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Steuerungs- und Optimierungsansätze des Kreditportfolios

Hausarbeit, 2001, 38 Seiten
Autor: Ronny Weigler
Fach: Wirtschaft - Bank, Börse, Versicherung

Details

Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2001
Seiten: 38
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 43  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V1453
ISBN (E-Book): 978-3-638-10895-9

Dateigröße: 223 KB
Anmerkungen :
Die Hausarbeit behandelt Aspekten des Credit-Risk-Managements. Schwerpunkte liegen auf den Instrumenten der Kreditportfoliosteuerung. Viel Spaß beim Lesen. Gerne auch Rückfragen und Anmerkungen von Käufern!



Textauszug (computergeneriert)

Steuerungs- und Optimierungsansätze
des Kreditportfolios

Hausarbeit

vorgelegt am 20.12.2001

an der
Berufsakademie Berlin
- Staatliche Studienakademie -

Bereich: Wirtschaft
Fachrichtung: Bank
Studienjahrgang: 1999
Studienhalbjahr: 5

von 

Ronny Weigler

Ausbildungsbetrieb Berliner Volksbank eG

Gliederung

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS 3

ABBILDUNGSVERZEICHNIS 4

1. Einleitung 5

2. Eingrenzung des Risikobegriffs im Kreditgeschäft 7
2.1 Ursachenbezogener versus wirkungsbezogener Risikobegriff 7
2.2 Materieller versus formaler Risikobegriff 7

3. Klassifizierung der Risiken im Kreditgeschäft 8
3.1 Risikoarten 8
3.2 Einzelgeschäftsbezogene Kreditrisiken 10
3.3 Gesamtgeschäftsbezogene Risiken 11

4. Einflussfaktoren auf das Kreditportfoliomanagement 13
4.1 Risikopolitik: Strategische Ausrichtung der Bank 14
4.2 Risikotragfähigkeit der Bank 16

5. Steuerung des Kreditportfolios 17
5.1 Einzelgeschäftsbezogene Maßnahmen 17
5.1.1 Aktive Risikosteuerung 17
5.1.2 Passive Risikosteuerung 19
5.2 Gesamtgeschäftsbezogene Maßnahmen 21
5.2.1 Aktive Risikosteuerung 21
5.2.2 Passive Risikosteuerung 21

6. Optimumbegriff 25

7. Zusammenfassung 26

LITERATURVERZEICHNIS 26

INTERNETVERZEICHNIS 30

ANHANG 31

EHRENWÖRTLICHE ERKLÄRUNG 34

 

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
ABS Asset Backed Securities
BAKred Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen
BGB Bürgerliches Gesetzbuch
CAR Capital-at-Risk
DM-Betrag Geldbetrag in Deutsche Mark
HGB Handelsgesetzbuch
KWG Gesetz über das Kreditwesen
o.Jg. ohne Jahrgang
RAROC Risk Adjusted Return On Capital
RORAC Return on Risk Adjusted Capital
VaR Value-at-Risk

ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Abbildung 1: Klassifizierung banktypischer Risiken Seite 5
Abbildung 2: Verteilung von Konzentrationsrisiken im Kreditportfolio Seite 9
Abbildung 3: Risikonutzenfunktion als Einflussfaktor auf Handlungsmaximen der Bank Seite 11
Abbildung 4: Entwicklung der Wertmargen im Kreditgeschäft Seite 28
Abbildung 5: Prämienprinzip des materiellen Risikos Seite 28
Abbildung 6: Ganzheitliches Risikomanagement im Kreditgeschäft Seite 29
Abbildung 7: Credit Risk- Managementprozess - ein iterativer Prozess Seite 29
Abbildung 8: Kreditderivate - Moderne Instrumente des Risikomanagements Seite 29
Abbildung 9: Anwendungsmöglichkeiten von Kreditderivaten Seite 30
Abbildung 10: Entwicklungsstand des Portfoliomanagements Seite 30
Abbildung 11: Entwicklung der Insolvenzen im Wirtschaftsraum Deutschland Seite 30

 

