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BUCH vs. INTERNET

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 1999, 32 Pages
Author: Mag. phil. Thomas Müller
Subject: Communications: Multimedia, Internet, New Technologies

Details

Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 1999
Pages: 32
Grade: sehr gut
Bibliography: ~ 32  Entries
Language: German
Archive No.: V13293
ISBN (E-book): 978-3-638-18984-2
ISBN (Book): 978-3-638-69866-5
File size: 294 KB

Abstract

„Die Massenmedien sind aus dem Alltag der heutigen Menschen nicht mehr wegzudenken. Praktisch alle sozialen Einrichtungen sind direkt oder indirekt von ihren Informationsleistungen abhängig, alle Bereiche des sozialen Lebens sind ihren Einflüssen ausgesetzt. Aber auch als Wirtschaftsfaktor und politische Macht sind sie nicht zu unterschätzen. (...) „Wohin führen uns die Innovationen der Medientechnik und der Medienindustrie, und welche sozialen und kulturellen Folgen sind zu erwarten?“ „In der grundlegenden Analyse <Die nachindustrielle Gesellschaft> von D. Bell1 erscheinen Wissen und Informationen als die zentralen gesellschaftlichen Produktivkräfte, welche die herkömmlichen ökonomischen Grundressourcen Arbeit und Kapital an Bedeutung weit übertroffen haben. Die Medienwirtschaft, einschließlich der Elektronik-Industrie, ist heute – nach der chemischen Industrie – der zweitgrößte Wirtschaftsbereich Deutschlands. Ein wachsender Anteil der Erwerbstätigen ist direkt oder indirekt mit der Produktion, Umsetzung und Verbreitung von Informationen beschäftigt. Alle Teile der Gesellschaft – wirtschaftliche und staatliche Organisationen, kulturelle Einrichtungen, arbeitende und konsumierende Menschen – sind von den Leistungen und Produkten des Mediensystems abhängig. Zwei Bereiche der Elektrotechnik haben zur Herausbildung der „Informationsgesellschaft“ besonders nachhaltig beigetragen: die Datenverarbeitung (Computer) und die Datenübertragung (Kabelnetze, Satelliten). Hier, in dieser Arbeit, versuche ich einen kurzen Ein- und Überblick darüber zu geben, wie sich das Internet und das Buch als „Printkonkurrenz“ entwickeln wird. Jedoch ist es mir dabei unmöglich, einen Gesamtüberblick zu geben, sowie es mir unmöglich ist, nichts zu vergessen. Die entsprechenden Informationen habe ich teils aus Büchern, aus Zeitschriften, aber auch aus dem Internet selbst herausgenommen. Viel Spass beim Durchlesen mit vielen neuen Impressionen zum Buch versus Internet wünsche ich Ihnen. Mag. phil. Thomas Müller Schlins/Vorarlberg/Österreich


Excerpt (computer-generated)

 

Buch vs. Internet 2

 


Inhaltsangabe


1 Vorwort


2 Internet – Buch – Internet


2. 1. Geschichte des Buches
2. 2. Geschichte des Internet
2. 2. 1. Wer sind die Nutzer dieses Mediums?
2. 2. 2. Wird dieses Medium unverzichtbar?
2. 3. Buch verus oder und Internet


3 Vom Buch zum Netz/CD-ROM


3.1. Der Schritt ins neue Jahrtausend


4 Das digitale „Buch“ kommt


4. 1. Probleme des herkömmlichen Buches
4. 1. 1. Beispiel: Bibliotheken – Praxisnahe Auseinandersetzung
4. 2. Probleme des „Bildschirmbuches“


