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Leopold von Kalckreuth - Heimkehrende Werftarbeiter auf der Elbe (1894) close

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Leopold von Kalckreuth - Heimkehrende Werftarbeiter auf der Elbe (1894)

Subtitle: Sehen, Erkennen, Verstehen - eine kleine Monographie

Scholary Paper (Seminar), 2007, 11 Pages
Author: André Chahil
Subject: Art - Painting

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2007
Pages: 11
Grade: 1,5
Language: German
Archive No.: V137134
ISBN (E-book): 978-3-640-44333-8
ISBN (Book): 978-3-640-44324-6
Notes :



Abstract

Zu den Lebzeiten des Malers und Graphikers Leopold von Kalckreuth war Alfred Lichtwark der damalige Museumsdirektor der Kunsthalle in Hamburg. Bei der Umsetzung von Lichtwarks Vorstellung von einem modernen Museum, in welchem man den Besucher mit pädagogischen und unterhaltsamen Mitteln durch die Hallen führen konnte, musste Lichtwark schrittweise vorgehen. An erster Stelle galt es den Sammlungsbestand der Hamburger Kunsthalle vollkommen neu zu ordnen, da das Museum seit seiner Eröffnung 1869 nie konzeptionell geleitet worden war. Ferner war der Sammlungsbestand, welcher hauptsächlich aus Vermächtnissen und Stiftungen Adliger bestand, in Lichtwark´s Augen geradezu ungeeignet für eine pädagogische Museumslandschaft, die nach seinen Vorstellungen von allen Schichten der Mitbürger der Hansestadt Hamburg besucht werden sollte. Lichtwark erkannte sehr früh, dass für die Erreichung seines Ziels, ein Museum pädagogischen Charakters zu schaffen, es unabdingbar war, dass die Besucher ihre gewohnten Seherfahrungen mit den Erfahrungen, die sie als Besucher in der Kunsthalle einnehmen würden, verschmelzen müssten. Nur so, war sich Lichtwark sicher: wenn Kunst und deren kulturellen Inhalte, sich mit den kulturellen Erfahrungen des Betrachters identifizieren lassen, wird der Dialog zwischen einem pädagogisch orientiertem Museum und seinen Besuchern erst gerecht. Durch dieses Planen und Vorhaben formte sich die Idee, Kunst aus Hamburg für Hamburg zu schaffen, bzw. Kunstwerke in Auftrag zu geben und diese in der Kunsthalle in einen neuen Kontext zusammenzutragen. [...]


Excerpt (computer-generated)

INHALTSVERZEICHNIS

I. Von einer Idee bis zur ihrer Umsetzung

2

Alfred Lichtwark & Leopold von Kalckreuth

II. ,,Heimkehrende Werftarbeiter auf der Elbe" (1894)

6

Sehen, Erkennen, Verstehen

1. Im Bildgegenstand

6

2. Die Malweise / künstlerische Fertigkeiten

6

3. Historischer Bezug

7

III. Leopold von Kalckreuth (1855 ­ 1928)

8

Impressionist & Realist

Literaturverzeichnis

10

1


I. Von einer Idee bis zu ihrer Umsetzung

Alfred Lichtwark & Leopold von Kalckreuth

<<

Wir wollen nicht ein Museum, das dasteht und wartet, sondern ein Institut, das thätig in

die künstlerische Erziehung unserer Bevölkerung eingreift. 1>>

Zu den Lebzeiten des Malers und Graphikers Leopold von Kalckreuth2 war Alfred Lichtwark3

der damalige Museumsdirektor der Kunsthalle in Hamburg. Dieser oben zitierte Satz, welcher

Lichtwark zu seinem Amtsantritt als Museumsdirektor im Jahre 1886 verkündete, gehört

wohlmöglich zu seinen am häufigsten zitierten Sätzen und prägen zugleich das Bewusstsein

Lichtwarks, mit dem er als Museumsdirektor und Museumspädagoge seiner Tätigkeit in

Hamburg nachging.

