Eine Medien Geschichte" von Hans Ulrich Reck und ,,Wiederkehr der Bilder" von Gottfried Boehm untersucht.
Hans Ulrich Reck beschäftigt sich in seinem Text mit Regeln, die sich innerhalb des Medienbereichs Bild bewegen. Er versucht das Bild anhand von Unterscheidungen als Medium zu definieren.
Einen dritter wichtiger Bereich stellt die Codierung, d.h. die Kopplung und Endkopplung von Zeichensystemen dar.
In dem Text von Gottfried Boehm geht es um das Verständnis von Bildlichkeit im Bild und deren Regeln, welche mit Hilfe der Sprachwissenschaft, genauer der Metapher erklärt werden.
Er beschäftigt sich hauptsächlich damit, wie das Bild auf den Betrachter wirkt und warum es so wirkt. In dieser Beziehung geht es auch um die Produktion des Bildes selber.
Ich werde im Folgenden beide Texte analysieren und mich dann mit gezielten Fragen an die Autoren wenden.
Das Bildverständnis von Hans Ulrich Reck
In seinem Text beginnt Reck mit einer Definition von Bildern. Sie sind ein Medium, welches sich nicht speichern und vererben läßt.
Bilder sind künstliche Produkte und stellen eine Absicht des Künstlers dar. Der Betrachter nimmt diese Produkte wahr, indem er sie sieht. In seinem Gehirn werden diese dann zu Vorstellungen, da der Betrachter sie eventuell mit etwas, das er vorher schon gesehen, gehört oder gelesen hat, verbindet.
„Sie sind künstliche Produkte einer absichtsvollen Herstellung und werden in unterschiedlichen Vorgängen im Gehirn zu Gegenständen der Wahrnehmung, zuweilen auch zu Anreizen von Vorstellungen.“1
Die Kultur ist der einzige Speicher der Bilder. Kulturelle Speicher stellen immer eine bestimmte Technik dar, auch wenn keine maschinellen Vorrichtungen dazu benötigt werden. Hier besteht die Technik des Speichers aus rhetorischen Figuren bzw. Erzählungen.
Bei kulturellen Speichermethoden geht es immer um das Weitergeben und Bestehenbleiben von Traditionen.
Das Medium Bild besteht aus sozialen Regeln. Im Mittelalter gab es zum Beispiel Gestaltungsregeln, welche dazu dienten, die Einbildungs- bzw. Vorstellungskraft der Bevölkerung zu kontrollieren.
Reck benutzt hier sehr oft den Begriff des „Imaginären“. Dieses „nur in der Vorstellung vorhanden sein“ scheint ihm, betreffend der Wirkung des Bildes, sehr wichtig zu sein. Er schreibt zum Beispiel: „Das Imaginäre ist ein mediales Kommunikationssystem das Stoff und Energie braucht.“(Reck,142) Stoff und Energie sind Begriffe, welche sehr weitläufig sind. Leider werden sie vom Autor nirgends definiert, genau wie die Bedeutung der Begrifflichkeiten Vorstellungen und Einbildung offen bleibt. Deshalb kann er hier auch nur im allgemeinen Sinne dieser Begriffe verstanden werden.
Wenn man sich kurz die verschiedenen Affekttheorie in der Anthropologie ansieht, findet man alleine bei Hobbes2 und Hume3 sehr verschiedene Erklärungen von Einbildung und Vorstellung.
[...]
1 Hans Ulrich Reck: Bildende Künste. Eine Medien Geschichte. In: Geschichte der Medien.Hg. v. Manfred Faßler und Wulf Halbach. Seite 141 -ab jetzt Siegel: (Reck, Seitenzahl)
2 Thomas Hobbes: Leviathan, Seite 52
3 David Hume: Ein Traktat über die menschliche Natur, Buch 2, Seite 9/10
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