5 Urheberrecht - Eine Säule der Kultur. Von Umberto Eco


6 Buchpräsentation im Internet


7 Eigene Meinung über all das


1.Vorwort

„Die Massenmedien sind aus dem Alltag der heutigen Menschen nicht mehr wegzudenken. Praktisch alle sozialen Einrichtungen sind direkt oder indirekt von ihren Informationsleistungen abhängig, alle Bereiche des sozialen Lebens sind ihren Einflüssen ausgesetzt. Aber auch als Wirtschaftsfaktor und politische Macht sind sie nicht zu unterschätzen. (...) „Wohin führen uns die Innovationen der Medientechnik und der Medienindustrie, und welche sozialen und kulturellen Folgen sind zu erwarten?“ „In der grundlegenden Analyse <Die nachindustrielle Gesellschaft> von D. Bell1 erscheinen Wissen und Informationen als die zentralen gesellschaftlichen Produktivkräfte, welche die herkömmlichen ökonomischen Grundressourcen Arbeit und Kapital an Bedeutung weit übertroffen haben. Die Medienwirtschaft, einschließlich der Elektronik-Industrie, ist heute – nach der chemischen Industrie – der zweitgrößte Wirtschaftsbereich Deutschlands. Ein wachsender Anteil der Erwerbstätigen ist direkt oder indirekt mit der Produktion, Umsetzung und Verbreitung von Informationen beschäftigt. Alle Teile der Gesellschaft – wirtschaftliche und staatliche Organisationen, kulturelle Einrichtungen, arbeitende und konsumierende Menschen – sind von den Leistungen und Produkten des Mediensystems abhängig. Zwei Bereiche der Elektrotechnik haben zur Herausbildung der „Informationsgesellschaft“ besonders nachhaltig beigetragen: die Datenverarbeitung (Computer) und die Datenübertragung (Kabelnetze, Satelliten).

Durch die sich rasant entwickelnde Computer-Technologie sind die Möglichkeiten der Produktion, Weiterverarbeitung und Speicherung von Informationen aller Art nahezu ins Grenzenlose gestiegen. Die Miniaturisierung der Geräte, verbunden mit einer enormen Steigerung ihrer Leistungspotentiale, hat zu einem praktisch universellen Einsatz dieser Technologie geführt. Zu den professionellen Anwendungen im Militärwesen, im Produktions- und Dienstleistungssektor, in Verwaltungen, Universitäten und Schulen kommt in zunehmendem Maße die – primär „spielerische“ – Nutzung im Freizeitbereich. Die umfassende geselllschaftliche Bedeutung des Computers ist in ihren Umrissen seit einigen Jahren erkennbar2: Er führt zu neuen Formen des technokratischen Denkens und Handelns; er

Buch – Internet 4

ermöglicht neue Formen der Kontrolle und Verwaltung von Menschen sowie neue Arbeitsweisen, die möglicherweise die Kommunikations-, Beziehungs- und Denkformen nachhaltig verändern.

Im Medienbereich hat die Computer-Technologie einerseits die Produktionsverfahren sowohl im Pressebereich als auch bei Radio und Fernsehen umgestaltet3, andrerseits erschließt sie den Rezipienten immer neue Nutzungsformen.

Parallel dazu hat sich die Technologie der Datenübertragung entwickelt. Im Aufbau leistungsfähige Breitband-Kabelnetze, deren Übertragungskapazität durch das Verfahren der Daten-Kompression praktisch unbegrenzt scheinen. Ergänzt durch Fernmelde-Satelliten entsteht ein weltumspannendes technisches Kommunikations-Netz, über das große Mengen komplexer Daten zwischen einer Vielzahl von Nutzern ausgetauscht werden können. Das größte öffentliche Interesse findet zur Zeit das Projekt „INTERNET“, zu dem grundsätzlich jeder Telefon-Abonnent Zugang hat4. Mit der wachsenden Bedeutung des Informations- und Kommunikationssektors hat in den Industriegesellschaften die Privatisierung dieses profitträchtigen Wirtschaftszweigs zugenommen.“5

Hier, in dieser Arbeit, versuche ich einen kurzen Ein- und Überblick darüber zu geben, wie sich das Internet und das Buch als „Printkonkurrenz“ entwickeln wird. Jedoch ist es mir dabei unmöglich, einen Gesamtüberblick zu geben, sowie es mir unmöglich ist, nichts zu vergessen. Die entsprechenden Informationen habe ich teils aus Büchern, aus Zeitschriften, aber auch aus dem Internet selbst herausgenommen.

2. Internet – Buch – Internet 2.1. Geschichte des Buches und Buchdruckes in Beziehung zum Internet

[...]


1 Bell, D.: Die nachindustrielle Gesellschaft, Frankfurt a. M.. 1975. Bes. S. 171-268
2 Weizenbaum, J.: Die Macht des Computers und die Ohnmacht der Vernunft. Frankfurt a. M.. 1982. Roszak, T.: Der Verlust des Denkens: Über die Mythen des Computerzeitalters. München. 1986.
3 Weischenberg, S. und Hienzsch, U.: Die Entwicklung der Medientechnik. in: Merten, K. u.a. (Hrsg). Die Wirklichkeit der Medien. Opladen. 1994. S. 455-480
4 Wetzstein, Th. A. u. a.: Datenreisende. Die Kultur der Computernetzte. Opladen. 1995.
5 Hunziker, Peter: Medien, Kommunikation und Gesellschaft: Einführung in die Soziologie der Massenkommunikation. 2., überarb. Aufl. Darmstadt: Wiss. Buchges., 1996.


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