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Diploma Thesis, 2003, 128 Pages
Author: Wolfgang Volk
Subject: Economics / Business: Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
Details
Tags: Basel, Herausforderung, Kreditinstitute, Mittelstand
Year: 2003
Pages: 128
Grade: 1,7
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-18809-8
File size: 1287 KB
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Excerpt (computer-generated)
Freie wissenschaftliche Arbeit
zur Erlangung des Grades eines Diplom-Betriebswirtes
an der Fachhochschule Aalen, Studiengang B
Thema:
Basel II - Herausforderung für Kreditinstitute und den Mittelstand
eingereicht beim
Studiengang für kleine und mittlere Unternehmen
an der Fachhochschule Aalen, Hochschule für Technik und Wirtschaft,
von
Wolfgang Volk
Aalen, 27.01.2003
INHALTSVERZEICHNIS
1 Einleitung ... 3
1.1 Problemstellung ... 3
1.2 Gang der Arbeit ... 5
2 Grundlagen ... 6
2.1 Der Begriff des Mittelstands ... 6
2.2 Das Rating ... 8
2.2.1 Begriff ... 8
2.2.2 Ratingarten ... 8
2.2.3 Bankinternes Rating vs. Externes Rating ... 10
2.2.4 Ratingsymbole und ihre Bedeutung ... 12
3 Basel II - Die neue Baseler Eigenkapitalvereinbarung ... 14
3.1 Der Baseler Ausschuss ... 14
3.2 Stand der heutigen Eigenkapitalübereinkunft (Grundsatz I) ... 15
3.3 Der "Fahrplan" von Basel II ... 18
3.4 Ziele von Basel II ... 19
3.5 Das Rahmenwerk - Die drei Säulen des neuen Baseler Akkords ... 20
3.5.1 Säule Eins: Mindestkapitalanforderungen ... 20
3.5.1.1 Kreditrisiko ... 21
3.5.1.1.1 Standardansatz ... 21
3.5.1.1.2 IRB-Ansatz (International Ratings Based Approach) ... 24
3.5.1.1.3 Retailgeschäft (Retail Business) und Behandlung des Mittelstands ... 28
3.5.1.1.4 Mindestanforderungen für den IRB-Ansatz ... 29
3.5.1.1.5 Techniken zur Risikominderung ... 31
3.5.1.1.6 Verbriefung von Forderungen ... 33
3.5.1.2 Operationelles Risiko ... 34
3.5.2 Säule Zwei: Aufsichtliches Überprüfungsverfahren ... 37
3.5.3 Säule Drei: Marktdisziplin ... 39
4 Externes Rating der Agenturen ... 41
4.1 Ratingagenturen ... 42
4.2 Ratinganforderungen ... 43
4.3 Ratingprozess ... 44
4.4 Ratingkriterien ... 47
5 Kreditvergabeprozess der Kreditinstitute ... 51
5.1 Kreditrisiken ... 52
5.2 Bankinterne Kreditwürdigkeitsprüfung ... 53
5.3 Instrumente der klassischen Bonitätsanalyse ... 54
5.3.1 Die Jahresabschlussanalyse ... 54
5.3.2 Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) ... 60
5.3.3 Die Kontendatenanalyse ... 62
5.3.4 Betriebsbesichtigungen ... 63
5.3.5 Die Branchenanalyse ... 64
5.3.6 Permanente Sicherheitenbeobachtung ... 65
5.4 Bankinterne Ratingsysteme ... 65
5.4.1 Analysemethodik ... 66
5.4.2 Bestehende Ratingsysteme ... 67
5.4.3 Aktueller Vorbereitungsstand der Kreditinstitute ... 71
5.5 Das Kreditratingsystem des BVR ... 72
5.5.1 Aufbau ... 72
5.5.2 Praxisbeispiel ... 75
6 Auswirkungen auf die Mittelstandsfinanzierung ... 88
6.1 Strategischer Nutzen des (externen) Rating ... 88
6.2 Auswirkungen auf Kunde-Bank-Beziehung ... 90
6.3 Auswirkungen auf Konditionengestaltung ... 92
6.4 Auswirkungen auf Kreditvergabeverhalten ... 96
6.5 Alternative Finanzierungsformen ... 99
6.5.1 Traditionelle Kreditsubstitute ... 100
6.5.1.1 Leasing ... 100
6.5.1.2 Factoring ... 101
6.5.2 Kapitalmarktbezogene Produkte ... 103
6.5.2.1 Börsengang ... 103
6.5.2.2 Corporate Bonds (Unternehmensanleihen) ... 104
6.5.2.3 Asset-Backed-Securities ... 105
6.5.3 Private-Equity-Finanzierung ... 108
6.5.3.1 Direktbeteiligung ... 108
6.5.3.2 Mezzanine-Finanzierung ... 109
7 Fazit und Ausblick ... 112
Anhang ... 115
I Abkürzungsverzeichnis ... 116
II Tabellenverzeichnis ... 119
III Abbildungsverzeichnis ... 119
IV Literaturverzeichnis ... 119
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
Kreditinstitute und der deutsche Mittelstand stehen vor neuen Herausforderungen, da sich die Spielregeln an den Kapitalmärkten tiefgreifend ändern. Die zentralen Stichworte dabei lauten Baseler Akkord II, internes und externes Rating und neue Finanzierungsformen für den Mittelstand.1
Kaum ein Thema wird in Unternehmen, Verbänden und Medien derzeit so intensiv diskutiert wie Rating für den Mittelstand.2 Auslöser dieser Diskussionen ist die neue Baseler Eigenkapitalvereinbarung (kurz: „Basel II“ bzw. „Baseler Akkord“), die erstmals im ersten Konsultationspapier im Juni 1999 veröffentlicht wurde. Ab 2006 müssen Kreditinstitute für risikobehaftetere Firmenkredite mehr Eigenkapital vorhalten als für risikoärmere. Zukünftig müssen Banken zur Eigenkapitalhinterlegung entweder ein externes Rating – sofern dies für ein Unternehmen zur Verfügung steht und die Bank hierauf zugreift – oder das Ergebnis eines intern erstellten Ratings zur Bonitätsbeurteilung der Kreditnehmer nutzen.