1. Einleitung

Seit Jahrhunderten nehmen Kreditinstitute eine herausragende Stellung in unserer Gesellschaft ein. Dies ist auf die verschiedenen Funktionen und Aufgabenbereiche zurückzuführen, welche Kreditinstitute im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit wahrnehmen. Neben der Abwicklung von Zahlungsvorgängen finanzieren Kreditinstitute Investitionsgüter, wie auch Konsumgüter, verwalten das Vermögen Ihrer Kunden, vermitteln Finanzdienstleistungen und Beratungsdienste.1
Den Banken kommt darüber hinaus eine außerordentlich große Bedeutung innerhalb der Volkswirtschaft zu. Die Gewährleistung der notwendigen Größen-, Fristen- und Risikotransformation auf den Kapitalmärkten räumt dem Bankensektor eine Schlüsselrolle in jeder Volkswirtschaft ein.2
Das Kreditgeschäft stellt hierbei die bedeutendste Säule der Bankgeschäfte dar.3 Zurecht wird die Ansicht vertreten, wonach das reibungslose Funktionieren der Kreditwirtschaft von Allgemeininteresse zu sein scheint. Tatsächlich ist das Bankwesen, wie kaum eine andere Branche, mit dem sozialen, wirtschaftlichen, und wie die Vergangenheit gezeigt hat, auch mit dem politischen Umfeld eng vernetzt.4
Die Kreditwirtschaft befindet sich seit Jahren in einem tiefgreifenden Strukturwandel. Dieser wird begleitet von hohem Wettbewerbsdruck, sinkenden Margen im klassischen Kreditgeschäft sowie einer stetig anwachsenden Risikovorsorge.5
Studien zeigen, dass in der Vergangenheit durchschnittlich 45 % der Teilbetriebsergebnisse durch die negativen Bewertungsergebnisse aufgebraucht wurden.6
Hinzu kommt die bedenkliche Entwicklung der Wertmargen im Zinsgeschäft, der bedeutendsten Ertragssäule der Kreditinstitute.7
Weniger als ein fünftel der deutschen Kreditinstitute erreichen eine Wertmarge von 1% oder mehr. Damit wird ein kapitalmarktbezogener Ergebnisanspruch weit verfehlt.8 Zudem stellen auch weitreichende technologische Errungenschaften den Bankensektor vor enorme Herausforderungen und in diesem Kontext auch vor neue Risiken.9
Die Berliner Volksbank eG, größte regionale Volksbank in Deutschland, beschreibt in ihrem Geschäftsbericht 2000: ,,Die Aufbereitung der Altrisiken sowie ein tiefgreifender Umstrukturierungsprozess in der Bank haben die Ertragslage des Geschäftsjahres nachhaltig belastet." So hat die Bank im Geschäftsjahr 2000 ihre Bilanzsumme um DM 8,5 Mrd. auf DM 20,1 Mrd. verringert. Dies ist auf den enorm hohen Bestand an risikobehafteten Altgeschäften im Kreditsektor zurückzuführen.10
Trotz allem scheint die Übernahme und das Management von Risiken unverändert ein Eckfeiler des Bankgeschäftes zu sein.11 In Anbetracht der angesprochenen Auswirkungen der Risiken auf die Ertragskraft der Bank stellt sich die Frage, wie Banken mit diesem Risiko umgehen. Einige Banken werden sich grundsätzlich vom Kreditgeschäft trennen. Der Großteil der Banken, für den das klassische Kreditgeschäft eine tragende Säule ist, wird ein neues Grundverständnis von Risiken im Kreditgeschäft entwickeln müssen.12
Finanzinstitute müssen sich in Zukunft mit diversen wichtigen Themenbereichen befassen, um sich im Markt für Kredite gut positionieren zu können. Hierzu zählt eine klar definierte Geschäftsstrategie, die unter anderem auch die Risikopolitik des Unternehmens definiert.
Die Risikopolitik wird zwangsläufig zu einer der wichtigsten Rahmenbedingungen des Risikomanagements einer Bank. Darüber hinaus hat eine entsprechende Organisation der Erreichung der strategischen Ziele zu entsprechen (structure follows strategy).13
Neben den technischen Voraussetzungen zur Messung der Kreditrisiken muss die Bank entsprechende Instrumentarien und Methoden entwickeln, die der Risikovermeidung bzw. Risikosteuerung dienen.
Die vorliegende Arbeit befasst sich tiefergehend mit den Instrumentarien zur Steuerung von Risiken im Kreditportfolio. Auf die Themenbereiche der Organisation des Risikomanagements und der Messung der Risiken wird nicht vertiefend eingegangen. Der Themenbereich der Risikopolitik wird ergänzend aufgegriffen, um Unterschiede bei den Steuerungsmethoden zwischen den einzelnen Kreditinstituten erläutern zu können.

[...]


1 Vgl. Lippen, Gerhard et al. (1993), S. 320 ff.

2 Ebenda, S. 4.

3 Vgl. Schulte, Michael (1997) S. 51.

4 Die Krise der Berliner Bankgesellschaft im Jahre 2001 brachte die Berliner Regierungskoalition von SPD/CDU zu Fall.

5 Vgl. Schierenbeck, Henner/Moser, Hubertus (1994), S. 391.

6 Vgl. Rolfes, Bernd/Schierenbeck, Henner (Hrsg.) (1998), S. 2.

7 In diesem Zusammenhang ist die Wertmarge als risikokostenbereinigte Zinsmarge zu betrachten.

8 Vgl. Rolfes, Bernd/Schierenbeck, Henner (Hrsg.) (1998), S. 2 f.; Abbildung 4.

9 Vgl. Chadha, Ajay (1998), S. 301.

10 o.V. (2001), Geschäftsbericht 2000 der Berliner Volksbank eG, S. 2 und S. 18.

11 Vgl. Hanker, Peter (1998), S. 17.

12 Vgl. Sautter, Michael/Droste, Klaus (1998), S.213 ff.

13 Vgl. van Geldern, Michael (1997), S.27 f.


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