Jugendorganisationen und Schule im Nationalsozialismus unter besonderer Berücksi... close Bitte warten
Jugendorganisationen und Schule im Nationalsozialismus unter besonderer Berücksichtigung Österreichs. Theorie und Unterrichtsentwurf

Autor: Mag. Maria Ablinger
Fach: Geschichte - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg

Lesen Sie im E-Book



Details

Institut: Pädagogische Akademie Salzburg (Hauptschulausbildung)
Kategorie: Diplomarbeit
Jahr: 2003
Seiten: 118
Note: Sehr gut
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 553 KB
Archivnummer: V14152
ISBN (E-Book): 978-3-638-19631-4
ISBN (Buch): 978-3-638-72104-2

Zusammenfassung / Abstract

In der Zeit vor und während des zweiten Weltkriegs war auch das Leben der Kinder und Jugendlichen stark politisch geprägt. Diese Arbeit beschreibt, in welchem Ausmaß das Umfeld der jungen Menschen in den Dreißiger- und Vierziegerjahren des letzten Jahrhunderts vom nationalsozialistischen Regime beeinflusst wurde. Die parteieigenen Jugendorganisationen waren für eine „Freizeitgestaltung“ im Sinne des Nationalsozialismus zuständig, dabei standen die Vermittlung nationalsozialistischer Werte sowie die Vorbereitung auf den Krieg im Vordergrund. In dieser Arbeit werden Ideologie, Organisation, Ausbildungsinhalte und verschiedene Veranstaltungen der Hitlerjugend beschrieben. Auch die schulische Erziehung wurde massiv von der NSDAP beeinflusst. Hier wird ein Einblick in die nationalsozialistische Ideologie der schulischen Erziehung, die Lehrziele, Schulbücher, das Lehrerverhalten und das Schicksal der jüdischen Schüler gegeben. Auch der starke Einfluss der Hitlerjugend auf die Schule wird thematisiert. Dabei wird das Thema mit einem besonderen Fokus auf die Situation in Österreich beleuchtet. Im anschließenden praktischen Teil der Arbeit wird die Thematik in Form einer Materialzusammenstellung für Offenes Lernen für den Einsatz im Geschichtsunterricht in der Sekundarstufe aufgearbeitet. Schlüsselwörter: Nationalsozialismus, Austrofaschismus, Hitlerjugend, Offenes Lernen

Textauszug (computergeneriert)

 

Jugendorganisationen und Schule im Nationalsozialismus
unter besonderer Berücksichtigung Österreichs

Diplomarbeit
an der Pädagogischen Akademie
des Bundes in Salzburg

vorgelegt von

Maria Ablinger

Salzburg, 07.03.2003

INHALTSVERZEICHNIS

EINLEITUNG ... 4

1 VORGESCHICHTE ... 6
1.1 Die Zeit des Austrofaschismus ... 6
1.1.1 Jugendorganisationen im Austrofaschismus ... 6
1.1.2 Schule im Austrofaschismus ... 8
1.2 Der Anschluss ... 13

2 JUGENDORGANISATIONEN IM NATIONALSOZIALISMUS ... 16
2.1 Ideologie der außerschulischen Jugenderziehung ... 16
2.2 Organisation der Hitler-Jugend ... 19
2.3 Ausbildung und Inhalte in der Hitler-Jugend ... 23
2.3.1 Jungenerziehung ... 23
2.3.2 Mädchenerziehung ... 26
2.4 Aktionen und Veranstaltungen ... 28

3 SCHULE IM NATIONALSOZIALISMUS ... 33
3.1 Ideologie der schulischen Erziehung - Erziehungsmaximen ... 33
3.2 Schulorganisation ... 36
3.3 Lehrziele und Schulbücher ... 40
3.3.1 Lehrziele und der Lehrplan ... 40
3.3.2 Schulbücher und Unterrichtsmaterialien ... 51
3.4 Schulveranstaltungen, Feste und Feiern ... 58
3.5 Die Lehrer ... 60
3.6 Jüdische Schüler ... 63
3.7 Einfluss der Hitler-Jugend auf die Schule ... 64

4 PRAKTISCHER TEIL ... 67
4.1 Didaktische Überlegungen ... 67
4.1.1 Sachanalyse ... 67
4.1.2 Offenes Lernen ... 70
4.2 Arbeitsmaterialien für offenes Lernen ... 75
4.2.1 Arbeitsplan ... 76
4.2.2 Organisation der Hitler-Jugend ... 77
4.2.3 "Sie werden nicht mehr frei ihr ganzes Leben..." ... 81
4.2.4 Alltag in der Hitler-Jugend ... 85
4.2.5 "Das Kleid des Führers" - Uniform der HJ ... 90
4.2.6 Das HJ-Lager ... 93
4.2.7 Schule unter Adolf Hitler ... 97
4.2.8 Die "Befleckten" von Salzburg ... 103
4.2.9 Schulaufgaben im Nationalsozialismus ... 106
4.2.10 " Begeistert - Gedrillt - Betrogen. Die Hitlerjugend" ... 110