Grundsätzlich bedeutet dies, dass spätestens ab 2006 jedes Unternehmen, dass auf eine Fremdfinanzierung angewiesen ist, ein Rating erhalten wird. Ein Rating ist somit sowohl für die Kreditvergabe, die Kreditkonditionen und damit insgesamt für die Finanzierungskosten maßgeblich, es wird zum Dreh- und Angelpunkt im Firmenkundenkreditgeschäft bei den Kreditinstituten. 3 Die einfache Formel dabei lautet:4
Gute Bonität = geringes Risiko = niedrige Kreditzinsen
Schlechte Bonität = hohes Risiko = hohe Kreditzinsen oder kein Kredit
Gerade für die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) stellt die neue Eigenkapitalvereinbarung des Baseler Ausschusses eine besondere Herausforderung dar. Während sich Großunternehmen in den letzten Jahren verstärkt über Emissionen von Aktien und Industrieanleihen finanziert haben, tendieren KMU dazu, ihren üblichen Finanzbedarf, insbesondere ihre Investitionen, traditionell über den klassischen (Haus-) Bankkredit zu finanzieren. 5 Der Mittelstand befürchtet, dass die Kredite schlichtweg teurer werden oder sich die Banken zukünftig ganz aus dem Firmenkundengeschäft mit dem Mittelstand zurückziehen. 6 Doch auch beim Mittelstand zeichnen sich Trends zu neuen alternativen Finanzierungsformen ab.7
1.2 Gang der Arbeit
Zielsetzung dieser Arbeit soll es sein, den neuen Baseler Akkord hinsichtlich dessen Auswirkungen auf den Kreditvergabeprozess der Kreditinstitute und die Mittelstandfinanzierung kritisch zu beleuchten.
Im zweiten Kapitel der vorliegenden Arbeit sollen zunächst grundlegende Begriffe definiert und abgegrenzt werden. Dabei wird auf die gesamtwirtschaftliche Definition und Bedeutung von mittelständischen Unternehmen eingegangen. Anschließend wird der Begriff Rating, dessen verschiedene Ausgestaltungsformen und die Ratingsymbolik vorgestellt. In dem darauf folgenden Kapitel sollen die Entwicklung zu Basel II sowie die Gestaltung und der Aufbau der neuen Eigenkapitalvereinbarung unter Berücksichtigung der laufenden Änderungen zum zweiten Konsultationspapier dargestellt werden. Im vierten Kapitel wird das externe Rating der Agenturen vorgestellt. Im fünften Kapitel werden die Auswirkungen von Basel II auf den Kreditvergabeprozess der Kreditinstitute beschrieben. Hierbei wird die Entwicklung der Kreditwürdigkeitsprüfung von den traditionellen Instrumenten der Bonitätsanalyse hin zu neuen bankinternen Ratingsystemen dargestellt. Gleichzeitig wird die Systematik und der Entwicklungsstand von bankinternen Ratingsystemen dargestellt. Abgerundet wird das Kapitel durch ein Praxisbeispiel im Rahmen des neuen BVR-II-Rating der Volks- und Raiffeisenbanken. Darauf aufbauend werden im sechsten Kapitel mögliche Auswirkungen des neuen Baseler Akkords auf die zukünftige Finanzierungssituation des Mittelstands dargestellt. Auch wenn zum jetzigen Zeitpunkt noch einige Detailfragen von Basel II ungeklärt sind, so scheinen doch bereits heute Grundtendenzen der Konsequenzen für die deutschen mittelständischen Unternehmen ableitbar zu sein. Gleichzeitig werden alternative Finanzierungsmöglichkeiten für den Mittelstand aufgezeigt. Die Arbeit wird durch ein Fazit abgerundet.
2 Grundlagen
2.1 Der Begriff des Mittelstands
Unter dem Begriff „Mittelstand“ werden im Allgemeinen kleine und mittlere Unternehmen zusammengefasst. Diesen Unternehmen wird gerade in Deutschland entscheidende Bedeutung für Wachstum und Beschäftigung beigemessen.
[...]
1 vgl. Kolbeck/Wimmer, 2002, Finanzierung für den Mittelstand, S. 11
2 vgl. Kirchhoff, 2002, Basel II und Rating, S. 5
3 vgl. Gleißner/Füser, 2002, Leitfaden Rating, S. 4
4 vgl. Sparkasse, 2002, Was Basel II für sie bedeutet, S. 1
5 vgl. Kolbeck/Wimmer, 2002, Finanzierung für den Mittelstand, S. 12
6 vgl. Braun, 2002, Rating kompakt, S. 3
7 vgl. Kolbeck/Wimmer, 2002, Finanzierung für den Mittelstand, S. 12
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