Autoren: A. Brem, M. Götz, S. Linschi, F. Philippi
Fach: Informatik - Wirtschaftsinformatik
Details
Jahr: 2003
Seiten: 34
Note: 1,0
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 641 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-19088-6
ISBN (Buch): 978-3-638-74491-1
Zusammenfassung / Abstract
Eine Routenplaner/Ticketing-Anwendung als Killerapplikation: Ausgehend von dieser Überlegung wurde eine Befragung durchgeführt, anhand derer die kritischen Faktoren der Akzeptanz eines solchen Dienstes ermittelt werden sollten. Die Visualisierung dieser Ergebnisse mittels des DART-Ansatzes soll die bisher schlecht erfüllten Erfolgsfaktoren aufzeigen. Erfreulich gut wurde der Nutzen und die Bedienbarkeit bewertet, erwartet schlecht fiel die Bewertung der Kosten aus. Trotz detaillierter Analysen bestehender Kostenmodelle und bisher realisierter Projekte war es nicht gelungen, für den Benutzer akzeptable Nutzungskosten zu generieren. Eine mögliche Erklärung liegt in der generell schwachen Zahlungsbereitschaft für mobile Dienste, die z.T. in der Gratismentalität des Internet, die auf die mobilen Dienste portiert wurde, begründet liegt. Es besteht aber begründete Hoffnung, dass in nächster Zukunft die Akzeptanz dieser Ausgaben zunimmt, wenn der Nutzen als solcher so hoch eingeschätzt wird, dass die Kosten in den Hintergrund rücken. Beispiel SMS: Bei Markteinführung eher als Zusatznutzen gedacht, entwickelte sich dieser Dienst zur Cash Cow der Mobilfunkanbieter. Die Tatsache der einfachen Bedienbarkeit und des subjektiven Nutzens der asynchronen Informationsverteilung stellte die Tatsache des relativen hohen Preises in den Schatten. Durch Analysetools wie dem DART-Ansatz kann die Akzeptanz durch die zukünftigen Benutzer analysiert werden. An diesem Beispiel lässt sich leicht veranschaulichen, wie stark der Einfluss von subjektiven (Wahrgenommener Nutzen, Image etc.) als auch technischen Kriterien (Verfügbarkeit, Stabilität etc.) abhängt und verdeutlicht die Notwendigkeit, leistungsfähige Modelle zu entwickeln, um diese Einflussfaktoren messbar zu machen.
Textauszug (computergeneriert)
Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg
Lehrstuhl für BWL, ins. Wirtschaftsinformatik III
Im Rahmen der Veranstaltung Mobile Computing
WS 2002/2003
Akzeptanzanalyse von mobilen Diensten, insbesondere
Location Based Services anhand eines
kombinierten Routenplaner-Ticketingsystems
Alexander Brem
Markus Götz
Silvia Linschi
Florian Philippi
Inhaltsverzeichnis - 2 -
Abbildungsverzeichnis - 3 -
Abkürzungsverzeichnis - 4 -
1. Abstract - 5 -
2. Motivation - 5 -
3. Compass Akzeptanzanalyse - 6 -
4. Location Based Services - 8 -
4.1. Push-Dienste - 8 -
4.2. Pull-Dienste - 8 -
5. Untersuchungsgegenstand - 9 -
6. Ergebnisse - 12 -
6.1. Demographische Daten - 13 -
6.2. Keine Unabhängigkeit der Quadranten - 21 -
6.3. Bedeutung der Messkriterien - 22 -
6.4. Problem der Gewichtung - 22 -
6.4.1. Bestimmung der Gewichtungsfaktoren - 22 -
6.4.2. Einarbeitung und Visualisierung der Gewichtungsfaktoren - 23 -
7. Ausblick - 24 -
8. Literaturverzeichnis - 27 -
Anhang A: - 28 -
Fragebogen zu Mobile Computing, Schwerpunkt Location Based Services - 28 -
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Erweiterter Compass Ansatz - 6 -
Abbildung 2: Dimensionen des Akzeptanzmodells - 7 -
Abbildung 3: Beispielhafte Darstellung des DART-Ansatzes - 7 -
Abbildung 4: Notwendige Determinanten für Location Based Services - 9 -
Abbildung 5: Interesse der Westeuropäer an mobilen Diensten [TNSS02] - 10 -
Abbildung 6: Prototyp der Routenplaner-/Ticketing-Anwendung - 10 -
Abbildung 7: Einordnung der Akzeptanzkriterien in die DART-Dimensionen - 12 -
Abbildung 8: Demographischen Daten der Befragung im Überblick - 13 -
Abbildung 9: Auswertung der Routenplaner/Ticketing-Anwendung - 14 -
Abbildung 10: Ergebnis Geschäftsleute und Studenten zusammen (ohne Gewichtung) - 15 -
Abbildung 11: Vergleich der Ergebnisse der Geschäftsleute mit denen der Studenten - 16 -
Abbildung 12: Ergebnisse der Gewichtung der Geschäftsleute und der Studenten .- 17 -
Abbildung 13: Vergleich der Befragungsergebnisse der Geschäftsleute mit den entsprechenden Gewichtungsergebnissen - 18 -
Abbildung 14: Vergleich der Befragungsergebnisse der Studenten mit den entsprechenden Gewichtungsergebnissen - 19 -
Abbildung 15: Vergleich der Ergebnisse der Geschäftskunden mit denen der Studenten - 19 -
Abbildung 16: Vergleich der Ergebnisse der Geschäftskunden mit denen der Studenten - 20 -
Abbildung 17: Beispielhafte Einflussrichtungen im DART - 21 -
Abbildung 18: DART mit Gewichtungsdimension - 23 -
Abkürzungsverzeichnis
BSC Balanced Scorecard
CFCI Compaq Flash Card I
CFCII Compaq Flash Card II
GPRS General Packet Radio Service
GPS Global Positioning System
HSCSD High Speed Circuit Switched Data
LBS Location Based Services
MMC Multimedia Card
MMS Multimedia Messaging
SMC Smart Media Card
SMS Short Message Service
UMTS Universal Mobile Telecommunication System
WAP Wireless Application Protocol
1. Abstract
Eine Routenplaner/Ticketing-Anwendung als Killerapplikation: Ausgehend von dieser Überlegung wurde eine Befragung durchgeführt, anhand derer die kritischen Faktoren der Akzeptanz eines solchen Dienstes ermittelt werden sollten.