SCHLUSSBEMERKUNG ... 113

ABBILDUNGSVERZEICHNIS ... 115

LITERATURVERZEICHNIS ... 116

 

EINLEITUNG

Da ich mich gerne mit der historischen Epoche der Zeitgeschichte, im Besonderen mit dem Nationalsozialismus beschäftige, war ich von Anfang an auf der Suche nach einem Themengebiet aus dieser Zeit. Nachdem ich im vierten Semester den Wahlgegenstand Soziologie der Kindheit belegt hatte und mich die Lebenswelt von Kindern sehr interessiert, ergab sich daraus die Kombinationsmöglichkeit "Kindheit im Nationalsozialismus". Um das Thema noch etwas einzugrenzen, beschloss ich, mich auf zwei wichtige Lebensbereiche zu konzentrieren, auf die Jugendorganisationen und auf die Schule. Gerade als zukünftige Lehrerin habe ich doch auch einen Einblick in unser Schulsystem, in den Schulalltag und in Lehrplaninhalte und kann dadurch auch gut Vergleiche zwischen damals und heute ziehen.
Außerdem möchte ich das Thema vor allem aus österreichischer Sicht behandeln.
Ich erwarte mir von der Arbeit an dieser Thematik neben Wissenszuwachs auch eine starke persönliche Bindung und Betroffenheit. Mir ist klar, dass ich ein sensibles Thema gewählt habe, das man nicht ohne Emotionen bearbeiten kann. Ich werde vieles erfahren, das berührend, bestürzend oder vielleicht unfassbar sein wird, doch gerade diese Herausforderung reizt mich auch.
Die Suche nach Literatur war nicht allzu schwierig. Es gibt eine ganze Reihe von Büchern, die von Kindheit und Erziehung im Nationalsozialismus handeln. Einige Autoren haben ebenfalls Schwerpunkte auf Jugendorganisationen oder Schule gesetzt, andere wiederum behandelten diese Themenbereiche nur überblicksmäßig.
Auf folgende Fragen möchte ich in meiner Arbeit näher eingehen:

  • Wie war die Situation der organisierten Jugend und der Schule in Österreich vor dem Anschluss an Deutschland, in der Zeit des Austrofaschismus?
  • Welche Entwicklungen und Änderungen brachte der Anschluss mit sich?
  • Wie waren die Jugendorganisationen organisiert, welche Ziele verfolgten sie und mit welchen Mitteln versuchten sie diese zu erreichen?
  • Was charakterisiert das Schulwesen des Dritten Reiches?
  • Was lernten die Kinder in den Schulen, welche Punkte beinhaltete der Lehrplan und wie sah es mit Schulaufgaben und Büchern aus?
  • Wie kann in einer Schulklasse an das Thema am besten herangegangen werden?

Um die ersten fünf Punkte eingehender zu behandeln, habe ich vor, auf einige Bücher zum Thema genauer einzugehen und diese dann mit Hilfe verschiedenartiger weiterer Literatur zu ergänzen und zu vervollständigen. Dabei möchte ich viele Quellen einbauen, wie zum Beispiel Zeitzeugenberichte, Erlässe und Richtlinien der Schulbehörde, Schulbuchauszüge oder konkrete Aufgaben, die den Schülern vorgesetzt wurden.
Der letzte Punkt bezieht sich auf den praktischen Teil meiner Diplomarbeit, der einen eigenen Abschnitt bilden sollte. Ich habe mich dazu entschieden, die Thematik in Form einer Materialzusammenstellung für Offenes Lernen aufzuarbeiten. Dazu werde ich auch noch einen kurzen Einblick geben, was Offenes Lernen ist und wie man es durchführt. Da ich idealerweise in der Schulpraxis in diesem Semester in einer vierten Klasse Hauptschule unterrichte und sich meine Besuchschullehrerin damit einverstanden erklärte, möchte ich diese Lernkartei gleich praktisch testen. Mit Hilfe dieser damit gewonnenen Erfahrungen werde ich die Materialien gegebenenfalls noch verändern können und jeden einzelnen Auftrag in meiner Arbeit kommentieren. Ich bin auch schon sehr neugierig, wie die Schülerinnen und Schüler dieses Thema aufnehmen werden. Allerdings werde ich die Arbeit der Klasse nicht genauer erläutern oder bewerten, das sollte nicht der Gegenstand meines praktischen Teiles sein.

1 VORGESCHICHTE
1.1 DIE ZEIT DES AUSTROFASCHISMUS
Unter Austrofaschismus versteht man den spezifisch österreichischen Faschismus in den Jahren 1934-1938. Nach der so genannten "Selbstausschaltung" des Parlaments der Ersten Republik im März 1933 wurde Österreich im Mai 1934 zu einem autoritären Ständestaat. Vorbild war dabei das faschistische Italien unter Mussolini.
Der Austrofaschismus wird manchmal im Gegensatz zum "braunen" nationalsozialistischen Faschismus auch "grüner" Faschismus genannt.

[...]

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:

http://www.grin.com/e-book/14152/