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James Joyce: Eveline - eine Interpretation

Termpaper, 2001, 15 Pages
Author: Sigrid Opl
Subject: English Language and Literature Studies - Literature

Details

Category: Termpaper
Year: 2001
Pages: 15
Grade: 2,3
Language: German
Archive No.: V13987
ISBN (E-book): 978-3-638-19501-0

File size: 66 KB


Excerpt (computer-generated)

„Eveline“ – eine Interpretation

Hausarbeit für das Proseminar
„Viktorianische Kurzgeschichten des 19. Jahrhunderts“
im Wintersemester 2000 / 01
von Sigrid Opl

 

Inhaltsverzeichnis

Einleitung  S. 3

1. Zur Kurzgeschichte „Eveline“ aus dem Kurzgeschichtenzyklus „Dubliners“  S. 4
1.1 Allgemeines und Zuordnung der Erzählung  S. 4
1.2 Erzählhistorischer Hintergrund (Thematik)   S. 5

2. Analyse der Kurzgeschichte „Eveline“  S. 6
2.1 Aufbau / Erzählweise  S. 6
2.2 Figuren  S. 8
2.3 Settings  S. 10

3 Interpretation  S. 11

4. Schlussbetrachtung  S. 14

Literaturverzeichnis  S. 15

 

Einleitung

James Augustine Aloysius Joyce, kurz James Joyce, wurde am 2. Februar 1882 in Dublin, Irland geboren. An katholischen Schulen und am University College von Dublin erzogen, ging er im Jahre 1902 nach Paris um dort Medizin zu studie- ren. Er kehrte jedoch nach Dublin zurück, veröffentlichte dort einige Werke, wo- von er unglücklicherweise nicht leben konnte und verließ Dublin 1910. 1915 ging er nach Zürich um dort eine Schauspielgruppe zu gründen, ließ sich dann von 1920 bis 1940 in Paris nieder, wo er 1941 verstarb.

Obwohl James Joyce die meiste Zeit auf dem Kontinent und nicht in seinem Heimatland verbrachte, hatte er eine intensive und enge Bindung an dieses Land, insbesondere an seine Geburtsstadt Dublin. Dies zeigt sich in fast all seinen Werken, so z.B. in „Dubliners“ (entstanden 1904 – 1912, erschienen 1914). In diesem 15-teiligen Kurzgeschichten – Zyklus wird das Dubliner Milieu, dem Joyce entstammt – also kleines bis mittleres Bürgertum – mit einer ganz besonderen „Hassliebe“1 beschrieben. Alles kreist um die für das Milieu typi- schen Charaktere und Situationen.

1916 erschien „The Portrait of the Artist as a Young Man“, welches autobio- graphische Züge aufweist. Es ist die Geschichte des jungen Stephen Dedalus, der sich gegen die katholische Kirche, die irische höhere Gesellschaft und den irischen Patriotismus auflehnt.

Das wohl bekannteste Werk von James Joyce dürfte jedoch wohl „Ulysess“ sein, welches oftmals als sein Meisterwerk bezeichnet wird. Es erschien 1922 und beeinflusste fast alle modernen englischen und amerikanischen Autoren. Peter Wagner beschreibt es in seinem Buch „A short history of English and American Literature“ folgendermassen:


„Ulysess is a supreme novel because it combines stylistic artistry and virtuosity, complicated yet convincing narrative techniques (stream – of – conciousness, realistic description, association, mu- sical patterns such as leitmotiv, and montage as used in films), so- phisitcated charaterization, and earthy humour in a panorama of life and human conciousness.“2

Im Folgenden soll jedoch interpretatorisch auf Joyce`s „Dubliners“ eingegangen werden, insbesondere auf die 5. Erzählung die den Titel „Eveline“ trägt.

1. Zur Kurzgeschichte „Eveline“ aus dem Kurzgeschichten- Zyklus „Dubliners“

1.1 Allgemeines und Zuordnung der Erzählung

„Eveline“ lässt sich eindeutig der typischen Kurzgeschichte um die Jahrhundert- wende zuordnen. Die englische „short story“ breitet sich erstmals im 19. Jahr- hundert aus und gewinnt sehr rasch an Bedeutung, was auf unterschiedliche Faktoren zurückzuführen ist. Die Zunahme der Beliebtheit dieser Literatur- gattung hing unter anderem damit zusammen, dass die Bevölkerung bzw. die Leser oftmals nicht mehr die Zeit zum Lesen von langen Romanen hatten, somit traf die Kurzgeschichte diesbezüglich genau den Nerv der Zeit.

Ferner entwickelte Edgar Allen Poe seine Theorie der „totality / unity of effect“, welche genau das Problem der Romane beschreibt und zugleich den Vorteil dieser „short stories“ hervorhebt. Er vertrat die Ansicht, dass sich der Leser nur für einen bestimmten Zeitraum konzentrieren kann, und genau in dieser Zeit sollen möglichst intensive Eindrücke beim Leser erreicht werden. Dazu muss die Erzählung jedoch ein bestimmtes Maß an Kürze aufweisen, und sollte nicht die Lesedauer von 2 Stunden überschreiten.

An dieser Stelle sei noch die Beliebtheit der Geschichten – Zyklen erwähnt, wie sie in Joyce`s „Dubliners“ vorliegt. Es war sehr populär, sich in einer Gruppe von Leuten zu treffen und einander Geschichten zu erzählen, bzw. als Autor von dieser Form des Erzählens Gebrauch zu machen. Ein weiteres Beispiel dieser Art findet sich bei Thomas Hardy und dessen Geschichten – Zyklus „A Group of Noble Dames“ aus dem Jahre 1891. Im vorliegenden Zyklus „Dubliners“ gibt es jedoch keine Rahmenhandlung wie bei Hardy und ausser der Thematik Dublin und der Beschreibung des Millieu, dem Joyce entstammt, weisen die einzelnen „short stories“ in sich keine signifikanten Gemeinsamkeiten auf.

1.2 Erzählhistorischer Hintergrund (Thematik)

[....]


1 Kindlers neues Literatur Lexikon, S.480
2 Wagner, S. 149


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