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Hausarbeit, 2009, 25 Seiten
Autor: Julia Danoci
Fach: Ernährungswissenschaft / Ökotrophologie
Details
Institution/Hochschule: Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach
Jahr: 2009
Seiten: 25
Note: 1,3
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-640-36772-6
ISBN (Buch): 978-3-640-36803-7
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Zusammenfassung / Abstract
Stellenabbau, Umweltsünden, Schmiergeldzahlungen, horrende Managergehälter: Wenn in der Wirtschaft etwas schief läuft, gilt die Gier der Manager und damit die Profitsucht der Unternehmen als Quelle allen Übels. Auch aufgrund der aktuellen Finanzkrise wird der öffentliche Ruf lauter, Manager deutlich mehr als bisher in die gesellschaftliche Verantwortung zu nehmen. In vielen Köpfen herrscht jedoch nach wie vor die Vorstellung, dass Ethik und Moral nicht in Einklang mit Ökonomie und Gewinnerzielung zu bringen sind. Um diese Thematik genauer zu untersuchen werden in der vorliegenden Hausarbeit vier Unternehmen genauer unter die Lupe genommen. Zwei davon zählen zu der Gruppe der explizit ethisch handelnden Unternehmen und zwei zu Unternehmen die sich alles andere als ethisch oder moralisch geben. Bei jedem Unternehmen werden die Punkte Unternehmensphilosophie, Soziale Einstellung, Einstellung zum Umweltschutz und gesellschaftliches Engagement genauer betrachtet. Ich habe dazu jeweils zwei Unternehmen aus der gleichen Branche gewählt, damit zumindest eine gewisse Vergleichbarkeit gegeben ist. Die Frage, die es dabei zu beantworten gilt ist, haben Unternehmen einen Wettbewerbsnachteil durch ihr ethisches Handeln oder ist evtl. sogar genau das Gegenteil der Fall?
Textauszug (computergeneriert)
Hochschule Niederrhein
Fachbereich Oecotrophologie
Analyse und Vergleich von ethisch
handelnden Unternehmen gegenüber
unethisch handelnden Unternehmen
Februar 2009
Ethische Unternehmensführung
Erstellt von:
Julia Danoci
1. Semester:
Msc Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften
Inhaltsverzeichnis
1.
Einleitung 2
2. dm - Drogeriemarkt 3
2.1 Kurzporträt
3
2.2 Unternehmensphilosophie
3
2.3 Soziales
4
2.4 Umwelt
5
2.5 Gesellschaft
6
3. Schlecker 7
3.1 Kurzporträt
7
3.2 Unternehmensphilosophie
7
3.3 Soziales
8
3.4 Umwelt
9
3.5 Gesellschaft
9
4. Lufthansa 10
4.1 Kurzporträt
10
4.2 Unternehmensphilosophie
10
4.3 Soziales
11
4.4 Umwelt
13
4.5 Gesellschaft
13
5. Ryanair 16
5.1 Kurzporträt
16
5.2 Unternehmensphilosophie
16
5.3 Soziales
17
5.4 Umwelt
18
5.5 Gesellschaft
19
6. Diskussion 19
7. Fazit 21
8. Literaturverzeichnis 22
1
1. Einleitung
Stellenabbau, Umweltsünden, Schmiergeldzahlungen, horrende Manager-
gehälter: Wenn in der Wirtschaft etwas schief läuft, gilt die Gier der Manager
und damit die Profitsucht der Unternehmen als Quelle allen Übels. Auch
aufgrund der aktuellen Finanzkrise wird der öffentliche Ruf lauter, Manager
deutlich mehr als bisher in die gesellschaftliche Verantwortung zu nehmen
[1].
