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Goethe, Johann Wolfgang von - Faust - Das Verhältnis zwischen Mephisto und Faust

Hausarbeit, 2003, 6 Seiten
Autor: Silvia Golle
Fach: Deutsch - Literatur, Werke

Details

Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2003
Seiten: 6
Note: A (1.0)
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V13013
ISBN (E-Book): 978-3-638-18769-5

Dateigröße: 131 KB
Anmerkungen :
Analyse ohne Sekundärliteratur. 175 KB


Zusammenfassung / Abstract

Der kleine Schritt zwischen "gut" und "böse" "Alles Böse wurzelt in einem Guten und alles Falsche in einem Wahren." Thomas von Aquin, italienischer Philosoph und Dominikanerpater Das menschliche Gute sind die sozialen Normen die sich der Mensch selber auferlegt, und die er in seinem ganzen Leben einzuhalten versucht. Das menschliche Böse hingegen, ist der Schaden, den der Mensch anderen zufügt, wenn er nicht nach den gesellschaftlichen Normen handelt. Wie Thomas Aquin in seinem Zitat bemerkt, steckt das Böse in jedem Guten und das Lügnerische hält sich nicht weit von der Wahrheit entfernt. Der Mensch ist hierzu keine Ausnahme, und man findet auch in ihm eine anständige Seite, die an das Gute auf der Welt glaubt, und eine üble, die unter dem Einfluss von Egoismus steht. Goethes Faust gilt als "Jedermann", der wie jeder Mensch zwischen dem Guten und dem Bösen steht. Der Jedermann ist meist auf dem richtigem Pfad und neigt eher zur Wahrheit als sich mit dem Unerlaubten abzugeben. Er strebt, glaubt, und lebt sein Leben wie es ihm durch die Gesellschaft vorgegeben ist. Es bedarf meist nur eines kleinen Auslösers, der den Menschen zum Bösen drängt. In Fausts Fall ist es die Verzweiflung und Sehnsucht, die ihn in die Arme Mephistopheles´ treibt. Faust, der sein Leben lang nach Wissen strebt, kann nie zu einer richtigen Erkenntnis kommen. Er bleibt ständig unzufrieden und sieht in den Büchern und Worten keinen Sinn mehr. Aber strebt Faust tatsächlich nur nach konstruktivem Wissen, oder ist es vielleicht das reale Leben und die Natur, die er vermisst? Faust redet ständig davon, dass er die Dinge erleben und am eigenen Leib erfahren will. Er möchte wissen was die Welt im Innersten zusammenhält, und dazu braucht er mehr als nur Belesenheit. Nachdem das Anrufen des Erdgeistes Faust nicht befriedigt und ihn eher verschreckt, ist er in seiner tiefsten Phase der Verzweiflung. Dies ist der richtige Moment für Mephistopheles, Symbol des Bösen und Inkarnation des Teufels, in Fausts Leben zu treten.


Textauszug (computergeneriert)

Boston University

Spring Semester 2003
LG 470
Silvia Golle
Aufsatz Faust

4/7/03

Das Verhältnis zwischen Mephistopheles und Faust

 

Der kleine Schritt zwischen "gut" und "böse"

"Alles Böse wurzelt in einem Guten und alles Falsche in einem Wahren."
Thomas von Aquin, italienischer Philosoph und Dominikanerpater

Das menschliche Gute sind die sozialen Normen die sich der Mensch selber auferlegt, und die er in seinem ganzen Leben einzuhalten versucht. Das menschliche Böse hingegen, ist der Schaden, den der Mensch anderen zufügt, wenn er nicht nach den gesellschaftlichen Normen handelt. Wie Thomas Aquin in seinem Zitat bemerkt, steckt das Böse in jedem Guten und das Lügnerische hält sich nicht weit von der Wahrheit entfernt. Der Mensch ist hierzu keine Ausnahme, und man findet auch in ihm eine anständige Seite, die an das Gute auf der Welt glaubt, und eine üble, die unter dem Einfluss von Egoismus steht.

Goethes Faust gilt als "Jedermann", der wie jeder Mensch zwischen dem Guten und dem Bösen steht. Der Jedermann ist meist auf dem richtigem Pfad und neigt eher zur Wahrheit als sich mit dem Unerlaubten abzugeben. Er strebt, glaubt, und lebt sein Leben wie es ihm durch die Gesellschaft vorgegeben ist. Es bedarf meist nur eines kleinen Auslösers, der den Menschen zum Bösen drängt. In Fausts Fall ist es die Verzweiflung und Sehnsucht, die ihn in die Arme Mephistopheles´ treibt. Faust, der sein Leben lang nach Wissen strebt, kann nie zu einer richtigen Erkenntnis kommen. Er bleibt ständig unzufrieden und sieht in den Büchern und Worten keinen Sinn mehr. Aber strebt Faust tatsächlich nur nach konstruktivem Wissen, oder ist es vielleicht das reale Leben und die Natur, die er vermisst? Faust redet ständig davon, dass er die Dinge erleben und am eigenen Leib erfahren will. Er möchte wissen was die Welt im Innersten zusammenhält, und dazu braucht er mehr als nur Belesenheit. Nachdem das Anrufen des Erdgeistes Faust nicht befriedigt und ihn eher verschreckt, ist er in seiner tiefsten Phase der Verzweiflung. Dies ist der richtige Moment für Mephistopheles, Symbol des Bösen und Inkarnation des Teufels, in Fausts Leben zu treten.

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