Thomas von Aquin und der bellum iustum close Bitte warten


Details

Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 2003
Seiten: 19
Note: 2,0
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 258 KB
Archivnummer: V14260
ISBN (E-Book): 978-3-638-19718-2

Textauszug (computergeneriert)

TU Braunschweig
Institut für Sozialwissenschaften

Hauptseminar: Krieg und Frieden

Hauptseminararbeit
Thomas von Aquin und der bellum iustum

von

Natalie Kayani

Wintersemester 2002/03

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Thomas von Aquin - der Mensch

3. „Summe der Theologie“ - das Hauptwerk

4. „Der Krieg“ (in: „Summe der Theologie“ II/2)
4.1 Inhalt

5. Bedingungen für den bellum iustum

6. Kritiker der bellum-iustum-Theorie von Aquin
6.1 Francisco de Vitoria
6.2 Balthasar Ayala
6.3 Wolfgang Kluxen
6.4 Gerhard Beestermöller

7. Ist der US-amerikanische "Krieg gegen den Terror" ein gerechter Krieg?

8. Fazit

Literatur

 

1. Einleitung
Wann ist ein Krieg gerechtfertigt? Wann ist ein bellum ein bellum iustum? Wer und was gibt einem Staat das Recht zum Krieg? Über diese Fragen haben sich bereits viele schlaue Köpfe denselben zerbrochen. Angesichts der aktuellen politischen Lage sind auch genau diese Fragen zur Zeit in aller Munde. Diese Hausarbeit wird zunächst die Anfänge der bellum-iustum-Lehre beleuchten und sich später mit dem aktuellen Zusammenhang auseinandersetzen. Einer der ersten Theoretiker der bellumiustum-Idee war der italienische Mönch Thomas von Aquin. Sein Vorgänger, der Mönch Augustinus, hatte im 4. Jahrhundert bereits die erste bellum-iustum-Theorie aufgestellt. Basierend auf dieser entwickelte Aquin seine eigene Theorie, sich auf die Bibel berufend.

Zunächst leitet eine kurze Darstellung der Person Thomas von Aquin auf sein Werk hin. Nachfolgend wird näher auf sein Werk, die „Summa Theologiae“ bzw. „Summe der Theologie“ eingegangen. Im Speziellen folgt darauf die Darstellung des Abschnitts „Der Krieg“. Anschließend werden Aquins Bedingungen für einen gerechten Krieg erläutert, mit späteren Thesen verglichen und mit Hilfe verschiedener Sekundärquellen beleuchtet. Der letzte Teil befasst sich mit der Anwendung der Aquin′schen Thesen auf die gegenwärtige Politik – am Beispiel des Irak-Konfliktes. Inwiefern wurden seine Ideen übernommen und auf welche Weise weicht die aktuelle Irak-Diskussion von seiner Theorie ab? Ist es Aquin gelungen eine bis heute weltweit gültige Formel zu erstellen oder driften die Politiker der Gegenwart von seiner Meinung ab?

Kern dieser Arbeit soll der Vergleich seiner Theorien zu anderen, nachfolgenden Theorien sein, sowie die Anwendung auf die Politik der Gegenwart.

2. Thomas von Aquin – sein Leben und Denken
Thomas von Aquin, geboren als Sohn des italienischen Grafengeschlechts ′von Aquino′, kam mit fünf Jahren als ′Oblate′, als gottgeweihtes Kind, zu den Benediktinern ins Kloster auf dem benachbarten Montecassino, wo sein Onkel Abt war, der ihn für eine große Karriere vorbereiten sollte.

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