In vielen Köpfen herrscht jedoch nach wie vor die Vorstellung, dass Ethik
und Moral nicht in Einklang mit Ökonomie und Gewinnerzielung zu bringen
sind. Um diese Thematik genauer zu untersuchen werden in der vorliegenden
Hausarbeit vier Unternehmen genauer unter die Lupe genommen. Zwei
davon zählen zu der Gruppe der explizit ethisch handelnden Unternehmen
und zwei zu Unternehmen die sich alles andere als ethisch oder moralisch
geben. Bei jedem Unternehmen werden die Punkte Unternehmens-
philosophie, Soziale Einstellung, Einstellung zum Umweltschutz und
gesellschaftliches Engagement genauer betrachtet. Ich habe dazu jeweils zwei
Unternehmen aus der gleichen Branche gewählt, damit zumindest eine
gewisse Vergleichbarkeit gegeben ist. Die Frage, die es dabei zu beantworten
gilt ist, haben Unternehmen einen Wettbewerbsnachteil durch ihr ethisches
Handeln oder ist evtl. sogar genau das Gegenteil der Fall?
2
2. dm - Drogeriemarkt
2.1 Kurzporträt
dm ist ein deutsches Unternehmen mit der Unternehmensform GmbH & Co.
KG. 1973 wurde in Karlsruhe vom Firmengründer Götz W. Werner die erste
dm Filiale eröffnet.
Mittlerweile hat dm auch Filialen in 9 weiteren
europäischen Ländern. Die Firmenzentrale befindet sich nach wie vor in
Karlsruhe.
dm
ist
in
Deutschland
nach
Schlecker
die
größte
Drogeriemarktkette. Im Geschäftsjahr 2007/2008 hatte das Unternehmen
rund 30.700 Mitarbeiter und insgesamt 2.024 Filialen. Der Gesamtumsatz
betrug 4,7 Milliarden Euro, davon 3,36 Mrd. Euro in den 1.012 Filialen in
Deutschland. Jede Filiale macht durchschnittlich 193.700 Euro Umsatz im
Monat [2].
2.2 Unternehmensphilosophie
Der Firmengründer Götz Werner ist bekennender Anthroposoph und setzte
Anfang der 90-er Jahre eine anthroposophische Unternehmensphilosophie
durch und hielt sich dabei streng an die Lehren des Schweizer
Anthroposophen
Rudolf
Steiner.
Das
wirkte
sich
u.a.
auf
die
Organisationsstruktur des Unternehmens aus, da die Filialen zunehmend
mehr Selbstverantwortung und Eigenkontrolle erhielten. Heute bestimmen
die Filialen vor Ort selbst ihr Produktsortiment, ihre Dienstpläne, zum Teil
die Vorgesetzten und sogar die Gehälter. Die Fähigkeiten seiner Mitarbeiter
und die Bedürfnisse seiner Kunden stellte Werner ebenfalls konsequent in
den Mittelpunkt. So gibt es bei dm z.B. keine Aktionsverkäufe, sondern nur
noch ,,Dauerpreise", die mindestens 4 Monate gültig sein müssen. Dadurch
soll der Kunde nicht durch Sonderangebote vom Kauf der ursprünglich
gewünschten Artikel abgebracht werden. Die Bio-Marke Alnatura kam
bereits 1986 in die dm Filialen und ist bis heute ein Volltreffer. Dieses
Erkennen von frühzeitigen gesellschaftlichen Veränderungen steht ebenfalls
im Einklang mit den anthroposophischen Lehren Steiners [2,3].
Bei dm legt man außerdem sehr viel Wert auf Transparenz in allen Bereichen.
Nur so ist ein eigenverantwortliches Handeln möglich, das nachhaltig zur
3
Zukunft des Unternehmens beiträgt. Eine regelmäßig erscheinende
Mitarbeiterzeitung
soll
eine
größtmöglichste
Offenheit
der
unternehmensinternen Informationsflüsse gewährleisten. Es gibt auch eine
weitere Zeitung speziell für Lehrlinge und junge Mitarbeiter [2].
Jeder der bei dm Leitungsaufgaben wahrnimmt, soll sich an ein betont
unautoritäres Führungskonzept halten, das intern von Firmengründer
Werner ,,Dialogische Führung" genannt wurde. Dieses Konzept beruht auf
den Grundwerten von Verständnis und Respekt. Dabei wird der
partnerschaftliche Dialog der Anweisung vorgezogen [2].