Bei der Umsetzung von Lichtwarks Vorstellung von einem modernen Museum, in welchem

man den Besucher mit pädagogischen und unterhaltsamen Mitteln durch die Hallen führen

konnte, musste Lichtwark schrittweise vorgehen. An erster Stelle galt es den

Sammlungsbestand der Hamburger Kunsthalle vollkommen neu zu ordnen, da das Museum

seit seiner Eröffnung 1869 nie konzeptionell geleitet worden war. Ferner war der

Sammlungsbestand, welcher hauptsächlich aus Vermächtnissen und Stiftungen Adliger

bestand, in Lichtwark´s Augen geradezu ungeeignet für eine pädagogische

Museumslandschaft, die nach seinen Vorstellungen von allen Schichten der Mitbürger der

Hansestadt Hamburg besucht werden sollte.

Lichtwark erkannte sehr früh, dass für die Erreichung seines Ziels, ein Museum

pädagogischen Charakters zu schaffen, es unabdingbar war, dass die Besucher ihre gewohnten

Seherfahrungen mit den Erfahrungen, die sie als Besucher in der Kunsthalle einnehmen

würden, verschmelzen müssten. Nur so, war sich Lichtwark sicher: wenn Kunst und deren

kulturellen Inhalte, sich mit den kulturellen Erfahrungen des Betrachters identifizieren lassen,

wird der Dialog zwischen einem pädagogisch orientiertem Museum und seinen Besuchern

erst gerecht. Durch dieses Planen und Vorhaben formte sich die Idee, Kunst aus Hamburg für

Hamburg zu schaffen, bzw. Kunstwerke in Auftrag zu geben und diese in der Kunsthalle in

einen neuen Kontext zusammenzutragen.

1 Zitat von Alfred Lichtwark aus: Luckhardt, Ulrich / Alfred Lichtwarks Sammlung von Bildern aus Hamburg /

Bremen ­ Verlag Girzig & Gottschalk / 2002 / Seite 7.

2 Der vollständige Familienname lautet:

Leopold Karl Walter Graf von Kalckreuth;

war ein deutscher Maler und

Graphiker

(* 15. Mai 1855 in Düsseldorf; 1. Dezember 1928 in Eddelsen bei Hamburg) ­ siehe auch Seite 8.

3 Alfred Lichtwark (* 14. November 1852 in Hamburg; 13. Januar 1914 Hamburg) war ein deutscher

Kunsthistoriker, Museumsleiter und Kunstpädagoge in Hamburg. Er gehört zu den Begründern der

Museumspädagogik.

2


Für dieses Projekt, welches den Titel ,,Hamburger Ansichten und Portraits" ­ eine Sammlung

von Bildern aus Hamburg ­ trug, konnte Lichtwark zahlreiche namenhafte Künstler

gewinnen, wie z.B. Max Liebermann, Thomas Herbst, Ascan Lutteroth, Gotthard Kühl, Hans

Hermann.

Zeitgleich hat Lichtwark Leopold von Kalckreuth angeworben und gebeten nach Hamburg zu

kommen und in seinem Auftrage Ansichten aus Hamburg für die Hamburger Kunsthalle zu

malen. Folgendes Zitat aus dem Briefwechsel von Kalckreuth an Lichtwark verdeutlichen

deren Abmachung und gemeinsames Vorhaben:

<< ... Betreffs der in Hamburg zu malenden Bilder gehe ich ganz auf Ihren Vorschlag ein

und werde unter der Bedingung, dass mir eins von zwei Bildern abgekauft wird, gern´ nach

Hamburg kommen ... 4 >>

Kalckreuth willigte ein, kam nach Hamburg und malte binnen einer Woche im Jahre 1894

zwei Elb5 - Ansichten aus Hamburg in Öl auf Leinwand. Diese beiden Werke tragen die Titel:

1) DÜCKDALBEN IM HAMBURGER HAFEN

(Bildquelle: http://eu.art.com - Suchbegriff: Kalckreuth)

1894 - Öl auf Leinwand ­ Maße: 61 cm x 46 cm ­ Aufbewahrungsort: Hamburger

Kunsthalle

4 Zitat aus: Lichtwark, Alfred / Briefe an Leopold Graf von Kalckreuth / Hrsg. Schellenberg, Carl / Hamburg ­

Verlag Christian Wegner / 1967.

5 Die ,,Elbe" ist ein Fluss der durch die Hansestadt Hamburg verläuft. Sie entspringt in Tschechien, fließt durch

Deutschland und mündet dort in der Nordsee.

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