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Untertitel: Business Case: Online-Archive
Hausarbeit, 2009, 16 Seiten
Autor: Sebastian Sünkler
Fach: Informationswiss., Informationsmanagement
Details
Institution/Hochschule: Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg
Jahr: 2009
Seiten: 16
Note: 1,3
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-640-35980-6
ISBN (Buch): 978-3-640-35962-2
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Zusammenfassung / Abstract
Im Zeitalter der Digitalisierung befinden sich viele traditionelle Medien in einer Umbruchphase. Besonders im Bereich des Fernsehens wird sich einiges verändern, da neben der Einführung des flächendeckenden Digitalfernsehens weitere Übertragungswege und Angebote wie IPTV und Web-TV langsam an Bedeutung gewinnen. So ist beispielsweise der Online-Video-Markt 2007 explosionsartig gewachsen und allein in Europa um über 80 Prozent gestiegen. Daneben ist auch eine stetiger Zuwachs der weltweiten IPTV-Haushalte zu beobachten. Das Internet tritt in eine Konkurrenz zum Massenmedium Fernsehen. Im Zeitraum von 2004 – 2007 wuchs die Internetnutzung europaweit um 28 Prozent, während die Fernsehnutzung nur um sechs Prozent anstieg. Diese Entwicklung zeigt, welches Potenzial das Internet für die Verbreitung von Fernsehinhalten bieten kann. Technische Einschränkungen durch langsame Internetverbindungen sind heute kaum vorhanden. Breitbandzugänge über DSL sind beispielsweise in Deutschland fast überall verfügbar. Damit steht die technische Voraussetzung für den Empfang von Online-TV-Angeboten vielen Haushalten zur Verfügung. Eine genaue Entwicklung des Online Fernsehmarkts kann nicht prognostiziert werden. Ein Ansatz für die Entwicklung liefert aber die Long-Tail Theorie des Wirtschaftsjournalisten Chris Anderson. Er hat die Beobachtung gemacht, dass Internethändler eine Vielzahl an Nischenprodukten anbieten und dadurch Gewinne erzielen. Durch dieses Angebot an Nischenprodukten stellen heutige Internetmärkte eine große Vielfalt an Inhalten und Produkten zur Verfügung, die konventionelle Händler nicht anbieten können. Diese Nischenangebote bilden den Long Tail. Nach Chris Anderson bietet besonders der Fernsehmarkt große Potenziale um sich durch den Long Tail zu verändern. In dieser Arbeit wird untersucht, wie sich die Long-Tail Theorie auf die Entwicklung des Online Fernsehens ausgewirkt hat und welche Erlösmodelle sich durch die Vermarktung von Long Tail Content für die Anbieter ergeben. Im Folgenden werden zunächst die Begriffe IPTV und Web-TV definiert und die Unterschiede zwischen diesen Angebotsvarianten erläutert.
Textauszug (computergeneriert)
Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Fakultät ,,Design, Medien und Information"
Studiengang: Medien und Information
Wintersemester 2008/2009
Informationsökonomie und Medienmanagement
Schwerpunktthema: Medienmarketing
Thema: "Long Tail" im Medienmarketing und
Marketing- Mix
Business Case : Online-Archive
(Quelle: Eigene Darstellung)
Eingereicht von Sebastian Sünkler
Inhaltsverzeichnis
1.
Einleitung
2
2.
Online
Fernsehen
3
2.1 IPTV
3
2.2
Web-TV
4
2.3 Verschmelzung von IPTV und Web-TV
4
3. Der Long Tail im Online Fernsehen
5
3.1 Voraussetzungen für die Bildung des Long Tail Marktes
5
3.2 Entwicklung des Internetfernsehens durch den Long Tail
6
4. Erlösmodelle mit Long Tail Content
9
4.1 Abonnements und Bezahlinhalte
9
4.2 Werbung
10
5. Fazit
11
6. Literaturverzeichnis
12
7. Abbildungsverzeichnis
14
2
1. Einleitung
Im Zeitalter der Digitalisierung befinden sich viele traditionelle Medien in einer
Umbruchphase (vgl. HENG/WALTER 2008, S. 35). Besonders im Bereich des
Fernsehens wird sich einiges verändern, da neben der Einführung des
flächendeckenden Digitalfernsehens weitere Übertragungswege und Angebote
wie IPTV und Web-TV langsam an Bedeutung gewinnen. (vgl. BREUNIG 2007, S.