Seit 2008 ist Werner nun nicht mehr Geschäftsführer von dm. Nachfolger
wurde sein Stellvertreter Erich Harsch. Werner sitzt nun im Aufsichtsrat und
wacht darüber, dass sich an den dm-Besonderheiten nicht allzu viel
verändert [4].
2.3 Soziales
Das Ausbildungskonzept von dm wurde bereits mehrfach prämiert. Mit LidA,
Lernen in der Arbeit, setzt dm seit Herbst 2001 ein Ausbildungskonzept um,
dem ,,entdeckendes Lernen" zugrunde liegt. Firmenintern werden die
Auszubildenden als ,,Lernlinge" bezeichnet, da sie sich ihre Fähigkeiten auf
aktivem Wege aneignen und nicht passiv etwas ,,beigebracht" bekommen.
Eine weitere Besonderheit der Ausbildung bei dm ist das zweimal
stattfindende dm-,,Abenteuer-Kultur". Dabei wird innerhalb von 8 Tagen
zusammen mit Theaterpädagogen ein Theaterstück erarbeitet. Ziel ist es das
Selbstbewusstsein der jungen Leute zu stärken, und dass diese lernen selbst
Verantwortung zu übernehmen. Für die Unternehmensphilosophie von dm
ist es nämlich entscheidend, dass die Mitarbeiter ein Bewusstsein für die
eigene Verantwortung haben bzw. erlernen. Zusätzlich bietet dm einmal im
Jahr für interessierte Lehrlinge einen Umwelttag an. Dadurch möchte man
die Sensibilität der jungen Leute für den Umweltschutz und andere
Nachhaltigkeits-Themen stärken [2].
4
Seit Herbst 2006 hat das Unternehmen außerdem eine Kooperation mit der
privaten Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter bei Bonn.
Dort wird ein Bachelor in Wirtschaftswissenschaften angeboten. Das
besondere der Hochschule ist, dass künstlerische, soziale und kulturelle
Inhalte miteinander verknüpft werden. So soll der Blick der Studenten für
eine ganzheitliche und nachhaltige Sichtweise geöffnet werden [2].
Nicht nur auf die Auszubildenden wirkt sich die anthroposophische
Unternehmensphilosophie von Firmengründer Werner aus. Auch die
Mitarbeiter der dm-Verteilzentren und der rückwärtigen Dienste können an
sog. Fähigkeitenwerkstätten teilnehmen und zwischen Kursen wie
Bildhauerei, Malen, Musik, Bewegung oder Schauspiel wählen. Ziel dabei ist,
Kreativität und Phantasie im gemeinschaftlichen Miteinander zu erleben und
zu entwickeln [2].
Zudem gibt es eine regelmäßig erscheinende Broschüre, die den Mitarbeitern
einen Überblick über ihre Weiterbildungsmöglichkeiten im Unternehmen
verschafft. Diese Kurse finden während der bezahlten Arbeitszeit statt [2].
Die Gestaltung der Arbeitszeiten erfolgt bei dm individuell und flexibel, in
Absprache mit den Kollegen [2].
2.4 Umwelt
Im Jahr 2008 erhielt dm die Auszeichnung Hans Globe 2008 für das neue
Kombi-Logistikzentrum in Weilerswist, das ab September 2009 die beiden
bisherigen Verteilzentren vereinen wird. Das neue Verteilzentrum nutzt
erneuerbare Energien, reduziert das Abfallaufkommen und ist harmonisch in
die Umgebung eingepasst. dm hat bei der Planung des Gebäudes die
Lebenszykluskoten für die gesamte Nutzungsdauer ermittelt. Die Logistik
Initiative Hamburg hat den Preis für umweltfreundliches und nachhaltiges
Engagement in der Logistik daher an dm vergeben [2].
5
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