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Scholary Paper (Seminar), 1999, 15 Pages
Author: Marion Klomfass
Subject: Musicology
Details
Institution/College: University of Frankfurt (Main) (Institut für Musikwissenschaft)
Tags: Sphärenharmonie, Pythagoräer, Einführung, Arbeitstechniken, Musikwissenschaft
Year: 1999
Pages: 15
Grade: 2
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-19395-5
File size: 69 KB
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Excerpt (computer-generated)
Die Sphärenharmonie der Pythagoräer
Hausarbeit zum Proseminar
"Einführung in die Arbeitstechniken
der Musikwissenschaft"
SS 1999
von
Marion Klomfaß
Institut für Musikwissenschaft
J. W. Goethe-Universität, Frankfurt am Main
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Der Ursprung der pythagoreischen Lehre
3. Pythagoras
4. Die Pythagoreer
5. Die pythagoreische Lehre
6. Die Sphärenharmonie
7. Schluß
8. Literaturverzeichnis
1. Einleitung
In meiner Arbeit möchte ich die Grundzüge der pythagoreischen Idee der Sphärenharmonie darstellen. Die Pythagoreer waren die Begründer der ersten Wissenschaften, der Mathematik, der Astronomie und der Erkundung der Seele.1 Sie beschäftigten sich unter dem Motto "alles ist Zahl" mit den mathematischen Zusammenhängen innerhalb der relativen Schöpfung. Sie faßten Zahlen als die Grundlage aller Dinge auf und verstanden das ganze Weltall als Harmonie und Zahl. Als Elemente der Zahlen betrachteten sie das Gerade und das Ungerade oder das Unbegrenzte (wegen der unbegrenzten Teilbarkeit des Geraden) und das Begrenzte (das Ungerade); aus ihnen bestehen alle Dinge.
Dieser Gegensatz ist das eigentliche Merkmal der Natur. Zahlen und Proportionen bestimmen nach Pythagoras nicht nur die Saitenverhältnisse des Monochords und einen musikalischen Wohlklang auf Erden, sondern mit diesen Gesetzmäßigkeiten läßt sich auch die Harmonie der Himmelssphären berechnen. Jedoch wird auch oft angezweifelt ob Pythagoras wirklich ein wissenschaftlicher Denker gewesen war oder nicht viel mehr ein religiöser Mystiker.2 Sicher kann man beide Aspekte in seiner Lehren entdecken, aber eine bloße esoterische Deutung würde ihm nicht gerecht.
2. Der Ursprung der pythagoreischen Lehre
Die Vorstellung einer Musik, eines Einklangs des Himmels, die dem menschlichen Gehör verschlossen ist, gab es bereits weit vor Pytha- goras.3 Allerdings gab es noch keine konkreten Vorstellung vom Welteinklang. Auch die Bedeutung der Zahl für die Schöpfung erkannten z.B. bereits die Sumerer und Babylonier4. Durch immer wiederkehrende Ereignisse, wie Jahreszeiten, die Sterne am Firmament etc. entwickelten sie eigene Zahlensysteme. Bestimmte Zahlen hatten dabei eine besondere, mystische Bedeutung. Unter anderem hatte die Zahl Sieben als Zahl des Weltganzen eine sehr wichtige Bedeutung im Orient. Ein wichtiges Symbol dafür war die siebensaitige Himmelslyra.5 Die Zahl Sieben wurde damals aber noch nicht mit dem System der sieben Planeten in Verbindung gebracht, wie es später Pythagoras getan hat.
Ende des 8./Anfang des 7. Jahrhunderts v. Chr. setzte in Griechenland eine starke kulturelle Beeinflussung aus dem Orient ein. Wahrscheinlich gelangte auch so die Idee des Welteneinklangs nach Griechenland.6 Aber erst Pythagoras bestimmte mit seinen mathematischen Berechnungen die Abstände (Intervalle) der Planeten und bildete so die theoretische Grundlage der Sphärenharmonie und begründeten die wissenschaftliche Astronomie.
3. Pythagoras
Pythagoras (ca. 570/560 - 480 v.Chr.)7 wuchs in Samos auf und studierte vermutlich die vorsokratischen Philosophen Thales, Anaximander, Pherekydes und Anaximenes. Er unternahm viele Reisen, u.a. nach Phönizien, Ägypten und Persien, wo er sich mit den verschiedenen mathematischen Lehren beschäftigte. Darüber hinaus beschäftigte er sich mit der Religion des Zarathustra.
[....]
1 Schavernoch S. 37
2 Beinroth S. 15
3 z.B. in China (Schavernoch S. 20)
4 Schavernoch S. 23
5 Schavernoch S. 31
6 Schavernoch S. 26
7 nach Schavernoch S. 15; andere Quellen geben teilweise abweichende Daten an
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25.06.2007 10:20:28
Die Arbeit fasst in einer sehr verständlichen Sprache kurz und prägnant das Leben von Pythagoras als auch die pythagoräische Philosophie zusammen. Auch wenn bei der Sphärenharmonik der den jungen Pythagroas prägende mythologische Hintergrund der Harmonia (leider) nicht erwähnt wird, ist diese sehr bildhaft und leicht verständlich dargestellt. Wer allerdings wie ich nach einer genaueren Erklärung sucht, wie es zur Reihung unserer 7stufigen (Dur)Tonleiter gekommen ist, wird enttäuscht sein. Hier hätte ich mir im gleichen prägnanten Stil eine Darstellung gewünscht. Aber vielleicht liegt es daran, dass sich diese Seminararbeit eben bloß auf die Darstellung der Sphärenharmonie konzentriert. Als gute Zusammenfassung jedoch ist die Arbeit empfehlenswert.