478). So ist beispielsweise ,,Der Online-Video-Markt [...] 2007 explosionsartig
gewachsen und allein in Europa um über 80 Prozent gestiegen." (ADAM 2008, S.
70). Daneben ist auch eine stetiger Zuwachs der weltweiten IPTV-Haushalte zu
beobachten (vgl. HENG/WALTER 2008, S. 42).
Das Internet tritt in eine Konkurrenz zum Massenmedium Fernsehen. Im
Zeitraum von 2004 2007 wuchs die Internetnutzung europaweit um 28 Prozent,
während die Fernsehnutzung nur um sechs Prozent anstieg (vgl. ADAM 2008, S.
70 - 71). Diese Entwicklung zeigt, welches Potenzial das Internet für die
Verbreitung von Fernsehinhalten bieten kann. Technische Einschränkungen
durch langsame Internetverbindungen sind heute kaum vorhanden.
Breitbandzugänge über DSL sind beispielsweise in Deutschland fast überall
verfügbar (vgl. HENG/WALTER 2008, S. 41). Damit steht die technische
Voraussetzung für den Empfang von Online-TV-Angeboten vielen Haushalten
zur Verfügung.
Eine genaue Entwicklung des Online Fernsehmarkts kann nicht prognostiziert
werden. Ein Ansatz für die Entwicklung liefert aber die Long-Tail Theorie des
Wirtschaftsjournalisten Chris Anderson. Er hat die Beobachtung gemacht, dass
Internethändler eine Vielzahl an Nischenprodukten anbieten und dadurch
Gewinne erzielen. Durch dieses Angebot an Nischenprodukten stellen heutige
Internetmärkte eine große Vielfalt an Inhalten und Produkten zur Verfügung, die
konventionelle Händler nicht anbieten können (vgl. ANDERSON 2008, S. 24 - 25).
Diese Nischenangebote bilden den Long Tail.
Nach Chris Anderson bietet besonders der Fernsehmarkt große Potenziale um
sich durch den Long Tail zu verändern (vgl. ANDERSON 2008, S. 195).
3
In dieser Arbeit wird untersucht, wie sich die Long-Tail Theorie auf die
Entwicklung des Online Fernsehens ausgewirkt hat und welche Erlösmodelle
sich durch die Vermarktung von Long Tail Content für die Anbieter ergeben. Im
Folgenden werden zunächst die Begriffe IPTV und Web-TV definiert und die
Unterschiede zwischen diesen Angebotsvarianten erläutert.
2. Online Fernsehen
Traditionelles Fernsehen kann Programme nur linear ausstrahlen und ist vor
allem auf den passiven Konsum ausgelegt. Zuschauer sind dort an die
Sendereihenfolge der Inhalte angewiesen und haben kaum Möglichkeiten eine
aktive Rolle anzunehmen. Die einzigen Ausnahmen sind das Call in TV und
diverse Teleshoppingangebote.
Das Online Fernsehen oder auch Internetfernsehen ist dagegen eher aufs aktive
Zuschauen ausgelegt. Es bietet verschiedene Interaktionsmöglichkeiten und
Nutzer können sich ihr Programm nach ihren Vorlieben selber zusammenstellen.
2.1 IPTV
IPTV (Internet Protocol Tele Vision) ist die digitale, auf dem Internetprotokoll
basierte Übertragung von audiovisuellen Inhalten auf ein Fernsehgerät. Die
Inhalte werden in einem geschlossenen Netzwerk mit Hilfe einer Set-Top-Box
übertragen. Programme können beim IPTV dabei, wie beim herkömmlichen
Fernsehen, linear ausgestrahlt werden. Zusätzlich besteht aber bei vielen
Anbietern die Möglichkeit Video-On-Demand Angebote zu nutzen und dadurch
zeitunabhängig gewünschte Inhalte zu rezipieren. Eine mögliche Zusatzfunktion
von IPTV sind PVR (Personal Video Recorder). Mittels PVR können Sendungen
parallel oder überlappend zwischengespeichert werden. Dadurch wird
zeitversetztes Fernsehen möglich. Neben den Funktionen, die direkt auf die
Inhalte bezogen sind, gibt es noch weitere Nutzungsmöglichkeiten. Durch IPTV
können beispielsweise Webseiten und E-Mails über das Fernsehgerät abgerufen
werden. IPTV bietet eine Bild- und Tonqualität wie das heutige Digitalfernsehen.
Hauptanbieter von IPTV-Inhalten sich Telekommunikationsunternehmen, die
über eigene Netze verfügen.
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