Die Visualisierung dieser Ergebnisse mittels des DART-Ansatzes soll die bisher schlecht erfüllten Erfolgsfaktoren aufzeigen. Erfreulich gut wurde der Nutzen und die Bedienbarkeit bewertet, erwartet schlecht fiel die Bewertung der Kosten aus. Trotz detaillierter Analysen bestehender Kostenmodelle und bisher realisierter Projekte war es nicht gelungen, für den Benutzer akzeptable Nutzungskosten zu generieren. Eine mögliche Erklärung liegt in der generell schwachen Zahlungsbereitschaft für mobile Dienste, die z.T. in der Gratismentalität des Internet, die auf die mobilen Dienste portiert wurde, begründet liegt. Es besteht aber begründete Hoffnung, dass in nächster Zukunft die Akzeptanz dieser Ausgaben zunimmt, wenn der Nutzen als solcher so hoch eingeschätzt wird, dass die Kosten in den Hintergrund rücken. Beispiel SMS: Bei Markteinführung eher als Zusatznutzen gedacht, entwickelte sich dieser Dienst zur Cash Cow der Mobilfunkanbieter. Die Tatsache der einfachen Bedienbarkeit und des subjektiven Nutzens der asynchronen Informationsverteilung stellte die Tatsache des relativen hohen Preises in den Schatten.
Durch Analysetools wie dem DART-Ansatz kann die Akzeptanz durch die zukünftigen Benutzer analysiert werden. An diesem Beispiel lässt sich leicht veranschaulichen, wie stark der Einfluss von subjektiven (Wahrgenommener Nutzen, Image etc.) als auch technischen Kriterien (Verfügbarkeit, Stabilität etc.) abhängt und verdeutlicht die Notwendigkeit, leistungsfähige Modelle zu entwickeln, um diese Einflussfaktoren messbar zu machen.
2. Motivation
Auf der Suche nach zukünftigen Killer-Applikationen sehen sich die Mobilfunk- und Serviceprovider zunehmend unter Druck neue Dienste zu entwickeln, die dem Kunden einen wahrnehmbaren und dauerhaften Mehrwert bieten. Die technischen Restriktionen, wie die Bandbreitenrestriktion der Netze oder auch die geringe Bedienungsfreundlichkeit der Endgeräte stellen zurzeit noch Engpässe dar. Wir befinden uns aber auf dem Weg diese Restriktionsgrenzen in einen Bereich zu verschieben, in dem sie kaum noch wahrnehmbar sind. Umso wichtiger ist es mobile Dienste zu entwickeln, die einerseits das Leistungspotential voll ausschöpfen können, - 6 - andererseits jedoch dem Kunden einen sinnvollen Mehrwert bieten. Noch mehr als in der Vergangenheit müssen Kundenbedürfnisse in den Mittelpunkt der Betrachtung gerückt werden, da die Kundenloyalität in den letzten Jahren stetig gesunken ist. Somit ist eine der wesentlichen aktuellen Aufgabenstellungen, Kundenbedürfnisse messbar zu machen. Zu diesem Zweck wurde ein Modell zur Akzeptanzanalyse innerhalb des Compass-Ansatzes (vgl. [CPSS03]) zur Unterstützung bei der Entwicklung situationsabhängiger mobiler Dienste an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen- Nürnberg entwickelt, der dieser Arbeit zugrunde liegt.
3. Compass Akzeptanzanalyse
Der Compass-Ansatz (COoperation Model for Personalized And Situation dependent Services [CPSS02]) bildet einen methodischen Rahmen für die von Dienstanbieter und Mobilfunkbetreiber kooperativ übernommene Bereitstellung situationsabhängiger mobiler Dienste. Innerhalb dieses Ansatzes fand eine Erweiterung um ein Akzeptanzmodell statt. Nach dem Vorbild der Balanced Scorecard (vgl. [KANO96]) wurde ein anpassbares Instrumentarium entwickelt, das die relevanten Einflussfaktoren strukturiert und messbar macht. Damit ist der Dienstanbieter in der Lage, Einflussfaktoren differenziert zu betrachten und Aussagen für die (Weiter-) Entwicklung situationsabhängiger mobiler Dienste zu treffen. Das Compass-Akzeptanzmodell wird in dieser Arbeit an einem kombinierten Navigations-/Ticketing-Dienst angewendet.
Abbildung 1: Erweiterter Compass Ansatz
[Abb. 1 in Downloaddatei enthalten]
Im Akzeptanzmodell werden in Anlehnung an die Balanced Scorecard die beiden Kategorien Nutzen/Aufwand den Kategorien Dienste/Rahmenbedingungen gegenübergestellt. Die entstehende Matrix weist somit vier Felder, die Dimensionen des Compass-Akzeptanzmodells, auf. Jede der vier Dimensionen enthält zwei Subdimensionen, in dieser Arbeit „Erste Benutzung/weitere Verwendung“. Es werden für den spezifischen zu untersuchenden Dienst relevante Messkriterien, die geeignet sind, die wesentlichen Aspekte der Benutzerakzeptanz zu messen, festgelegt.
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